Dipl.Kfm. Jörg Becker Friedrichsdorf
Dipl.Kfm. Jörg Becker Friedrichsdorf

Mister Knie und seine Reha mit Hindernis-Parcours ---- Zertifikate-Flut im Gesundheitsmarkt „Orthopädie“ für stationäre Anschlussrehabilitation (AR) Hüft- und

  

Mister Knie hatte alles, wirklich ALLES, versucht, um seinem Knie eine OP zu ersparen. Doch die Schmerzen kamen immer häufiger und heftiger. Bis es keinen anderen Ausweg mehr gab, als in den sauren Apfel zu beißen. Wie viele andere Leidesgenossen auch, stand Mister Knie so vor der Frage, welches Krankenhaus ihn wohl am erfolgversprechendsten und sanftesten operieren könnte. Und welche Reha-Klinik ihn anschließend mit den besten Therapien am schnellsten wieder auf die Beine bringen würde. Ratlos wie ein Artist unter der Zirkus-Kuppel schien es für ihn in Deutschland auf den ersten Blick fast nur „TOP“-Rehakliniken zu geben. Konnte dies wirklich wahr sein oder war es nur einfach schöngemalt?

 

 

Und Mister Knie dachte sich: „der Markt für die stationäre Anschlussrehabilitation von Hüft- und Knie-TEP weist aufgrund von weiter zunehmenden Fallzahlen starke Wachstumsraten auf. Reha-Einrichtungen versuchen über verstärkte Marketingaktivitäten sich einen Anteil von diesem Kuchen zu sichern. Vielleicht versuchen sie ihre Marktposition nur anhand von möglichst vielen Zertifikaten zu halten bzw. auszubauen.“

 

 

Vor diesem Hintergrund stellen sich nicht nur für Mister Knie, sondern auch für viele andere ratsuchenden Patienten Fragen wie beispielsweise:

 

Darf „jedermann“ für Reha-Kliniken Zertifikate ausstellen?

 

Welche Voraussetzungen und ggf. gesetzliche Bestimmungen muss ein Aussteller von Reha-Zertifikaten erfüllen?

 

Gibt es eine Liste der zugelassenen Aussteller für Reha-Zertifikate?

 

Der TÜV prüft Staudämme, könnte er auch Reha-Kliniken prüfen, ob diese den notwendigen Qualitätsanforderungen (Mindest-Therapiestandards) entsprechen?

 

Gibt es Regeln oder Vorgaben, die für eine Ausstellung von Zertifikaten einzuhalten sind?

 

Gibt es unterschiedliche Zertifikate für unterschiedliche Prüfbereiche (Spezialgebiete wie beispielsweise Therapie, Hygiene, Organisation, Reputation, Rehabilitanden-Beteiligung u.a.)?

 

Sind Aussteller von Gesundheits-Zertifikaten in einem Verband organisiert (wie beispielsweise Verband der Wirtschaftsprüfer)?

 

Wie wird die Unabhängigkeit als (hoffentlich) wichtigstes Gut eines Ausstellers von Gesundheitszertifikaten gewährleistet/geprüft? Wie verlässlich sind Gesundheitszertifikate?

 

Gibt es eine Gebührenordnung für die Ausstellung von Zertifikaten?

 

Müssen Aussteller von Zertifikaten unter bestimmten Voraussetzungen für die von ihnen bestätigten Sachverhalte haften?

 

Bedeuten mehr Zertifikate einer Reha-Klinik immer auch mehr Leistung und Qualität?

 

Gibt es einen Markt für Gesundheitszertifikate (Reha-Kliniken), den man nach Volumen, Wachstum u.a. definieren könnte?

 

Wenn ein Reha-Unternehmen mehrere Kliniken betreibt, gilt ein Gesundheitszertifikat jeweils nur für einzelne oder für alle Einrichtungen gemeinsam?

 

Gibt es im Reha-Bereich Zertifikate mit regional unterschiedlichen Schwerpunkten?

 

Müssen nach Erlöschen oder Ablauf eines Zertifikates von der betreffenden Reha-Einrichtung sämtliche Unterlagen, Formulare, Prospekte, Homepages, Einträge in sozialen Netzwerken u.a. daraufhin mit sofortiger Wirkung entsprechend geändert werden?

 

Gibt es bei Gesundheitszertifikaten, die für Reha-Kliniken ausgestellt werden, Mindestanforderungen bezüglich zu prüfender Faktoren (wie beispielsweise Erfüllungsgrad der DRV-Therapiestandards für Hüft- und Kniegelenkersatz TEP)?

 

Muss (vergleichbar der Inflation beim Einser-Abitur) auch bei Reha-Kliniken durch Absenkung der Anforderungs-Niveaus mit immer mehr „TOP-Kliniken“ (bei FOCUS bereits fast jede zweite/dritte im Orthopädie-Bereich), d.h. einer weiter steigenden Flut von Zertifikaten gerechnet werden?

 

 

Also schon bevor es überhaupt richtig losgeht und der Chirurg sein Messer wetzt:  Fragen über Fragen. Woraus sich Mister Knie denkt: „Warum zahlen wir eigentlich unseren Abgeordneten so hohe Gehälter. Sollen sie doch auch einmal etwas für mich direkt tun und mir zumindest mit einem Rat zur Seite stehen!“

 

Kurzentschlossen schickt er deshalb diese Fragen einmal an einen der gesundheitspoltischen Sprecher, von denen jede der Parteien mindestens eine/n im Bundestag zu haben scheint. Ob man ihm wohl antworten wird?

 

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