Denkstudio für strategisches Wissensmanagement zur Analyse mittelstandsorientierter Businessoptionen auf der Basis von Personalbilanzen und Standortbilanzen,

Jörg Becker Friedrichsdorf

Dipl.Kfm. Jörg Becker Friedrichsdorf
Dipl.Kfm. Jörg Becker Friedrichsdorf

Die unablässige Suche nach immer mehr Informationen versperrt den Bli- Mittck für das, was wirklich wichtig ist. Oft ist weniger mehr. Business Intelligence generiert vor allem Basisinformationen für zukunftsorientierte Prognosen und Planungen

Wissensmanagement – Big Data ist nicht Big Wissen.

Reduktion der Komplexität:

man muss gründlich nachdenken, um aus der schieren Datenflut wirklich benötigtes Wissen herauszufiltern

Vom Data Mining vollzieht sich in Form von Reality Mining ein lautloser Übergang zur Analyse ganzer Lebensmuster realer Menschen. Die solche neuen Realitäten schaffen, Macht ausüben und damit ihr Geld verdienen, können sie selbst in kleinsten Stücken vermarkten und die eigentlichen Eigentümer der Datenrechte nicht nur enteignen, sondern sie auch kontrollieren oder gar manipulieren

Nüchternes Kalkül ist manchmal besser als Erfahrungswissen: umgekehrt kann auch eine kalt kalkulierte Wahrscheinlichkeitsrechnung in die Irre führen, wenn hierbei zugrunde gelegte empirische Parameter falsch gesetzt wurden. Philosophisch betrachtet könnte man Wahrscheinlichkeit auch als den Grad des Glaubens an die Wahrheit definieren. 

Journalisten sind (sehen sich gerne als) Welterklärer: um das, was um uns geschieht, für Leser verständlich darzustellen (zu machen). Unabhängig von der Technik und von dem Medium, für welches ein Journalist arbeitet. An erster Stelle steht nach wie vor (noch) das Gedruckte. Das gedruckte Layout kann auf einen Blick ein vielseitiges Kaleidoskop interessanter Sachverhalte bieten. Da die Welt nun einmal so ist wie sie ist können (müssen) Druck und Netz auch in der Medienwelt nebeneinander, besser miteinander, existieren. Noch immer ist der Mensch entscheidend, dessen Kenntnis und Kreativität die Qualität von Wissenstransfers prägt. 

Wichtig ist, sich vor Augen zu halten, dass ein Modell nie besser ist als die Annahmen, mit denen man rechnet. Zudem kann immer auch Unvorhergesehenes passieren. Deshalb versucht man in der angewandten Mathematik, fehlende Parameter so zu schätzen, dass sie zum bisherigen Verlauf passen. Die Kunst dabei ist, richtig zu modellieren, also mathematische Modelle für ein reales Problem zu erstellen.

So wie damals die Dampfmaschine das Ausüben von Arbeitskraft verstärkt hat, so erweitert heute der Computer die Möglichkeiten, Wissen aufzufinden. Das Starten einer digitalen Suchmaschine zur Erschließung von Wissen im Internet geht schneller und leichter als die Befragung eines Experten. Die Welt wird quasi am Bildschirm lesbar, das Wirkliche zum Bestand gemacht. Die Automatisierung von Expertenwissen bringt in einer informationsüberfluteten Gesellschaft Vorteile. Aber so wenig, wie Menschen vollständig von Dampfmaschinen abgelöst wurden, so wenig wird man auch trotz Internet auf Experten verzichten können. Aber weil jeder Wissen googeln kann, bleibt nicht alles so wie es ist. Die Autorität von Experten basiert jetzt weniger auf dem Umstand, mehr zu wissen. Als vielmehr darauf, den strukturellen Überblick zu besitzen, um neues Wissen  angemessen und sachgerecht bewerten und einordnen zu können. Denn Suchmaschinen automatisieren das Finden von Wissen, nicht aber seine Produktion. 

Nicht wenige fühlen, das alles, was in zahllosen Rechnern an Daten wahrgenommen und verarbeitet wird, nicht ausreichen wird, um für die Welt, in der wir uns bewegen, benötigtes Entscheidungswissen zu erzeugen. Der Versuch, fehlendes Wissen, durch Berücksichtigung von immer mehr Informationen zu kompensieren, führt in eine Endlosschleife. Mögliche Erklärung sind u.U. konzeptionelle Defizite, beispielsweise: dass die Potentiale, die Informationsbedürfnisse des Managements umfassend und flexibel abzudecken, viel zu hoch angesetzt werden, dass die Vorstellung vom „vernetzten Manager“ oder „gläsernen Unternehmen“ in der Realität als überzogen erscheint. Was nötig ist, sich Grenzen des Wissens einzugestehen und sich nicht mit immer mehr Informationen über dessen Fehlen hinwegzutäuschen. Es braucht Personen, die den Mut haben, ohne Rechthaberei zu ihrem fragilen Wissen zu stehen.

Komplexität als eine Eigenschaft der uns umgebenden Welt zu akzeptieren, bedeutet, sich darauf einzulassen. Komplexität ist ein Zustand, der sich in ständiger Veränderung in Bezug auf das Ganze befindet. Es geht um das Verständnis der eigenen Rolle bei der Auseinandersetzung  mit den Problemen, die zum einen aus Absichten, Zielen und Plänen, zum anderen aus den vorgefundenen Bedingungen resultieren. Die Situation ist der Betrachtung eines komplizierten Kunstwerks im Halbdunkel vergleichbar, dessen einzelne Facetten durch die Beleuchtung aus jeweils verschieden ausgerichteten Lichtquellen unterschiedliche deutlich hervortreten, d.h. komplex geht es zu, wenn es unüberschaubar, vernetzt, eigendynamisch, undurchsichtig, wahrscheinlichkeitsabhängig oder instabil ist.

Auf der Basis von datenzentrischen Produkten (Sammlung und Aufbereitung von Daten) sind neue Geschäftsmodelle entstanden. Dabei geht es um die Fähigkeit, externe Daten- und Wissenssammlungen mit der eigenen Informationsbasis zu verknüpfen: durch die bedarfsgerechte immer wieder neue Kombination von Daten entstehen neue Möglichkeiten und Wertschöpfungsnetze. Der Fokus liegt nicht mehr auf der Produktion physischer Güter, sondern konzentriert sich im Sinne einer immateriellen Wertschöpfung auf die Sammlung und Aufbereitung von Informationen. Der Schlüssel ist die Evaluierung und Auswahl relevanter Informationen. Das weltweite Informationsvolumen verdoppelte sich etwa alle zwei Jahre. Es kommt also darauf an, Ordnung zu schaffen und den geschäftlichen Wert der Daten für bessere Entscheidungen und Prozesse zu erschließen. Die Qualität von Informationen steht und fällt mit der Qualität der Datenbasis. Wenn Datenqualität und Informationsqualität auseinanderklaffen, versinken wir im Treibsand der Daten.

Menschen nutzen ihre Fähigkeiten, Muster zu erkennen und zu verstehen, um sich Entscheidungen zu erleichtern, um Vorteile zu erlangen oder um Leid zu vermeiden. Wichtig ist, dabei auf das Wissen um widerkehrende Muster zuzugreifen, damit nicht jede Entscheidung immer wieder von Grund auf neu be- und durchdacht werden muss. Auch Wirtschaft und Märkte verlaufen gemäß Mustern. Manche dieser Muster werden als Zyklen bezeichnet. Sie ergeben sich aus natürlich auftretenden Phänomenen, aber auch dem Auf und Ab der menschlichen Psyche und dem daraus resultierenden Verhalten. Gewisse Ereignisse widerfahren allen, die in einem bestimmten Umfeld arbeiten, gleichermaßen. Aber nicht alle hören gleichermaßen auf sie. 

Kreativität ist eine Black-Box, von der niemand weiß, was drinnen vorgeht.  Zwar können Computerprogramme Quizfragen beantworten oder medizinische Diagnosen erstellen. Aber was ist mit einer weitere Domäne des Menschen: der Kreativität? Ist Kreativität so etwas wie ein Etikett, das man auf kognitive Prozesse klebt, solange man sie nicht versteht? Das Problem dabei: nach wie vor bereitet es Schwierigkeiten, menschliche Kreativität überhaupt verstehen zu können. Was eine Voraussetzung dafür wäre, den menschlichen Geist mit künstlicher Intelligenz nachzubilden. Eine einfache Form von Kreativität besteht darin, bekannte Elemente auf eine neue Weise zu kombinieren.

Damit Strategien wirken, müssen sie kommuniziert werden. Probleme bei der Umsetzung von Strategien können nicht zuletzt auch dadurch entstehen, dass eine Strategie so unklar formuliert ist, dass die für die Umsetzung Verantwortlichen nicht immer genau wissen, was überhaupt umgesetzt werden soll. Damit eine Strategie die durch sie erwünschten und erhofften Veränderungen aber überhaupt auslösen kann, muss sie auch nachvollziehbar an diejenigen kommuniziert werden, die sie umsetzen müssen. Eine geeignete Kommunikationsplattform hierfür ist eine Wissensbilanz.

Wie messen Menschen Risiken? Warum investieren manche mehr als anderer? Warum ändern Leute ihre Strategie, wenn sich die Einsätze in einem Spiel ändern? Eine komplexe Umwelt zwingt uns, Entscheidungen zu treffen, die ein Verständnis (eine Bewertung) von Risiko voraussetzen. Auf der einen Seite haben viele Menschen ihr Bewusstsein für Risiken geschärft, auf der anderen Seite gehen viele mit Risiken mit einer Art kollektivem Schulterzucken um. Viele Risikoarten, denen man ausgesetzt ist, werden als solche nicht erkannt, zumindest aber nicht wahrgenommen. Denn Entscheidungen über zukünftige Ereignisse muss man trotz aller Unsicherheiten treffen. Manche lassen sich eher von ihrem Bauchgefühl leiten, andere dagegen bewerten ihre Optionen eher nüchtern kalkulierend, Vor- und Nachteile gegeneinander abwägend. Das ganze Leben ist zwangsläufig riskant. 

Immer mehr Daten sammeln ist schön und gut: nur nutzt es wenig, wenn mit den Daten nichts passiert. Ob nun Geschäftsdaten, Kundendaten, Inhalte aus dem Web, Kommunikation zwischen Maschinen oder soziale Netzwerke: über allem steht stets die richtige Frage: d.h. wer in großen Datenbergen gute Antworten finden will, braucht gute Fragen. Man kann heute zwar über bessere Software und Methoden verfügen, die Daten zu analysieren: doch auch gesteigerte Rechenleistungen entbinden nicht vom effektiven Informationsmanagement und der Kernfrage: was soll mit welchen klar umrissenen Zielen analysiert werden? Einerseits sitzt man mit jenen angesammelten Datenbergen auf einem Wissensschatz, hat aber andererseits manchmal eher nur unklare Vorstellungen darüber, wie dieses schwer durchschaubare Geflecht eigentlich zu heben und auszuschöpfen wäre

Ohnehin war klar, dass das Moore´sche Gesetz als eine Exponentialfunktion nicht in alle Ewigkeit so weiter fortgeschrieben werden konnte. Aber die Welt dreht sich trotzdem weiter, und zwar immer schneller: nie wieder wird sich die  Welt so langsam verändern wie heute So könnten mit den Erkenntnissen von Neurowissenschaften Fortschritte erzielt werden, die derzeit noch außerhalb der menschlichen Vorstellungskraft liegen. Vor dem Hintergrund der Tatsache, dass ein menschliches Gehirn (für manchmal unglaubliche Leistungen) nur gerade einmal zwanzig Watt verbraucht, um zu funktionieren. 

Bücher: Verschiebung im Verhältnis von Wert und Wissen

Das Einkaufsverhalten von Menschen hat sich geändert: sie achten auf Schnelligkeit, Bequemlichkeit und wollen alles und wollen es jetzt. Deshalb bestellen viele vieles lieber online, gerade Bücher. Sicher verfügt Freiburg noch immer über Menschen mit Bildung und ordentlichen Einkommen. Das heißt aber nicht mehr, dass ihnen Bücher im selben Maße wichtig sind wie noch ihren Eltern. Wir sind uns des Verlustes von Dingen und Werten als Folge unseres Verhaltens nicht immer ausreichend bewusst. Einst waren Bücher in Regalen nicht der Ausdruck für einen bildungsbürgerlichen Status: sie waren auch ein Ausdruck für Neugierde, Wissensdurst und geistige Beweglichkeit. 

Im Becker Eigenverlag erschienen - Mittelstand Business Intelligence Tools

 

Eine Wissensbilanz kann eine Brücke zwischen rein finanzwirtschaftlicher Analyse und langfristigen Strategien schlagen. Denn bei der einseitigen Ausrichtung auf „harte“ Key Performance Indikatoren gerät nur allzu leicht das eigentliche Management der „weichen“, qualitativen Erfolgsfaktoren in den Hintergrund. Oder ein Zuviel an Informationsmenge suggeriert leicht eine Sicherheit, die es so gar nicht gibt, nicht geben kann. Es ist eine wichtige Fähigkeit, mit Unterstützung von Business Intelligence- und Wissensbilanzkonzepten verwerfen und gewichten zu können und auch mit der Mehrdeutigkeit von Informationen leben zu können, die sich nicht sofort und genau 1:1 einordnen lassen.

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Eigenverleger – Bestimmung dessen, was Literatur sein soll 

Der vielfach angekündigte und vorausgesagte Siegeszug der E-Books lässt auf sich warten: außer in den USA hat das elektronische Publizieren sonst nirgendwo dreißig Prozent des Umsatzes im Buchhandel überschritten (auf dem deutschen Markt liegt der Anteil erst bei fünf Prozent). Was aber nicht heißt, dass nunmehr wieder deutlich mehr gedruckte Bücher verkauft würden. Die Branche befindet sich nach wie vor im Umbruch: Literatur bedeutet längst mehr als nur Bücher. „Für die Flut von Websites im Netz werden auch entsprechende Massen an Bildern benötigt, und zuverlässigster Bildlieferant ist nun einmal die Kunst, sofern man sie nur weit genug versteht, also von Design über die klassischen bildenden Künste bis hin zur Fotografie.“ Mit der Verleihung des Literaturnobelpreises an einen Musiker und Song-Schreiber widerfährt der Literatur eine weitere inhaltliche Ausweitung: die Grenzen zwischen Belletristik und Sachbuch, zwischen Memoiren und Biographien, zwischen Essays und Dokumentationen verschwimmen. Wodurch die Bestimmung dessen, was Literatur ist und sein soll, immer schwieriger geworden ist. Verstärkt wird diese Entwicklung mit der Auflösung tradierter Formen durch das Publizieren im Internet.

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Business Intelligence = Die richtigen Dinge tun und die Dinge richtig tun.

Business Intelligence-Informationen sind die Trüffel der Geschäftswelt: gut versteckt und sehr wertvoll. Mit einem Business Intelligence-Konzept geht man den Weg vom "einfachen" Reporting hin zum analytischen Wissensystem. In Business Intelligence fließen die Elemente MIS Management Information System, EIS Executive Information System, DSS Decision Support System, CRM Customer Relation Management, DM Data Mining, BSC Balanced Scorecard.

 

Becker Eigenverlag Businessoptionen - strategisches Wissensmanagement

Jedes Buch hat seine eigene DNA. Dennoch gibt es einige mehr oder weniger allgemeingültige Erfolgsfaktoren wie beispielsweise die Titelwahl oder jene „Magie des ersten Satzes“. Manche Erfolge scheinen dem Leitbild zu huldigen: „je blöder desto Bestseller“. Der Vergleich von Verlagswesen und Selfpublishing erinnert an das sprichwörtlich grünere Gras auf der jeweils anderen Seite: hier das Prestige und die professionelle Unterstützung, dort die große Freiheit und die höheren Tantiemen. Laut einer Studie von Books on Demand sind es in Europa mehr als zehn Prozent der Autoren, die vom Schreiben als Selfpublisher leben können. Die zunehmende Professionalisierung der Selfpublisher trägt zu diesem Erfolg bei. Nach groben Schätzungen von Marktbeobachtern gibt es in Deutschland etwa 75.000 Selbstverleger. Seit 2013 hat die Konkurrenz zugenommen, für Neuankömmlinge sind diese keine goldenen Zeiten. Unter den in Verlagen publizierenden Autoren gibt es Bestsellerphänomene wie die Erfolgsgeschichte von Enid Blyton: mehr als 750 Bücher und zehntausend Kurzgeschichten (weltweit übersetzt). Besonders im neunzehnten Jahrhundert war es verbreitet, dass Bestsellerautoren mit Helfern arbeiteten, die lediglich hinskizzierte Handlungsstränge ausführten. „Das wurde nicht als ehrenrührig angesehen, schließlich stand es in der Tradition der bildenden Kunst, als Handwerk in einer Werkstatt betrieben: Einer legt das Altarbild an und malt Christus am Kreuz, seine Gesellen kümmern sich um Faltenwurf und Hintergrund“. Für manche Erfolgsautoren gilt als Strategie: niemals ein Erfolgsrezept variieren, sondern es immer wieder aufkochen.

Auch der Buchmarkt ist innerhalb der bereits sehr heterogenen Kultur- und Kreativwirtschaft noch kein in sich homogener Teilmarkt. Er ist vielmehr in sich genauso zersplittert und enthält zumindest ebenso viele Unterschiedlichkeiten als da beispielsweise sind: Sachbuch- und Fachverlage, Kunstverlage, Wissenschaftliche Verlage, Publikumsverlage, Belletristik-Verlage, Kinder- und Jugendbuchverlage, Ratgeber, Hörbuch-Verlage, Buchhändler in allen Schattierungen, Verlagsauslieferungen, Zwischenbuchhändler, Presse-Grosso, andere Dienstleister. Die Zukunft hat bereits begonnen: mehr als jedes zehnte Buch wird über einen Online-Buchhändler gekauft. Die Vertriebswege für digitale Produkte (Hörbücher, E-Books) wachsen geradezu rasant. Zudem ermöglicht die Digitalisierung Plattformen für neue Geschäftsmodelle. Der Buchmarkt umfasst insgesamt mehr als 14.000 Unternehmen. Der Umsatz der Branche wird auf 15 – 16 Milliarden Euro geschätzt, der von ca. 79.000 Erwerbstätigen erwirtschaftet wird. Es gibt ca. 2.700 Buchverlage, die mit ca. 40.000 Erwerbstätigen einen Umsatz von etwa 11 Milliarden Euro erzielen. Es gibt ca. 5.000 Einzelhandelsunternehmen mit 32.000 Erwerbstätigen, die einen Umsatz von etwa 4 Milliarden Euro erzielen. Über 90 % der Buchmarktunternehmen sind zu den Kleinst-unternehmen (Jahresumsatz < 2 Mio Euro) zu zählen; diese erzielen aber nur ca. 30 % des Gesamt-Branchenumsatzes. 6.500 selbständige Schriftsteller erzielen einen Umsatz von etwa 500 Millionen Euro. Die Zukunft des Marktes dürfte mit davon abhängen, wieweit es gelingt, sich im schnelllebigen Feld der Digitalisierung zu behaupten, hierfür geeignete Preismodelle zu entwickeln und das Urheberrecht unbeschadet zu schützen. In diesen Zusammenhang gehört auch das Thema E-Books, das für die mit digitalen Medien groß gewordene „next generation“ zu den Selbstverständlichkeiten des täglichen Gebrauchs zählen dürfte.

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 Diametral entgegengesetzt zum Streben nach Internet-Präsenz steht das Streben danach, im Dunkeln des digitalen Vergessenwerdens zu verharren. Hier dreht sich alles um den Kern, von jenen geheimen Google-Algorithmen nicht erkannt oder besser überhaupt nicht erst erfasst zu werden: Ziel ist die Unsichtbarkeit im Netz. Diskussionen zwischen wirklichen oder manchmal auch nur selbsternannten Netz-Spezialisten machen eines deutlich: die Welt für Otto Normalverbraucher liegt realistischerweise irgendwo zwischen diesen beiden Extrempunkten. Statt Informationen zu dem „so sind wir“ gibt es mehr verzerrte Informationen zu dem „so wollen wir sein“: alles wird dem Bild untergeordnet, dass man online abgeben möchte.

Bereits vor Jahren setzte die Frankfurter Buchmesse einen besonderen Schwerpunkt mit Selfpublishing. Im Verhältnis zum Rest ist die Ausstellungsfläche zwar klein, aber der Bereich wächst. Manche Verlage wie Suhrkamp, Hanser oder Fischer werden mit dieser Entwicklung wohl nie in Berührung kommen, viele andere tuin längst mehr, als nur auf die Selfpublisher zu schielen: immer mehr (auch große) Verlage bieten entsprechende Plattformen an (oder gründen Imprints, bei denen Autoren ihre Manuskripte einreichen können). An jedem Werktag erscheinen in Deutschland fast 300 neue Buchtitel auf dem Markt (mehr als 70.000 Neuerscheinungen pro Jahr). Und es werden immer mehr, weil immer mehr Autoren ihre Texter in eigener Regie (unter Umgehung eines klassischen Verlages) verlegen. Stark wachsend ist besonders das elektronische Buch (E-Book), jedoch derzeit noch auf niedrigem Niveau von etwa sechs Prozent des Buchmarktes: die jährlichen Zuwachsraten allerdings sind zweistellig. Die Elektronik schreitet fort und wird weiter an Marktanteil gewinnen. Wie so häufig bei technischen Neuerungen folgt dem anfänglichen Hype, der Phase der Ernüchterung nun eine ruhigere Phase, „in der das Neue sich evolutionär weiterentwickelt. Diese Phase gibt allen Beteiligten Zeit, sich auf das Neue einzustellen und bestehende Strukturen anzupassen.“ Die Entwicklung des elektronischen Buches erfolgt nicht erdrutschartig (wie anfangs von vielen erwartet). Durch die Digitalisierung hat sich der Vertrieb stärker verändert als das Buch selbst. Gerade das Wirtschaftsbuch verliere seine angestammten Plätze: „der Handel reserviert immer weniger Fläche für Wirtschaftsbücher, viele Zeitungen haben die Besprechung von Wirtschaftsbüchern eingestellt, Handelsketten legen sich nur von wenigen Wirtschaftsbuchtiteln noch Reserveexemplare auf Lager, die Leser von Wirtschaftsbüchern kommen mit neuen Inhalten über ihr Smartphone in Kontakt (das Buch wird zum Masterprodukt, aus dem laufend kleine Textformate für einzelne Absatzkanäle generiert werden). „Die Reichweite eines Buches hat sich heute aufgedröselt und ist über den klassischen Weg der Rezensionen und des Buchhandels nicht mehr zu erreichen“. Die Professionalisierung im Selfpublishing  nimmt zu: immer mehr Autoren sind bereit, Geld in ihre Buchprojekte zu investieren (es wird weniger selbst gemacht und mehr spezialisierten Dienstleistern überlassen). Jeder Autor/Verleger muss heute viel mehr Inhaltsverwertungen mitdenken als früher. Von der ersten Welle der Digitalisierung haben die Verlage profitiert, weil sie Druck- und Vertriebskosten gespart haben. Von der nun vom Selfpublishing ausgelösten folgenden Welle werden aber auch traditionelle Verlage von dem hiervon ausgehenden Preisdruck betroffen.

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Bewerber  Tools - Intellektuelles Kapital professionell vermarkten

Durch fortschreitende Digitalisierung befinden wir uns mitten in einem disruptiven Prozess der Dematerialisierung des Wirtschaftens. Noch nie in der Wirtschaftsgeschichte konnten Bücher so schnell und kostengünstig produziert werden. Mit einem Bruchteil an Zeit und Kosten. Woraus sich speziell für agile Kleinverleger und Publizisten mit einer gesunden Eigenkapitalbasis in den nächsten Jahren völlig neue Perspektiven eröffnen. Für ursprünglich fast unbezahlbare Rohstoffe wie Druck, Lektorat, Grafik und Vertrieb werden durch Bits ersetzt. Für die Ausschöpfung von Intellektuellem Kapital, dem einzigen Rohstoff, der sich durch Gebrauch vermehren lässt, hat die Zukunft gerade erst begonnen. Vor diesem Hintergrund sowie den bereits getätigten Investitionen wäre es geradezu töricht, sich hieraus ergebende Gewinnchancen nicht nutzen zu wollen. Fast im gesamten Verlauf der Menschheitsgeschichte war unser Wohlstand eng verbunden mit der Fähigkeit, der Erde ihre Ressourcen zu entreißen. Und so war es unvermeidlich, dass wir immer mehr nahmen, je zahlreicher und wohlhabender wir wurden: mehr Mineralstoffe, mehr fossile Brennstoffe, mehr Ackerland, Bäume, Wasser und so weiter. Es kam zum Zielkonflikt zwischen Gedeihen der Menschheit und Gesundheit des Planeten. Wobei spätestens heute ein Punkt erreicht ist, an dem dieser gelöst werden muss. dabei hilft, dass die Menschen sehr viel besser in dem geworden sind, was sie schon immer getan haben. Darüber hinaus sind sie auch besser geworden, technologischen Fortschritt mit dem Kapitalismus zu verknüpfen, um die Wünsche und Bedürfnisse der Menschen zu befriedigen. So war das Industriezeitalter nicht zuletzt auch eine Ära weitreichender und schnell voranschreitender Verbesserungen des Wohlstands der Menschen. Allerdings warten dies immer nur Verbesserungen auf Kosten des Planeten: Es wurden Rohstoffe aus dem Boden gegraben, Wälder abgeholzt, Tiere abgeschlachtet, Luft und Wasser mit Schadstoffen verschmutzt und unzählige anderen Sünden begangen. Aber es wurden auch Computer erfunden, das Internet und andere digitale Technologien, die dabei halfen, den Konsum zu dematerialisieren. Denn diese Technologien machten es möglich, immer mehr zu konsumieren, und dem Planeten zugleich trotzdem immer weniger Rohstoffe zu entnehmen. Materie wurde gewissermaßen durch Bits ersetzt. Durch welche Ursachen aber wurde das Wirtschaftswachstum vom Ressourcenverbrauch entkoppelt? Was führte zur Dematerialisierung? Was führte zu der Einsicht, dass unser Planet endlich ist und daher die reale Gefahr besteht, dass seine Rohstoffe und Naturschätze erschöpfen werden – vor allem, wenn Menschen auch in Zukunft immer zahlreicher und gleichzeitig immer wohlhabender werden wollen? Eine tragende Säule ist die Verbindung von Technologie und Kapitalismus. Eine weitere Säule ist die zunehmende Ausschöpfung von Intellektuellem Kapital, dem einzigen Rohstoff, der sich durch Gebrauch vermehren lässt. Ein umfassendes Wissensmanagement trägt dazu bei, Menschen zu informieren, damit sie sich bei ihren Entscheidungen von den besten verfügbaren Erkenntnissen leiten lassen. 

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 Neue Geschäftsmodelle umfassen nicht nur digitale, sondern auch reale Menschen, verändern Lebensweisen und entziehen sich gewohnten geistigen Modellen und rationalen Erwartungen. Vom Data Mining vollzieht sich in Form von Reality Mining ein lautloser Übergang zur Analyse ganzer Lebensmuster realer Menschen. 

Strategiekompetenz - ganzheitliches und vernetztes Denken

Der Computer als Co-Autor

 

 

„Selbst banale Digitalfotos sind heute das Ergebnis eines komplexen Zusammenspiels aus Software und Hardware. Sie sind algorithmische Artefakte, eine Interpretation der Wirklichkeit aus Sensordaten- noch bevor sie vom Nutzer nachträglich verfremdet, verbogen, zerlegt und neu arrangiert werden“. Anders beim Text: dieser bleibt immer so, wie sein Verfasser ihn einmal Buchstabe für Buchstabe auf der Tastatur getippt. Die Tastatur ist dabei immer völlig passiv und soll lediglich die Kluft zwischen Mensch und Maschine überbrücken. Indem sie die vom Menschen geschaffenen Texte als in Buchstaben zerlegte Gedanken in einen maschinenlesbare Form überträgt. Nach wie vor sind also Texte etwas, was zum Menschen, nicht zur Maschine gehört. Denn die Maschine ist noch noch lange nicht mächtig genug, Texte beherrschen zu können, wie dies Menschen können. „Schreiben ist eines der schwierigsten Dinge, die Menschen tun. Man kann sein ganzes Leben lang lernen, besser zu schreiben.“ Zumal, gerade in der Alltagskommunikation, ein Text oft lückenhaft, widersprüchlich und uneindeutig sein kann. Neuerungen des maschinellen Schreibens finden vorwiegend auf Computern ohne Tastatur, dem Handys, statt. Deren Bildschirmtastaturen sind mit künstlicher Intelligenz und Computerlinguistik gespickt. Sie erkennen die gerade geschriebene Sprache, korrigieren Schreibfehler oder vervollständigen angefangene Wörter. Was dann als Text auf dem Bildschirm erscheint, ist „eine algorithmische Interpretation einer diffusen Fingergeste“. Im Zweifel muss sich der Nutzer dem Können der Programme anpassen, muss einfacher und vorhersehbarer schreiben.

Becker Eigenverlag Storytelling Hanau Taunus Friedrichsdorf Main Kinzig

 Big Data verselbständigt sich mehr und mehr und schafft sich seine eigenen Strukturen. Die neue Währung sind Klicks, die auf der Basis von Benutzerführung und Aufmerksamkeit zunehmend Inhalte, Prozesse, Geschäftsmodelle, Werbung oder ganze Wertschöpfungsketten umgestalten. Der Überbau der Daten wird selbst zur neuen Realität anstatt diese einfach nur abzubilden, mehr oder weniger unbewusst müssen (wollen) wir uns der neuen Logik des Netzes beugen. Dutzende gespeicherter Parameter sorgen dafür, dass Nutzer nur solche Informationen (manchmal sogar Nachrichten) vorgesetzt erhalten, die jene im Verborgenen wirkenden Algorithmen für sie als am besten geeignet ansehen und beurteilen: „Das Ideal des selbstbestimmten Individuums droht, in den digitalen Mühlen zerrieben zu werden“

Friedrichsdorf Hanau Bad Homburg Denkstudio Jörg Becker

Jörg Becker - Szenario einer datenmässig ungewissen Zukunft
Jörg Becker - Szenario einer datenmässig ungewissen Zukunft

Szenarioanalyse für eine datenmäßig ungewisse Zukunft: es geht darum, Bilder einer möglichen, datenmäßig vielfach noch ungewissen Zukunft abzubilden. 

 Digitale Produkte sind nie fertig oder abgeschlossen, sind nicht auf Fixierung und Dauerhaftigkeit angelegt. Mit ihrem Prozesscharakter bieten sie offene Strukturen, in denen der stete, nicht vorhersehbare Wandel vorherrscht. Digitale Kanäle sind Verteiler, nicht Speicher: in keiner Bibliothek ist der Informationsschwund gleich groß wie im Netz.

 

Direkt zur Region:

https://www.rheinmaingeschichten.de/

 

Direkt zum Regionalmarketing:

https://www.derstandortbeobachter.de/

 

 

Direkt zum Katalog der

Deutschen Nationalbibliothek

https://portal.dnb.de/opac.htm?query=Becker+Lesebogen&method=simpleSearch

 

Lohn der Schule

 

Direkt zum Buchshop:

 

https://www.bod.de/buchshop/lohn-der-schule-joerg-becker-9783739222967

 Einseitige Fokussierung auf das Risikomanagement drängt möglicherweise aber gleichzeitig vorhandene Chancen mit einer Ausschöpfung möglicher Potentiale zu sehr in den Hintergrund. Richtet sich alle Konzentration einseitig nur auf Ziele, hat man zwar einen Kompass mit klarer vor Augen und kann sich an einer klaren Marschrichtung ausrichten und orientieren. 

Wissensmanagement Wirtschaftsförderung Denkstudio Jörg Becker

 Mit dem Instrumentarium einer Wissensbilanz können im Rahmen von Existenzgründungen an sich bekannte Prozesse unter völlig neuen Gesichtspunkten durchleuchtet werden: Zusammenhänge zwischen Unternehmenszielen, Geschäftserfolgsfaktoren und Geschäftsprozessen einerseits sowie den Komponenten des intellektuellen Kapitals andererseits (d.h. Human-, Struktur- und Beziehungskapital) andererseits werden sichtbar gemacht. 

In regelmässigen Abständen werden von Jörg Becker zu Themen "Business Intelligence Wissensbilanz" Whitepaper verfasst

 

 „Die Fabrik der Zukunft wird ein riesengroßer Computer sein. Alles ist mit allem vernetzt, Maschine spricht mit Maschine und Produkte sind nach den Wünschen der Kunden quasi maßgeschneidert.“ Schon heute im Einsatz befindliche Roboter können „eine Stecknadel vom Boden aufheben und auf den Tausendstel Millimeter genau eine Schweißnaht ziehen“.

Mit kombinierten Planungsinstrumenten Zeit einkaufen. Portfoliotechnik , Szenariotechnik, Expertenbefragung, Balanced Scorecard mit einer Wissensbilanz verknüpfen. 

Angesichts eines zunehmend komplexer und turbulenter agierenden Wettbewerbsumfeldes ist die Gültigkeitsdauer einst als langfristig eingestufter Strategien rapide abgeschmolzen. In Branchen mit hohen Veränderungsgeschwindigkeiten dürfte sich die „Halbwertzeit“ von Strategien mittlerweile stark verkürzt haben. 

 Die allgemeine Entwicklung ist gekennzeichnet durch weltweite Vernetzung durch Massenmedien, Image und Kommunikation als Erfolgsfaktoren, zunehmende Veränderungsgeschwindigkeit, Potentialausschöpfung über schnelle Kommunikation, Schlüsselrolle der Medien für Unternehmensperspektiven. 

Die Energieintensität eines Fertigungsprozesses drückt den Anteil dieses Verfahrens am gesamten Energieverbrauch aus. Zähler und Nenner der Energieintensitäten müssen unter Beachtung der an Indikatoren zu stellenden Anforderungen definiert werden. 

Auf Software-Plattformen, wahren Wunderwerken aus Bits und Bytes, aus Computern, Chips und Millionen von Rechenbefehlen können Milliarden Daten binnen eines Wimperschlages erfasst, gespeichert und verarbeitet werden. Die Rechenhirne einer modernen Gesellschaft bilden Netzwerke der besonderen Art (Riesige Rechenzentren mit zehntausenden Computern). 

 Experten sprechen von im flüchtigen Alltag fortlaufend abgeschöpften „Datenabgasen“, Datenschnipseln aller Online-Aktivitäten: alle jene Google-Suchen, Twitter-Nachrichten, E-Mails, Texte, Fotos, Lieder, Videos, Aufenthaltsorte, Bewegungen, Einkäufe, Klicks und Seitenaufrufe werden (als Ausbeutung immensen Ausmaßes) eingefangen, abstrahiert, analysiert, aggregiert, verpackt und verkauft. 

 Wenn das Tun im Netz lückenlos überwachbar wird (ist), lassen sich neue Ideen unter Laborbedingungen testen (nur die Nutzer = Probanden wissen davon nichts): der Zuwachs an Wissen (Macht) wäre geradezu unendlich. 

 Die Virtual Reality wird zum Alltag. Reisen bedeutet nicht mehr eine Flucht vor dem Alltagstrott, dem schlechten Wetter, der Langeweile oder vor sich selbst. Reisen bedeutet nicht mehr die Wissbegierde oder die Sehnsucht nach Ferne, nach Exotischem. 

 Menschliche Intelligenz drückt sich auch im Handeln aus. Beispielsweise wenn intelligente autonome Systeme im Straßenverkehr im Bruchteil einer Sekunde Entscheidungen treffen müssen. Menschen können in solchen Situation auf Erfahrung und Intuition zurückgreifen. Maschinen hätten es da schwerer. 

 

Direkt zur Region:

https://www.rheinmaingeschichten.de/

 

Direkt zum Regionalmarketing:

https://www.derstandortbeobachter.de/

 

 

Direkt zum Katalog der

Deutschen Nationalbibliothek

https://portal.dnb.de/opac.htm?query=Becker+Lesebogen&method=simpleSearch

Wir wissen mehr als wir je wussten und wenn wir etwas nicht wissen, glauben wir, dass wir die Antwort bestimmt im Internet finden werden. Trotzdem aber werden wir das Gefühl nicht los, dass immer weniger Menschen noch verstehen, wie die Dinge zusammenhängen. Täglich erleben wir dieses kognitive Paradox: je mehr Informationen wir haben desto weniger verstehen wir. Dieses Problem stellt sich nicht nur in alltäglichen Lebenssituationen, sondern ebenso für intellektuelle Problemstellungen und Analysen. Das allgemeine Unbehagen betrifft grundsätzlich die Autonomie und Handlungsfähigkeit des Menschen: man will die gefühlte Ohnmacht mit immer mehr Wissen bekämpfen, die Dunkelheit mit Licht. Wobei Dunkelheit durchaus kein Synonym für Unwissen sein muss. „Wenn das Wissen, die totale Transparenz, die Durchschaubarkeit der Welt ist“, kann die Dunkelheit vielleicht auch ein Ort der Freiheit sein. Denn nur wenn wir akzeptieren, nichts mehr erkennen zu können, können wir uns neu orientieren. „Durch diese Veränderung der Perspektive lassen sich wenigstens die Umrisse der Probleme erkennen, welche durch moderne Technologien verstärkt und vor allem verschleiert werden. So wichtig es ist, die Prozesse zu untersuchen, die innerhalb der Black Box im Herzen einer technisierten Gesellschaft ablaufen, die Architektur der Software und die Infrastruktur der Hardware, so kurzsichtig ist es, sich auf die immanenten Schwachstellen und Fehler zu konzentrieren. Nur weil wir nicht alles verstehen, dürfen wir nicht aufhören zu denken: die Fähigkeit zu denken, ohne zu behaupten oder sogar zu versuchen, etwas komplett zu verstehen, ist der Schlüssel zum Überleben im neuen Dark Age. Es geht nicht um Formeln oder Codes, aus denen Algorithmen gemacht sind, sondern um die Prämissen, die ihnen im Blut stecken. Um die Erfahrungen, Vorurteile und Interessen. Um alle Daten, aus denen ein Gefängnis der Vergangenheit errichtet würde, wenn man sich die Zukunft nur noch als Hochrechnung der herrschenden Verhältnisse vorstellen könnte.