Schüler*innen unterscheiden sich in vielen Merkmalen und Lernfähigkeiten. Wenn zu den Aufgaben der Schule nicht deren Nivellierung, sondern deren Ausdifferenzierung gehört, wird es auch immer Ungleichheiten geben: ungleiche Lernvoraussetzungen bewirken immer auch ungleiche Lernergebnisse. Entscheidend für Bildungserfolge sind die Schaffung guter Lernmilieus und die Gestaltung entsprechender Lehr-Lernprozesse. Bei individuell ausgerichteten Lernprozessen, in denen jeder Einzelne sein persönliches Potenzial ausschöpfen kann, müssen wohl unterschiedliche Kompetenzstufen als erreichbarer Zielzustand in Kauf genommen werden. Lerngruppen müssen also nicht immer auch leistungshomogen sein.