J. Becker Denkstudio

Dipl.Kfm. Jörg Becker Friedrichsdorf
Dipl.Kfm. Jörg Becker Friedrichsdorf

Wissensmanagement – Big Data ist nicht Big Wissen.

Reduktion der Komplexität:

man muss gründlich nachdenken, um aus der schieren Datenflut wirklich benötigtes Wissen herauszufiltern

 

 

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Das Foto als Erinnerung

Als Mittel, die Vergangenheit lebendig werden zu lassen. Das Foto als verlässliche Wiedergabe der Dinge: dabei können sich aus einer vorgegebenen Realität neue Wirklichkeiten ergeben. Fotografen loten neue Bildwelten aus: was zählt ist das einen Raum in der Fläche komprimierende Bild. In der Masse von Bildern, die vorgeben, Realitäten abzubilden, entstehen ganze Parallelwelten.

 

https://www.beckinfo.de/publikationen-medien/ 

 

Von Anfang an war die Fotografie etwas anderes als die Dokumentation einer Realität. Zuerst war Fotografie nur ein Hilfsmittel für Maler. Bis man entdeckte welche (auch manipulative) Macht in Fotografien stecken konnte und Künstler in ihnen ein für sie wie geschaffenes Medium erkannten, um Essentielles mitzuteilen. Umgang mit gefülltem Bildraum, alle fotografieren: Fotografie ist sowohl die Erzeugung von Wirklichkeiten als auch die Auflösung aller Gewissheiten: all das ist für das (angeblich) unbestechliche Medium der Fotografie möglich (zumal in Zeiten der digitalen Bildbearbeitung). Die Wahrheit liegt zumeist nicht im bloßen Augenschein. Dieser kann trügen und Bilder können täuschen (auch wenn sie noch so suggestiv wirken). Es gilt herauszufinden, was hinter den Bildern steckt, was ihnen zugrunde liegt. Denn auch Objektivität ist manchmal nur Schein. Beglaubigt also ein mit der Kamera aufgenommenes Bild nichts anderes als die wirklichen Verhältnisse? Oft tut es diese Bild wirklich: indem es etwa die Aufmerksamkeit auf einen Wirklichkeitsausschnitt lenkt, der sonst kaum aufgefallen wäre. Oft sind es nicht einfach nur Fotografien: es eröffnet sich vielmehr das Panorama einer anderen, ansonsten nicht zu bemerkenden Wirklichkeit, es werden Einblicke in (ebenso real existierende) eine Parallelwelt eröffnet. Der Fotograf bedient sich eines Mediums, um grundlegende Fragen nach Wirklichkeit und Fiktion zu stellen, um Zusammenhänge aufzuzeigen, um Poesie mit Realität zu mischen. Geschichten erzählen: Fotografen beschäftigen sich mit malerischen Fragen und auch die Maler begeben sich auf das Terrain der Fotokunst. Malerei und Fotografieren – beide fordern sich gegenseitig heraus, haben ihre Bilder als Teil der Wirklichkeit akzeptiert. 

 

Ein modernes Paradox: Informationswachstum kann Wissensarmut erzeugen. Nicht jede Information wird zu Wissen. Dafür braucht es Selektion und Interpretation 

 

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