Denkstudio für strategisches Wissensmanagement zur Analyse mittelstandsorientierter Businessoptionen auf der Basis von Personalbilanzen und Standortbilanzen,

Jörg Becker Friedrichsdorf

Dipl.Kfm. Jörg Becker Friedrichsdorf
Dipl.Kfm. Jörg Becker Friedrichsdorf

Die unablässige Suche nach immer mehr Informationen versperrt den Bli- Mittck für das, was wirklich wichtig ist. Oft ist weniger mehr. Business Intelligence generiert vor allem Basisinformationen für zukunftsorientierte Prognosen und Planungen

Wissensmanagement – Big Data ist nicht Big Wissen.

Reduktion der Komplexität:

man muss gründlich nachdenken, um aus der schieren Datenflut wirklich benötigtes Wissen herauszufiltern

Vom Data Mining vollzieht sich in Form von Reality Mining ein lautloser Übergang zur Analyse ganzer Lebensmuster realer Menschen. Die solche neuen Realitäten schaffen, Macht ausüben und damit ihr Geld verdienen, können sie selbst in kleinsten Stücken vermarkten und die eigentlichen Eigentümer der Datenrechte nicht nur enteignen, sondern sie auch kontrollieren oder gar manipulieren

Nüchternes Kalkül ist manchmal besser als Erfahrungswissen: umgekehrt kann auch eine kalt kalkulierte Wahrscheinlichkeitsrechnung in die Irre führen, wenn hierbei zugrunde gelegte empirische Parameter falsch gesetzt wurden. Philosophisch betrachtet könnte man Wahrscheinlichkeit auch als den Grad des Glaubens an die Wahrheit definieren. 

Journalisten sind (sehen sich gerne als) Welterklärer: um das, was um uns geschieht, für Leser verständlich darzustellen (zu machen). Unabhängig von der Technik und von dem Medium, für welches ein Journalist arbeitet. An erster Stelle steht nach wie vor (noch) das Gedruckte. Das gedruckte Layout kann auf einen Blick ein vielseitiges Kaleidoskop interessanter Sachverhalte bieten. Da die Welt nun einmal so ist wie sie ist können (müssen) Druck und Netz auch in der Medienwelt nebeneinander, besser miteinander, existieren. Noch immer ist der Mensch entscheidend, dessen Kenntnis und Kreativität die Qualität von Wissenstransfers prägt. 

Wichtig ist, sich vor Augen zu halten, dass ein Modell nie besser ist als die Annahmen, mit denen man rechnet. Zudem kann immer auch Unvorhergesehenes passieren. Deshalb versucht man in der angewandten Mathematik, fehlende Parameter so zu schätzen, dass sie zum bisherigen Verlauf passen. Die Kunst dabei ist, richtig zu modellieren, also mathematische Modelle für ein reales Problem zu erstellen.

So wie damals die Dampfmaschine das Ausüben von Arbeitskraft verstärkt hat, so erweitert heute der Computer die Möglichkeiten, Wissen aufzufinden. Das Starten einer digitalen Suchmaschine zur Erschließung von Wissen im Internet geht schneller und leichter als die Befragung eines Experten. Die Welt wird quasi am Bildschirm lesbar, das Wirkliche zum Bestand gemacht. Die Automatisierung von Expertenwissen bringt in einer informationsüberfluteten Gesellschaft Vorteile. Aber so wenig, wie Menschen vollständig von Dampfmaschinen abgelöst wurden, so wenig wird man auch trotz Internet auf Experten verzichten können. Aber weil jeder Wissen googeln kann, bleibt nicht alles so wie es ist. Die Autorität von Experten basiert jetzt weniger auf dem Umstand, mehr zu wissen. Als vielmehr darauf, den strukturellen Überblick zu besitzen, um neues Wissen  angemessen und sachgerecht bewerten und einordnen zu können. Denn Suchmaschinen automatisieren das Finden von Wissen, nicht aber seine Produktion. 

Nicht wenige fühlen, das alles, was in zahllosen Rechnern an Daten wahrgenommen und verarbeitet wird, nicht ausreichen wird, um für die Welt, in der wir uns bewegen, benötigtes Entscheidungswissen zu erzeugen. Der Versuch, fehlendes Wissen, durch Berücksichtigung von immer mehr Informationen zu kompensieren, führt in eine Endlosschleife. Mögliche Erklärung sind u.U. konzeptionelle Defizite, beispielsweise: dass die Potentiale, die Informationsbedürfnisse des Managements umfassend und flexibel abzudecken, viel zu hoch angesetzt werden, dass die Vorstellung vom „vernetzten Manager“ oder „gläsernen Unternehmen“ in der Realität als überzogen erscheint. Was nötig ist, sich Grenzen des Wissens einzugestehen und sich nicht mit immer mehr Informationen über dessen Fehlen hinwegzutäuschen. Es braucht Personen, die den Mut haben, ohne Rechthaberei zu ihrem fragilen Wissen zu stehen.

Komplexität als eine Eigenschaft der uns umgebenden Welt zu akzeptieren, bedeutet, sich darauf einzulassen. Komplexität ist ein Zustand, der sich in ständiger Veränderung in Bezug auf das Ganze befindet. Es geht um das Verständnis der eigenen Rolle bei der Auseinandersetzung  mit den Problemen, die zum einen aus Absichten, Zielen und Plänen, zum anderen aus den vorgefundenen Bedingungen resultieren. Die Situation ist der Betrachtung eines komplizierten Kunstwerks im Halbdunkel vergleichbar, dessen einzelne Facetten durch die Beleuchtung aus jeweils verschieden ausgerichteten Lichtquellen unterschiedliche deutlich hervortreten, d.h. komplex geht es zu, wenn es unüberschaubar, vernetzt, eigendynamisch, undurchsichtig, wahrscheinlichkeitsabhängig oder instabil ist.

Auf der Basis von datenzentrischen Produkten (Sammlung und Aufbereitung von Daten) sind neue Geschäftsmodelle entstanden. Dabei geht es um die Fähigkeit, externe Daten- und Wissenssammlungen mit der eigenen Informationsbasis zu verknüpfen: durch die bedarfsgerechte immer wieder neue Kombination von Daten entstehen neue Möglichkeiten und Wertschöpfungsnetze. Der Fokus liegt nicht mehr auf der Produktion physischer Güter, sondern konzentriert sich im Sinne einer immateriellen Wertschöpfung auf die Sammlung und Aufbereitung von Informationen. Der Schlüssel ist die Evaluierung und Auswahl relevanter Informationen. Das weltweite Informationsvolumen verdoppelte sich etwa alle zwei Jahre. Es kommt also darauf an, Ordnung zu schaffen und den geschäftlichen Wert der Daten für bessere Entscheidungen und Prozesse zu erschließen. Die Qualität von Informationen steht und fällt mit der Qualität der Datenbasis. Wenn Datenqualität und Informationsqualität auseinanderklaffen, versinken wir im Treibsand der Daten.

Menschen nutzen ihre Fähigkeiten, Muster zu erkennen und zu verstehen, um sich Entscheidungen zu erleichtern, um Vorteile zu erlangen oder um Leid zu vermeiden. Wichtig ist, dabei auf das Wissen um widerkehrende Muster zuzugreifen, damit nicht jede Entscheidung immer wieder von Grund auf neu be- und durchdacht werden muss. Auch Wirtschaft und Märkte verlaufen gemäß Mustern. Manche dieser Muster werden als Zyklen bezeichnet. Sie ergeben sich aus natürlich auftretenden Phänomenen, aber auch dem Auf und Ab der menschlichen Psyche und dem daraus resultierenden Verhalten. Gewisse Ereignisse widerfahren allen, die in einem bestimmten Umfeld arbeiten, gleichermaßen. Aber nicht alle hören gleichermaßen auf sie. 

Kreativität ist eine Black-Box, von der niemand weiß, was drinnen vorgeht.  Zwar können Computerprogramme Quizfragen beantworten oder medizinische Diagnosen erstellen. Aber was ist mit einer weitere Domäne des Menschen: der Kreativität? Ist Kreativität so etwas wie ein Etikett, das man auf kognitive Prozesse klebt, solange man sie nicht versteht? Das Problem dabei: nach wie vor bereitet es Schwierigkeiten, menschliche Kreativität überhaupt verstehen zu können. Was eine Voraussetzung dafür wäre, den menschlichen Geist mit künstlicher Intelligenz nachzubilden. Eine einfache Form von Kreativität besteht darin, bekannte Elemente auf eine neue Weise zu kombinieren.

Damit Strategien wirken, müssen sie kommuniziert werden. Probleme bei der Umsetzung von Strategien können nicht zuletzt auch dadurch entstehen, dass eine Strategie so unklar formuliert ist, dass die für die Umsetzung Verantwortlichen nicht immer genau wissen, was überhaupt umgesetzt werden soll. Damit eine Strategie die durch sie erwünschten und erhofften Veränderungen aber überhaupt auslösen kann, muss sie auch nachvollziehbar an diejenigen kommuniziert werden, die sie umsetzen müssen. Eine geeignete Kommunikationsplattform hierfür ist eine Wissensbilanz.

Wie messen Menschen Risiken? Warum investieren manche mehr als anderer? Warum ändern Leute ihre Strategie, wenn sich die Einsätze in einem Spiel ändern? Eine komplexe Umwelt zwingt uns, Entscheidungen zu treffen, die ein Verständnis (eine Bewertung) von Risiko voraussetzen. Auf der einen Seite haben viele Menschen ihr Bewusstsein für Risiken geschärft, auf der anderen Seite gehen viele mit Risiken mit einer Art kollektivem Schulterzucken um. Viele Risikoarten, denen man ausgesetzt ist, werden als solche nicht erkannt, zumindest aber nicht wahrgenommen. Denn Entscheidungen über zukünftige Ereignisse muss man trotz aller Unsicherheiten treffen. Manche lassen sich eher von ihrem Bauchgefühl leiten, andere dagegen bewerten ihre Optionen eher nüchtern kalkulierend, Vor- und Nachteile gegeneinander abwägend. Das ganze Leben ist zwangsläufig riskant. 

Immer mehr Daten sammeln ist schön und gut: nur nutzt es wenig, wenn mit den Daten nichts passiert. Ob nun Geschäftsdaten, Kundendaten, Inhalte aus dem Web, Kommunikation zwischen Maschinen oder soziale Netzwerke: über allem steht stets die richtige Frage: d.h. wer in großen Datenbergen gute Antworten finden will, braucht gute Fragen. Man kann heute zwar über bessere Software und Methoden verfügen, die Daten zu analysieren: doch auch gesteigerte Rechenleistungen entbinden nicht vom effektiven Informationsmanagement und der Kernfrage: was soll mit welchen klar umrissenen Zielen analysiert werden? Einerseits sitzt man mit jenen angesammelten Datenbergen auf einem Wissensschatz, hat aber andererseits manchmal eher nur unklare Vorstellungen darüber, wie dieses schwer durchschaubare Geflecht eigentlich zu heben und auszuschöpfen wäre

Ohnehin war klar, dass das Moore´sche Gesetz als eine Exponentialfunktion nicht in alle Ewigkeit so weiter fortgeschrieben werden konnte. Aber die Welt dreht sich trotzdem weiter, und zwar immer schneller: nie wieder wird sich die  Welt so langsam verändern wie heute So könnten mit den Erkenntnissen von Neurowissenschaften Fortschritte erzielt werden, die derzeit noch außerhalb der menschlichen Vorstellungskraft liegen. Vor dem Hintergrund der Tatsache, dass ein menschliches Gehirn (für manchmal unglaubliche Leistungen) nur gerade einmal zwanzig Watt verbraucht, um zu funktionieren. 

Wirtschaftsrechnen - was in der Schule nicht gelernt wurde, fehlt später

Trotz aller schönen Ideale: Bildungsforscher haben bei Schülern in Bezug auf Wirtschaftsrechnen weite Täler des Unwissens festgestellt. Den Schulen werden Versäumnisse angekreidet. Was an wirtschaftlicher Allgemeinbildung schon bei Schülern versäumt wurde, setzt sich dann nahtlos später auch bei Studenten und letztlich innerhalb der gesamten Bevölkerung fort. Selbst ein kleines Wirtschafts-Einmaleins: etwa das Abwägen von Kosten und Nutzen, die Unterscheidung zwischen realen und nominalen Größen, absoluten und relativen Werten, Brutto und Netto ist den meisten Menschen fremd. Das Ausland spöttelt schon mit der „stupid german money“. Die Wirkung von Wechselkursen zu kennen grenzt für viele schon an akademischen Zauber. 

Die Optimierung des Selbst erfasst immer mehr Lebensfelder und –beziehungen, d.h. es geht längst nicht mehr nur noch um Beruf und Karriere. Die moderne Kultur des Erfolges ist ein sich selbst verstärkender Prozess: Unscheinbare Erfolge zählen im Klima einer Erfolgsfixierung nichts. Es geht um Sichtbarkeit und Ranglisten. Nur sichtbare (möglichst für alle) Erfolge zählen wirklich. Unzählige Ratgeber befeuern dieses Denken und Fühlen. Nur die Erfolglosen verharren unscheinbar in ihrem stillen Kämmerlein.  

Im Becker Eigenverlag erschienen - Mittelstand Decision Support Tools

Wenn Datenqualität und Informationsqualität auseinanderklaffen, versinkt man im Treibsand der Daten: Datenmenge und Gedankenmenge verhalten sich nicht proportional zueinander: Überschüssiges ist individuell betrachtet „Informationsmüll“, der im allgemeinen Kommunikationsrauschen verschwindet. Mit unseren vorhandenen kognitiven Kapazitäten müssen wir unter einem immer größeren Informationsangebot auswählen; auch wenn wir ausblenden, werden wir gefordert, einen immer größeren Teil auszublenden. Es ist somit eine wichtige Fähigkeit, verwerfen und gewichten zu können und auch mit der Mehrdeutigkeit von Informationen leben zu können, die sich nicht sofort und genau 1:1 einordnen lassen.

Hohe Landesschule und Hanau am Main wie es damals einst war

Im Becker Eigenverlag erschienen - Mittelstand Business Intelligence Tools

 Eine Wissensbilanz kann eine Brücke zwischen rein finanzwirtschaftlicher Analyse und langfristigen Strategien schlagen. Denn bei der einseitigen Ausrichtung auf „harte“ Key Performance Indikatoren gerät nur allzu leicht das eigentliche Management der „weichen“, qualitativen Erfolgsfaktoren in den Hintergrund. Oder ein Zuviel an Informationsmenge suggeriert leicht eine Sicherheit, die es so gar nicht gibt, nicht geben kann. Es ist eine wichtige Fähigkeit, mit Unterstützung von Business Intelligence- und Wissensbilanzkonzepten verwerfen und gewichten zu können und auch mit der Mehrdeutigkeit von Informationen leben zu können, die sich nicht sofort und genau 1:1 einordnen lassen.

J. Becker Denkstudio - besser originell statt konform

Nonkonformisten stellen immer Fragen, haben immer neue Ideen, um ein Problem zu lösen. Sie bringen Ordnungen durcheinander und hinterfragen Autoritäten. Kreativität heißt neue Ideen zu kreieren, Originalität heißt, dass man Ideen auch zum Erfolgt führt und gegen Widerstände ankämpft. Manche haben zwar tolle Ideen, machen aber nichts aus ihnen. Originelle Menschen schließen die Kluft zwischen Vision und Realität. Um Wandel zu ermöglichen,  braucht es genügend Raum für Initiativen. Es gibt wenig originelle Leute, die nur zwei brillante Ideen haben. Die meisten hatten eher zwanzig oder dreißig Ideen, darunter achtzehn oder zwanzig, aus denen nichts wurde. Je mehr Ideen man hat, desto wahrscheinlicher, dass etwas Originelles dabei ist.

Becker Eigenverlag Storytelling - Startup Decision Support Tools

Eigenverleger – Akteure im großen Kreativmarktgeschehen

 

Geschäftsmodell im Umbruch, wachsender Medienkonsum, digitalisierte Monetarisierung, digitale Distribution , potentielle Kunden selbst am anderen Ende der Welt erreichen. Im digitalen Zeitalter gibt es nicht für alle nur frohe Botschaften: im Bereich der Kreativwirtschaft gerieten vor allem die Musik- und Filmindustrie in unruhige Fahrwasser. Zuerst ist das Geschäftsmodell der Musikbranche ins Wanken geraten: Nutzer tauschten über Internetportale digitalisierte Musikstücke miteinander aus. Dann ermöglichten immer schnellere Internetverbindungen, dass auch Fernsehserien oder ganze Kinofilme über das Internet kostenlos abrufbar wurden. Eine Studie der PWC-Strategieberatung kommt zu dem Ergebnis, dass die Kreativwirtschaft (Buchverlage, Magazine, Firm, Fernsehen, Musik) zwar nicht mehr so stark wachse wie vor dem Internetzeitalter, deshalb aber nicht vor dem Abgrund stehe. Sondern im Gegenteil noch über viele noch nicht ausgeschöpfte Potenziale verfügen könne. Zwischen den einzelnen Teilbranchen zeichnen sich allerdings deutliche Unterschiede ab: Im Vergleich zu den Verlierern (Musik, Magazine) haben andere (Buchbranche, Film, Fernsehen, Computerspieleindustrie) zugelegt. Der Medienkonsum insgesamt wächst: es zeige sich aber auch, dass die kreativen Branchen relativ lange brauchen, um neue Umsatz- und Kommerzialisierungsmodelle zu finden und zu entwickeln: die Möglichkeiten der digitalisierten Monetarisierung seien noch längst nicht ausgereizt: „die Digitalisierung werde sich in Zukunft aber noch auf weitere Teile der Kreativbranche ausweiten“. Viele (u.a. auch Museen) digitalisieren ihre Werke schon jetzt und begeben sich in die digitale Distribution. Das Internet eröffnet die Möglichkeit, potentielle Kunden selbst dann zu erreichen, wenn sie am anderen Ende der Welt leben.

 

Startup-Betriebswirtschaft - Ressourcenlenkung und Schlüsselkompetenz

 

Den Kurs nach Marktrealitäten steuern

 

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 Da es in einer Aufbauphase oft noch keine Geschäftstätigkeit gibt und somit auch noch keine Erfolge vorweisbar sind, ist zu diesem Zeitpunkt diese Kreditnehmerpersonalie das einzig Reale, was einer direkten Inaugenscheinnahme und Beurteilung zugänglich ist. 

Wahrscheinliches Risiko

 

 

Im Angesicht des Risikos hängt die Rationalität einzelner Entscheider von ihrem Wertesystem ab. Demzufolge kann ihr Verhalten dem zuwiderlaufen, was die Gesellschaft von ihnen erwartet und was lediglich das Spiegelbild einer gewissermaßen als Durchschnitt ermittelten Rationalität ist. Über ihr ausgewogenes oder unausgewogenes Wesen hinaus werden die Risiken nicht in allen Bereichen immer auf dieselbe Weise wahrgenommen oder bewertet. Abhängig von bestimmten Personen oder Gruppen werden bestimmte Risiken unterschiedlich erhellt, verschleiert oder mit voneinander abweichenden zeitlichen Dimensionen und Wertigkeiten vermessen. Die Corona-Krise hat deutlich gemacht, wie schwer es ist, eine Gesellschaft für Risiken, die nie zuvor Bestandteil ihres Alltagslebens waren, empfänglich zu machen. Eine Mathematisierung von Risiken bedeutet immer, Dingen einen Preis beizumessen, die keinen haben: dem Leben, der Gesundheit, dem Wohlbefinden, der Zufriedenheit und so weiter. Die Lebensversicherung ist die erste bedeutende Anwendung der Wahrscheinlichkeitsrechnung. Noch vor Ende des 17. Jahrhunderts wurden die ersten Sterbetabellen berechnet, mit deren Hilfe man die Wahrscheinlichkeit der Lebensdauer abschätzte. Mehr noch als die Wirtschaft nährt sich die Finanzwelt von den Unsicherheiten in Bezug auf das Kommende und der Risikoabschätzung. Das Börsensystem ist ein Spiel im Universum des Zufalls: Es gibt viele und unterschiedliche Spieler, ihre Risiken sind sehr verschieden und ihre Entscheidungen vielfältig. Das Aktienspiel von Kauf und Verkauf ist ein komplexes Spiel, an dem sich jeder mit seiner Intuition, aber auch seinen wirtschaftlichen, politischen und finanzmathematischen Kenntnissen beteiligen kann. Nur dass eben Kleinaktionäre, die nicht über gleiche Insider-Informationen wie andere verfügen, auch mit noch so ausgefeilten Modellen und Strategien in diesem Spiel eher unterlegen sind. Zudem haben sich in Zeiten der Digitalisierung und fast unbegrenzten Rechenleistungen die Reaktionszeiten des Marktes nahezu gegen Null hin entwickelt, sie reagieren unmittelbar in Echtzeit. Die Wahrscheinlichkeitsmathematiker haben eine Risikomathematik ausgearbeitet, die ihre eigene Dynamik entwickelt, die Finanzwelt hat sich den Theorien des mathematischen Chaos zugewendet. Welches sind die großen Probleme, die wirklich in die Zuständigkeiten mathematischer Berechnungen im unsicheren Universum fallen? Obwohl sich eine Antwort hierauf immer wieder kurzfristig ändern kann: alle diejenigen Probleme, denen sich eine, wenn auch nicht präzise, so doch innerhalb einer bestimmten Größenordnung sich bewegende Wahrscheinlichkeit zuordnen lässt. Wobei wohl immer noch eine ganze Reihe schwerwiegender Probleme übrig bleibt, die sich nicht in Modellform darstellen lassen und rein rechnerisch nicht erfassbar sind. Hierunter fallen beispielsweise wohl auch die von vielen angezweifelten Mathematisierungen einer Klimakatastrophe. Bei der Art von Problemen sind die mathematischen Modelle ein war nützliches, aber dennoch nur begrenztes Entscheidungsinstrument. Eine gewisse Zahl von Problemen bleibt also deshalb unberechenbar, weil es nicht möglich ist, auf einer halbwegs rationalen Grundlage eine Größenordnung für die Wahrscheinlichkeit anzugeben, mit der die bedrohlichen Ereignisse der Katastrophenszenarien eintreten. Dennoch bestehen derartige Risiken, die ein Gefühl der allgemeinen Unsicherheit verstärken. Schließlich ist es auch ausgeschlossen, eine ganzen Reihe von nahezu alltäglichen Problemen, die nach Meinung vieler Menschen Risikofaktoren darstellen, in eine Modellform zu bringen. Trotzdem gibt es in der Praxis eine Vielzahl von Normen und Bestimmungen, die auf Wahrscheinlichkeitsrechnungen beruhen. Beim Bau des Überschall-Passagierflugzeuges Concorde wurde als Zielvorgabe festgesetzt, dass die Wahrscheinlichkeit eines Absturzes  nicht 1 : 10 000 000 pro Flugstunde übersteigen darf.  Diesen Wert ermittelt man auf der Grundlage von Statistiken der Flugzeugunglücke älterer Flugzeugtypen berechneter Wahrscheinlichkeiten, die man um den Faktor 10 anhob. Für den T.G.V. wurde vorgeschrieben, die Unfallwahrscheinlichkeit auf weniger als 1 : 1 000 000 000 pro Betriebsstunde zu senken.

Becker Eigenverlag - Business Intelligence Analyse Tools Denkstudio

 Was eine Person im Kern ausmacht ist ihre Identität. Dieses im Grunde genommen unverrückbare Ich existiert in Facebook-  und Twitter-Zeiten in einem fortwährenden Kommunikationskontinuum. (Fast) jedermann kann in einem solchen Umfeld überall geortet, gefunden, angerufen werden: es gibt keine Stille mehr, alles geschieht in Echtzeit. Was nicht mitgeteilt und bestätigt wird, hat gewissermaßen überhaupt nicht stattgefunden. Kommunikationspausen durch Momente dazwischen sind so etwas wie weiße Flecken auf der Erlebenskarte.

Die Ressource "Humankapital" weist eine Reihe charakteristischer Merkmale auf. Die kleinste Einheit des Wissensmanagements ist das Individuum als Träger von Fähigkeiten und Besitzer von Erfahrungen. Häufig ist der Organisation nur ein Teil dieser Fähigkeiten (z.B. Ausbildung, Sprachkenntnisse) bekannt. Diese bekannten Daten bilden aber nur einen Teil der Mitarbeiterfähigkeiten ab: wer die Fähigkeiten der Mitarbeiter nicht kennt, verpasst die Gelegenheit, sie zu nutzen (mangelnder Zugriff auf internes Expertenwissen).

Wenn der Stift eine Verlängerung der Hand sein soll, so droht ihm vielleicht die Amputation. In der Geschäftswelt verzichtet man ohnehin auf diesen verlängerten Körperteil und tippt alles auf den Tastaturen. In der Konsequenz hieße dies: mit dem Ende des Schreibens von Hand werden nicht nur Stifte sondern auch Gedanken amputiert. Mit der Hand Geschriebenes zwingt zum klareren Denken. Die Tastatur vermittelt lediglich die Illusion einer Welt ohne Fehler und Anstrengungen (alles kann gelöscht, umgestellt und beliebig verändert werden).

Becker Eigenverlag Storytelling - Tools strategisches Wissensmanagement

Gemessen an dem für Gründer verfügbaren Wagniskapital liegt aus regionaler Sicht Frankfurt weit hinter der Hauptstadt an der Spree. Dass an der Spree mehr als am Main gegründet wird sehen manche aber auch als ein Kompliment für Frankfurt. Wie das? Die Erklärung: Da Frankfurt eine Boom-Region mit Vollbeschäftigung, habe man es gar nicht so unbedingt nötig, dass Risiko von Gründungen zu schultern. Frankfurt sei ein Standort, an dem Man zwar gründen will (kann), man es aber nicht unbedingt muss (da anderweitig viele Alternativen). In der Gründerszene gilt der Rhein-Main-Ballungsraum als  Standort, an dem noch ein Tüftlergeist durch die Garagen weht. Hier hält man vergebens nach Startups Ausschau, die Allmachtphantasien in Motivationsansprüche packen, damit Privatunistudenten sie auf ihren College-Pullovern drapieren können. Es fehlen laute, sichtbare Vorbilder mit Erfolgsgeschichten, die so hell scheinen, dass sie noch die ganze übrige Region beleuchten können. Beispielsweise mit Verkäufen von Gründerfirmen, an denen ihre geistigen Väter Millionen verdienen). Aber in der Region Rhein-Main da tut sich was: Gründerstammtische gibt es inzwischen fast jeden Abend. An der Uni gibt es Vorlesungen, in denen der Aufbau von Startups gelehrt wird. „Nachdem die Banken in der Finanzkrise an Glanz verloren haben, ist Unternehmertum auch zu einem Lifestyle geworden, einer neuen Karriereoption für jene, die zuvor Banker oder Berater geworden wären. Belastbare Zahlen zu dieser Entwicklung sind allerdings eher selten verfügbar. Zwar erheben die Industrie- und Handelskammern die Gewerbeanmeldungen, „allerdings wird dabei jedes Gewerbe eingerechnet, also auch die Würstchenbude und das Nagelstudio, und die gelten ja eher nicht als Startups“. Unternehmen der Region veranstalten aber beispielsweise Gründer-Workshops, „weil sie Angst haben, die Digitalisierung zu verschlafen und irgendwann einmal von einer dieser Hinterhofbuden vorgeführt zu werden“.

 

Direkt zum Beruf: 

https://www.rheinmaingeschichten.de/beruf/

  

Direkt zur Akquisition:

https://www.derstandortbeobachter.de/akquisition

  

Direkt zum Katalog der

Deutschen Nationalbibliothek

https://portal.dnb.de/opac.htm?query=Becker+Lesebogen&method=simpleSearch 

 

 

 Der überwiegende Teil aller Smartphonebesitzer meint, ohne ihr Handy nicht mehr leben zu können, schaltet ihr Handy alle zwölf Minuten und damit etwa 80mal am Tag an. Die permanente gedankliche Beschäftigung mit Medien der digitalen Welt führt leicht zu Entzugssymptomen, wenn diese plötzlich nicht mehr zur Verfügung stehen sollte.

Zu den lebensnotwendigen Anforderungen für eine Gründung zählt das Kontinuitätsmanagement, d.h. eine Absicherung, die Kernfunktionen auch in Krisensituation erhalten und fortführen zu können. Denn die operativen Risiken werden nicht weniger und die Reaktionszeiten, um angemessen reagieren zu können, werden im Digitalzeitalter noch kürzer. Grundlage ist ein ganzheitlicher Ansatz: neben finanziellen Bedrohungen müssen auch strategische Risiken in Bezug auf Kunden und Produkte, Gefahren für operative Prozesse oder Knowhow-Gefahren einbezogen werden. 

Das Bild der unternehmerischen Kompetenzen von Selbständigen wird oft idealtypisch überzeichnet: Existenzgründer seien von ihrer Geschäftsidee besessen, Rückschläge würden sie spielend wegstecken, jeden Tag riskante Entscheidungen treffen und diese unerschütterlich tragen. Weniger risikobereite, weniger innovative und weniger entscheidungsstarke Menschen würden sich demgegenüber für einen Job als Angestellter entscheiden. Entrepreneure und Angestellte sind anders gestrickt, d.h. die wichtigsten Dimensionen ihrer Persönlichkeit unterscheiden sich strukturell.

Wenn es mehrere Möglichkeiten gibt, eine Aufgabe zu erledigen, und eine davon in einer Katastrophe endet oder sonst wie unerwünschte Konsequenzen nach sich zieht, dann wird es jemand genauso machen“ (Murphy). Zu Beginn ist die Anzahl der relevanten Risiken noch groß (wobei zu diesem Zeitpunkt deren Beseitigung noch relativ geringe Auswirkungen hat). Im weiteren Verlauf verringert sich zwar die Anzahl der möglichen Risiken, die Auswirkungen eingetretener Risiken werden gleichzeitig aber zunehmend größer. Mögliche Gefahren und Stolpersteine sollten also möglichst früh zu Beginn identifiziert werden. 

Das Silicon Valley gilt als Inbegriff und Symbol für Innovationkraft, Technologieorientierung und Wachstum. Hinter dieser Fassade aus Wahrnehmungen des „Besonderen“, des „Disruptiven“ gibt es jedoch vieles, das auch auf den Mittelstand im Zentrum des Wirtschaftsstandortes Deutschland genauso zutrifft: vor allem Individualität und Kreativität, sowie die Bereitschaft, Neues zu schaffen. Auch das grundsätzliche Ziel der Gründer, ihre Fähigkeiten und Potenziale zur Sicherung des eigenen Lebensunterhaltes auszuschöpfen, ist geradezu mittelstandstypisch.

 

Mittelstand Entscheidungs-unterstützung

 

Informationsverdichtete Managementwerkzeuge

 

Direkt zum Buchshop: 

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 In einem nie endenden Drang, alles erstklassig zu machen (achtzig Prozent würden vielleicht schon reichen), gehen Perfektionisten sich und anderen auf die Nerven. Selbst das Beste zu geben, reicht 120-Prozentern in ihrem Windmühlenkampf nicht aus.

In Experimenten wurde herausgefunden, dass Menschen stärker und bewusster auf Nachrichten reagieren, diese in ihren Entscheidungsprozessen berücksichtigen, wenn sie in personalisierter Weise daherkommen. Personalisierte Nachrichten verrichten bessere Überzeugungsarbeit: die „Feinkörnigkeit und Verfolgbarkeit“ digitaler Beziehungen eröffnen hierbei einen weiten Möglichkeitsraum. Statt mit Hilfe von Unmengen abgeschöpfter Daten immer wieder das Interesse von Konsumenten anfachen zu wollen, kann man nach Meinung von Experten individuelles Verhalten steuern, „indem man Freundschaft als Governance-Instrument benutzt“. Soziale Netzwerke bieten eine aus vielen Millionen Nutzern (Probanden ?) aufgebaute Infrastruktur und ideale Versuchsfelder, um herauszufinden, wie personalisierte Nachrichten funktionieren (welche wirken und welche nicht): in per Echtzeit datengetriebenen Gesellschaften können sich Sozialwissenschaften quasi neu erfinden. Wenn das Tun im Netz lückenlos überwachbar wird (ist), lassen sich neue Ideen unter Laborbedingungen testen (nur die Nutzer = Probanden wissen davon nichts): der Zuwachs an Wissen (Macht) wäre geradezu unendlich. Ganz Euphorische sehen eine Welt vor sich, in der in einem System ständiger Überwachung schlechte und irrationale Entscheidungen vermieden werden, wenn man nur das Verhalten durch personalisierte Nachrichten entsprechend zu steuern vermag: „schlechte Angewohnheiten“ könnten in Echtzeit aufgespürt, analysiert und korrigiert werden. Nicht gerade beruhigend  erscheinen mag, wenn nach Big Data nun „Informationalisierung“ das Zauberwort hieße, mit dem sich viele (alle) Probleme dieser Welt lösen ließen: die Hypersichtbarkeit jedes Einzelnen als Preis für die vage Möglichkeit einer besseren Welt scheint doch (zu) hoch angesetzt. Ein worst-case-Szenario wäre dann erreicht, wenn einmal alles und jedes digitalisiert und miteinander vernetzt ist, die total informationsbasierte Welt real geworden, jedermann transparent, nachverfolgbar und manipulierbar geworden ist und die individualistische Sicht der Dinge abhanden gekommen ist 

Becker Eigenverlag - Wissensmanagement Business Analyse Arbeitspapiere

 Wenn es mehrere Möglichkeiten gibt, eine Aufgabe zu erledigen, und eine davon in einer Katastrophe endet oder sonstwie unerwünschte Konsequenzen nach sich zieht, dann wird es jemand genau so machen“ (Murphy).

Denkstudio Becker - Wissensmanagement Kompetenznetzwerk Tools

Nach dem humboldtschen Bildungsideal soll ein autonomes Individuum eine Person sein, die Selbstbestimmung und Mündigkeit durch ihren Vernunftgebrauch erlangt. Das Ideal nach dem Konzept von Business Intelligence ist die Gewinnung von Erkenntnissen, die im Hinblick auf bestimmte Ziele bestmögliche operative und strategische Entscheidungen ermöglicht und unterstützt. Schwachstellen der praktischen Umsetzung: Man kann sie bis in das politische Leben hinein verspüren: die Angst vor dem eigenen Urteil. Selbst große Parteien verstecken sich gerne hinter dem Urteil ihrer Wähler. Der Souverän hat es so gewollt, hat ja so entschieden. Ganz ähnlich wenn Manager nur oder vor allem nach Gewinn und Umsatz  bewertet und entlohnt werden. Auch dann braucht man nicht sich selbst als Punktrichter zu verantworten. Denn hierüber hat ja der Markt oder noch besser der Kunde als angeblicher König entschieden. Keine Diskussionen, es liegt alles auf dem Tisch und solange es aufwärts geht, sind es alle zufrieden. Man stelle sich einmal vor, der Vorstand des Fußballvereins sollte seinen Trainer kompetent beurteilen, wenn man ihm hierfür die Stütze und den Vorwand des Tabellenstandes wegnehmen würde. Lernen kann man aus diesem anschaulichen Beispiel, dass schwerwiegende Folgen entstehen können, wenn in der Personalpolitik u.a.eine Vorstellung verfolgt wird: nach der auf Dauer aus kurz immer lang gemacht werden könne. Nach der eine langfristige Strategie in einem kurzatmigen Umfeld, in dem nur von Tag zu Tag gedacht wird, erfolgreich gemacht werden könnte. Nach der man darauf  baut, das Gewesene aus der Vergangenheit in die Zukunft fortschreiben zu können. Nach der langfristiges Denken laufend mit kurzfristig veränderten Annahmen überlagert wird. Nach der ganzheitliches Denken von selektiven Wahrnehmungen verdrängt wird.

Managerauslese – Evaluierungskriterien

Nicht selten und nicht zuletzt in der Krise können die für die Managerbeurteilung ausgewählten Marktindikatoren auch das genaue Gegenteil von dem anzeigen, was die wirklichen Qualitäten einer Person ausmacht. Alles in allem hat die damalige Finanzkrise schonungslos deutlich gemacht, dass ein Davonlaufen vor Evaluierungsschwierigkeiten nicht nur Schwächen offenbart, sondern auch schlimme Folgen für alle, dazu meistens noch Unbeteiligte haben kann.

Realer Decision Support unerwünscht:

Externe Expertisen, die sie manchmal sogar selbst in Auftrag gegeben hat,  werden von der Politik kaum oder eher flüchtig gelesen, geschweige denn befolgt.Im besten Fall werden sie zur Kenntnis genommen und dann im sogenannten demokratischen Procedere so zerfleddert und verfälscht bis sie zu nichts mehr taugen. Gegebenenfalls werden solche Expertisen noch als Vorwand für Missstände hergenommen. Wenn aber Gutachten bloß Ablenkungsmanöver sind, könnte man auch gleich ganz auf sie verzichten. Das alleinige Urteil des Marktes? Der in einem trügerischen Bild alles richtende Markt kann mit seinem Urteil auch sehr ungerecht werden. Und dies nach beiden Seiten hin. Das Band zu den individuellen Leistungen und Fähigkeiten eines Managers ist oft so locker, dass es kaum noch wahrnehmbar ist, manchmal gibt es überhaupt keines.

 Existenzgründer brauchen einen langen Atem, denn ihr Hochleistungs-Vorhaben ist oft eher mit einem Marathon als einem Sprint vergleichbar. Wichtig ist, seine Kräfte und Ressourcen richtig einzuteilen. Wie beim Langstreckenlauf sind die ersten Schritte ebenso wichtig wie die letzten Meter. 

Abi63 Schaukasten Nr. 19 - Bildungsrendite Klassentreffen Filterblase

Direkt zum Beruf: 

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Direkt zur Akquisition:

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Direkt zum Katalog der

Deutschen Nationalbibliothek

https://portal.dnb.de/opac.htm?query=Becker+Lesebogen&method=simpleSearch  

Risiken eher nach Bauchgefühl oder nüchtern kalkulierend abwägen? Gibt es ein Existenzgründerkapital neben dem Euro? Startups müssen sich neu erfinden, d.h. nicht schneller und härter arbeiten, sondern anders arbeiten. Mathematisch ausgeklügelte Risikomodelle sind für die meisten nicht mehr als eine „Black box“. Bilanzen bilden nur die finanzielle und materielle Vergangenheit ab. Eine flexible Generierungsmöglichkeit von Ergebnisinformationen ist ein Bestandteil erfolgreichen Handelns. Risiko und Insolvenz  – bei einer Liquiditätskrise kann bereits vieles zu spät sein. Kompetenz bedeutet, Entscheidungen immer auch risikobasiert zu treffen. Eine komplexe Umwelt zwingt uns, Entscheidungen zu treffen, die ein Verständnis (eine Bewertung) von Risiko voraussetzen. Wie aber messen Menschen Risiken? Warum investieren manche mehr als anderer? Warum ändern Leute ihre Strategie, wenn sich die Einsätze in einem Spiel ändern? Auf der einen Seite haben viele Menschen ihr Bewusstsein für Risiken geschärft, auf der anderen Seite gehen viele mit Risiken mit einer Art kollektivem Schulterzucken um. Viele Risikoarten, denen man ausgesetzt ist, werden als solche nicht erkannt, zumindest aber nicht wahrgenommen. Denn Entscheidungen über zukünftige Ereignisse muss man trotz aller Unsicherheiten treffen. Manche lassen sich eher von ihrem Bauchgefühl leiten, andere dagegen bewerten ihre Optionen eher nüchtern kalkulierend, Vor- und Nachteile gegeneinander abwägend. Das ganze Leben ist zwangsläufig riskant. Niemand (uns schon gar nicht ein Startup) kann es sich leisten, die Existenz von Risiken einfach auszublenden. So schnell wie sich in der heutigen Arbeits-, Lebens- und Wirtschaftswelt die Vorzeichen ändern können, wäre Selbstgefälligkeit höchst riskant. „Doch wie der Wanderer vor einem Nebelmeer können wir immerhin versuchen, die Wolken der Unklarheit wenigstens teilweise zu durchdringen und zu lernen, wie wir die vor uns liegenden Risiken besser verstehen und handhaben können“. Aber wie wir und was wir als Risiko betrachten, kann sehr unterschiedlich sein. Jeder sieht das, was zwischen einem akzeptablen und einem nicht mehr akzeptablen Risiko liegt, mit anderen Augen und kann deshalb auch zu völlig unterschiedlichen Schlussfolgerungen gelangen. Risiko ist demnach eine sehr subtile Größe, die sich aufgrund ihrer ständigen Änderungen kaum festschreiben lässt. Mathematisch ausgeklügelte Risikomodelle sind für die meisten nicht mehr als nur eine „Black box“. Der vorbehaltlose, unbedingte Glaube an deren Aussagekraft kann eine (oft gefährliche) Illusion sein. Besonders, wenn man sich zu sehr auf Modelle anstatt auf den gesunden Menschenverstand verlassen möchte. Wer sich mit seinen Risiken auseinandersetzt, setzt sich zwangsläufig mit seiner Zukunft auseinander und steht vor Fragen wie beispielsweise: Über welchen Zeitraum hinweg sind wir einem bestimmten Risiko ausgesetzt (Zeithorizont)? Welche Ereignisse sind in der Zukunft möglich (Szenarien)? Welche Maßeinheit kann man benutzen, um zu erfassen, wie groß das Risiko ist, dem man ausgesetzt ist (Risikomaß)? Anhand welcher Vergleichsmarken kann man seinen Erfolg messen (Benchmarks)? Im Rahmen einer Existenzgründung ist das Intellektuelle Kapital das Wichtigste, auf das eine Einzelperson ein Geschäftsmodell aufbauen kann. Mit dem Instrumentarium einer Wissensbilanz können im Rahmen von Existenzgründungen an sich bekannte Prozesse unter völlig neuen Gesichtspunkten durchleuchtet werden: Zusammenhänge zwischen Unternehmenszielen, Geschäftserfolgsfaktoren und Geschäftsprozessen einerseits sowie den Komponenten des intellektuellen Kapitals andererseits (d.h. Human-, Struktur- und Beziehungskapital) andererseits werden sichtbar gemacht. Dynamik, Stärke und Dauer von Zusammenhängen werden mit Hilfe von Indikatoren mess- und nachvollziehbar gemacht. Angesichts dieser Komplexität und Vielfalt der in die Wissensbilanz einfließenden Eingangsdaten liefert diese überraschend klare und strukturierte Aussagen, Hinweise auf geeignete Maßnahmenoptionen. Was also liegt bei einer Existenzgründung näher, als ein solches für gut und ausgereift befundenes Konzept einer Wissensbilanz auch auf jenen leichter überschaubaren Bereich eines Existenzgründers zu übertragen und für vielleicht noch neue Wege zu nutzen. Beim Intellektuellen Kapital liegt die Managementzukunft noch vor uns. Gutes und qualitativ hochwertiges Intellektuelles Kapital ist ein knappes Gut und wird sich in Zukunft möglicherweise noch weiter verknappen. So besteht in der Praxis weitgehend Einigkeit darüber, dass die Managementfragen bezüglich der klassischen Produktionsfaktoren weitgehend ausgereizt sind. Anders beim Intellektuellen Kapital, d.h. den „weichen“ selten oder überhaupt nicht gemessenen Faktoren: hier liegt die Managementzukunft noch vor uns. Viele personenbezogene Tatbestände entziehen sich dabei einer quantitativen oder gar monetären Erfassung und erfordern die Berücksichtigung qualitativer Daten und Indikatoren. Grundsätzlich vorteilhaft ist die Erfassung des Intellektuellen Kapitals (Wissen, Kreativität u.a.) vor allem deshalb, weil übliche Bilanzen nur die finanzielle und materielle Vergangenheit widerspiegeln. Jedermann, der sich näher mit Wissensbilanzen beschäftigt, ist begeistert von der Eleganz und durchgängigen Logik der hierbei verwendeten Konzepte. Damit stellt sich die Frage, warum in der täglichen Wirtschaftspraxis Wissensbilanzen nur zögerlich oder überhaupt nicht eingesetzt werden. Eine der möglichen Antworten hierauf liegt wohl nach wie vor in der vermeintlichen Nichtfassbarkeit und Nichtmessbarkeit menschlichen Wissens. Das Instrument einer Wissensbilanz kann besonders von Startups genutzt werden, um Strategien zu überprüfen (z.B. Messung der wichtigen Einflussfaktoren, Herausfiltern von Engpässen und Potentialen, Identifikation von Risiken). Marktwissen und Fachkenntnis müssen in einem schnelllebigen Marktumfeld mit kompetenten Analysen unterstützt werden können. Denn erst dies ermöglicht, strategische Entscheidungen auf Basis aktueller und maßgeschneideter Informationen treffen zu können. Datenanalyse und individualisierte Informationsgenerierung spielen eine immer bedeutsamere Rolle: die flexible Generierungsmöglichkeit für entscheidungsrelevante Ergebnisinformationen sind ein immer wichtigerer Bestandteil erfolgreichen Handelns. Die besten Analysen verlieren jedoch an Wert, wenn ihre Aussagen nicht umgesetzt werden können. Dazu müssen: a) Daten aus verschiedenen Quellen zusammengeführt und angepasst werden, b) mit diesen Daten situationsspezifische Berichte generiert werden, c) vertiefte statistische Analysen erstellt werden, d) Reports, Analysen auch aktuell mit externen Zusatzinformationen angereichert werden.

Erfolg und Scheitern

 

Der Mensch neigt dazu, erfolge sich selbst, Misserfolge eher widrigen Umständen zuzuschreiben. Aber es kommt nicht nur darauf an, erfolgreich gewesen zu sein. Wichtig wäre auch zu erfahren, ob der Erfolgreiche diese Tatsache sich allein selbst zu verdanken hat. Was würde wohl dabei herauskommen, würde man den Jahrgang eines Gymnasiums nach vielen Jahren ihres Berufslebens nach der Bedeutung der Faktoren Fleiß und Begabung als interne sowie Glück und Herkunft als externe Gründe für ihre Erfolge im Leben (gemessen am Einkommen, messbaren Prestige ihres Berufs u.a.)? Berufswege können sich sehr pfadabhängig in die eine oder andere Richtung entwickeln: bereits ein einziges Ereignis wie beispielsweise ein schlechter (oder kein) Schulabschluss können das ganze weitere Leben belasten. Bei ehemaligen Gymnasiasten der sechziger oder siebziger Jahre kann man von einer privilegierten Generation ausgehen, d.h. ihr berufliches Prestige und entsprechendes Einkommen dürfte sich ziemlich gleichmäßig entwickelt haben (mit einem Extraschub im vierten Lebensjahrzehnt). Und wie denken Aufsteiger selbst über die Gründe ihres Aufstiegs? Im Alter von sechszehn Jahren wertet man Fleiß vor Begabung und beiden  deutlich vor dem Einfluss von Herkunft und Glück. Bis zum dreißigsten Lebensjahr nimmt dieses Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten allerdings ab und externe Einflüsse werden ihrer Bedeutung nach für den beruflichen Erfolg höher eingestuft. Steigt man weiter auf, erfährt man eine zunehmende Bedeutung der Herkunft sowie der Unwägbarkeiten des biographischen Zufalls. Unbestritten allerdings dürfte die Bedeutung auch von gesellschaftlichen Faktoren wie ein gutes Schulsystem, gebührenfreie Universitäten u.a. sein.

Becker Eigenverlag Storytelling - Hanau Friedrichsdorf Main Taunus Rhein

Was soll sich ein Eigenverleger um Bezahlmodelle kümmern? Ihn interessiert doch höchsten die als Basis für sein Honorar vereinbarte Marge. Bezahlmodelle sind  doch höchstens etwas für große Verlage, denen der Umsatz weggebrochen ist. Trotzdem: Eigenverleger, die mehrere (vielleicht sogar viele) Bücher erstellen (wollen), sollte Entwicklungen nicht aus den Augen verlieren, was sich beim Kauf von Inhalten tut. Verlage, die in die digitale Bezahlwelt starten, haben meist kein sogenann tes Pay-per-use-Modell im Gepäck: 10, 20, 50 Cent pro Texteinheit (Artikel) scheint sich eben doch nicht zu rechnen. Beim Micropayment geht es um die Überführung von Einzelverkäufen aus der Papier- in die Digitalwelt. Viele Medienmacher geben sich überzeugt, dass Leser bereit seien, für informationsbasierte Inhalte im Netz Geld auszugeben: jeder vierte deutsche Internetnutzer habe schon einmal für redaktionelle Online-Angebote bezahlt. Bezahlmodelle werden für digitale Medien liegen zwar im Trend (nachdem jahrelang eine Gratiskultur die Informationslandschaft im Netz geprägt hat), stecken aber noch in Kinderschuhen. Alternativen zum Inhalteverschenken rücken stärker in den Vordergrund: der Druck von im Printgeschäft wegbrechenden Umsätzen ist einfach zu groß. Zwar werden ständig neue Ideen auf den Markt gespült, um wegbrechende Printerlöse aufzufangen. Den Stein des Weisen aber scheint noch niemand gefunden zu haben. Die Umsätze mit digitalen Bezahlinhalten sind noch sehr überschaubar. Doch führt kein Weg daran vorbei, Inhalte auch über neue Wege zu verkaufen. Das Ziel: mit digitalen Bezahlangeboten einen Teil der ehemaligen Printleser zumindest als zahlende Leser im Netz zu halten. In jedem Fall führen auch Einzelverkäufe von Inhalten im Netz zu geringeren Erlösen. Self-Service-Plattformen, mit denen unter anderem Blogger und freie Journalisten für ihre Texte Klein- und Kleinstbeträge verlangen können, ermöglichen (wenn auch zunächst eher geringe) Verdienstmöglichkeiten. Ein kleines bisschen Geld verdienen zu können, ist war mehr als nichts: ein kleines bisschen aber wird auf Dauer nicht reichen. Content Marketing: es geht um das Ansprechen einer Zielgruppe mit Inhalten, die einen Mehrwert bieten. Der Fokus liegt auf der Bereitstellung von Relevanz (Erfahrungsberichte, Projektberichte, Expertenwissen u.a.) Hierzu sollte sich der Eigenverleger selbst Fragen vorlegen wie beispielsweise: wurde das behandelte Thema umfangreich recherchiert? wer gehört zu welcher Zielgruppe? worauf richtet sich der Hauptfokus des Textes? wie sieht der rote Faden aus? wurde ausreichend (hinweisliefernde) Gliederungspunkte vorangestellt?

Volkswirtschaft im Wandel 

 

Eine Volkswirtschaft ist ein sich ständig veränderndes und entwickelndes System, abhängig von den sich wandelnden ökonomischen und gesellschaftlichen Systemen, in die es eingebettet ist. Will man die zahllosen Wirkungsbeziehungen verstehen, braucht man ein selbst wandlungsfähiges Gedankengebäude, das sich zeitnah neuen Situationen anpassen kann. Man muss sich die Frage stellen, ob es eine Wirtschaftswissenschaft geben kann, die nicht ausschließlich auf Messungen beruht. Kann es ein Verständnis der Wirklichkeit geben, das Qualitätsmaßstäbe, Ideen und Erfahrungen einbezieht und dennoch wissenschaftlich ist? Unabhängig von solchen Überlegungen sollte Wirtschaftswissen immer auf systematischer Beobachtung beruhen und sollte durch folgerichtige (begrenzte und annähernde) Modelle abgebildet werden können. Für die Erarbeitung von Modellen sind empirische Grundlagen erforderlich, d.h. man braucht (darf) sich auf dem Weg zu einer Erkenntnis nicht auf Messungen und quantitative Analysen beschränken. Nachhaltige Lösungsansätze werden sich ohnehin mehr mit Qualitäten als mit Quantitäten beschäftigen und mehr auf gemeinsamen Erfahrungen als auf (wie auch immer durchgeführten) Messungen beruhen. „Die Erfahrungsstrukturen, welche die Daten einer solchen Wissenschaft liefern, können nicht als fundamentale Elemente quantifiziert oder analysiert werden und müssen stets in unterschiedlichem Maße subjektiv sein. Andererseits müssen die mit diesen Daten verbundenen Begriffsmodelle logisch stimmig sein, wie alle wissenschaftlichen Modelle, und können sogar quantitative Elemente enthalten.“ Volkswirtschaften sind ein (lebendiges) System aus Menschen und gesellschaftlichen Organisationen, die in ständiger Wechselwirkung zueinander stehen. In einem komplexen Gewebe aus wechselseitigen Abhängigkeiten existieren in kontinuierlichen (fluktuierenden) Zyklen zahllose selbstregulierende Mechanismen. Dabei sind lineare Zusammenhänge von Ursache und Wirkungen nicht immer klar und eindeutig zu identifizieren.