Für die Erarbeitung von Modellen sind empirische Grundlagen erforderlich, d.h. man braucht (darf) sich auf dem Weg zu einer Erkenntnis nicht auf Messungen und quantitative Analysen beschränken. Im komplexen Gewebe eines Standortes aus wechselseitigen Abhängigkeiten existieren in kontinuierlichen (fluktuierenden) Zyklen zahllose selbstregulierende Mechanismen.
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Dabei sind lineare Zusammenhänge von Ursache und Wirkungen nicht immer klar und eindeutig zu identifizieren. Die Analyse wirtschaftlicher Phänomene braucht die Zusammenarbeit unterschiedlicher Disziplinen. Es müssen verschiedene Methoden und Perspektiven unterlegt werden, man muss sich im Rahmen umfassender Analysen auf verschiedene Systemebenen konzentrieren, um unterschiedliche Aspekte und Auswirkungen wirtschaftlicher Aktivitäten herausstellen zu können. In Zeiten globaler Waren-, Finanz- und Arbeitsmärkte stellt sich für Unternehmen die Standortfrage an jedem Punkt der Wertschöpfungskette: die Standortfrage wird für Unternehmen immer mehr zur Schicksalsfrage; stimmt ihr Standort nicht, so kann dies aufgrund des dort fehlerhaft gebundenen Kapitals unter Umständen sogar ihre Existenz bedrohen (und dies naturgemäß auch mit allen negativen Konsequenzen und Auswirkungen für den betreffenden Standort selbst).
Ein modernes Paradox: Informationswachstum kann Wissensarmut erzeugen. Nicht jede Information wird zu Wissen. Dafür braucht es Selektion und Interpretation