Im globalen Wettbewerb verlieren nicht nur die Grenzen zwischen Ländern, sondern auch zwischen Branchen und Unternehmen an Bedeutung. Den Überblick behält vor allem der, der allen diesen Sachverhalten eine nachvollziehbare Struktur geben kann. Wie in einer Unternehmensbilanz über die darin angeführten Bilanzpositionen Inhalte und Regeln des Wirtschaftsgeschehens definiert werden können, so kann auch mit Hilfe von Standortfaktoren analog ein festes Gerüst für das Standortgeschehen zusammengefügt werden. Dies wäre dann eine Standortbilanz, mit der auch viele der wichtigen und oft entscheidenden Non-Financial-Faktoren berücksichtigt werden könnten.
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Beim Geschäftserfolg hängt viel von den Rahmenbedingungen eines lokalen Standortes ab. Trotz sich weiter entwickelnder Informations- und Kommunikationsmedien werden auch persönliche Kontakte weiterhin eine wichtige Rolle spielen. Ein erster zentraler Anlaufpunkt ist vielen Fälle das Internet, in dem die Kommune somit auch sämtliche Informationen per Übersicht gebündelt anbieten muss. Die Internetpräsenz des Standortes sollte sich nicht auf kommunale Verwaltungsunterstützung (eGovernment) beschränken, sondern kann als virtuelles Rathaus sämtliche Ausprägungen der Kommunikationsbeziehungen integrieren.
Standorte sind aber nicht nur sehr komplex (oft auch kompliziert) sondern jeder ist für sich gesehen auch ein sehr individuelles Gebilde. Daraus folgt, dass jeder Standort auch sein eigenes System der Standortfaktoren (=Bilanzpositionen) entwickeln sollte. Auf dieser Basis kommt nunmehr die Systematik einer Standortbilanz ins Spiel: diese gliedert die zunächst ungeordnet nebeneinanderstehenden Standortfaktoren in eine bestimmte Standard-Struktur, nämlich immer einheitlich in die Cluster:
Standort-Prozessfaktoren
Standort-Erfolgsfaktoren
Standort-Humanfaktoren
Standort-Strukturfaktoren
Standort-Beziehungsfaktoren
Ein modernes Paradox: Informationswachstum kann Wissensarmut erzeugen. Nicht jede Information wird zu Wissen. Dafür braucht es Selektion und Interpretation