J. Becker Denkstudio

Dipl.Kfm. Jörg Becker Friedrichsdorf
Dipl.Kfm. Jörg Becker Friedrichsdorf

Wissensmanagement – Big Data ist nicht Big Wissen.

Reduktion der Komplexität:

man muss gründlich nachdenken, um aus der schieren Datenflut wirklich benötigtes Wissen herauszufiltern

 

 

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Denkstudie - Strategiewerkzeuge mit unbegrenzter Potenzialausschöpfung?

Wissen ist der einzige Rostoff der sich durch Gebrauch vermehren lässt. Eröffnen Strategien durch den Gebrauch von Wissen unbegrenzte Potenziale?

Nur ein schöner Gedanke?

Kurz gesagt:
Der Gebrauch von Wissen kann Potenziale eröffnen, die sich praktisch unbegrenzt anfühlen. Aber nicht automatisch. Es kommt darauf an, wie Wissen genutzt wird.

Ein paar zentrale Punkte dazu:

1. Wissen wächst durch Anwendung, nicht durch Besitz

Reines Ansammeln von Wissen (Lesen, Hören, Speichern) vermehrt es kaum.
Erst durch Anwendung, Kombination und Reflexion entsteht Neues:

  • Wissen + Erfahrung → Können

  • Wissen + Wissen → Innovation

  • Wissen + andere Perspektiven → Durchbrüche

So entsteht ein sich selbst verstärkender Effekt.

2. Strategischer Wissensgebrauch schafft Hebel

Strategien wie:

  • Transfer (Wissen aus einem Bereich auf einen anderen anwenden)

  • Systemdenken (Zusammenhänge erkennen statt Einzelfakten)

  • Iteration (Aus Fehlern lernen und anpassen)
    machen Wissen zu einem Multiplikator.
    Ein einziger guter Gedanke kann dann ganze Systeme verändern.

3. Potenziale sind theoretisch unbegrenzt – praktisch begrenzt

Die Grenzen liegen weniger im Wissen selbst als in:

  • Zeit und Aufmerksamkeit

  • kognitiven Verzerrungen

  • sozialen, kulturellen und ethischen Rahmenbedingungen

Deshalb sind Potenziale nicht „unendlich“ im mathematischen Sinn, aber offen und erweiterbar.

4. Kollektiver Wissensgebrauch explodiert förmlich

Wenn Wissen geteilt wird (Wissenschaft, Open Source, Bildung), entsteht etwas Besonderes:

  • Netzwerkeffekt statt Nullsummenspiel

  • Fortschritt ohne Verbrauch

Hier zeigt sich am deutlichsten, warum Wissen kein normaler Rohstoff ist.

Fazit

Der Gebrauch von Wissen eröffnet keine garantierten, aber prinzipiell grenzenlosen Entwicklungsmöglichkeiten.
Nicht das Wissen selbst ist entscheidend, sondern die Qualität seines Gebrauchs – neugierig, kritisch, kreativ und verantwortungsvoll.

Auf die persönliche Entwicklung herunterbrechen

1. Wissen als Spiegel statt als Trophäe

Für persönliches Wachstum ist Wissen am wirksamsten, wenn es nicht sagt
„Ich weiß etwas“, sondern
„Was bedeutet das für mich?“

Beispiel:

  • Ein Buch über Kommunikation bringt wenig.

  • Die Frage „Wo höre ich eigentlich nicht zu?“ verändert Verhalten.

👉 Strategie: Jedes neue Wissen mit Selbstbezug verknüpfen.


2. Anwendung schlägt Intelligenz

Persönliche Entwicklung ist kein IQ-Wettbewerb, sondern ein Trainingsprozess.
Wer Wissen nutzt, auch unvollkommen, entwickelt:

  • Selbstwirksamkeit

  • Lernvertrauen

  • emotionale Stabilität

Fehler werden dabei nicht zum Scheitern, sondern zu Daten.

👉 Strategie: Klein anwenden, früh scheitern, bewusst nachjustieren.


3. Wissen wird Identität, wenn es gelebt wird

Genutztes Wissen formt:

  • Entscheidungen

  • Gewohnheiten

  • Werte

So entsteht Identitätsentwicklung:

„Ich handle so, also bin ich so.“

Ungebrauchtes Wissen bleibt Meinung.
Gebrauchtes Wissen wird Charakter.

👉 Strategie: Eine Erkenntnis = eine Verhaltensänderung (auch minimal).


4. Metawissen: über sich selbst lernen

Der größte Hebel ist nicht mehr Wissen, sondern Wissen über das eigene Lernen:

  • Wann lerne ich gut?

  • Wo sabotiere ich mich?

  • Welche Muster wiederholen sich?

Das erzeugt einen selbstverstärkenden Kreislauf:

Lernen → Reflexion → Anpassung → schnelleres Lernen

👉 Strategie: Regelmäßige Selbstreflexion (z. B. wöchentlich, kurz).


5. Potenzial entsteht durch Kombination

Persönliche Potenziale entfalten sich dort, wo Wissen ungewöhnlich kombiniert wird:

  • Fachwissen + Empathie

  • Rationalität + Intuition

  • Erfahrung + Neugier

Das macht Menschen nicht austauschbar, sondern einzigartig.

👉 Strategie: Nicht fragen „Was fehlt mir?“, sondern
„Was kann nur ich so verbinden?“


Essenz

Der Gebrauch von Wissen macht persönliche Entwicklung nicht grenzenlos,
aber selbstverstärkend.

Oder zugespitzt:

Wissen, das du nutzt, vergrößert dich.
Wissen, das du nicht nutzt, beschwert dich.

Im Beruf & in der Karriere wirkt Wissen wie ein echter Hebel. Nicht linear, sondern exponentiell, wenn man es richtig nutzt.


1. Vom „Ich weiß“ zum „Ich löse“

Karriere wächst nicht durch Wissen an sich, sondern durch Problemlösung.

Viele bleiben stecken, weil sie denken:

„Wenn ich noch mehr lerne, werde ich wertvoller.“

Erfolgreiche drehen es um:

„Welches Problem kann ich jetzt besser lösen als andere?“

Strategie

  • Wissen immer an konkrete Probleme koppeln

  • Sichtbar machen, was sich durch dein Wissen verbessert (Zeit, Geld, Qualität, Risiko)

👉 Karrierebelohnung folgt Problemlösungswert, nicht Fleiß.


2. Wissensgebrauch schafft Positionierung

Karriere ist weniger Aufstieg als Profilbildung.

Nicht:

„Ich kann vieles ein bisschen.“

Sondern:

„Ich bin die Person, die X versteht und Y damit verbinden kann.“

Beispiele:

  • Technik + Kommunikation → Übersetzer zwischen Welten

  • Fachkompetenz + Struktur → Ruhepol in Chaos

  • Analyse + Empathie → starke Führung

Strategie

  • Erkenne deine Wissenskombination, nicht nur Einzelskills

  • Schärfe ein klares berufliches Narrativ

👉 Wer ein klares Profil hat, wird gefragt – nicht bewertet.


3. Anwendung schlägt Zertifikate

Zertifikate signalisieren Potenzial.
Ergebnisse beweisen Wirkung.

Menschen, die Karriere machen, nutzen Wissen oft bevor sie offiziell „bereit“ sind:

  • Sie übernehmen Verantwortung

  • testen Ideen

  • verbessern Prozesse ohne Auftrag

Strategie

  • Wissen sofort im Job „ins Feld bringen“

  • Mini-Experimente statt perfekter Vorbereitung

👉 Karriere beschleunigt sich, wenn Lernen sichtbar wird.


4. Metawissen = Karrierebeschleuniger

Entscheidend ist nicht nur was du weißt, sondern:

  • Wie du lernst

  • Wie du dich an neue Anforderungen anpasst

  • Wie schnell du alte Annahmen loslässt

Das macht dich:

  • zukunftsfähig

  • schwer ersetzbar

  • interessant für neue Rollen

Strategie

  • Regelmäßig fragen:
    „Was funktioniert beruflich nicht mehr – obwohl es früher gut war?“

👉 Anpassungsfähigkeit schlägt Erfahrung.


5. Wissen + Beziehungen = Multiplikator

Karriere ist kein Einzelprojekt.

Wissen entfaltet Wirkung erst im sozialen Raum:

  • erklären können

  • teilen statt horten

  • andere befähigen

Menschen mit geteiltem Wissen:

  • werden als kompetent wahrgenommen

  • bauen Vertrauen auf

  • wachsen in Führung hinein

Strategie

  • Wissen sichtbar teilen (Meetings, Mentoring, kurze Impulse)

  • Mehrwert geben, bevor man fragt

👉 Sichtbarkeit entsteht durch Nutzen, nicht Selbstdarstellung.


6. Potenzial entsteht durch bewusste Lücken

Karriere wächst nicht dort, wo du alles kannst,
sondern dort, wo du gezielt lernst, was dich weiterbringt.

Strategie

  • Identifiziere die eine Wissenslücke, die deinen nächsten Schritt ermöglicht

  • Ignoriere den Rest (vorerst)

👉 Fokus schlägt Breite.


Quintessenz

Im Beruf vermehrt sich Wissen durch:

  • Anwendung

  • Kombination

  • Weitergabe

  • Reflexion

Oder kurz:

Karriere entsteht, wenn Wissen Wirkung erzeugt –
und Wirkung sichtbar wird.