Dipl.Kfm. Jörg Becker Friedrichsdorf
Dipl.Kfm. Jörg Becker Friedrichsdorf

1 häufiger Schwachpunkt liegt im Wirtschaftswissen

 

Wir erleben eine ökonomische Achterbahnfahrt mit Bankenkrach, Finanzblase, Schuldenkrise, Euromisere, Null- und Negativzinsen, Stagnation der großen Volkswirtschaften und die Wissenschaft von der Wirtschaft vermittelt hierzu nur verengte und realitätsferne Sichten auf der Grundlage von radikal vereinfachenden Modellen. Gegen eine verengte Sicht hilft ein komplexeres Bild menschlichen Handelns als das des kühl, egoistisch maximierenden Homo oeconomicus. Mit einem intensiven Austausch mit anderen Wissenschaften und Denkansätzen eines Generalisten. Ein Ökonom, der nur Ökonom sei, sei kein guter Ökonom: Er müsse gleichzeitig auch Mathematiker, Historiker, Politiker und Philosoph sein. Es geht um stärker interdisziplinär ausgerichtete Ansätze.

 Im digitalen Morgenland des Silicon Valley geht es jedem um das große Ganze: man lässt seine Träume fliegen. Investoren auf ihrer Suche nach Anlagemöglichkeiten befeuern die Suche nach dem next big thing: nach einer Idee, die das nächste Apple, Facebook, Google, Whatsapp, Instagram oder Uber werden könnte. Im Valley herrscht bei der Suche nach den Helden von morgen unbegrenzte Euphorie. Zumindest wenn das Geschäftsmodell skalierbar ist, d.h. eine einzige große Idee reicht, um einen Millionenmarkt (möglichst ohne weitere Kosten) aufzuschließen. Jedermann hat Angst, den nächsten großen Coup zu verpassen.

Becker - zielgenaues Standortprofil
Becker - zielgenaues Standortprofil

In ca. 14.000 Gemeinden, Städten: Wirtschaftsförderer und Kämmerer, Politische Entscheidungsträger des Standortes: Bürgermeister, Stadträte, Fraktionsvorsitzende, Dezernenten z.B. für Wirtschaft, Verkehr, Kultur, Gesundheit u.a., Standortmarketing und Wirtschaftsförderungsgesellschaften, Interkommunale Planungsverbände, IHK´s. Ca. 20.000 Standortentscheider: Investoren (Immobilienwirtschaft, Projektentwickler, Einzelhandel). Unternehmen, die ihre Standortplanungen/-entscheidungen im Rahmen einer durchgängigen Systematik aller Standortfaktoren analysieren und absichern wollen (oder müssen). Standortsucher: Ansiedlungsinteressenten, Existenzgründer 

Die Aussage eines Standortes, dass man besser sei als andere, wäre zunächst nur eine Behauptung ohne Wert, solange sie nicht konkret, d.h. immer auch mit nachvollziehbaren Bewertungen, belegt werden kann.

 

Standortmarketing - Wunderkammer und Weltentraum
Standortmarketing - Wunderkammer und Weltentraum

  

Die Relevanz von Standortfaktoren variiert über verschiedene betriebliche und regionale Strukturen

  

Entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit und ökonomischen Erfolgschancen sind insbesondere die Standortfaktoren: Bildung, Innovationsfähigkeit, Internationalität, Erreichbarkeit Agglomerationen, Qualifikation Arbeitskräfte, Bildungsniveau, zukunftsträchtige Branchen, städtische Lebensqualität, Diversität, kulturelle Offenheit  

Von großer Bedeutung ist in jedem Fall die jeweilige Ausprägung wissensintensiver Wirtschaftszweige, da von diesen die größten Beschäftigungsimpulse ausgehen

  

 

Dinge der digitalen Revolution schleichen sich immer nach dem gleichen Muster in das tägliche Leben: es beginnt mit einigen Technik-Freaks, wird dann zum Statussymbol für wohlhabende Fortschrittsfreunde und macht dann selbst Kinder süchtig. Niemand möchte in den Verdacht geraten, mit dem rapiden „Fortschritt“ nicht im reinen zu sein. Das Internet der Dinge verspricht wahre Wunderding wie u.a. schlaue Häuser, selbstfahrende Autos, den Schlaf steuernde T-Shirts, Puls messende Pflaster, selbst nachbestellende Kühlschränke oder Autos aus dem 3D-Drucker. „Es gibt keinen anderen Fortschritt als den, den es gibt: die Gegenwart war schon alternativlos, als sie noch Zukunft war.“

 IKT-Wirtschaft als strategisches Clusterziel der Standortentwicklung:

Eine Zusammenführung einzelner Glieder der Wertschöpfungskette lässt sich im Vergleich zu anderen Clusterzielen relativ leicht bewerkstelligen, da hoch qualifizierte IKT-Mitarbeiter sehr mobil und meist örtlich ungebunden sind. 

Die vorhandenen Büroimmobilien und Liegenschaften können meistens ohne große Investitionen auf die Bedürfnisse der IKT-Wirtschaft angepasst und umgestellt werden. 

Es sind keine langen Vorlaufzeiten notwendig, d.h. man kommt schnell zu sichtbaren Erfolgen. 

Kleine Unternehmenseinheiten ermöglichen eine größtmögliche Flexibilität. 

IKT-Wirtschaft gehört zu den dynamischen und wachstumsstarken Wirtschaftszweigen, d.h. hat positive Auswirkungen auf die Kaufkraft vor Ort. 

IKT-Wirtschaft eröffnet zusätzliche Möglichkeiten für eine Reihe von Komplementärnutzungen

 

 Das lebendige Individuum mutiert mehr und mehr zu einer Kommunikationsmaschine, deren Denken elektronische Medien schon grundlegend verändert haben. Komplexe, dynamische Systeme wollen immer noch mehr an Datenreihen verarbeiten und machen deren Erhebung zu einer unausgesprochenen Frage des Wissens. Der Wille zu solchem Wissen darf kein Gebiet des täglichen Lebens aussparen und keinen Haltepunkt des Interesses kennen. Das Wissen, nicht genau zu wissen, was wir wissen, das „Denken des Undenkbaren“ zwischen Realität und Fiktion, wird von digitalen Wissenskulturen gewissermaßen selbst produziert

Jörg Becker: keine Standortanalyse ohne schlüssiges Konzept
Jörg Becker: keine Standortanalyse ohne schlüssiges Konzept

 Standortbeobachter als Generalist mit ganzheitlichem Denken 

Was ein Standortbeobachter vor allem zusätzlich einbringen kann, sind eigene Qualifikationen und Berufserfahrungen. 

Denn ein Standort scheitert meist nicht an Dingen, die als gefährlich erkannt und bereits mit aller Akribie erhoben und gemessen wurden, sondern eher an denjenigen, die bisher immer als für sicher gehalten wurden. 

Wichtig für einen guten Standortbeobachter ist deshalb ein breites Erfahrungswissen aus unterschiedlichsten Situationen des Wirtschaftslebens.  

Letztlich sollte in Standortbeobachtungen also ein Generalist einbezogen sein, der vor allem das Denken in Zusammenhängen gewohnt ist

  

Jörg Becker - neuer Ansatz Standortbilanz
Jörg Becker - neuer Ansatz Standortbilanz

Ein in der Sache weiterführender, innovativer methodischer Ansatz zur umfassenden Standortbilanzierung kann darin bestehen, alle in Frage kommenden Standortfaktoren zu identifizieren, in eine Ordnung (z.B. nach Standort-Humankapitalfaktoren, Standort-Strukturkapitalfaktoren, Standort-Beziehungskapitalfaktoren) und Relation unter- und zueinander zu bringen und dann einem einheitlichen Bewertungsprozess nach Quantität, Qualität, Systematik/Nachhaltigkeit sowie einem Messprozess mit jeweils auf sie zugeschnittenen Indikatoren und Kennzahlen zuzuführen.

Direkt zum Beruf: 

https://www.rheinmaingeschichten.de/beruf/

  

Direkt zur Akquisition:

https://www.derstandortbeobachter.de/akquisition

  

Direkt zum Katalog der

Deutschen Nationalbibliothek

https://portal.dnb.de/opac.htm?query=Becker+Lesebogen&method=simpleSearch 

 Es gibt eine Vielzahl möglicher Standortfaktoren. Es gilt also, hieraus zumindest eine Vorauswahl von als relevant angesehenen Faktoren zu treffen. Diese für das Konzept des Standortbeobachters als Fallbeispiel ausgewählten Faktoren werden zusätzlich nach Gruppen geordnet. Die Beobachtungsfelder orientieren sich an für Standorte wichtigen Handlungsfeldern

Ebene und Geltungsbereich Standortindikatoren
Ebene und Geltungsbereich Standortindikatoren
Als Ausgangspunkt muss Klarheit darüber bestehen, an welchen Stellen eines Standortes man überhaupt Sensoren anlegen will. Erst wenn herausgearbeitet wurde, was man überhaupt an Messungen benötigt, kann das Augenmerk auf das „Wie“ gerichtet werden. Im Vordergrund steht dabei zunächst einmal die grundsätzliche Verfügbarkeit von Indikatoren - wie aktuell und zeitnah sind die jeweils verfügbaren Indikatoren, lassen sich die verfügbaren Indikatoren lückenlos zu Zeitreihen verknüpfen, um gegebenenfalls Entwicklungen ablesen zu können?
Hanau mit Schloss am Main
Hanau mit Schloss am Main

Die Ressourcen und Erfolgspotenziale eines Standortes lassen sich zunächst allgemein mit der Methode der Stärken-/ Schwächenanalyse darstellen. Die weiterführende SWOT-Analyse berücksichtigt zusätzlich zu Stärken (= Strengths) und Schwächen (= Weaknesses) auch Gelegenheiten/Chancen (= Opportunities) und Bedrohungen/Risiken (= Threats).

Wird Standortpotential Bad Homburg - Friedrichsdorf ausgeschöpft ?
Wird Standortpotential Bad Homburg - Friedrichsdorf ausgeschöpft ?

GAP-Betrachtung - Erkennen der Lücke

Zunächst einige man sich auf eine Liste jener Einflussfaktoren, die einen Standort wirklich ausmachen und die der Realität am nächsten kommen, d.h. am besten entsprechen können. Dann bewerte man sie sowohl nach dem IST als auch nach dem SOLL nach möglichst einheitlichen und gleichbleibenden Kriterien und lege die daraus errechenbaren Bewertungskurven dann einfach übereinander. Beide Kurven können und werden nicht deckungsgleich sein. Die Lücken, d.h. „gaps“ zwischen beiden Verläufen können wertvolle Erkenntnisse und Hinweise liefern. Was also ist innerhalb der letzten Jahre um jeweils wie viel besser oder schlechter geworden ?

 Die Sharing Economy gehört ebenso wie die Cloud ( dezentrale Speicherung von Daten in weit entfernten Rechenzentren) oder Big Data (massenhafte digitale Datenanalyse) zu den großen Trends der digitalen Wirtschaft. Nach einer von der Unternehmensberatung PWC durchgeführten Untersuchung findet diese Ökonomie des Teilens (zumindest in den USA) besonders viele Anhänger in der Altersgruppe von 18 bis 24 Jahre). Gemäß der Studie waren unter den Nutzern Transportangebote (Carsharing, Mitfahrdienste) besonders beliebt. Besitz und Eigentum (Autos, Fahrräder, Wohnungen, Abendkleider, Werkzeuge u.a.) werden von den Anhängern des Teilens als eher belastend oder lästig empfunden. Die Ökonomie des Teilens verspricht, solche Belastungen zu lindern.

Eine personenbasierte Standortbeobachtung hat immer ein nur begrenztes Gesichtsfeld. Das Konzept persönlicher Nähe zum beobachteten Standort und eine damit verbundene von Zeit zu Zeit persönliche Anwesenheit vor Ort setzen für das Beobachtungsfeld rein geographisch gesehen zusätzliche Grenzen. Dies wird insbesondere dann der Fall sein, wenn eine spezifische Standortbeobachtung die reine Welt der Zahlen und Zählungen verlässt und um aus individueller Sicht vom Beobachter selbst gesammelte und zusammengestellte Beschreibungen ergänzt und erweitert wird.

Handlungsmotive, Wertvorstellungen und Lebensorientierung der Werbe- und Kreativmilieus decken ein breites Spektrum ab, von den „Experimentalisten“ bis hin zu einer „Lifestyle-Avantgarde“: Offen gegenüber unterschiedlichsten Lebensstilen und Kulturen, lehnen Zwänge, Routinen und Rollenvorgaben ab Leben auch Widersprüche aus, folgen Trends zur Individualisierung der Gesellschaft, widersetzen sich Anpassungsdruck und bilden Formen einer Gegenkultur

Leitbilder sollen binden und inspirieren. Ein Leitbild verbessert die tägliche Lebenswelt eines Standortes nur, wenn das Gedankengut auch wirklich im täglichen Handeln verankert wird. Merkmale eines sprachlich brillant formulierten Leitbildes sind u.a.: Kürze, Eindeutigkeit und Unverwechselbarkeit.

 Früher stand am Anfang von Unternehmen meist eine Erfindung, ein mühsam entwickeltes Produkt. In der Old Economy vergrub sich ein werdender Unternehmer mit einem Traum oder einer Idee in einer Werkstatt oder in einem Labor, bis er nach langen Zeiten des Experimentierens dann endlich mit einem Produkt an die Öffentlichkeit trat. Heute dagegen starten manche Gründer quasi in Serie einen Online-Marktplatz nach dem anderen. Scheitert ein Projekt, wird schon das nächste hervorgezaubert, der Vorrat an Ideen scheint groß. Manche Ideen gehen auf, andere eben nicht. Startups solcher Art sind also immer auch Wetten auf die Zukunft.

 In Perfektion erstarrt: nach einem „Es-muss-alles-zueinander-passen-Konzept“ durchkomponierte Pläne. Auf perfekte Weise würde dies einer ziemlich gleichförmig erscheinenden Managerelite entsprechen. Gradlinigkeit oder heiße Eisen anpacken stehen auf der Rangskala der begehrtesten Managerqualifikation nicht an oberster Stelle. Dort zählen wie in der Politik ganz andere Maßstäbe: Geschmeidigkeit, äußerlich wie innerlich. Unangenehme Wahrheiten werden nicht (oder nur so, dass sie niemand versteht) ausgesprochen. Empörung tritt nur in Grenzen und wenn überhaupt, dann nur gefiltert und zeitverzögert ein. Günstiger ist es allemal, keine Entscheidung zu fällen als eine fatale.

In regelmässigen Abständen werden von Jörg Becker zum Themenbereich Standortanalyse Whitepaper verfasst

Wer seinen Standort offensiv und überzeugend vertreten will, kommt nicht umhin, sich detailliert Gedanken über eigene Bewertungen zu machen, die besten Argumente kann man sich nur selbst erarbeiten. Viele Kommunen, Regionen und Standorte, die ihr Profil weiter schärfen und kommunizieren möchten und hierbei gerne den Weg über eine individuelle Standortbilanz der immateriellen Vermögenswerte (mit Ausstrahlkraft nach innen und außen) gehen würden, haben zu wenig Informationen und genaue Hinweise darüber, wie diese im Detail zu gestalten wäre und welche konkrete Nutzenrelation dem zu erwartenden Aufwand gegenüberstehen könnte.

Jörg Becker Friedrichsdorf
Jörg Becker Friedrichsdorf

Im Rahmen eines Konzeptes zur Stärkung wissensintensiver Dienstleistungen ist das Clusterziel IKT-Wirtschaft eine überlegenswerte Strategieoption und somit für den Standort detaillierter auszuleuchten. Es gibt zahlreiche Argumente, mit denen die IKT-Wirtschaft als strategisches Clusterziel qualifiziert werden kann. Mit Hilfe einer speziell zu entwickelnden Standortbilanz können strategische Optionen bewertet und Wirkungsbeziehungen mit anderen Standortfaktoren analysiert werden.

Die IKT-Wirtschaft hat hierbei eine Querschnittfunktion für alle Branchen und Betriebsgrößen, d.h. an dem Kern-Cluster IKT-Wirtschaft könnten weitere Cluster angedockt werden.

Direkt zum

Jörg Becker - Gesamtsortiment

  

bei BoD: 

https://www.bod.de/buchshop/catalogsearch/result/?q=J%C3%B6rg+Becker

  

bei XinXii: 

https://www.xinxii.com/adocs.php?aid=17558

 

Ob man die Beschleunigung der digitalen Welt nun als Genuss oder doch eher als atemlosen Stress empfindet hängt wohl nicht zuletzt davon ab, an welcher Markierung des Zeitstrahl man geboren ist. So wie es früher beschaulicher zuging, wurden durch den Zeitverbrauch auch viele Alternativen zunichte gemacht (der Druck der Alternativen war geringer). Vieles war einfacher: der Rahmen für Entscheidungen blieb für längere Zeiträume konstant. Da sich die Welt nicht so rasend schnell zu verändern schien, blieb die Unsicherheit in Fragen der Berufs- und Lebensplanung vergleichsweise überschaubar. Die aber im Zeitalter der Beschleunigung aufwachsen, kennen nichts anderes. Beschleunigung wird mit großer Selbstverständlichkeit ge(durch)lebt.

Eine Standortbilanz zeichnet sich durch folgende besonderen Merkmale aus:

Bildung Standortfaktoren-Cluster

Mehrere Standortbewertung-Dimensionen

Gewichtete Standortfaktoren

Verknüpfung der Standortfaktoren

Standort-Handlungsempfehlungen

Eigen- und Fremdbild des Standortes.

Eine Standortbilanz zeichnet sich durch folgende Darstellungsoptionen aus: Standortprofil-Diagramm

Standortportfolio nach Dimension

Standortampel-Diagramm

Standort Hanau - Ernst Becker in Bildband "Gemaltes Leben"
Standort Hanau - Ernst Becker in Bildband "Gemaltes Leben"

Erfüllt der Standort die Mindestkriterien des jeweiligen Anforderungsprofils? Was macht das Besondere dieses Standortes aus und wie ist dieses Besondere zu bewerten? Welche dynamischen Beziehungen wirken zwischen einzelnen Standortfaktoren? Mit welcher Zeitdauer werden diese Beziehungen wirksam? Kann der erste Eindruck mit detaillierten Fakten untermauert werden? Welches Gewicht sollte aus individueller Sicht einem bestimmten Standortfaktor gegeben werden?

Wenn Standorte für sich ein Leitbild entwickelt, so soll dieses dazu beitragen, sich und anderen die eigene Identität deutlicher zu machen. Gleichzeitig soll eine tiefgreifende emotionale Bindung der Ansässigen und Interessierten für einen Standort hergestellt werden. Klar und verständlich in der Sprache, dazu kurz und übersichtlich verfasst sollen die Leitlinien des Standortes als Fahrplan für konkretes Handeln genutzt werden. Auch wenn das Leitbild nicht der richtige Platz für große Visionen ist, müssen von ihm trotzdem konkrete Botschaften vermittelt werden. In dem Leitbild sollten Allgemeinplätze vermieden werden, aus denen sich die Einzigartigkeit und die spezifischen Werte des Standortes nur schwer ableiten lassen.

Beim Standortvergleich das Qualitätsprofil einbeziehen: die absolute Höhe der Bewertungen ist zwar nicht unerheblich, kommt jedoch erst danach an zweiter Stelle. An oberster Stelle steht die Forderung, alle Standortfaktoren in ihrer Relation zueinander richtig und mit möglichst wirklichkeitsnahen Abständen bzw. Differenzen einzuordnen. Ähnlich einer Bewertung von Eiskunstläufern kommt es vor allem darauf an, bei allen Standortfaktoren durchgängig den gleichen Bewertungsstandards und -regeln zu folgen. Die absolute Höhe der Bewertungen ist zwar nicht unerheblich, kommt jedoch erst danach an zweiter Stelle.

Die Wirtschaftsförderung sollte eine gestaltende Rolle des Standortes wahrnehmen. Wirtschaftsförderung zählt aber selbst zu einem der erfolgsrelevanten Standortfaktoren. Die Wirtschaftsförderung befasst sich, möglichst in gestaltender Weise, mit Standortfaktoren. Die Wirtschaftsförderung ist somit eng mit dem Blutkreislauf des Standortes verbunden.

 Big  Data ist unter uns, tagtäglich unser Leben beeinflussend, wenn nicht sogar bereits bestimmend. Einen wirksamen Schutz davor gibt es wohl nicht. Also braucht es Wachsamkeit gegen die Gefahren des vielfachen Missbrauchs. Potenziale und Gefahren müssen identifiziert und gegeneinander gewichtet werden. Die Wege zu intelligenten Fabriken und smarten Büros verlangen nach Unmengen von Daten und gehen mit gravierenden Umbrüchen und massiven Veränderungen einher. Die technische Machbarkeit des lückenlosen Tracking von Bewegungen und Tätigkeiten muss auf das hinterfragt werden, was gewollt oder hinnehmbar sein soll.

 Wenn es ein Gegenmittel gegen jene digitale Ernte gibt, die von privaten und öffentlichen Akteuren ungehemmt eingefahren wird, so ist es ein allgemein verbreitetes Verhalten, dass viele alles anders machen, als man es von ihnen erwarten würde. Umso weniger Verhalten transparent wird, umso weniger Möglichkeiten der Manipulation und Steuerbarkeit gibt es. Nischen des Privaten und der Intransparenz bieten gewissen Schutz vor den Folgen der Digitalisierung.

Eine überbordende Arbeitsmenge ist ein Risikofaktor. Als Verstärker wirken: wenig Anerkennung, kaum Einfluss auf das Arbeitspensum, ein Mangel an Teamgefühl, ständige Erreichbarkeit, Versagens- und Existenzängste. Ein möglicher Ausweg: Abkoppeln vom Tagesgeschehen durch erzwungene Meditation. D.h. „alles, was den Geist ablenkt, uns die Arbeit vergessen lässt. Das kann Sport sein, Yoga, ein gutes Buch oder Musik. Jeder der Tennis spielt, Fußball oder Klavier, weiß: Konzentriere ich mich auf den Ball oder die Noten, kann ich meine Aufmerksamkeit nicht auf etwas anderes lenken.“

Gutenberg, so etwas wie ein Startup-Unternehmer der Vergangenheit, revolutionierte seinerzeit das Druckwesen und schaffte für Inhalte neue, attraktive Gestaltungsmöglichkeiten. Für neue Leser und eine größere Verbreitung. Die Zahl der Zugriffe explodierte geradezu. Im digitalen Zeitalter lassen sich heute Informationen im Netz zwar immer preiswerter verbreiten. Die Beschaffung dieser Informationen ist aber nach wie vor noch aufwendig. Da die Welt nun einmal so ist wie sie ist, können (müssen) Druck und Netz auch in der Medienwelt nebeneinander, besser miteinander, existieren. Noch immer ist der Mensch entscheidend, dessen Kenntnis und Kreativität die Qualität von Wissenstransfers prägt.

 Untersuchungen zeigen, dass Unternehmen dann am erfolgreichsten sind (sein werden), wenn sie eine hohe Veränderungsbereitschaft aufweisen und über Kompetenzen verfügen, diese Veränderungen auch bewältigen. Mit jedem Wandel gibt es auch neue Chancen. Trotzdem wird es auch hierbei nicht nur Gewinner, sondern auch Verlierer geben. Für die Zukunft dürfte der Wandel zum permanenten Zustand werden. Diejenigen, die (unumgängliche) Veränderungen erfolgreich vollziehen, haben einen Wettbewerbsvorsprung: ihnen fällt es leichter neue Märkte und Kundengruppen zu erschließen. Für Experten haben sich vor allem zwei Kundenklassen herauskristallisiert: der wissenshungrige Konsument und der sozial gesinnte Kunde.

Schlaue Ökonomen haben sich mit der Frage befasst, wie Menschen was entscheiden. Wie auf allen anderen Gebieten auch verfügen Personen über unterschiedliche Fähigkeiten: hier Entscheidungen zu treffen. Rationalere Entscheidungen bringen zumindest längerfristig gesehen mehr Vorteile. Was aber ist nun rational und was eben nicht? Können hierfür eindeutige Kriterien vermessen werden? Und wenn - welche wie? Wer rational entscheidet, steht zumindest in der Welt der Finanzen auf der Gewinnerseite: so das Ergebnis einer Testreihe mit Probanden. Aber die Formel: Konsistente Entscheidungen = gute Entscheidungen = mehr Erfolg (Reichtum) mag zwar Tendenz und Richtung bestimmen, muss aber nicht für jeden in jeder Situation gelten: so dürfen denn auch Kriterien wie „konsistent“ und „prinzipientreu“ nicht mit persönlichen Eigenschaften wie etwa „wenig anpassungsfähig“, „wenig flexibel“ oder „wenig lernfähig“ umgesetzt werden.

Das Konzept des Design-Thinking beruht auf der Annahme, dass Probleme besser gelöst werden können, wenn Menschen unterschiedlicher Disziplinen in einem kreativen Umfeld zusammenarbeiten. Und dann Konzepte entwickeln, die mehrfach geprüft werden. Es geht nicht zuletzt darum, die Chancen im Blick zu behalten, die durch künstliche Intelligenz, lernende Maschinen und neuronale Netzwerke entstehen. An das Konzept wird die Hoffnung geknüpft, dass Menschen mehr Zeit für Kreativität, Forschungsgeist und Experimente haben werden und sich dadurch vor allem auf Problemlösungen konzentrieren können.

Direkt zum Beruf: 

https://www.rheinmaingeschichten.de/beruf/

  

Direkt zur Akquisition:

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Direkt zum Katalog der

Deutschen Nationalbibliothek

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Direkt zum

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