J. Becker Denkstudio

Dipl.Kfm. Jörg Becker Friedrichsdorf
Dipl.Kfm. Jörg Becker Friedrichsdorf

Wissensmanagement – Big Data ist nicht Big Wissen.

Reduktion der Komplexität:

man muss gründlich nachdenken, um aus der schieren Datenflut wirklich benötigtes Wissen herauszufiltern

 

 

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Strategie-Monitoring menschlicher Risikogefühle

Warum werden sicht- und quantifizierbar gemachte Risiken eher bejaht als eine Zukunft, die im Dunkeln liegt? 

Menschen sagen erstaunlich oft „Ja“ zu bekannten Risiken – und „Nein“ zu ungewissen Zukünften. Das wirkt irrational, ist aber tief in unserer Wahrnehmung und Entscheidungslogik verankert. 

Kontrolle statt Ungewissheit 

Ein Risiko, das sichtbar und messbar ist, vermittelt ein Gefühl von Kontrolle. Auch wenn es gefährlich ist, kann man es „einschätzen“. Eine unklare Zukunft dagegen erzeugt diffuse Unsicherheit – und die empfinden wir als bedrohlicher als konkrete Gefahren. Lieber ein bekanntes Risiko (z. B. 20 % Verlust) als ein unbekanntes Szenario („Was passiert überhaupt?“). 

Menschen gewichten Verluste stärker als Gewinne. 

  • Ein klar bezifferter Verlust ist „eingepreist“.
  • Eine unklare Möglichkeit eines großen Verlusts wirkt überproportional abschreckend. 

Ungewissheit verstärkt also die Angst. 

Das Gehirn liebt Geschichten, nicht Nebel 

Konkrete Risiken lassen sich erzählen: 

  • „Wenn ich X tue, passiert mit Wahrscheinlichkeit Y das.“ 

Eine unklare Zukunft hat keine Geschichte, keine Bilder, keine Zahlen. Das Gehirn reagiert darauf mit Vermeidung.
Ein Risiko, das man sieht und misst, fühlt sich oft „sicherer“ an als eine Zukunft, die man nicht versteht – selbst wenn sie objektiv harmloser wäre.