J. Becker Denkstudio

Dipl.Kfm. Jörg Becker Friedrichsdorf
Dipl.Kfm. Jörg Becker Friedrichsdorf

Wissensmanagement – Big Data ist nicht Big Wissen.

Reduktion der Komplexität:

man muss gründlich nachdenken, um aus der schieren Datenflut wirklich benötigtes Wissen herauszufiltern

 

 

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Gedichte eines Flugpioniers in Kriegsgefangenschaft wie Vögel hinter Glas –sie kennen den Himmel noch auswendig

 Gedichte eines Flugpioniers in Kriegsgefangenschaft sind wie …

 

Propeller im Leerlauf – voller Erinnerung an Bewegung, aber festgehalten von Stacheldraht.

 

Briefe an den Himmel, geschrieben aus einer Welt ohne Horizont.

 

Rauchspuren vergangener Freiheit über einem eingezäunten Lager.

 

Das Echo eines Motors in der Stille der Gefangenschaft.

 

Karten eines inneren Fluges, wenn der äußere unmöglich geworden ist.

 

Zerbrechliche Tragflächen aus Worten gegen das Gewicht der Niederlage.

 

Sternnavigation für eine Seele ohne Kompass.

 

Der Versuch, mit Sprache weiterzufliegen, wenn der Körper festgesetzt ist.

 

Wolkenbücher über Hoffnung, Schuld, Heimat und Zeit.

 

Ein Cockpit aus Erinnerungen, in dem der Pilot noch einmal startet.

 

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Ruinen die Kulissen 

 

Der Flieger schrieb: 

 

Die Augen verschließe nicht vor dem Leid, 

dem Unglück der Welt – 

Täglich neuen Einzug hält 

die Not im grauen Kleid 

in dunkle Kellerverließe. 

Dort wo kein Stein mehr 

auf dem anderen steht 

ist der Frohsinn fortgegangen 

sind die Tage voller Bangen. 

Kinderlachen längst verweht – 

Straßen – Plätze – ohne Leben leer. 

Sind auch in kommenden Tagen 

Ruinen die Kulissen, 

wir werden das Leben ertragen müssen – 

wir dürfen nicht verzagen.

 

 

Frühlingsduft 

 

Der Flieger schrieb: 

 

Im Osten heller Schein – 

der neue Tag! 

Vom Ackerrain, 

der noch im Dunkeln lag, 

einer Lerche Sang 

als frühes Gebet 

in den Himmel klang. 

Es atmet und bebt 

leise die Luft 

Frühlingsduft.- 

Der Zug des Herzens 

ist des Schicksals Stimme. 

Die Tiefe des Gefühls 

ist die Seligkeit. 

Ausser dir nur, was in dir! 

 

Schwarze Nächte 

 

Der Flieger schrieb: 

Fantasien erglühen 

grüne Träume, Geistermächte 

alter Weisen 

leichter Flügel 

und des Lebens 

bunter Spiegel 

neues Glück verheißen 

und im Träume neu erstehn 

soweit wie der Himmel reicht 

Bilder hell und leicht 

die im Morgenwind verwehn 

 

Das Sichelboot 

 

Der Flieger schrieb: 

Auf sanften Wellen 

schmal ins Abendrot 

schwimmt der Mond 

das Sichelboot. 

den zärtlich eine Wolke säumt 

die purpurrot 

vor dem Silberbug verbindet 

meinem Mondboot meiner Sehnsucht 

Träume als Ballast 

nimmer mit der aller Stunden Hast 

an deiner Götterbarke 

sanftem Bord 

setze deine Wolkensegel 

führe sie mit dir fort, 

schwing in die goldene Sternenwelt 

dich weit hinaus, 

nimm auch mein Herz mit 

hin zum stillen Haus 

wo fern im Meer, 

im Dunkel dieser Nacht 

das Hafenfeuer meiner Liebe wacht 

 

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