Dass Wissen strategisch oft ungenutzt im Unternehmen liegt, wird u.a. durch eine Studie vom Stuttgarter Fraunhofer-Institut für Arbeitswissenschaft und Organisation bestätigt. Danach glaubten lediglich 15 Prozent der befragten Unternehmen, ihr internes Wissen gut bis sehr gut zu nutzen. Bemerkenswert ist dabei, dass 75 Prozent von diesen Unternehmen gleichzeitig angeben, der Anteil des Produktionsfaktor Wissen habe bis zu 60 Prozent Anteil an der Wertschöpfung ihres Betriebes. Die Vergeudung von Wissensressourcen geht einher mit dem Horten von Herrschaftswissen und dem Festhalten an starren Entscheidungsstrukturen. Nur geschicktes Wissensmanagement macht es möglich, an die „skills“ der Mitarbeiter heranzukommen.
Immer mehr erkennt man, dass eine der wichtigsten Grundlagen von Geschäfts- und Entwicklungsprozessen eine effektive Informationslogistik ist. Die Qualität der Unternehmensleistung basiert nicht nur auf betriebswirtschaftlichen oder sachlichen Daten, sondern ebenso auf Informationen über interne Abläufe, Strukturen, Erfahrungen, Bewertungen von Informationen, Verdichtungen, Vernetzungen etc. Wissen manifestiert sich in Kommunikationsnetzwerken, d.h. wer hat mit wem zur Lösung welcher Fragestellung kommuniziert. Wissensmanagement ist Chefsache und muss auf dieser Ebene verantwortlich gefördert werden.
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