J. Becker Denkstudio

Dipl.Kfm. Jörg Becker Friedrichsdorf
Dipl.Kfm. Jörg Becker Friedrichsdorf

Wissensmanagement – Big Data ist nicht Big Wissen.

Reduktion der Komplexität:

man muss gründlich nachdenken, um aus der schieren Datenflut wirklich benötigtes Wissen herauszufiltern

 

 

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Private psychologische, soziale und praktische Überlebensstrategien

Zum Beispiel: 

Ein leidenschaftlicher Pilot der frühen Fliegergeneration musste im Umfeld des Zweiter Weltkrieg und der anschließenden Kriegsgefangenschaft meist eine Kombination aus Überlebensstrategien entwickeln. Strategien, die trotz von weit in der Vergangenheit individuell erlebtem Geschehen wiederkehrende grundsätzliche Muster zeigen. In diesem Fall: 

Innerer Halt durch die Leidenschaft fürs Fliegen 

Viele Piloten überlebten mental, indem sie ihre Identität als Flieger bewahrten. 

  • Sie erinnerten sich an frühere Flüge, Landschaften, Instrumente.
  • Manche zeichneten Flugzeuge oder Flugrouten aus dem Gedächtnis.
  • Das Fliegen blieb ein Symbol für Freiheit, selbst in Gefangenschaft. 

Der berühmte Pilot und Schriftsteller Antoine de Saint-Exupéry beschrieb einmal sinngemäß, dass Fliegen nicht nur Technik, sondern eine Lebenshaltung sei – ein Blick von oben auf die Welt. 

Kameradschaft unter Piloten 

Piloten bildeten oft sehr starke Gemeinschaften. 

Typische Strategien waren: 

  • Erfahrung austauschen (Flugtechnik, Navigation, Maschinen).
  • Geschichten erzählen über Einsätze oder frühe Fliegerjahre.
  • Gemeinsame Rituale im Lager (Vorträge, Unterricht, Diskussionen). 

Kameradschaft reduzierte Isolation und stärkte den Überlebenswillen. 

Geistige Beschäftigung und Lernen 

Viele Kriegsgefangene versuchten, ihren Geist aktiv zu halten. 

Typisch waren: 

  • improvisierte „Lageruniversitäten“
  • Unterricht in Sprachen, Mathematik oder Technik
  • Rekonstruktion von Flughandbüchern aus dem Gedächtnis 

Einige entwarfen sogar theoretische Flugzeuge oder Navigationsmethoden. 

Disziplin und Routine 

Piloten waren militärische Profis – das half. 

Überlebensstrategien: 

  • tägliche körperliche Übungen
  • strukturierter Tagesablauf
  • Pflege der eigenen Uniform oder Habseligkeiten 

Routine gab in der Unsicherheit der Gefangenschaft psychische Stabilität. 

Hoffnung auf Rückkehr in die Luft 

Viele Piloten hielten sich mit einem inneren Versprechen aufrecht: 

„Wenn ich zurückkomme, werde ich wieder fliegen.“ 

Humor und Ironie 

Zeitzeugen berichten, dass Humor ein wichtiges Ventil war: 

  • Karikaturen über Lagerleben
  • Witze über Flugzeugtypen
  • kleine Theaterstücke im Lager 

Humor half, Angst und Verzweiflung zu mildern. 

  • Ein Pilot, der im Lager Flugstunden im Kopf durchführt
  • Zeichnungen von Flugzeugen an die Wand der Baracke
  • Gespräche über Wolkenformen, Thermik und Navigation
  • Der Moment, in dem er nach Jahren wieder ein Flugzeug hört 

Das verbindet innere Freiheit mit äußerer Gefangenschaft 

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