Denkstudio für strategisches Wissensmanagement zur Analyse mittelstandsorientierter Businessoptionen auf der Basis von Personalbilanzen und Standortbilanzen,

Jörg Becker Friedrichsdorf

Dipl.Kfm. Jörg Becker Friedrichsdorf
Dipl.Kfm. Jörg Becker Friedrichsdorf

Die unablässige Suche nach immer mehr Informationen versperrt den Bli- Mittck für das, was wirklich wichtig ist. Oft ist weniger mehr. Business Intelligence generiert vor allem Basisinformationen für zukunftsorientierte Prognosen und Planungen

Wissensmanagement – Big Data ist nicht Big Wissen.

Reduktion der Komplexität:

man muss gründlich nachdenken, um aus der schieren Datenflut wirklich benötigtes Wissen herauszufiltern

J. Becker Denkstudio

Vom Data Mining vollzieht sich in Form von Reality Mining ein lautloser Übergang zur Analyse ganzer Lebensmuster realer Menschen. Die solche neuen Realitäten schaffen, Macht ausüben und damit ihr Geld verdienen, können sie selbst in kleinsten Stücken vermarkten und die eigentlichen Eigentümer der Datenrechte nicht nur enteignen, sondern sie auch kontrollieren oder gar manipulieren

Nüchternes Kalkül ist manchmal besser als Erfahrungswissen: umgekehrt kann auch eine kalt kalkulierte Wahrscheinlichkeitsrechnung in die Irre führen, wenn hierbei zugrunde gelegte empirische Parameter falsch gesetzt wurden. Philosophisch betrachtet könnte man Wahrscheinlichkeit auch als den Grad des Glaubens an die Wahrheit definieren. 

Journalisten sind (sehen sich gerne als) Welterklärer: um das, was um uns geschieht, für Leser verständlich darzustellen (zu machen). Unabhängig von der Technik und von dem Medium, für welches ein Journalist arbeitet. An erster Stelle steht nach wie vor (noch) das Gedruckte. Das gedruckte Layout kann auf einen Blick ein vielseitiges Kaleidoskop interessanter Sachverhalte bieten. Da die Welt nun einmal so ist wie sie ist können (müssen) Druck und Netz auch in der Medienwelt nebeneinander, besser miteinander, existieren. Noch immer ist der Mensch entscheidend, dessen Kenntnis und Kreativität die Qualität von Wissenstransfers prägt. 

Wichtig ist, sich vor Augen zu halten, dass ein Modell nie besser ist als die Annahmen, mit denen man rechnet. Zudem kann immer auch Unvorhergesehenes passieren. Deshalb versucht man in der angewandten Mathematik, fehlende Parameter so zu schätzen, dass sie zum bisherigen Verlauf passen. Die Kunst dabei ist, richtig zu modellieren, also mathematische Modelle für ein reales Problem zu erstellen.

So wie damals die Dampfmaschine das Ausüben von Arbeitskraft verstärkt hat, so erweitert heute der Computer die Möglichkeiten, Wissen aufzufinden. Das Starten einer digitalen Suchmaschine zur Erschließung von Wissen im Internet geht schneller und leichter als die Befragung eines Experten. Die Welt wird quasi am Bildschirm lesbar, das Wirkliche zum Bestand gemacht. Die Automatisierung von Expertenwissen bringt in einer informationsüberfluteten Gesellschaft Vorteile. Aber so wenig, wie Menschen vollständig von Dampfmaschinen abgelöst wurden, so wenig wird man auch trotz Internet auf Experten verzichten können. Aber weil jeder Wissen googeln kann, bleibt nicht alles so wie es ist. Die Autorität von Experten basiert jetzt weniger auf dem Umstand, mehr zu wissen. Als vielmehr darauf, den strukturellen Überblick zu besitzen, um neues Wissen  angemessen und sachgerecht bewerten und einordnen zu können. Denn Suchmaschinen automatisieren das Finden von Wissen, nicht aber seine Produktion. 

Nicht wenige fühlen, das alles, was in zahllosen Rechnern an Daten wahrgenommen und verarbeitet wird, nicht ausreichen wird, um für die Welt, in der wir uns bewegen, benötigtes Entscheidungswissen zu erzeugen. Der Versuch, fehlendes Wissen, durch Berücksichtigung von immer mehr Informationen zu kompensieren, führt in eine Endlosschleife. Mögliche Erklärung sind u.U. konzeptionelle Defizite, beispielsweise: dass die Potentiale, die Informationsbedürfnisse des Managements umfassend und flexibel abzudecken, viel zu hoch angesetzt werden, dass die Vorstellung vom „vernetzten Manager“ oder „gläsernen Unternehmen“ in der Realität als überzogen erscheint. Was nötig ist, sich Grenzen des Wissens einzugestehen und sich nicht mit immer mehr Informationen über dessen Fehlen hinwegzutäuschen. Es braucht Personen, die den Mut haben, ohne Rechthaberei zu ihrem fragilen Wissen zu stehen.

Komplexität als eine Eigenschaft der uns umgebenden Welt zu akzeptieren, bedeutet, sich darauf einzulassen. Komplexität ist ein Zustand, der sich in ständiger Veränderung in Bezug auf das Ganze befindet. Es geht um das Verständnis der eigenen Rolle bei der Auseinandersetzung  mit den Problemen, die zum einen aus Absichten, Zielen und Plänen, zum anderen aus den vorgefundenen Bedingungen resultieren. Die Situation ist der Betrachtung eines komplizierten Kunstwerks im Halbdunkel vergleichbar, dessen einzelne Facetten durch die Beleuchtung aus jeweils verschieden ausgerichteten Lichtquellen unterschiedliche deutlich hervortreten, d.h. komplex geht es zu, wenn es unüberschaubar, vernetzt, eigendynamisch, undurchsichtig, wahrscheinlichkeitsabhängig oder instabil ist.

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Seien es Flüchtlingsströme, Migranten, Terrornetzwerke, Klimawandel, G-20-Treffen, Freihandelsabkommen oder riesige chinesische Infrastrukturprojekte, Nationalismus, Protektionismus, Separatismus, Veränderung der Arbeitswelten oder soziale Plattformen: als Universalerklärung steht immer die Globalisierung im Raum. „Die Globalisierung gilt es Grund für die Armut in Ländern des globalen Südens genauso wie für deren Verringerung; für Biodiversität und gleichzeitig für das Artensterben; für die Ablehnung der EU wie auch für die Zustimmung zu ihr……aus dem Blickwinkel der Globalisierung ließen sich ganz disparate Erscheinungen aufeinander beziehen, erwiesen sich die großen Menschheitsfragen mit der alltäglich erfahrbaren Lebenswelt verknüpft, ja schien letztlich alles mit allem verbunden. Erderwärmung, Wanderungsbewegungen, internationale Standortkonkurrenz, erschwingliche Flugreisen, Austausch über das Internet und peruanische Musikgruppen in deutschen Fußgängerzonen – alles bezeugte den einen großen Zusammenhang.“

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Auf der Basis von datenzentrischen Produkten (Sammlung und Aufbereitung von Daten) sind neue Geschäftsmodelle entstanden. Dabei geht es um die Fähigkeit, externe Daten- und Wissenssammlungen mit der eigenen Informationsbasis zu verknüpfen: durch die bedarfsgerechte immer wieder neue Kombination von Daten entstehen neue Möglichkeiten und Wertschöpfungsnetze. Der Fokus liegt nicht mehr auf der Produktion physischer Güter, sondern konzentriert sich im Sinne einer immateriellen Wertschöpfung auf die Sammlung und Aufbereitung von Informationen. Der Schlüssel ist die Evaluierung und Auswahl relevanter Informationen. Das weltweite Informationsvolumen verdoppelte sich etwa alle zwei Jahre. Es kommt also darauf an, Ordnung zu schaffen und den geschäftlichen Wert der Daten für bessere Entscheidungen und Prozesse zu erschließen. Die Qualität von Informationen steht und fällt mit der Qualität der Datenbasis. Wenn Datenqualität und Informationsqualität auseinanderklaffen, versinken wir im Treibsand der Daten.

Menschen nutzen ihre Fähigkeiten, Muster zu erkennen und zu verstehen, um sich Entscheidungen zu erleichtern, um Vorteile zu erlangen oder um Leid zu vermeiden. Wichtig ist, dabei auf das Wissen um widerkehrende Muster zuzugreifen, damit nicht jede Entscheidung immer wieder von Grund auf neu be- und durchdacht werden muss. Auch Wirtschaft und Märkte verlaufen gemäß Mustern. Manche dieser Muster werden als Zyklen bezeichnet. Sie ergeben sich aus natürlich auftretenden Phänomenen, aber auch dem Auf und Ab der menschlichen Psyche und dem daraus resultierenden Verhalten. Gewisse Ereignisse widerfahren allen, die in einem bestimmten Umfeld arbeiten, gleichermaßen. Aber nicht alle hören gleichermaßen auf sie. 

Kreativität ist eine Black-Box, von der niemand weiß, was drinnen vorgeht.  Zwar können Computerprogramme Quizfragen beantworten oder medizinische Diagnosen erstellen. Aber was ist mit einer weitere Domäne des Menschen: der Kreativität? Ist Kreativität so etwas wie ein Etikett, das man auf kognitive Prozesse klebt, solange man sie nicht versteht? Das Problem dabei: nach wie vor bereitet es Schwierigkeiten, menschliche Kreativität überhaupt verstehen zu können. Was eine Voraussetzung dafür wäre, den menschlichen Geist mit künstlicher Intelligenz nachzubilden. Eine einfache Form von Kreativität besteht darin, bekannte Elemente auf eine neue Weise zu kombinieren.

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Ökonomen untersuchen mit Modellen, wann und unter welchen Bedingungen Märkte funktionieren. Man will beschreiben, was (und warum es) in bestimmten Märkten passiert. Unterlegt wird in diesen Modellen meist ein Homo oeconomicus, ähnlich wie bei einer Landkarte, die auch wegen ihrer Realitätsferne so nützlich ist: eine Landkarte im Maßstab eins zu eins wäre nutzlos. „Der Homo oeconomicus ist  notwendig wenn man mit Hilfe von Modellen die Realität verstehen will. „Mit der Modellannahme eines irrationalen Menschen lassen sich keine verlässlichen Prognosen und Hypothesen mehr aufstellen, es ist ja gerade das Wesen der Irrationalität, dass sie sich jeglichen Erklärungsversuchen und damit jeglicher Modellbildung entzieht“. Reale Menschen rechnen oft nicht erst, bevor sie entscheiden, sondern nutzen Intuition, Handlungsnormen, Routinen, Prinzipien, Überzeugungen, Konzepte u.a. Was nicht heißt, dass Modelle unnütz wären. Viele der intuitiven oder erlernten Verhaltensweisen sind nicht irrational sondern hocheffizient (da sie über lange Zeit in einem biologischen, kulturellen, evolutionären Prozess als bewährte Prinzipien der Entscheidungsbildung entstanden sind). Viele Märkte funktionieren so wie sie sich über Jahrhunderte hinweg gebildet und eingespielt haben. Mit ihren Modellen versuchen Ökonomen lediglich das rational ab- und nachzubilden, was Menschen aus ihrer Entwicklung heraus richtig machen (können, sollen).

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Damit Strategien wirken, müssen sie kommuniziert werden. Probleme bei der Umsetzung von Strategien können nicht zuletzt auch dadurch entstehen, dass eine Strategie so unklar formuliert ist, dass die für die Umsetzung Verantwortlichen nicht immer genau wissen, was überhaupt umgesetzt werden soll. Damit eine Strategie die durch sie erwünschten und erhofften Veränderungen aber überhaupt auslösen kann, muss sie auch nachvollziehbar an diejenigen kommuniziert werden, die sie umsetzen müssen. Eine geeignete Kommunikationsplattform hierfür ist eine Wissensbilanz.

Wie messen Menschen Risiken? Warum investieren manche mehr als anderer? Warum ändern Leute ihre Strategie, wenn sich die Einsätze in einem Spiel ändern? Eine komplexe Umwelt zwingt uns, Entscheidungen zu treffen, die ein Verständnis (eine Bewertung) von Risiko voraussetzen. Auf der einen Seite haben viele Menschen ihr Bewusstsein für Risiken geschärft, auf der anderen Seite gehen viele mit Risiken mit einer Art kollektivem Schulterzucken um. Viele Risikoarten, denen man ausgesetzt ist, werden als solche nicht erkannt, zumindest aber nicht wahrgenommen. Denn Entscheidungen über zukünftige Ereignisse muss man trotz aller Unsicherheiten treffen. Manche lassen sich eher von ihrem Bauchgefühl leiten, andere dagegen bewerten ihre Optionen eher nüchtern kalkulierend, Vor- und Nachteile gegeneinander abwägend. Das ganze Leben ist zwangsläufig riskant. 

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Immer mehr Daten sammeln ist schön und gut: nur nutzt es wenig, wenn mit den Daten nichts passiert. Ob nun Geschäftsdaten, Kundendaten, Inhalte aus dem Web, Kommunikation zwischen Maschinen oder soziale Netzwerke: über allem steht stets die richtige Frage: d.h. wer in großen Datenbergen gute Antworten finden will, braucht gute Fragen. Man kann heute zwar über bessere Software und Methoden verfügen, die Daten zu analysieren: doch auch gesteigerte Rechenleistungen entbinden nicht vom effektiven Informationsmanagement und der Kernfrage: was soll mit welchen klar umrissenen Zielen analysiert werden? Einerseits sitzt man mit jenen angesammelten Datenbergen auf einem Wissensschatz, hat aber andererseits manchmal eher nur unklare Vorstellungen darüber, wie dieses schwer durchschaubare Geflecht eigentlich zu heben und auszuschöpfen wäre

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Ohnehin war klar, dass das Moore´sche Gesetz als eine Exponentialfunktion nicht in alle Ewigkeit so weiter fortgeschrieben werden konnte. Aber die Welt dreht sich trotzdem weiter, und zwar immer schneller: nie wieder wird sich die  Welt so langsam verändern wie heute So könnten mit den Erkenntnissen von Neurowissenschaften Fortschritte erzielt werden, die derzeit noch außerhalb der menschlichen Vorstellungskraft liegen. Vor dem Hintergrund der Tatsache, dass ein menschliches Gehirn (für manchmal unglaubliche Leistungen) nur gerade einmal zwanzig Watt verbraucht, um zu funktionieren. 

Die Macht der Algorithmen wächst: sie steuern unser Leben, stehen mit uns auf, gehen mit uns schlafen. Algorithmen machten die Handlungen eines jeden Einzelnen berechenbar und vorhersagbar. Faszinierende Computerprogramme, gespeist mit neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen,  könnten, so propagieren viele Software-Gurus, einfach nicht irren: schon gar nicht im Vergleich zu den Beschränkungen eines menschlichen Gehirns. Menschen würden wie Marionetten an den Fäden des Algorithmus in den Fängen der Manipulierbarkeit hängen: nicht mehr der Einzelne könne entscheiden, sondern nur noch ein gefühlloser Algorithmus. Abseits von aller Sachproblematik ist damit ein Knackpunkt angesprochen: die Gefühlswelt des Menschen

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Auch ein noch so gescheiter und mit Daten vollgestopfter Algorithmus müsste wohl eher ratlos vor den Menschen innewohnenden Gefühlsschwankungen stehen und dann mit dem Datensammeln von vorne beginnen: quasi ein RESET des Algorithmus. Nur wer ohne Vorbehalte akzeptiert, dass er sich vorhersehbar verhält, wird auch vorhersehbar handeln. Nur wer daran glaubt, dass eine anonyme Datenanalysemaschine besser weiß, was für ihn gut ist, verzichtet auf eigene Entscheidungen, auf Freiheit und selbstbestimmtes Handeln. Freies Denken, menschliche Unvollkommenheit und Gefühlswelten  können daher als wirksame Schutzmechanismen gegen die anonyme Macht der Algorithmen funktionieren. Dies ist umso dringender ein Gebot der Stunde, als durch anonyme Algorithmen, vielleicht zunächst nur unbemerkt, ein sich destotrotz dynamisch entwickelnder sozialer Druck aufgebaut wird: jede Interaktion (und sei sie auch noch so kritisch) wird als wertvoller Input zur weiteren Perfektion des Systems erfasst und aufgezeichnet. Alle Versuche, den Mustern der Algorithmen entgegenzuwirken, werden ausgewertet und für neue Algorithmen verwendet. Niemand weiß, welche Instanz an den Reglern der Algorithmen sitzt, man kennt weder Motive noch hat man Einfluss auf sie. Die größten Gefahren, die aus solcher Erkenntnis der Ohnmacht entstehen, lauern in den Wahrscheinlichkeiten einer zunehmenden Selbstzensur

Big Data bedeutet nicht automatisch einen Zuwachs von Wissen und Erkenntnis. Viele verbinden mit Big Data, dass nunmehr Computer allein auf sich gestellt alles prognostizieren könnten. Computer selbst verstehen aber wenig oder nichts von der zu analysierenden Sache. Dieser Tatbestand wird auch nicht dadurch geheilt, dass Computer so lange zum Korrelieren und Clustern gezwungen werden, bis dabei etwas statistisch Signifikantes herumkommt. Unternehmen sitzen, auch ohne dem Google-Geschäftsmodell anheim gefallen zu sein, trotzdem auf ganzen Bergen von Daten. Solche Ansammlungen sind aber noch keine Gewähr dafür, genau zu wissen, was man weiß: das Konzept der Wissensbilanz lässt grüßen. Mit Hilfe von ungeheuren Rechenleistungen lassen sich zwar beliebig Korrelationen finden: Computer alleine können aber oft die zugrunde liegende Datenqualität nicht erkennen.

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Der alte Spruch aus dem Beginn des Computerzeitalters vom „Garbage in – garbage out“ hat nach wie vor seine Gültigkeit: sinnfrei gesammelte Daten sind meistens unsauber oder inkonsistent und können im unbehandelten Zustand leicht zu falschen und/oder irreführenden Ergebnissen führen. Ergänzend ist die Frage zu stellen, ob einfachere Methoden (vieles basiert auf der relativ simplen Methode der Durchschnitt-Rechnung) nicht auch kompliziertere Methoden schlagen können: einfache Methoden haben in jedem Fall den Vorteil, gegen strukturelle Veränderungen robuster zu sein. Vielleicht ist es trotz allem Big Data noch nicht altmodisch, gründlich nachzudenken, auf Sachkunde und Erfahrung zu setzen, Fragen zu stellen, Überlegungen anzustellen, Überlegungen zu strukturieren, um aus der schieren Datenflut wirklich benötigtes Wissen herauszufiltern

Es werden immer mehr geschäftlich relevante Daten produziert und analysiert. Business Intelligence generiert vor allem Basisinformationen für zukunftsorientierte Prognosen und Planungen. Mögliche Gefahr: Auswertungen immer größerer Datenmengen bringen nur abnehmende Zusatzerkenntnisse und verwässern eine bereits mühsam erarbeitete Wissensessenz. Die unablässige Suche nach immer mehr Informationen versperrt den Blick für das, was wirklich wichtig ist. Oft ist weniger mehr. Bei der einseitigen Ausrichtung auf „harte“ Key Performance Indikatoren (KPI), gerät nur allzu leicht das eigentliche Management der „weichen“, qualitativen Erfolgsfaktoren in den Hintergrund. Die Jagd nach immer mehr Information ist manchmal nur der Vorwand, Entscheidungen aufzuschieben. Man gerät in eine Endlosschleife.

Auch wenn bereits die relevanten Fakten auf dem Tisch liegen und man bereits in einem Wust der Irrelevanz unterzugehen droht, werden vielleicht noch neue Arbeitskreise gebildet oder Gutachten eingeholt. Der Informationsflut droht eine Informationsverschmutzung im immer undurchsichtigeren Informationsdschungel. Ein Zuviel an Informationsmenge suggeriert leicht eine Sicherheit, die es so gar nicht gibt, nicht geben kann. Für die Entscheidungsfindung werden zunehmend erfolgskritische Informationen auf Basis relevanter Kennzahlen eingefordert. Auch kleinere Unternehmen müssen im heutigen Wettbewerbsumfeld in der Lage sein, unterschiedliche Datenquellen zeitnah zu analysieren und strategisch nutzbar zu machen. Business Intelligence ist ein wirksames Gegenmittel gegen ungebremste Informationssammelwut

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Der Schlüsselfaktor für die Zukunft ist ein proaktives Change Management, d.h. die Bereitschaft zur Veränderung von Spielregeln. Dazu kommt die Qualität der Umsetzung durch eine gezielte Entwicklung der inneren Schlagkraft des Unternehmens in Menschen bzw. deren Fähigkeiten und abgeleitet daraus in Strukturen, Systeme und Prozesse. Es genügt nicht, nur besser zu sein: ohne herausragende Antizipations- und Reaktionsfähigkeit ist vieles fraglich. Vielmehr müssen die Grundrichtungen und Konzepte mit dem festen Willen zur positiven Veränderung (nicht nur zur Verbesserung!) gezielt verfolgt und mit gestalterischem Denken genutzt werden. 

Die Produktzyklen haben sich verkürzt, die Wertschöpfungsketten werden immer vernetzter. Ziele sind u.a. Verankerung der schnellen Leistungsbereitschaft des Unternehmens, Suche nach zeitorientierten Wettbewerbsfaktoren für die Planungsunterstützung, organisatorische Planung hin zu beweglichen und am Markt direkt messbaren Leistungseinheiten, Vereinfachung der Planungs- und Konsensprozesse auf der Entscheidungsebene, Verkürzung der Zyklen für Produkt- und Verfahrensinnovationen, Flexibilisierung der Produktion, Konzentration auf Leistungsschwerpunkte

Die allgemeine Entwicklung ist gekennzeichnet durch weltweite Vernetzung durch Massenmedien, Image und Kommunikation als Erfolgsfaktoren, zunehmende Veränderungsgeschwindigkeit, Potentialausschöpfung über schnelle Kommunikation, Schlüsselrolle der Medien für Unternehmensperspektiven. Die Entwicklung neuer Informationstechniken hat unsere Welt schneller gemacht, was zeitnahe Anpassungen erfordert. Aus dieser Entwicklung folgt Zukunftsorientierung: der rein vergangenheitsorientierte Umgang mit Steuerungsinformationen bietet keine ausreichende Basis für die Zukunftssicherung. Komplexitätsreduktion: erfordert aktive Unterstützung durch Analyseprozesse. Szenarien: die Fähigkeit, alternative Szenarien interaktiv zu modellieren, ermöglicht die Simulation von optionalen Zukunftsstrategien. Soft Facts: Neben Kennzahlen ist auch die Integration von „weichen“ Informationen notwendig. Volatilität des Umfeldes als Herausforderung: Nicht nur in vergangenheitsbezogenen Daten denken, sondern Szenario- und Sensitivitätsanalysen nutzen. Nicht das Erkennen von Veränderungen, sondern die hierauf zu treffenden Entscheidungen und vor allem deren zu langsames Umsetzen können zum Problem werden. Das Hüten einer immer weiter verfeinerten Controlling-Toolbox hilft nicht, wenn nicht gleichzeitig Status quo, Geschäftsmodell und Instrumente ständig hinterfragt und überdacht werden.

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Daten sind für sich gesehen zunächst weder schlecht noch gut: alles hängt davon ab, was man aus ihnen macht und wie man sie verwendet. Daten sind auch noch keine Informationen und Informationen sind auch noch kein Wissen. Will man etwas Gutes tun, muss man hierfür oft auch Daten haben und auswerten können: das ist in der Medizin und in vielen anderen Lebensbereichen so. Wenn Daten das Erdöl des 21. Jahrhunderts sind, darf man mit diesen genauso wenig verschwenderisch umgehen, sondern muss ihre Potenziale ausschöpfen. In Daten liegen noch viele ungehobene Schätze. Auch Data Mining hat dazu beigetragen, die Wünsche von Verbrauchern zu erfahren und Kunden besser zu verstehen. Vor allem kommt es darauf an, nicht nur den ökonomischen Interessen zu folgen, sondern unabhängig hiervon mögliche Gefahren und Risiken ungebremster Datensammlungen zu identifizieren und eine ergebnisoffene Abwägung von Kosten und Nutzen, von Stärken und Schwächen sowie von Risiken und Chancen vorzunehmen. 

J. Becker Denkstudio - Startup Analyse

Leadership - Startup Strategie und Vorgehensweise

Das schönste Schiff mit der besten Ladung nützt wenig, wenn es von seinem Steuermann in gefahrvollem Gewässer auf Grund gesetzt wird.

 

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Trotz aller schönen Ideale: Bildungsforscher haben bei Schülern in Bezug auf Wirtschaftsrechnen weite Täler des Unwissens festgestellt. Den Schulen werden Versäumnisse angekreidet. Was an wirtschaftlicher Allgemeinbildung schon bei Schülern versäumt wurde, setzt sich dann nahtlos später auch bei Studenten und letztlich innerhalb der gesamten Bevölkerung fort. Selbst ein kleines Wirtschafts-Einmaleins: etwa das Abwägen von Kosten und Nutzen, die Unterscheidung zwischen realen und nominalen Größen, absoluten und relativen Werten, Brutto und Netto ist den meisten Menschen fremd. Das Ausland spöttelt schon mit der „stupid german money“. Die Wirkung von Wechselkursen zu kennen grenzt für viele schon an akademischen Zauber. 

Changemanagement Knowledge in Cash

Ja stärker ein Mensch den Mechanismus des Zufalls zu beherrschen versucht, umso mehr löst er sich vom Schicksal und von den Göttern

 

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Die Optimierung des Selbst erfasst immer mehr Lebensfelder und –beziehungen, d.h. es geht längst nicht mehr nur noch um Beruf und Karriere. Die moderne Kultur des Erfolges ist ein sich selbst verstärkender Prozess: Unscheinbare Erfolge zählen im Klima einer Erfolgsfixierung nichts. Es geht um Sichtbarkeit und Ranglisten. Nur sichtbare (möglichst für alle) Erfolge zählen wirklich. Unzählige Ratgeber befeuern dieses Denken und Fühlen. Nur die Erfolglosen verharren unscheinbar in ihrem stillen Kämmerlein.  

 

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Wenn Datenqualität und Informationsqualität auseinanderklaffen, versinkt man im Treibsand der Daten: Datenmenge und Gedankenmenge verhalten sich nicht proportional zueinander: Überschüssiges ist individuell betrachtet „Informationsmüll“, der im allgemeinen Kommunikationsrauschen verschwindet. Mit unseren vorhandenen kognitiven Kapazitäten müssen wir unter einem immer größeren Informationsangebot auswählen; auch wenn wir ausblenden, werden wir gefordert, einen immer größeren Teil auszublenden. Es ist somit eine wichtige Fähigkeit, verwerfen und gewichten zu können und auch mit der Mehrdeutigkeit von Informationen leben zu können, die sich nicht sofort und genau 1:1 einordnen lassen.

„Zwei Räume. In einem sitzt ein Mensch, im anderen befindet sich eine intelligente Maschine. Über Bildschirm und Tastatur erhalten sie die Fragen eines Probanden. Wenn dabei nicht herauszufinden , wer der Mensch und wer die Maschine ist, dann ist der Nachweis erbracht: Die Maschine verfügt über künstliche Intelligenz“. Bis heute existiert keine Maschine, die einen solchen Test sicher bestehen würde. Vor allem dann, wenn man nur  die Sprache als  Maßstab für Intelligenz gelten lassen würde.

 

 

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 Eine Wissensbilanz kann eine Brücke zwischen rein finanzwirtschaftlicher Analyse und langfristigen Strategien schlagen. Denn bei der einseitigen Ausrichtung auf „harte“ Key Performance Indikatoren gerät nur allzu leicht das eigentliche Management der „weichen“, qualitativen Erfolgsfaktoren in den Hintergrund. Oder ein Zuviel an Informationsmenge suggeriert leicht eine Sicherheit, die es so gar nicht gibt, nicht geben kann. Es ist eine wichtige Fähigkeit, mit Unterstützung von Business Intelligence- und Wissensbilanzkonzepten verwerfen und gewichten zu können und auch mit der Mehrdeutigkeit von Informationen leben zu können, die sich nicht sofort und genau 1:1 einordnen lassen.

 

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Nonkonformisten stellen immer Fragen, haben immer neue Ideen, um ein Problem zu lösen. Sie bringen Ordnungen durcheinander und hinterfragen Autoritäten. Kreativität heißt neue Ideen zu kreieren, Originalität heißt, dass man Ideen auch zum Erfolgt führt und gegen Widerstände ankämpft. Manche haben zwar tolle Ideen, machen aber nichts aus ihnen. Originelle Menschen schließen die Kluft zwischen Vision und Realität. Um Wandel zu ermöglichen,  braucht es genügend Raum für Initiativen. Es gibt wenig originelle Leute, die nur zwei brillante Ideen haben. Die meisten hatten eher zwanzig oder dreißig Ideen, darunter achtzehn oder zwanzig, aus denen nichts wurde. Je mehr Ideen man hat, desto wahrscheinlicher, dass etwas Originelles dabei ist.

 

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Eigenverleger – Akteure im großen Kreativmarktgeschehen

 

Geschäftsmodell im Umbruch, wachsender Medienkonsum, digitalisierte Monetarisierung, digitale Distribution , potentielle Kunden selbst am anderen Ende der Welt erreichen. Im digitalen Zeitalter gibt es nicht für alle nur frohe Botschaften: im Bereich der Kreativwirtschaft gerieten vor allem die Musik- und Filmindustrie in unruhige Fahrwasser. Zuerst ist das Geschäftsmodell der Musikbranche ins Wanken geraten: Nutzer tauschten über Internetportale digitalisierte Musikstücke miteinander aus. Dann ermöglichten immer schnellere Internetverbindungen, dass auch Fernsehserien oder ganze Kinofilme über das Internet kostenlos abrufbar wurden. Eine Studie der PWC-Strategieberatung kommt zu dem Ergebnis, dass die Kreativwirtschaft (Buchverlage, Magazine, Firm, Fernsehen, Musik) zwar nicht mehr so stark wachse wie vor dem Internetzeitalter, deshalb aber nicht vor dem Abgrund stehe. Sondern im Gegenteil noch über viele noch nicht ausgeschöpfte Potenziale verfügen könne. Zwischen den einzelnen Teilbranchen zeichnen sich allerdings deutliche Unterschiede ab: Im Vergleich zu den Verlierern (Musik, Magazine) haben andere (Buchbranche, Film, Fernsehen, Computerspieleindustrie) zugelegt. Der Medienkonsum insgesamt wächst: es zeige sich aber auch, dass die kreativen Branchen relativ lange brauchen, um neue Umsatz- und Kommerzialisierungsmodelle zu finden und zu entwickeln: die Möglichkeiten der digitalisierten Monetarisierung seien noch längst nicht ausgereizt: „die Digitalisierung werde sich in Zukunft aber noch auf weitere Teile der Kreativbranche ausweiten“. Viele (u.a. auch Museen) digitalisieren ihre Werke schon jetzt und begeben sich in die digitale Distribution. Das Internet eröffnet die Möglichkeit, potentielle Kunden selbst dann zu erreichen, wenn sie am anderen Ende der Welt leben.

 

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Startup-Betriebswirtschaft - Ressourcenlenkung und Schlüsselkompetenz

 

Den Kurs nach Marktrealitäten steuern

 

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Menschliche Intelligenz drückt sich auch im Handeln aus. Beispielsweise wenn intelligente autonome Systeme im Straßenverkehr im Bruchteil einer Sekunde Entscheidungen treffen müssen. Menschen können in solchen Situation auf Erfahrung und Intuition zurückgreifen. Maschinen hätten es da schwerer. Schon allein deshalb weil es im realen Leben eben nicht nur schwarz und weiß oder Null und Eins gibt, d.h. eine intelligente Maschine nicht immer nur mit hundert Stellen nach dem Komma genau rechnen kann, sondern auch mit Ungenauigkeiten und Unschärfen zurechtkommen muss. „Dafür benötigt man Rechenverfahren, die mit unvollständigen Informationen umgehen können, also eine Gleichung zum Beispiel auch dann lösen können, wenn bei a+b+c=d kein aktueller Wert für c vorliegt.“

 

 

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Die Corona-Krise hat deutlich gemacht, wie schwer es ist, eine Gesellschaft für Risiken, die nie zuvor Bestandteil ihres Alltagslebens waren, empfänglich zu machen. Eine Mathematisierung von Risiken bedeutet immer, Dingen einen Preis beizumessen, die keinen haben: dem Leben, der Gesundheit, dem Wohlbefinden, der Zufriedenheit und so weiter. Die Lebensversicherung ist die erste bedeutende Anwendung der Wahrscheinlichkeitsrechnung. Noch vor Ende des 17. Jahrhunderts wurden die ersten Sterbetabellen berechnet, mit deren Hilfe man die Wahrscheinlichkeit der Lebensdauer abschätzte.

 

 

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 Flexibilität: hohe Werte in diesem Bereich deuten darauf hin, dass es sich um einen flexiblen Menschen handelt, dem es leichtfällt, sich wechselnden Gegebenheiten anzupassen und Neues auszuprobieren. Unvorhergesehene Ereignisse machen ihm wenig aus, er kann leicht vertraute Dinge hinter sich lassen (vorteilhaft beim Karriereaufstieg). Einzelfragen:

Ich habe es nicht gern, wenn Dinge ungewiss und unvorhersehbar sind

Ich finde, dass eine geordnete Lebensweise, in der alles planmäßig verläuft, meinem Charakter am ehesten entspricht

Ich könnte mir vorstelle, einmal beruflich etwas ganz anderes zu machen

Eine abwechslungsreiche Tätigkeit bedeutet mir mehr als ein sicherer Arbeitsplatz

Gutes Benehmen und die Beachtung von Regeln bewerte ich höher als eine ungezwungene Lebensweise.

 

Kontaktorientierung: ein hoher Punktwert in dieser Kategorie weist auf eine kontaktstarke Persönlichkeit hin, die gerne auf andere Menschen zugeht. Sie mag es, mit anderen ins Gespräch zu kommen und diese zu begeistern. Einzelfragen:

Ich halte mich für einen geselligen Menschen

Ich verfüge über einen großen Bekanntenkreis

Ich entscheide mich meist für Freizeitbeschäftigungen, die ich zusammen mit anderen Menschen ausüben kann

Ich gehöre mehreren Vereinen und Clubs an

Ich werde als ein sehr begeisterungsfähiger und lebhafter Mensch eingeschätzt

 

Empfindsamkeit: viele Punkte in dieser Kategorie deuten an, emotional leicht störbar zu sein. Persönliche Angriffe und Kritik können entmutigend wirken. Eine solche Persönlichkeit reagiert sensibel auf Misserfolge und Spannungen (kein dickes Fell). Einzelfragen:

Manchmal wünsche ich, ich hätte ein dickeres Fell und würde die Dinge etwas leichter nehmen

Wenn ich unter Zeitdruck stehe, bin ich manchmal etwas gereizt oder überempfindlich

Auf persönliche Angriffe reagiere ich sehr empfindlich

Ich gehöre zu den Menschen, die die Dinge im Allgemeinen leicht nehmen

Wenn bei mir einmal etwas schiefgeht, regt mich das nicht weiter auf.

 

Gewissenhaftigkeit: hohe Punktzahlen weisen darauf hin, dass die Person Aufgaben und Vereinbarungen mit großer Zuverlässigkeit erfüllen möchte. Unerledigtes empfindet sie als störend. Einzelfragen:

Ich bin ein ziemlich genauer Mensch, der immer darauf besteht, alles möglichst korrekt zu erledigen

Im Berufsalltag gilt für mich der Satz: vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.

Wenn ich an einer wichtigen Sache arbeite, unterbreche ich sie gerne einmal zwischendurch, um etwas anderes zu tun

Ich habe ein starkes Bedürfnis nach Unabhängigkeit

Ich lasse ungern etwas unerledigt liegen. 

 

 

Für die Chef-Eignung sollten Führungsmotivation, Handlungskompetenz, Flexibilität und Kontaktorientierung stärker, im Vergleich hier zu Empfindsamkeit und Gewissenhaftigkeit geringer ausgeprägt sein.

 

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 Was eine Person im Kern ausmacht ist ihre Identität. Dieses im Grunde genommen unverrückbare Ich existiert in Facebook-  und Twitter-Zeiten in einem fortwährenden Kommunikationskontinuum. (Fast) jedermann kann in einem solchen Umfeld überall geortet, gefunden, angerufen werden: es gibt keine Stille mehr, alles geschieht in Echtzeit. Was nicht mitgeteilt und bestätigt wird, hat gewissermaßen überhaupt nicht stattgefunden. Kommunikationspausen durch Momente dazwischen sind so etwas wie weiße Flecken auf der Erlebenskarte.

Die Ressource "Humankapital" weist eine Reihe charakteristischer Merkmale auf. Die kleinste Einheit des Wissensmanagements ist das Individuum als Träger von Fähigkeiten und Besitzer von Erfahrungen. Häufig ist der Organisation nur ein Teil dieser Fähigkeiten (z.B. Ausbildung, Sprachkenntnisse) bekannt. Diese bekannten Daten bilden aber nur einen Teil der Mitarbeiterfähigkeiten ab: wer die Fähigkeiten der Mitarbeiter nicht kennt, verpasst die Gelegenheit, sie zu nutzen (mangelnder Zugriff auf internes Expertenwissen).

 

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Wenn der Stift eine Verlängerung der Hand sein soll, so droht ihm vielleicht die Amputation. In der Geschäftswelt verzichtet man ohnehin auf diesen verlängerten Körperteil und tippt alles auf den Tastaturen. In der Konsequenz hieße dies: mit dem Ende des Schreibens von Hand werden nicht nur Stifte sondern auch Gedanken amputiert. Mit der Hand Geschriebenes zwingt zum klareren Denken. Die Tastatur vermittelt lediglich die Illusion einer Welt ohne Fehler und Anstrengungen (alles kann gelöscht, umgestellt und beliebig verändert werden).

 

Individuelle Erfahrungen, sprich Lernvorgänge versucht man heute Maschinen in Form von neuronalen Netzen beizubringen. Dabei wird ein mehrschichtiges System aus kleinsten Rechenaufgaben (Neuronen) aufgebaut, jedes Neuron gibt seine Ergebnisse an die Neuronen der darunter liegenden Schicht weiter (Regeln, nach denen berechnet und weitergebgeben wird, verändern sich laufend). Ein neuronales Netz ermöglicht umso komplexere Lernvorgänge, je mehr Schichten es aufweist. Ein solches KI-System gewann erstmals selbst gegen professionelle Poker-Spieler (beim Pokern müssen, anders als beim Schach,  auch unvollständige Informationen berücksichtigt werden, da man nie weiß, ob der Gegner blufft).

 

 

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Gemessen an dem für Gründer verfügbaren Wagniskapital liegt aus regionaler Sicht Frankfurt weit hinter der Hauptstadt an der Spree. Dass an der Spree mehr als am Main gegründet wird sehen manche aber auch als ein Kompliment für Frankfurt. Wie das? Die Erklärung: Da Frankfurt eine Boom-Region mit Vollbeschäftigung, habe man es gar nicht so unbedingt nötig, dass Risiko von Gründungen zu schultern. Frankfurt sei ein Standort, an dem Man zwar gründen will (kann), man es aber nicht unbedingt muss (da anderweitig viele Alternativen). In der Gründerszene gilt der Rhein-Main-Ballungsraum als  Standort, an dem noch ein Tüftlergeist durch die Garagen weht. Hier hält man vergebens nach Startups Ausschau, die Allmachtphantasien in Motivationsansprüche packen, damit Privatunistudenten sie auf ihren College-Pullovern drapieren können. Es fehlen laute, sichtbare Vorbilder mit Erfolgsgeschichten, die so hell scheinen, dass sie noch die ganze übrige Region beleuchten können. Beispielsweise mit Verkäufen von Gründerfirmen, an denen ihre geistigen Väter Millionen verdienen). Aber in der Region Rhein-Main da tut sich was: Gründerstammtische gibt es inzwischen fast jeden Abend. An der Uni gibt es Vorlesungen, in denen der Aufbau von Startups gelehrt wird. „Nachdem die Banken in der Finanzkrise an Glanz verloren haben, ist Unternehmertum auch zu einem Lifestyle geworden, einer neuen Karriereoption für jene, die zuvor Banker oder Berater geworden wären. Belastbare Zahlen zu dieser Entwicklung sind allerdings eher selten verfügbar. Zwar erheben die Industrie- und Handelskammern die Gewerbeanmeldungen, „allerdings wird dabei jedes Gewerbe eingerechnet, also auch die Würstchenbude und das Nagelstudio, und die gelten ja eher nicht als Startups“. Unternehmen der Region veranstalten aber beispielsweise Gründer-Workshops, „weil sie Angst haben, die Digitalisierung zu verschlafen und irgendwann einmal von einer dieser Hinterhofbuden vorgeführt zu werden“.

 

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Im Angesicht des Risikos hängt die Rationalität einzelner Entscheider von ihrem Wertesystem ab. Demzufolge kann ihr Verhalten dem zuwiderlaufen, was die Gesellschaft von ihnen erwartet und was lediglich das Spiegelbild einer gewissermaßen als Durchschnitt ermittelten Rationalität ist. Über ihr ausgewogenes oder unausgewogenes Wesen hinaus werden die Risiken nicht in allen Bereichen immer auf dieselbe Weise wahrgenommen oder bewertet. Abhängig von bestimmten Personen oder Gruppen werden bestimmte Risiken unterschiedlich erhellt, verschleiert oder mit voneinander abweichenden zeitlichen Dimensionen und Wertigkeiten vermessen.

 

 

 

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Zu den lebensnotwendigen Anforderungen für eine Gründung zählt das Kontinuitätsmanagement, d.h. eine Absicherung, die Kernfunktionen auch in Krisensituation erhalten und fortführen zu können. Denn die operativen Risiken werden nicht weniger und die Reaktionszeiten, um angemessen reagieren zu können, werden im Digitalzeitalter noch kürzer. Grundlage ist ein ganzheitlicher Ansatz: neben finanziellen Bedrohungen müssen auch strategische Risiken in Bezug auf Kunden und Produkte, Gefahren für operative Prozesse oder Knowhow-Gefahren einbezogen werden. 

Das Bild der unternehmerischen Kompetenzen von Selbständigen wird oft idealtypisch überzeichnet: Existenzgründer seien von ihrer Geschäftsidee besessen, Rückschläge würden sie spielend wegstecken, jeden Tag riskante Entscheidungen treffen und diese unerschütterlich tragen. Weniger risikobereite, weniger innovative und weniger entscheidungsstarke Menschen würden sich demgegenüber für einen Job als Angestellter entscheiden. Entrepreneure und Angestellte sind anders gestrickt, d.h. die wichtigsten Dimensionen ihrer Persönlichkeit unterscheiden sich strukturell.

 

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Wenn es mehrere Möglichkeiten gibt, eine Aufgabe zu erledigen, und eine davon in einer Katastrophe endet oder sonst wie unerwünschte Konsequenzen nach sich zieht, dann wird es jemand genauso machen“ (Murphy). Zu Beginn ist die Anzahl der relevanten Risiken noch groß (wobei zu diesem Zeitpunkt deren Beseitigung noch relativ geringe Auswirkungen hat). Im weiteren Verlauf verringert sich zwar die Anzahl der möglichen Risiken, die Auswirkungen eingetretener Risiken werden gleichzeitig aber zunehmend größer. Mögliche Gefahren und Stolpersteine sollten also möglichst früh zu Beginn identifiziert werden. 

Das Silicon Valley gilt als Inbegriff und Symbol für Innovationkraft, Technologieorientierung und Wachstum. Hinter dieser Fassade aus Wahrnehmungen des „Besonderen“, des „Disruptiven“ gibt es jedoch vieles, das auch auf den Mittelstand im Zentrum des Wirtschaftsstandortes Deutschland genauso zutrifft: vor allem Individualität und Kreativität, sowie die Bereitschaft, Neues zu schaffen. Auch das grundsätzliche Ziel der Gründer, ihre Fähigkeiten und Potenziale zur Sicherung des eigenen Lebensunterhaltes auszuschöpfen, ist geradezu mittelstandstypisch.

 

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In Experimenten wurde herausgefunden, dass Menschen stärker und bewusster auf Nachrichten reagieren, diese in ihren Entscheidungsprozessen berücksichtigen, wenn sie in personalisierter Weise daherkommen. Personalisierte Nachrichten verrichten bessere Überzeugungsarbeit: die „Feinkörnigkeit und Verfolgbarkeit“ digitaler Beziehungen eröffnen hierbei einen weiten Möglichkeitsraum. 

 

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Mehr noch als die Wirtschaft nährt sich die Finanzwelt von den Unsicherheiten in Bezug auf das Kommende und der Risikoabschätzung. Das Börsensystem ist ein Spiel im Universum des Zufalls: Es gibt viele und unterschiedliche Spieler, ihre Risiken sind sehr verschieden und ihre Entscheidungen vielfältig.

 

 

 

Das Aktienspiel von Kauf und Verkauf ist ein komplexes Spiel, an dem sich jeder mit seiner Intuition, aber auch seinen wirtschaftlichen, politischen und finanzmathematischen Kenntnissen beteiligen kann. Nur dass eben Kleinaktionäre, die nicht über gleiche Insider-Informationen wie andere verfügen, auch mit noch so ausgefeilten Modellen und Strategien in diesem Spiel eher unterlegen sind. Zudem haben sich in Zeiten der Digitalisierung und fast unbegrenzten Rechenleistungen die Reaktionszeiten des Marktes nahezu gegen Null hin entwickelt, sie reagieren unmittelbar in Echtzeit.

 

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Die Wahrscheinlichkeitsmathematiker haben eine Risikomathematik ausgearbeitet, die ihre eigene Dynamik entwickelt, die Finanzwelt hat sich den Theorien des mathematischen Chaos zugewendet. Welches sind die großen Probleme, die wirklich in die Zuständigkeiten mathematischer Berechnungen im unsicheren Universum fallen? Obwohl sich eine Antwort hierauf immer wieder kurzfristig ändern kann: alle diejenigen Probleme, denen sich eine, wenn auch nicht präzise, so doch innerhalb einer bestimmten Größenordnung sich bewegende Wahrscheinlichkeit zuordnen lässt. Wobei wohl immer noch eine ganze Reihe schwerwiegender Probleme übrig bleibt, die sich nicht in Modellform darstellen lassen und rein rechnerisch nicht erfassbar sind. Hierunter fallen beispielsweise wohl auch die von vielen angezweifelten Mathematisierungen einer Klimakatastrophe. Bei der Art von Problemen sind die mathematischen Modelle ein war nützliches, aber dennoch nur begrenztes Entscheidungsinstrument.

 

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Nach dem humboldtschen Bildungsideal soll ein autonomes Individuum eine Person sein, die Selbstbestimmung und Mündigkeit durch ihren Vernunftgebrauch erlangt. Das Ideal nach dem Konzept von Business Intelligence ist die Gewinnung von Erkenntnissen, die im Hinblick auf bestimmte Ziele bestmögliche operative und strategische Entscheidungen ermöglicht und unterstützt.

Eine Existenzgründung bleibt trotz aller angebotenen  Informations- und Entscheidungshilfen eine Herausforderung und erfordert Mut, Ausdauer, Wissen aber auch das richtige Gespür, um Entscheidungen unternehmerisch bezogen zu treffen. Gründungsentscheidungen sind keine zeitpunktbezogene Veranstaltung sondern gleichen statt einem Sprint eher einem Hochleistungs-Marathon. Auf dieser Marathonstrecke müssen nicht nur Informationen recherchiert und vielfältige Aufgaben bewältigt werden: gleich zu Beginn gilt es den „roten Faden“ zu finden, um nicht die Orientierung zu verlieren. Im Klartext: Entscheidungen müssen fundiert und unter Abwägung aller erkennbaren Chancen und Risiken möglichst zielgerichtet getroffen werden. Ebenfalls von Beginn an sollte deshalb nach geeigneten Unterstützungswerkzeugen und –techniken Ausschau gehalten werden, um Entscheidungen nicht nur aus dem Bauchgefühl heraus treffen zu müssen. 

 

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Eine gewisse Zahl von Problemen bleibt also deshalb unberechenbar, weil es nicht möglich ist, auf einer halbwegs rationalen Grundlage eine Größenordnung für die Wahrscheinlichkeit anzugeben, mit der die bedrohlichen Ereignisse der Katastrophenszenarien eintreten. Dennoch bestehen derartige Risiken, die ein Gefühl der allgemeinen Unsicherheit verstärken. Schließlich ist es auch ausgeschlossen, eine ganzen Reihe von nahezu alltäglichen Problemen, die nach Meinung vieler Menschen Risikofaktoren darstellen, in eine Modellform zu bringen.

 

Informationen zu Fähigkeiten und Eigenschaften von Existenzgründern sind oft wenig aussagekräftig. Da oft nur geringe Vermögenswerte ausgewiesen werden können ist das Informationsbedürfnis insbesondere hinsichtlich vorhandener immaterieller Werte umso dringender. Unter anderem geht es dabei um so wichtige Erfolgsfaktoren wie Kompetenzen, Kundenbeziehungen oder zukunftsträchtige Innovationspotentiale. Nach wie vor sind solche Informationen über immaterielle Werte oft nicht vorhanden oder zu wenig transparent bzw. nachvollziehbar. Existenzgründer stehen vor einer der größten, vielleicht der bis dahin größten Herausforderung ihres Lebens. Die zunächst alles andere in den Hintergrund drängende Frage des Existenzgründers lautet: wo komme ich her, wie schnell will ich wann wohin und wie fit bin ich? Entscheidende Fragen, die der Existenzgründer bereits vor oder zumindest während der Startphase beantwortet haben sollte. 

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In der Praxis gibt es eine Vielzahl von Normen und Bestimmungen, die auf Wahrscheinlichkeitsrechnungen beruhen. Beim Bau des Überschall-Passagierflugzeuges Concorde wurde als Zielvorgabe festgesetzt, dass die Wahrscheinlichkeit eines Absturzes  nicht 1 : 10 000 000 pro Flugstunde übersteigen darf.  Diesen Wert ermittelt man auf der Grundlage von Statistiken der Flugzeugunglücke älterer Flugzeugtypen berechneter Wahrscheinlichkeiten, die man um den Faktor 10 anhob. Für den T.G.V. wurde vorgeschrieben, die Unfallwahrscheinlichkeit auf weniger als 1 : 1 000 000 000 pro Betriebsstunde zu senken.

Abi63 Schaukasten Nr. 19 - Bildungsrendite

Content Marketing: es geht um das Ansprechen einer Zielgruppe mit Inhalten, die einen Mehrwert bieten. Der Fokus liegt auf der Bereitstellung von Relevanz (Erfahrungsberichte, Projektberichte, Expertenwissen u.a.) Hierzu sollte sich der Eigenverleger selbst Fragen vorlegen wie beispielsweise: wurde das behandelte Thema umfangreich recherchiert? wer gehört zu welcher Zielgruppe? worauf richtet sich der Hauptfokus des Textes? wie sieht der rote Faden aus? wurde ausreichend (hinweisliefernde) Gliederungspunkte vorangestellt?

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Erfolg und Scheitern

 

Der Mensch neigt dazu, erfolge sich selbst, Misserfolge eher widrigen Umständen zuzuschreiben. Aber es kommt nicht nur darauf an, erfolgreich gewesen zu sein. Wichtig wäre auch zu erfahren, ob der Erfolgreiche diese Tatsache sich allein selbst zu verdanken hat. Was würde wohl dabei herauskommen, würde man den Jahrgang eines Gymnasiums nach vielen Jahren ihres Berufslebens nach der Bedeutung der Faktoren Fleiß und Begabung als interne sowie Glück und Herkunft als externe Gründe für ihre Erfolge im Leben (gemessen am Einkommen, messbaren Prestige ihres Berufs u.a.)? Berufswege können sich sehr pfadabhängig in die eine oder andere Richtung entwickeln: bereits ein einziges Ereignis wie beispielsweise ein schlechter (oder kein) Schulabschluss können das ganze weitere Leben belasten. Bei ehemaligen Gymnasiasten der sechziger oder siebziger Jahre kann man von einer privilegierten Generation ausgehen, d.h. ihr berufliches Prestige und entsprechendes Einkommen dürfte sich ziemlich gleichmäßig entwickelt haben (mit einem Extraschub im vierten Lebensjahrzehnt). Und wie denken Aufsteiger selbst über die Gründe ihres Aufstiegs? Im Alter von sechszehn Jahren wertet man Fleiß vor Begabung und beiden  deutlich vor dem Einfluss von Herkunft und Glück. Bis zum dreißigsten Lebensjahr nimmt dieses Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten allerdings ab und externe Einflüsse werden ihrer Bedeutung nach für den beruflichen Erfolg höher eingestuft. Steigt man weiter auf, erfährt man eine zunehmende Bedeutung der Herkunft sowie der Unwägbarkeiten des biographischen Zufalls. Unbestritten allerdings dürfte die Bedeutung auch von gesellschaftlichen Faktoren wie ein gutes Schulsystem, gebührenfreie Universitäten u.a. sein.

 

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Was soll sich ein Eigenverleger um Bezahlmodelle kümmern? Ihn interessiert doch höchsten die als Basis für sein Honorar vereinbarte Marge. Bezahlmodelle sind  doch höchstens etwas für große Verlage, denen der Umsatz weggebrochen ist. Trotzdem: Eigenverleger, die mehrere (vielleicht sogar viele) Bücher erstellen (wollen), sollte Entwicklungen nicht aus den Augen verlieren, was sich beim Kauf von Inhalten tut. Verlage, die in die digitale Bezahlwelt starten, haben meist kein sogenann tes Pay-per-use-Modell im Gepäck: 10, 20, 50 Cent pro Texteinheit (Artikel) scheint sich eben doch nicht zu rechnen. Beim Micropayment geht es um die Überführung von Einzelverkäufen aus der Papier- in die Digitalwelt. Viele Medienmacher geben sich überzeugt, dass Leser bereit seien, für informationsbasierte Inhalte im Netz Geld auszugeben: jeder vierte deutsche Internetnutzer habe schon einmal für redaktionelle Online-Angebote bezahlt. Bezahlmodelle werden für digitale Medien liegen zwar im Trend (nachdem jahrelang eine Gratiskultur die Informationslandschaft im Netz geprägt hat), stecken aber noch in Kinderschuhen. Alternativen zum Inhalteverschenken rücken stärker in den Vordergrund: der Druck von im Printgeschäft wegbrechenden Umsätzen ist einfach zu groß. Zwar werden ständig neue Ideen auf den Markt gespült, um wegbrechende Printerlöse aufzufangen. Den Stein des Weisen aber scheint noch niemand gefunden zu haben. 

Volkswirtschaft im Wandel 

 

Eine Volkswirtschaft ist ein sich ständig veränderndes und entwickelndes System, abhängig von den sich wandelnden ökonomischen und gesellschaftlichen Systemen, in die es eingebettet ist. Will man die zahllosen Wirkungsbeziehungen verstehen, braucht man ein selbst wandlungsfähiges Gedankengebäude, das sich zeitnah neuen Situationen anpassen kann. Man muss sich die Frage stellen, ob es eine Wirtschaftswissenschaft geben kann, die nicht ausschließlich auf Messungen beruht. Kann es ein Verständnis der Wirklichkeit geben, das Qualitätsmaßstäbe, Ideen und Erfahrungen einbezieht und dennoch wissenschaftlich ist? Unabhängig von solchen Überlegungen sollte Wirtschaftswissen immer auf systematischer Beobachtung beruhen und sollte durch folgerichtige (begrenzte und annähernde) Modelle abgebildet werden können. Für die Erarbeitung von Modellen sind empirische Grundlagen erforderlich, d.h. man braucht (darf) sich auf dem Weg zu einer Erkenntnis nicht auf Messungen und quantitative Analysen beschränken. Nachhaltige Lösungsansätze werden sich ohnehin mehr mit Qualitäten als mit Quantitäten beschäftigen und mehr auf gemeinsamen Erfahrungen als auf (wie auch immer durchgeführten) Messungen beruhen. „Die Erfahrungsstrukturen, welche die Daten einer solchen Wissenschaft liefern, können nicht als fundamentale Elemente quantifiziert oder analysiert werden und müssen stets in unterschiedlichem Maße subjektiv sein. Andererseits müssen die mit diesen Daten verbundenen Begriffsmodelle logisch stimmig sein, wie alle wissenschaftlichen Modelle, und können sogar quantitative Elemente enthalten.“ Volkswirtschaften sind ein (lebendiges) System aus Menschen und gesellschaftlichen Organisationen, die in ständiger Wechselwirkung zueinander stehen. In einem komplexen Gewebe aus wechselseitigen Abhängigkeiten existieren in kontinuierlichen (fluktuierenden) Zyklen zahllose selbstregulierende Mechanismen. Dabei sind lineare Zusammenhänge von Ursache und Wirkungen nicht immer klar und eindeutig zu identifizieren.