Denkstudio für strategisches Wissensmanagement zur Analyse mittelstandsorientierter Businessoptionen auf der Basis von Personalbilanzen und Standortbilanzen,

Jörg Becker Friedrichsdorf

Dipl.Kfm. Jörg Becker Friedrichsdorf
Dipl.Kfm. Jörg Becker Friedrichsdorf

Die unablässige Suche nach immer mehr Informationen versperrt den Bli- Mittck für das, was wirklich wichtig ist. Oft ist weniger mehr. Business Intelligence generiert vor allem Basisinformationen für zukunftsorientierte Prognosen und Planungen

Wissensmanagement – Big Data ist nicht Big Wissen.

Reduktion der Komplexität:

man muss gründlich nachdenken, um aus der schieren Datenflut wirklich benötigtes Wissen herauszufiltern

Vom Data Mining vollzieht sich in Form von Reality Mining ein lautloser Übergang zur Analyse ganzer Lebensmuster realer Menschen. Die solche neuen Realitäten schaffen, Macht ausüben und damit ihr Geld verdienen, können sie selbst in kleinsten Stücken vermarkten und die eigentlichen Eigentümer der Datenrechte nicht nur enteignen, sondern sie auch kontrollieren oder gar manipulieren

Nüchternes Kalkül ist manchmal besser als Erfahrungswissen: umgekehrt kann auch eine kalt kalkulierte Wahrscheinlichkeitsrechnung in die Irre führen, wenn hierbei zugrunde gelegte empirische Parameter falsch gesetzt wurden. Philosophisch betrachtet könnte man Wahrscheinlichkeit auch als den Grad des Glaubens an die Wahrheit definieren. 

Journalisten sind (sehen sich gerne als) Welterklärer: um das, was um uns geschieht, für Leser verständlich darzustellen (zu machen). Unabhängig von der Technik und von dem Medium, für welches ein Journalist arbeitet. An erster Stelle steht nach wie vor (noch) das Gedruckte. Das gedruckte Layout kann auf einen Blick ein vielseitiges Kaleidoskop interessanter Sachverhalte bieten. Da die Welt nun einmal so ist wie sie ist können (müssen) Druck und Netz auch in der Medienwelt nebeneinander, besser miteinander, existieren. Noch immer ist der Mensch entscheidend, dessen Kenntnis und Kreativität die Qualität von Wissenstransfers prägt. 

Wichtig ist, sich vor Augen zu halten, dass ein Modell nie besser ist als die Annahmen, mit denen man rechnet. Zudem kann immer auch Unvorhergesehenes passieren. Deshalb versucht man in der angewandten Mathematik, fehlende Parameter so zu schätzen, dass sie zum bisherigen Verlauf passen. Die Kunst dabei ist, richtig zu modellieren, also mathematische Modelle für ein reales Problem zu erstellen.

So wie damals die Dampfmaschine das Ausüben von Arbeitskraft verstärkt hat, so erweitert heute der Computer die Möglichkeiten, Wissen aufzufinden. Das Starten einer digitalen Suchmaschine zur Erschließung von Wissen im Internet geht schneller und leichter als die Befragung eines Experten. Die Welt wird quasi am Bildschirm lesbar, das Wirkliche zum Bestand gemacht. Die Automatisierung von Expertenwissen bringt in einer informationsüberfluteten Gesellschaft Vorteile. Aber so wenig, wie Menschen vollständig von Dampfmaschinen abgelöst wurden, so wenig wird man auch trotz Internet auf Experten verzichten können. Aber weil jeder Wissen googeln kann, bleibt nicht alles so wie es ist. Die Autorität von Experten basiert jetzt weniger auf dem Umstand, mehr zu wissen. Als vielmehr darauf, den strukturellen Überblick zu besitzen, um neues Wissen  angemessen und sachgerecht bewerten und einordnen zu können. Denn Suchmaschinen automatisieren das Finden von Wissen, nicht aber seine Produktion. 

Nicht wenige fühlen, das alles, was in zahllosen Rechnern an Daten wahrgenommen und verarbeitet wird, nicht ausreichen wird, um für die Welt, in der wir uns bewegen, benötigtes Entscheidungswissen zu erzeugen. Der Versuch, fehlendes Wissen, durch Berücksichtigung von immer mehr Informationen zu kompensieren, führt in eine Endlosschleife. Mögliche Erklärung sind u.U. konzeptionelle Defizite, beispielsweise: dass die Potentiale, die Informationsbedürfnisse des Managements umfassend und flexibel abzudecken, viel zu hoch angesetzt werden, dass die Vorstellung vom „vernetzten Manager“ oder „gläsernen Unternehmen“ in der Realität als überzogen erscheint. Was nötig ist, sich Grenzen des Wissens einzugestehen und sich nicht mit immer mehr Informationen über dessen Fehlen hinwegzutäuschen. Es braucht Personen, die den Mut haben, ohne Rechthaberei zu ihrem fragilen Wissen zu stehen.

Komplexität als eine Eigenschaft der uns umgebenden Welt zu akzeptieren, bedeutet, sich darauf einzulassen. Komplexität ist ein Zustand, der sich in ständiger Veränderung in Bezug auf das Ganze befindet. Es geht um das Verständnis der eigenen Rolle bei der Auseinandersetzung  mit den Problemen, die zum einen aus Absichten, Zielen und Plänen, zum anderen aus den vorgefundenen Bedingungen resultieren. Die Situation ist der Betrachtung eines komplizierten Kunstwerks im Halbdunkel vergleichbar, dessen einzelne Facetten durch die Beleuchtung aus jeweils verschieden ausgerichteten Lichtquellen unterschiedliche deutlich hervortreten, d.h. komplex geht es zu, wenn es unüberschaubar, vernetzt, eigendynamisch, undurchsichtig, wahrscheinlichkeitsabhängig oder instabil ist.

Auf der Basis von datenzentrischen Produkten (Sammlung und Aufbereitung von Daten) sind neue Geschäftsmodelle entstanden. Dabei geht es um die Fähigkeit, externe Daten- und Wissenssammlungen mit der eigenen Informationsbasis zu verknüpfen: durch die bedarfsgerechte immer wieder neue Kombination von Daten entstehen neue Möglichkeiten und Wertschöpfungsnetze. Der Fokus liegt nicht mehr auf der Produktion physischer Güter, sondern konzentriert sich im Sinne einer immateriellen Wertschöpfung auf die Sammlung und Aufbereitung von Informationen. Der Schlüssel ist die Evaluierung und Auswahl relevanter Informationen. Das weltweite Informationsvolumen verdoppelte sich etwa alle zwei Jahre. Es kommt also darauf an, Ordnung zu schaffen und den geschäftlichen Wert der Daten für bessere Entscheidungen und Prozesse zu erschließen. Die Qualität von Informationen steht und fällt mit der Qualität der Datenbasis. Wenn Datenqualität und Informationsqualität auseinanderklaffen, versinken wir im Treibsand der Daten.

Menschen nutzen ihre Fähigkeiten, Muster zu erkennen und zu verstehen, um sich Entscheidungen zu erleichtern, um Vorteile zu erlangen oder um Leid zu vermeiden. Wichtig ist, dabei auf das Wissen um widerkehrende Muster zuzugreifen, damit nicht jede Entscheidung immer wieder von Grund auf neu be- und durchdacht werden muss. Auch Wirtschaft und Märkte verlaufen gemäß Mustern. Manche dieser Muster werden als Zyklen bezeichnet. Sie ergeben sich aus natürlich auftretenden Phänomenen, aber auch dem Auf und Ab der menschlichen Psyche und dem daraus resultierenden Verhalten. Gewisse Ereignisse widerfahren allen, die in einem bestimmten Umfeld arbeiten, gleichermaßen. Aber nicht alle hören gleichermaßen auf sie. 

Kreativität ist eine Black-Box, von der niemand weiß, was drinnen vorgeht.  Zwar können Computerprogramme Quizfragen beantworten oder medizinische Diagnosen erstellen. Aber was ist mit einer weitere Domäne des Menschen: der Kreativität? Ist Kreativität so etwas wie ein Etikett, das man auf kognitive Prozesse klebt, solange man sie nicht versteht? Das Problem dabei: nach wie vor bereitet es Schwierigkeiten, menschliche Kreativität überhaupt verstehen zu können. Was eine Voraussetzung dafür wäre, den menschlichen Geist mit künstlicher Intelligenz nachzubilden. Eine einfache Form von Kreativität besteht darin, bekannte Elemente auf eine neue Weise zu kombinieren.

Damit Strategien wirken, müssen sie kommuniziert werden. Probleme bei der Umsetzung von Strategien können nicht zuletzt auch dadurch entstehen, dass eine Strategie so unklar formuliert ist, dass die für die Umsetzung Verantwortlichen nicht immer genau wissen, was überhaupt umgesetzt werden soll. Damit eine Strategie die durch sie erwünschten und erhofften Veränderungen aber überhaupt auslösen kann, muss sie auch nachvollziehbar an diejenigen kommuniziert werden, die sie umsetzen müssen. Eine geeignete Kommunikationsplattform hierfür ist eine Wissensbilanz.

Wie messen Menschen Risiken? Warum investieren manche mehr als anderer? Warum ändern Leute ihre Strategie, wenn sich die Einsätze in einem Spiel ändern? Eine komplexe Umwelt zwingt uns, Entscheidungen zu treffen, die ein Verständnis (eine Bewertung) von Risiko voraussetzen. Auf der einen Seite haben viele Menschen ihr Bewusstsein für Risiken geschärft, auf der anderen Seite gehen viele mit Risiken mit einer Art kollektivem Schulterzucken um. Viele Risikoarten, denen man ausgesetzt ist, werden als solche nicht erkannt, zumindest aber nicht wahrgenommen. Denn Entscheidungen über zukünftige Ereignisse muss man trotz aller Unsicherheiten treffen. Manche lassen sich eher von ihrem Bauchgefühl leiten, andere dagegen bewerten ihre Optionen eher nüchtern kalkulierend, Vor- und Nachteile gegeneinander abwägend. Das ganze Leben ist zwangsläufig riskant. 

Immer mehr Daten sammeln ist schön und gut: nur nutzt es wenig, wenn mit den Daten nichts passiert. Ob nun Geschäftsdaten, Kundendaten, Inhalte aus dem Web, Kommunikation zwischen Maschinen oder soziale Netzwerke: über allem steht stets die richtige Frage: d.h. wer in großen Datenbergen gute Antworten finden will, braucht gute Fragen. Man kann heute zwar über bessere Software und Methoden verfügen, die Daten zu analysieren: doch auch gesteigerte Rechenleistungen entbinden nicht vom effektiven Informationsmanagement und der Kernfrage: was soll mit welchen klar umrissenen Zielen analysiert werden? Einerseits sitzt man mit jenen angesammelten Datenbergen auf einem Wissensschatz, hat aber andererseits manchmal eher nur unklare Vorstellungen darüber, wie dieses schwer durchschaubare Geflecht eigentlich zu heben und auszuschöpfen wäre

Ohnehin war klar, dass das Moore´sche Gesetz als eine Exponentialfunktion nicht in alle Ewigkeit so weiter fortgeschrieben werden konnte. Aber die Welt dreht sich trotzdem weiter, und zwar immer schneller: nie wieder wird sich die  Welt so langsam verändern wie heute So könnten mit den Erkenntnissen von Neurowissenschaften Fortschritte erzielt werden, die derzeit noch außerhalb der menschlichen Vorstellungskraft liegen. Vor dem Hintergrund der Tatsache, dass ein menschliches Gehirn (für manchmal unglaubliche Leistungen) nur gerade einmal zwanzig Watt verbraucht, um zu funktionieren. 

Wissensmanagement Denkstudio J. Becker, Friedrichsdorf - Blogartikel

Abläufe werden immer agiler gestaltet: hierfür braucht es kreative Köpfe die über den eigenen Tellerrand und Grenzen hinweg schauen können. Erfolg und Misserfolg hängen im verstärkten Maß von individueller Performance dieser Wissensarbeiter ab. Mensch-Maschinen-Schnittstellen: Ein Wissensarbeiter ohne die Handhabung von unterschiedlichsten Softwareanwendungen ist kaum noch vorstellbar. Da eine solche Software meistens vielseitig einsetzbar sein muss und schwierige Aufgaben zu lösen hat, ist sie bereits per se komplex. Die Frage, die sich hierbei stellt: müssen Applikationen trotz ihrer oft enormen kognitiven Komplexität deshalb auch in ihrer Wahrnehmung und Nutzung gleichermaßen komplex sein?

 

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Manchmal wird einer Forderung nach detaillierter Planung der Einwand entgegen gehalten, dass eine präzise Form der Planung ohnehin unmöglich sei, da niemand in die Zukunft schauen könne. Neben „harten“ quantitativen Daten müssen für die Geschäftsplanung auch sogenannte „weiche“ qualitative Einschätzungen bereitgestellt werden. Tool-Boxen: Wissensbilanz, Standortbilanz, Personalbilanz.

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Abi63-Schaukasten Nr. 3 - Kommunikation in der Filterblase

Freier Journalist
Freier Journalist

Ein Journalist ohne Inhaltskompetenz ist wohl eher selten auch ein guter Autor: weil dieser für die Vermittlung von Informationen über Kompetenzen verfügen muss, um seiner wichtigsten Aufgabe, nämlich Haupt- von Nebensachen zu unterscheiden, gerecht werden zu können. Ein Fachjournalist muss Relevantes von Irrelevantem zu trennen wissen: dafür braucht es Fachwissen. Ein Fachjournalist vertritt zwei Seiten der gleichen Medaille: Theorie und Praxis. Auf der einen Seite nimmt die Komplexität vieler Sachzusammenhänge weiter zu, auf der anderen Seite verlangen Mediennutzer nach verständlichen, leicht verdaulichen und möglichst kurz gefassten Analysen. Es wird danach verlangt, dass Ereignisse und Probleme mit viel Sachverstand und Kompetenz in einen Kausal- und Sinnzusammenhang gebracht werden. Möglich, dass vor einem solchen Hintergrund die digitale Gesellschaft an Wissen (nicht an Daten) zu verarmen droht: dies aber wäre zweifellos ein zu hoher Preis

Dipl.Kfm. Jörg Becker - Denkstudio für strategisches Wissensmanagement

Wust der Irrelevanz oder wie lernt man Kompetenz?

Computer kommunizieren mit einer Datenübertragungsrate von einer Billion Bits pro Sekunde, während der Mensch nur mit einem Tempo von zehn Bits pro Sekunde unterwegs ist. Eine Breitbandverbindung vom Gehirn zu einem Computersystem könnte vielleicht helfen, eine Symbiose zwischen menschlicher und maschineller Intelligenz herzustellen. Wir nutzen ja bereits maschinelle Erweiterungen wie Smartphones, die nichts anderes sind als externe Festplatten von Gehirnen. Zwar ist die Maschine dem Menschen bereits auf vielen Feldern der Informationsverarbeitung überlegen. Trotzdem lässt sich die Funktion des Gehirns nicht durch einen mechanischen Denkapparat simulieren. Gehirne sind nicht computerisierbar, weil das menschliche Bewusstsein das Ergebnis unvorhersagbarer, nichtlinearer Interaktionen zwischen Milliarden von Zellen ist. Unsere Gehirne arbeiten nicht in einer algorithmischen Weise und sind keine digitalen Maschinen. Die Fabrik der Zukunft wird ein riesengroßer Computer sein: alles ist mit allem vernetzt. KI-Systeme können Millionen Berechnungen gleichzeitig machen, ihre Arbeit ständig evaluieren und in anstehenden Lösungen neuer Aufgaben mit verwerten. 

Bessere Entscheidungen mit viel Erfahrungswissen und Kompetenz sichern

Reduktion der Komplexität ist gleichermaßen gut für die Geschäftseffizienz wie auch für das eigene Wohlbefinden. Einfachheit ist eine schwierige Herausforderung: auf der einen Seite sollen technische Innovationen das Leben einfacher machen, auf der anderen Seite machen sie es durch eine Vielfalt von Funktionen gleichzeitig komplizierter. Man weiß zwar, dass man Vereinfachung braucht. Weiß aber auch, dass es schwierig ist, sie zu realisieren. Ein Leitspruch hierzu könnte lauten: „von mehreren möglichen Erklärungen desselben Sachverhalts ist die einfachste Theorie allen anderen vorzuziehen“. Mit intuitiven, Komplexität reduzierenden Methoden können Informationen schneller eingeordnet werden: sie sehen in den Informationen Muster und bauen Brücken, um Zusammenhänge herzustellen. Noch wichtiger vielleicht ist Erfahrungswissen: je mehr davon vorhanden ist desto besser und schneller können Informationen eingeschätzt und verarbeitet werden. Bei vielen Entscheidungen kommt es nicht auf ein Maximum an verfügbaren Informationen an: weniger davon ist oft besser als noch mehr davon. Steigt die Zahl der Experten und Expertisen, steigt oft parallel dazu auch die Unsicherheit.

Erst Abi63, dann selbständiger Wirtschaftsprüfer und nun eine Stiftung

Dr. Michael Hagemann
Dr. Michael Hagemann

Es gibt sie doch: aktuelle, auf die Themen der Zeit bezogene Ordnungspolitik! Davon zeugen Veröffentlichungen in Tageszeitungen und Fachmedien. Sie widerlegen die vielerorts beklagte Untergangsstimmung in Lehrmeinungen, Ordnungspolitik sei zwar recht nützlich, aber sie habe im gesellschaftlichen und wissenschaftlichen Kontext nur noch vergangenheitsbezogene Bedeutung. Demgemäß zeigt sich, dass Forschung und Lehre der Ordnungspolitik oft unterrepräsentiert in Studiengängen enthalten ist. Manche Studierende der Wirtschaftswissenschaften haben noch nie von Ordnungspolitik gehört! Die Doris und Dr. Michael Hagemann-Stiftung hat es sich deshalb auf die Fahnen geschrieben, die Veröffentlichung von aktuellen Beiträgen zu ordnungspolitischen Themen zu fördern. Beabsichtigt ist, das Interesse für Ordnungspolitik zu erhöhen sowie den Diskurs über die dargestellten Themen in die gesellschaftliche Öffentlichkeit und zugleich in die Bildungseinrichtungen zu tragen.

4 Spezialisten für Klima, Kulturelles, Ordnungspolitik und Standortanalyse: Gunter Schwind - Jürgen Reuling - Michael Hagemann - Jörg Becker

Finden und Produktion von Expertenwissen sind zwei Paar Schuhe:

So wie damals die Dampfmaschine das Ausüben von Arbeitskraft verstärkt hat, so erweitert heute der Computer die Möglichkeiten, Wissen aufzufinden. Das Starten einer digitalen Suchmaschine zur Erschließung von Wissen im Internet geht schneller und leichter als die Befragung eines Experten. Die Welt wird quasi am Bildschirm lesbar, das Wirkliche zum Bestand gemacht. Die Automatisierung von Expertenwissen bringt in einer informationsüberfluteten Gesellschaft Vorteile. Aber so wenig, wie Menschen vollständig von Dampfmaschinen abgelöst wurden, so wenig wird man auch trotz Internet auf Experten verzichten können. Aber weil jeder Wissen googeln kann, bleibt nicht alles so wie es ist. Auch Experten stehen mitten im Wandel der Digitalisierung. Ihre Autorität basiert jetzt weniger auf dem Umstand, mehr zu wissen. Als vielmehr darauf, den strukturellen Überblick zu besitzen, um neues Wissen  angemessen und sachgerecht bewerten und einordnen zu können. Denn Suchmaschinen automatisieren das Finden von Wissen, nicht aber seine Produktion. Die Entwicklung aber steht nicht still: digitalisierte Wissensmaschinen können aus Daten vollautomatisch neues Wissen errechnen, Algorithmen können Suchtexte zu Fließtexten verarbeiten, anstelle von Menschen schreiben Rechner. Nicht alles Wissen dieser Welt wird nur von Menschen gedacht und aufgeschrieben, sondern aus verschiedenen Datensätzen neu zusammengefügt und errechnet werden. Die gute Seite daran: die Vernetzung von Datensätzen, bisher eine dem Menschen vorbehaltene Tätigkeit, kann ausgelagert werden, das Gehirn entlasten. Um Freiraum für Neues, Kreatives zu ermöglichen.

Angebot zur Kommunikation in der Filterblase:

Gunter Schwind Hanau
Gunter Schwind Hanau

Zum Beispiel zum Thema:

Klimaschutz und Nachhaltigkeit

The winner is: fiktives Klassentreffen, Kommunikation in der Filterblase

Mo

27

Sep

2021

J. Becker Denkstudio - leben mit steigender Informationsflut

Bei allen Entwicklungen gibt es nicht nur Chancen, sondern auch Risiken zu bedenken. Der Übergang von der Industrie- zur Informationsgesellschaft hängt auch davon ab, ob auch die nichttechnischen Bedingungen erfolgreich beherrscht werden können. D.h. auch mit dem Wandel zur Informationsgesellschaft verbundene mögliche Problemfelder wie beispielsweise die Gefahren der Verwechslung virtueller Realität mit Realität oder die der Informationsüberflutung müssen ernst genommen werden. „Information ist, was man braucht zu handeln“ (Peter F. Drucker), d.h. gerade jetzt, wo die Möglichkeiten der Informationsgewinnung beträchtlich gestiegen sind, muss sich der Mittelstand verstärkt auf die produktive Nutzung des Rohstoffes „Information“ als für seinen geschäftlichen Erfolg ausschlaggebendes Arbeitsmittel einstellen. Datenreich, aber informations-arm?: denn Information ist nicht immer unbedingt das, was von den Computern auf den Schreibtisch gelangt. Vielmehr gilt in diesem Sinn als Information immer nur das, was man braucht, um handeln zu können: die aus den Datenverarbeitungssystemen gewonnenen Informationen stellen oft nur wenige Prozent des geschäftsspezifischen Wissens eines Unternehmens dar. D.h. Speichern von Informationen, das durch die technischen Quantensprünge unglaubliche Dimensionen angenommen hat, sollte nicht mit ihrer Verarbeitung gleichgesetzt werden. 

Fr

24

Sep

2021

Wissen als herausragendes Kapital begreifen

 

 

Grundlage einer qualifizierten Bewerbung ist der Rohstoff „Wissen“. Es ist dieser Kapitalstock des Bewerbers, was die Sache ausmacht.  Die charakteristischen Merkmale eines Bewerbers werden in seinem Intellektuellen Kapital abgebildet. Der kernige Marketingsatz des „Change Knowledge into Cash“ findet hier seine Berechtigung. Aus Sicht des Unternehmens bei dem man sich bewerben will ist Wissen nicht nur ein weiterer Produktionsfaktor neben den klassischen Faktoren Arbeit, Kapital, Grund und Boden – es ist vielmehr heutzutage der bedeutendste Produktionsfaktor überhaupt. Der häufig plan- und ziellose Umgang mit Wissen und Fähigkeiten vergeudet Ressourcen und führt zur Demotivation. Der Erfolg hängt auch davon ab, wie effizient Bewerber ihren Rohstoff  Wissen zu nutzen wissen. Zwar können Datenbanken den permanenten Zugriff auf Informationen ermöglichen. Aber Informationen alleine haben weder einen besonderen Wert noch einen Zweck an sich. Sie dienen lediglich als Mittel der Wissenserweiterung. Information und Wissen haben verschiedene Aspekte und dürfen nicht miteinander verwechselt werden: Information muss nicht bereits Wissen sein! Vor der Wissensanwendung steht immer erst der notwendige Wissenserwerb. Intellektuelles Kapital hat somit auch immer mit Ausbildung zu tun. Eine Wissensvermittlung auf Vorrat von früher reicht aber heute bei weitem nicht mehr aus. Dabei ist eine Verschiebung vom Fakten- zum Zugriffswissen sowie vom Oberflächen- zum Konzeptwissen feststellbar.

Do

23

Sep

2021

Analyse Potenziale Personalentwicklung

Eine Personalbilanz funktioniert als 360-Grad-Radarschirm für verschiedene Beobachtungszwecke und -ebenen, mit dem insbesondere auch „weiche“ Personalfaktoren umfassend identifiziert, differenziert abgebildet sowie systematisch bewertet werden können. Aus den Ergebnissen der Personalbilanz (beispielsweise einem Potenzial-Portfolio) können für das Personalcontrolling fundierte, abstimmfähige  Maßnahmen- und Handlungsempfehlungen abgeleitet werden. Die Personalbilanz unterstützt die Früherkennung künftiger Chancen und Risiken. Da eine reine Status-quo-Betrachtung auf Dauer nicht ausreicht, kann diese hinsichtlich künftiger Perspektiven erweitert werden. Viele Darstellungsmöglichkeiten, wie z.B. Ampel-Diagramme mit rot-gelb-grün-Bereichen für die Bewertung von Personalfaktoren, sind einfach verstehbar und können dadurch die Glaubwürdigkeit und Akzeptanz von Entscheidungen erhöhen.

 

 

Di

21

Sep

2021

J. Becker Denkstudio - Kriterien für gute Standortberichte

Ein gut aufgebautes Standort-Berichtswesen steht für

einheitliche Abgrenzung und Zuordnung auf Faktoren-Cluster,

einheitliche Bewertungsmethoden nach Quantität, Qualität und Systematik. Gute Standortberichte stehen für eindeutige Zuordnung von Indikatoren für Standortfaktoren, einheitliche Definition und Interpretation von Indikatoren. Merkmale guter Standortberichte sind die eindeutige Zuordnung von Maßnahmen auf Standortfaktoren, einheitliche Strukturierung von Maßnahmen, eindeutige Verknüpfung von Faktoren nach Wirkungsstärke und Wirkungsdauer. Sowie: alle Einzel-Tatbestände im System durchgängig abstimmfähig, zeitlich oder lokal unterschiedliche Standortbilanzen sind immer vergleichbar. Mit Hilfe von klar strukturierten Bewertungsansätzen und weitestmöglicher Einbeziehung von zahlenmäßig kontrollierbaren Indikatoren erfolgt eine möglichst weite Annäherung an in der #Wirtschaftswelt übliche Denkweisen. Besonders gegenüber der Investoren- und Kreditgeberseite können damit Akzeptanz und Glaubwürdigkeit verbessert werden. 

Do

16

Sep

2021

Standortpotenzial mit Intellektuellem Kapital

Mit immer stärker werdender Wettbewerbsintensität bis hin zur Verdrängung im Standort- und Kostenwettbewerb sind Wissensvorsprünge oft noch der einzig mögliche, ggf. alles entscheidende, Wettbewerbsvorteil. Wissen, das als erfolgskritisches Kapital aber erst einmal identifiziert werden muss, um es nutzen- und gewinnbringend einsetzen zu können. Eine Standortbilanz liefert ein Instrument für wissensintensive Standorte, die ihre zukünftige Entwicklung des vorhandenen Kapitals erfolgreich steuern wollen. D.h. für die Realisierung von Entwicklungschancen müssen zuvor alle immateriellen Vermögenswerte gehoben werden. Mit Hilfe einer Standortbilanz gelangt die Wirtschaftsförderung zu Erkenntnissen über das Zusammenwirken von Standortprozessen und relevanten Ressourcen. 

Di

14

Sep

2021

J. Becker Denkstudio - Kreativwirtschaft Kommunikation

Die ewige Suche nach den Best Practices: durch Entdeckung von bereits bestehenden, besseren Lösungswegen soll das Aufbrechen ineffizienter, verkrusteter Strukturen unterstützt werden. Allen Kreativen gemeinsam ist eine Produktion, die im Wesentlichen aus Prototypen, Einzelfertigung und Kleinserien sowie nicht zuletzt immateriellen Produkten besteht. Förderangebote sind selten auf die spezifischen Besonderheiten und divergierenden Problemstellungen einzelner Teilmärkte der Kultur- und Kreativwirtschaft ausgerichtet. Zusätzliche Informationsdefizite und Kommunikationsbarrieren tun ein Übriges. Standorte, die nach vorne schauen, kommen vor dem Hintergrund nicht ausgeschöpfter Potentiale trotzdem nicht umhin, eine effektive Förderkulisse zu gestalten. Hierbei zählt für viele Wirtschaftsförderungen der Umgang mit Akteuren der Kultur- und Kreativwirtschaft nicht zur alltäglichen Praxis und ist (beiderseitig) vielfach noch mit Vorurteilen und persönlichen Verkrampfungen belastet. Eine Standortbilanz hält ein Angebot bereit: es wird eine jedermann verständliche Kommunikationsplattform angeboten, über die für unterschiedlichste Personen mit unterschiedlichsten Hintergründen und Interessen Kontakte mit einem breiten Wissenstransfer hergestellt werden können.

Sa

11

Sep

2021

Bewerbung - Change Knowledge into Cash

Grundlage einer fast jeden Bewerbung ist der Rohstoff „Wissen“, der nach wie vor einzige Rohstoff, der sich durch Gebrauch vermehren lässt. Es ist dieser Kapitalstock des Bewerbers, was die Sache ausmacht.  Die charakteristischen Merkmale eines Bewerbers werden in seinem Intellektuellen Kapital abgebildet. Der kernige Marketingsatz des „Change Knowledge into Cash“ findet hier seine Berechtigung. 

Mit diesem strategischen Gut „Wissen“ muss der Bewerber, will er Erfolg haben, zielgerichtet umgehen. Im Vergleich zu gut strukturierten Daten in den IT-Systemen werden Wissen und Erfahrungen von Personen in der Regel nicht explizit dargestellt. Genau diese Informationen sind aber für den Personalentscheider von Bedeutung.

Ein lückenhaftes Faktoren-Tableau als Grundlage für alle darauf aufbauenden Entscheidungen kann immer nur ein lückenhaftes Abbild erzeugen. Blindstellen im Spiegel eines Bewerbungsprofils sind eine Gefahr dafür, dass etwas übersehen oder sogar irreführend und falsch interpretiert werden kann.

Di

07

Sep

2021

Konzepte der Berechenbarkeit

Big Data hat mit sich vervielfachenden Datenmengen und Kapazitäten mittlerweile das Heft in die Hand genommen. Unter dem neuen Regime von Big Data muss man sich nicht mehr mit Stichproben begnügen, denn man hat ja bereits alle Daten des Gesamtkollektivs erfasst. Komplizierte theoretische Modelle werden durch direkt aus der Grundgesamtheit herausgefilterte Muster abgelöst: eine maschinell bearbeitete Empirie der Daten ersetzt die theoretische Erklärung. Soziale Prozesse werden anhand von Korrelationen berechnet, Datenmuster anhand von Algorithmen generiert. Trotzdem oder gerade deshalb bleibt nach wie vor die Frage nach der Tragfähigkeit von solchen Konzepten der Berechenbarkeit, d.h.  ob sich die Komplexität unserer Welt tatsächlich nur mit maschineller Rechenleistung bändigen lässt. 

So

05

Sep

2021

Support und Nutzen einer Standortbilanz

Die Intensität der Kommunikation zwischen der Standort-Wirtschaftsförderung und potentiellen Investoren wird sich in Zukunft weiter verstärken. Potentielle Investoren haben das größte Interesse daran sowohl die Visionen und Ziele als auch ggf. anzutreffende Standortfaktoren einschließlich aller Erfolgsindikatoren zu verstehen. Hierfür ist eine entsprechende Bereitstellung geeigneter Informationen seitens des Standortes unverzichtbar. Voraussetzung hierfür ist, dass der Standort über alle Fakten im eigenen Bereich genauestens informiert ist, Zahlen transparent aufbereiten und offen kommunizieren kann. Eine professionell aufbereitete Standortbilanz wäre in diesem Zusammenhang ein äußerst effektives Instrument, für das vor allem kleinere Standorte noch großen Aufholbedarf haben. 

Do

02

Sep

2021

Wissen ist ein strategisches Gut

Wissen ist und bleibt ein Rohstoff der Zukunft. Nicht zuletzt deshalb, weil Wissen der einzige Rohstoff ist, der sich durch Gebrauch vermehren lässt. Mit dem strategischen Gut „Wissen“ sollte sowohl in Schul- als auch in Berufszeiten verantwortungsbewusst umgegangen werden. Erfahrungen zum Wissensmanagement zeigen, dass der wirtschaftliche Erfolg heutzutage zu 80 Prozent von den sogenannten „soft factors“, d.h. der Wissenskultur, den gelebten Werten und Normen einer Organisation abhängig ist und nur zu etwa 20 Prozent von den genutzten Informations- und Kommunikationstechniken. Im Vergleich zu gut strukturierten Daten werden Wissen und Erfahrungen von Personen in der Regel nicht explizit dargestellt. Genau diese Informationen sind aber für das Wissensmanagement von Bedeutung. Schwach strukturierte Wirtschaftsprozesse, deren Ablauf nicht genau vorhersehbar ist, werden meist nur einmal in der gleichen Form durchgeführt. Gerade hierfür spielt die Erzeugung und Nutzung von Wissen die entscheidende Rolle. 

Fr

27

Aug

2021

Wissensbilanz und Personalbilanz im Geschäftsleben

 Kreditverhandlungen können umso erfolgreicher geführt werden, je besser die Parteien über die Bonität Bescheid wissen. D.h. auch der Kreditnehmer selbst sollte sich über seine eigene Bonität genauestens ins Bild setzen und alles unternehmen, um diese auch entsprechend transparent untermauern zu können. Diskutiert werden soll hier u.a. die Prüfung der Kreditwürdigkeit. Im Mittelpunkt stehen natürliche Personen, die kreditfähig sind. Das Augenmerk richtet sich besonders auf den Personenkreis der Selbständigen und Existenzgründer. Auch vor dem Hintergrund vieler guter Unterlagen könnte die Verhandlungsposition des Kreditnehmers geschwächt oder gar zunichte gemacht werden, wenn er als Person einen negativen Eindruck hinterlässt. Gerade bei Selbständigen und Existenzgründern steht und fällt alles mit deren Person, dass diese einen überzeugenden und kompetenten Eindruck macht. Sicherheit und innere Stärke vermittelt der Kreditnehmer vor allem mit seiner Überzeugungskraft für die Erfolgsaussichten seines Geschäftsvorhabens. Das Selbstbewusstsein ein gleichwertiger (nicht gleichgewichtiger) Verhandlungspartner zu sein, könnte auch aus dem Wissen der eigenen Stärken auf Grundlage einer Wissens- und Personalbilanz gespeist werden. Was hier an Sachverhalten offen gelegt und transparent nachvollziehbar gemacht wird, übersteigt mit der Fokussierung auf immaterielle Werte das, zu dem das Gegenüber als Bank bereit und fähig wäre. 

So

22

Aug

2021

Startup - Risiken früh erkennen

Die Gefahr bei einem Startup, das Geschäft an den Marktrealitäten vorbei zu steuern besteht immer dann, wenn die Reaktionszeiten zu lang und die Planungs-Werkzeuge zu sehr auf die Fortschreibung der Vergangenheit statt auf die Beherrschung der Zukunft ausgerichtet sind. Dabei müssen die planungsrelevanten Sachverhalte zu einem umfassenden Geschäftsmodell gebündelt werden. Jedes intensive Nachdenken und Analysieren im Vorfeld oder der Startphase einer Existenzgründung bringt allein für sich betrachtet bereits Vorteile. Zu den vielleicht größten zählt, dass alle möglichen Fehler und Risiken, die noch gewissermaßen während der Gründung auf Papier erkannt werden, mögliche Schäden und Gefahren in der realen Praxis verhindern helfen. 

Sa

21

Aug

2021

Trends kreativ thematisieren

Trends als Herausbildung kollektiver Verhaltensweisen sind manchmal auch ein Indikator für die Herausbildung gesellschaftlicher Konfliktlinien. Trends kursieren als Themen, gewissermaßen sind sie die Themen und besitzen in ihrer inhaltlichen Struktur eine gewisse Eigengesetzlichkeit. Wer solche Eigengesetzlichkeiten erkennt, kann sie für sich nutzen: für seine Vorstellungskraft über mögliche Zukunftsentwicklungen. Er kann Möglichkeitsräume erkennen, in denen Zukunft gestaltet werden kann. Möglichkeitsräume, die ansonsten vielleicht ungedacht und ausgeblendet geblieben wären. Standortakteure müssen in der Lage sein, die für sie relevanten Themen möglichst frühzeitig zu erkennen. Um sie durch eine erarbeitete Deutungshoheit und Themenführerschaft aktiv mitzugestalten. Proaktives Agieren ist eine zentrale Voraussetzung für Zukunftsfähigkeit. Auf Seiten der Standortverantwortlichen heißt dies, potenziellen Investoren eine gute Story zu liefern. Für einen nachhaltigen Standorterfolg gehört nicht zuletzt die Fähigkeit zur erzählerischen Aufladung und kreativen Thematisierung. In turbulenten Zeiten verflüssigt sich alles Festetablierte. 

Di

17

Aug

2021

Führungskompetenzen müssen sich an differenziertere Arbeitswelt anpassen

Je digitaler, je vernetzter die Produktion wird desto mehr steigt die Bedeutung der Roboter. Wenn in Europa eine Roboterstunde fünf Euro kostet, die gleiche Zeit für einen Arbeiter aber 45 Euro und mehr kostet, scheint dieses auch nicht verwunderlich. Auch der Einsatz von Robotern wandelt sich. Der rasenmähende Roboter gehört mittlerweile schon zur Normalität. Der Roboter, der Berater aus Fleisch und Blut ersetzt, steht bereits vor der Tür. Die früher vertikale Loyalität zwischen Arbeitsgeber und Arbeitnehmer (du darfst bei mir arbeiten, wenn du loyal bist) geht weiter über in eine mehr horizontale Loyalität zwischen Arbeitnehmern selbst (Bildung von Netzwerken). Die Arbeitswelt wird immer differenzierter und kreiert neue Modelle der menschlichen Zusammenarbeit. Dahinter stehen ganze Gesellschaften verändernde Tendenzen wie Digitalisierung oder Wertewandel (in dem sich Menschen öfter und radikaler die Sinnfrage stellen). Wenn sich Erwartungen und Ansprüche ändern, die von Mitarbeitern an ihren Arbeitsgeber gestellt werden, muss auch dieser sich ändern, müssen sich die Führungskompetenzen anpassen. 

So

15

Aug

2021

Lernpotenziale

Schüler*innen unterscheiden sich in vielen Merkmalen und Lernfähigkeiten. Wenn zu den Aufgaben der Schule nicht deren Nivellierung, sondern deren Ausdifferenzierung gehört, wird es auch immer Ungleichheiten geben: ungleiche Lernvoraussetzungen bewirken immer auch ungleiche Lernergebnisse. Entscheidend für Bildungserfolge sind die Schaffung guter Lernmilieus und die Gestaltung entsprechender Lehr-Lernprozesse. Bei individuell ausgerichteten Lernprozessen, in denen jeder Einzelne sein persönliches Potenzial ausschöpfen kann, müssen wohl unterschiedliche Kompetenzstufen als erreichbarer Zielzustand in Kauf genommen werden. Lerngruppen müssen also nicht immer auch leistungshomogen sein. 

Fr

13

Aug

2021

Entscheidungsunterstützung Standortökonomie

Der Weg zu einem umfassenden System der Standortökonomie zwingt zu logisch sauberem Denken, zu konsequent strukturierter Vorgehensweise sowie zu vernetztem Denken: in einer vernetzten Stadt liegen mehrere Schichten von Netzen übereinander, die sowohl vertikal als auch horizontal miteinander kommunizieren. Vernetzung bringt Dynamisierung mit sich, die die Bewohner einer Stadt näher aneinander rückt. Im digitalen Workflow entstehen neue Gemeinschaften wie Car-Sharing-Modelle, Urban-Garden-Communities, Co-Working-Spaces, Time-for-Care-Projekte oder Crowdfunding-Initiativen. „Kooperative Finanzierungsmodelle treten den Kommunen bei und beteiligen die Menschen an der Raumplanung. Der Bürger wird zum Stadtgestalter“. Die Intensität der Kommunikation zwischen der Standort-Wirtschaftsförderung und potentiellen Investoren wird sich in Zukunft weiter verstärken. Potentielle Investoren haben das größte Interesse daran sowohl die Visionen und Ziele als auch ggf. anzutreffende Standortfaktoren einschließlich aller Erfolgsindikatoren  zu verstehen. Hierfür ist eine entsprechende Bereitstellung geeigneter Informationen seitens des Standortes unverzichtbar. Voraussetzung hierfür ist, dass der Standort über alle Fakten im eigenen Bereich genauestens informiert ist, Zahlen transparent aufbereiten und offen kommunizieren kann. Eine Standortbilanz ist in diesem Zusammenhang ein äußerst effektives Instrument.

Di

10

Aug

2021

Viel Transparenz durch Standortbilanzen

Wachsende Standorte können mit den ebenfalls wachsenden Ressourcen mögliche Defizite wesentlich besser beseitigen, bei schrumpfenden Standorten dagegen schmelzen finanzielle Mittel und Handlungsspielräume ab. Mit aktuellen Innovationen im Zuge der Digitalisierung und dem Wandel der Mobilität werden sich die Städte deutlich schneller verändern, intelligente Fahrzeuge und Mobilitätssysteme (Planungs- und Einrichtungszeiten für Stadtstrukturen sind eher träge) werden Stadträume effektiver nutzen. Damit könnten in verdichteten Städten zusätzliche Potenzialflächen für andere Nutzungen, wie beispielsweise Grünflächen, öffentliche Plätze oder Innenentwicklungen, entstehen. Alle Faktoren eines Standortes müssen daher so vollständig und umfassend wie möglich/nötig identifiziert, erfasst, bewertet, quantitativ gemessen und bilanziert werden (Anmerkung: bei Analyse von 25 Standortfaktoren, von denen jeder mit jedem zusammenhängt, gäbe es rein rechnerisch betrachtet n !, d.h. 25 Fakultät = 1*2*3.........*25 Kombinationsmöglichkeiten, Analysesituationen). 

So

08

Aug

2021

Modellanalyse Homo oeconomicus

Der Homo oeconomicus ist  notwendig wenn man mit Hilfe von Modellen die Realität verstehen will. „Mit der Modellannahme eines irrationalen Menschen lassen sich keine verlässlichen Prognosen und Hypothesen mehr aufstellen, es ist ja gerade das Wesen der Irrationalität, dass sie sich jeglichen Erklärungsversuchen und damit jeglicher Modellbildung entzieht“. Reale Menschen rechnen oft nicht erst, bevor sie entscheiden, sondern nutzen Intuition, Handlungsnormen, Routinen, Prinzipien, Überzeugungen, Konzepte u.a. Was nicht heißt, dass Modelle unnütz wären. Viele der intuitiven oder erlernten Verhaltensweisen sind nicht irrational sondern hocheffizient (da sie über lange Zeit in einem biologischen, kulturellen, evolutionären Prozess als bewährte Prinzipien der Entscheidungsbildung entstanden sind).

 

 

Mo

02

Aug

2021

Eigenverleger verstärken Innovationsdruck

Unser gesamtes Leben ist zwangsläufig riskant. „Unser Wissen über die Art und Weise, wie die Dinge funktionieren, egal ob in der Natur oder in der Gesellschaft, ist in dichte Wolken der Unklarheit gehüllt“. Niemand kann es sich leisten, die Existenz von Risiken außeracht zu lassen. Man muss Risiken verstehen lernen, um besser mit ihnen umgehen zu können. Finanzielle Risiken belegen dabei eine Sonderrolle. Immer häufiger gibt es den Eigenverleger mit großen Visionen (und großen Zahlen). Besonders die jungen Wilden geben sich mit Klein-Klein nicht zufrieden und wollen hoch hinaus. Wie und wo also starten mit vielen hochfliegenden Gedanken? Der Standort Deutschland hat trotz schwieriger Marktverhältnisse für einen Startup als Eigenverleger den gewissen Touch. Von einem solchen Gründungsgeschehen profitiert der gesamte Standort Deutschland: Eigenverleger fordern etablierte Verlage ständig aufs Neue heraus und halten diese so unter permanentem Effizienz- und Innovationsdruck. Und: Gründer schaffen Arbeitsplätze (für sich selbst und andere). 

Mi

28

Jul

2021

Fachwissen in Relation zu anderen Wissenskontexten

Bildung ist nicht nur Ausbildung, sondern weit mehr als dies: sie soll nicht nur qualifizierte Arbeitskräfte befähigen, damit diese nur als Rädchen im System optimal handlungsfähig werden. Bildung zielt vor allem auch auf Lebensführungskompetenz und Reflexionswissen. Bildung will in die Lage versetzen, sich ein eigenes Urteil bilden zu können und hierfür heranzuziehende Einflussfaktoren gewichten zu können. Es geht darum, erworbenes Fachwissen in Relation zu anderen Wissenskontexten setzen zu können. Berufliche Qualifikationen verschränken sich mit sozialen Kompetenzen und kulturellen Praxen. Gefragt sind keine stromlinienförmigen Karrieristen, sondern eher Denker auch mit Ecken und Kanten. Gut dran sind dann die, die im Rahmen ihrer Bildung bereits Lebensführungskompetenz erworben haben und ein Leben vorweisen anstatt nur einen Lebenslauf. 

Mo

26

Jul

2021

Transformation im Mittelstand

Wandel ist ein ständiges Fließen von Umgestaltung und ist nicht die Folge irgendeiner Kraft, sondern eine nahezu natürliche Tendenz, die allen Dingen und Situationen schon von Vornherein innezuwohnen scheint. Genauso wie das Rationale und das Intuitive komplementäre, sich ergänzenden Formen des Denkens sind. Rationales Denken ist linear, fokussiert, analytisch. Analyse hat die Funktion, zu unterscheiden, zu messen, zu kategorisieren. Für eine strategische Betrachtung sind alle Phänomene miteinander verbunden und voneinander abhängig. Man hat ein integriertes Ganzes vor sich, wenn dessen Eigenschaften nicht mehr auf die seiner Teile reduziert werden können. Man könnte meinen, komplexe Sachverhalte dadurch verstehen zu können, wenn man sie auf ihre Grundbausteine reduziert und nach dem Mechanismus sucht, der diese Einzelteile zusammenwirken lässt. Diese Denkweise der Reduktion ist für den Mittelstand in vielen Lösungsansätzen fest verankert. 

Fr

23

Jul

2021

Die typische DNA eines Standortes

Standorte unterscheiden sich immer nach Größe, wirtschaftlichem und sozialem Umfeld und nicht zuletzt auch hinsichtlich regionaler Zielsetzungen:  jede Kommune muss eine eigene Lösung entwickeln, die ihrem individuellem Profil am besten entspricht und zur Differenzierung von anderen Standorten die Stärken überzeugend herausstellt, gleichzeitig  aber mögliche Schwachpunkte nicht verschweigt. Sprich SWOT-Analyse. Standortbilanzen müssen hierbei als Investitionen gesehen und als solche gehandhabt und bewertet werden: hierzu aufgesetzte Projekte sollten sich wie alle sonstigen Investitionen auch zuvor einer detaillierten Kosten-Nutzen-Analyse mit klar abgrenzbarem Zeithorizont und Bilanzierungsbereich stellen. Voraussetzung und Grundlage hierfür ist die vorherige Ausarbeitung eines detaillierten Arbeitsprogramms.

Di

20

Jul

2021

Datenflut mit Sachkunde und Erfahrung strukturieren

Unser Arbeitsalltag wird von einer Zusammenarbeit über funktionale und geographische Grenzen hinweg (Kollaboration) geprägt. Lebenslanges Lernen und Lernen am Arbeitsplatz werden von der Ausnahme zum Normalfall und essentiellen Baustein der Arbeitswelt. Soziale Netzwerke treiben die Interaktion voran und bündeln über gemeinsam genutzte digitale Plattformen das kollektive Wissen. Die Grenzen zwischen Lernen und Arbeiten fließen ineinander, kontinuierliche Weiterbildung ist für die Zukunft eine Kernanforderung. Alle Akteure sehen sich einem stärkeren Druck zu mehr Flexibilität ausgesetzt. Studien kommen zu dem Ergebnis, dass Intelligenz auch nicht alles sei. Wissenschaftler, die untersuchten, wer im späteren Leben und Beruf erfolgreicher war, mehr verdiente, häufiger ein eigenes Haus hatte und, und, und, kamen schnell und einhellig zum Ergebnis, dass vor allem die Persönlichkeit als Erfolgsfaktor gesehen werden muss. Wobei besonders folgende Persönlichkeitsmerkmale einen Menschen möglichst umfassend beschreiben könnten: Offenheit für Erfahrungen, Extraversion, Gewissenhaftigkeit, Verträglichkeit, emotionale Stabilität. Vielleicht ist es trotz Big Data noch nicht altmodisch, gründlich nachzudenken, auf Sachkunde und Erfahrung zu setzen, Fragen zu stellen, Überlegungen anzustellen und zu strukturieren, um aus der schieren Datenflut wirklich benötigtes Wissen herauszufiltern. 

Fr

16

Jul

2021

Wissenskapital eines Menschen

Die Ressource "Humankapital" weist eine Reihe charakteristischer Merkmale auf. Die kleinste Einheit des Wissensmanagements ist das Individuum als Träger von Fähigkeiten und Besitzer von Erfahrungen. Häufig ist der Organisation nur ein Teil dieser Fähigkeiten (z.B. Ausbildung, Sprachkenntnisse) bekannt. Diese bekannten Daten bilden aber nur einen Teil der Mitarbeiterfähigkeiten ab: wer die Fähigkeiten der Mitarbeiter nicht kennt, verpasst die Gelegenheit, sie zu nutzen (mangelnder Zugriff auf internes Expertenwissen). Die Propagandisten der neuen digitalen Welt stilisieren ihre Geschäftsmodelle als Überwindung einer „alten Industrie“ mit angeblich überkommenen Strukturen und Denkweisen. In einer digitalen Utopie werden allseitiger Komfort, selbstbestimmtes Leben und steigender Wohlstand durch die Vernetzung von Menschen und Dingen in den schönsten Farben gemalt: die Digitalisierung und Vernetzung bewirke ungeahnte Produktivitätssteigerungen und Wachstumsschübe wie einst die Dampfmaschine, die Elektrotechnik oder das Fließband. Der ökonomische Kern dieser schönen Zukunftswelt sieht manchmal etwas anders aus. 

Di

13

Jul

2021

Wurzel des Geschäftserfolges

Die Gefahr, ein Geschäftsvorhaben an den Marktrealitäten vorbei zu steuern besteht immer dann, wenn die Reaktionszeiten zu lang und die Planungs-Werkzeuge zu sehr auf die Fortschreibung der Vergangenheit statt auf die Beherrschung der Zukunft ausgerichtet sind. D.h. erfolgreiche Strategien erwachsen nicht aus einer Projektion der Vergangenheit in die Zukunft, sondern aus der Entwicklung der zukünftigen Position des Geschäftsmodells und aus der Beschreibung des dorthin führenden Weges. Zwar mag es sein, dass Jüngere dabei eher unkonventionelle Wege gehen und mehr Risiken auf sich nehmen, doch die Älteren haben mehr wertvolle Erfahrung und Ressourcen (neben Fachwissen, Berufs- und Markterfahrungen auch mehr Ersparnisse, die man in die Unternehmensgründung stecken kann). Vorausabwägen verschiedener Entscheidungsmöglichkeiten ist heute mehr denn je eine Wurzel des Geschäftserfolges. Denn was nützt Wissen, wenn es nicht angemessen wahrgenommen wird? Im Gegensatz zu ausgefeilten finanziellen Meßsystemen liegt die Analyse des Intellektuellen Kapitals häufig noch im Dunkel. Anders als im Finanzmanagement kann bei der Wissensbilanzierung nicht ohne weiteres auf einem allgemein akzeptierten Instrumentarium von Indikatoren aufgebaut werden. Nicht zuletzt deshalb müssen auch möglicherweise noch andere Wege beschritten und erprobt werden. 

Mo

12

Jul

2021

Gefragt sind Erklärer, Moderatoren, Motivatoren, Tutoren

Die scheinbar unbegrenzte Verfügbarkeit von Informationen auf jeglicher Art von Geräten überspült schlichtweg bisherige Barrieren von sogenanntem Herrschaftswissen. Die Anonymität der Masse wird von Lernplattformen mit individualisierten Angeboten ersetzt. Akademische Lehre wird damit aber nicht überflüssig. Im Gegenteil: für sie eröffnen sich neue Chancen. Gefragt sind mehr denn je Erklärer, Moderatoren, Motivatoren, Tutoren. Gefragt sind auch mehr denn je Lehrende, die Zusammenhänge, Sinn und Vernetzungen zielgruppenadäquat vermitteln können. Bildung erhält dadurch lange Zeit vermisste neue Impulse. Jeder sollte dabei seine eigenen Lernstrategien entwickeln. Egal ob das mit dem Smartphone, in der Hängematte oder mit einem Buch auf dem Schreibtisch geschieht. Wichtig ist einzig und allein der Lernerfolg (mit einer Mischung von analog und digital vermutet man den größten Lernerfolg). Auch außerhalb des klassischen Schulumfeldes (außerhalb des Klassenzimmers) findet entdeckendes und selbstbestimmtes Lernen statt, das Internet ist eine Eintrittskarte zu unzähligen Lernorten.

Mi

07

Jul

2021

Wie Dinge miteinander zusammenhängen

Aus dem Blickwinkel der Globalisierung lassen sich ganz disparate Erscheinungen aufeinander beziehen, erweisen sich die großen Menschheitsfragen mit der alltäglich erfahrbaren Lebenswelt verknüpft, ja scheint letztlich alles mit allem verbunden. Ein solcher umfassender Ansatz verschleiert Kausalität mehr als dass er sie erklärt. Es wird nicht transparent, wie die Dinge miteinander zusammenhängen und gegenseitig beeinflussen. Wer alles mit Globalisierung zu erklären versucht, könnte mehr meinen als er im konkreten Fall zu belegen vermag. Der Begriff der Globalisierung dient lediglich als Kurzformel für denkbar komplizierte und voraussetzungsreiche Sachverhalte. Der menschliche Geist ist eine zweischneidige Waffe: er hat gleichzeitig den Himmel und die Hölle auf Erden geschaffen. Vom mit Röhren betriebenen Computergeräte ENIAC, der nicht weniger als 27 Tonnen wog, hat es bis zum Smartphone („das rund tausendmal schneller arbeitet und zwei Millionen Mal mehr Speicherplatz besitzt als der Computer, der die amerikanische Apollo-Rakete samt deren Besatzung zum Mond und wieder zurück begleitet hat) gerade einmal siebzig Jahre gedauert. Roboter erledigen anstelle von Menschen immer mehr Aufgaben. Ob aber künstliche Intelligenz dem Menschen einst über den Kopf wächst, muss sich noch zeigen. 

Fr

02

Jul

2021

System der Standortökonomie

Der Weg zu einem umfassenden System der Standortökonomie zwingt zu logisch sauberem Denken, zu konsequent strukturierter Vorgehensweise sowie zu vernetztem Denken. Bereits die Beschäftigung mit den Instrumenten verschafft einen Gewinn und Mehrwert an Wissen und Erfahrung. Statt die Dinge immer nur eindimensional zu betrachten, können Prozesse, Erfolgsfaktoren, Kapitalarten, Maßnahmen untereinander verknüpft, vernetzt und damit mehrdimensional (multivariat) analysiert/durchgerechnet werden. Im beinharten Wettbewerb der Standorte um die besten Fach- und Führungskräfte, die beste Infrastruktur und erfolgversprechende Innovationen können nur die bestehen, die in der Lage sind, alle Kräfte zu bündeln, ein klares Profil zu entwickeln und auch die Stärken nach außen zu kommunizieren. Jeder Standort muss deshalb für sich herausfinden, auf welchen Feldern und Einflussfaktoren er relativ am meisten Gestaltungsspielraum hat. Das Medium Standortbilanz steigert gleichzeitig die Servicequalität der Kommune und stellt für sie einen weiteren Kommunikationskanal dar, um die Ressourcen und qualitativen Vorteile des Standortes nach außen zu tragen. 

So

27

Jun

2021

Gestaltungsspielräume für die Potenzialausschöpfung

Mögen sich Personen auch dagegen verwahren, als Zukunftsaktien gesehen oder mit ihnen verglichen zu werden: die Auswahl speziell von Führungskräften hat eines mit der Börse gemeinsam: In beiden Fällen werden Potenziale für die Zukunft gehandelt. Die Liste der Vorteile von potentialorientierten Betrachtungsweisen ist lang: die ganze Ausrichtung der Potentialorientierung führt weg vom Gewesenen hin zu einer zukunftsbezogenen Chancenorientierung: denn ihrem eigentlichen Kern nach sind Potenziale nichts anderes als Chancen für die Zukunft. KI-Systeme können Millionen Berechnungen gleichzeitig machen, ihre Arbeit ständig evaluieren und in anstehenden Lösungen neue Aufgaben mit verwerten. Kunsthirne aus hundertausenden von Chips reagieren wie die Neuronen eines Gehirns, geben sich Signale, werden wie von Geisterhand aktiv. Soziökonomische Daten (Haushaltseinkommen, Bildungsabschlüsse u.a.) zu erheben, war im analogen Zeitalter ein äußerst aufwändiges Unterfangen‚ (Stichproben nehmen, Befragungen durchführen, Daten auswerten). Statt an Türen zu klopfen oder Bürger telefonisch zu interviewen haben Wissenschaftler stattdessen ein neuronales Netzwerk beispielsweise mit fünfzig Millionen Fotos aus Google Street View gefüttert: alles, was in der Wirtschaft digitalisiert werden kann, wird digitalisiert werden. Bereits zwei Drittel aller Beschäftigten haben in Deutschland einen digitalisierten Arbeitsplatz: neue Arbeitsformen und Abläufe brechen mit alten Strukturen. Der Umbruch ist für viele mit Unsicherheiten verbunden, weitet auf der anderen Seite durch Digitalisierung aber auch die Gestaltungsspielräume. 

Fr

25

Jun

2021

Erfahrungswissen ist eine stabile Währung

Krisen sind immer von Menschen gemacht: Wissenskrise = Personalkrise = Auswahlkrise?, Personalmanagement hat viel mit Wissen zu tun, 360-Grad Rundumblick mit Handlungsportfolio: Personalbilanzen bündeln Potenziale und schließen Bewertungslücken. Wissensmanagement ist Chefsache: Wissen entwickeln heißt Fähigkeiten entwickeln, Erfahrungswissen ist eine stabile Währung. Wer junges, qualifiziertes Personal sucht, muss dafür weite Wege gehen. Die sogenannte Millennial-Generation wünscht sich kleine Teams und Freiheiten bei der Gestaltung der Arbeit. Wenn aber die begehrten Talente erst einmal auf der Gehaltsliste stehen, fehlt es oft an klaren (und richtigen) Vorstellungen, wie mit ihnen weiter zu verfahren ist. Unternehmen wollen künftig mehr wie lockere Startups agieren und rufen den Kulturwandel aus. Also weg mit starren Abteilungsgrenzen: im Sinne einer Schwarmintelligenz soll sich jeder mit jedem vernetzen. Agil ist das neue Zauberwort. Zukunft darf nicht mehr nur die Fortsetzung der Vergangenheit mit anderen Mitteln sein. Entwicklungen sollen so schnell es nur irgend geht auf den Markt kommen, notfalls nachgebessert werden, wenn in der Alltagspraxis Fehler auftauchen. Die Devise: mehr Mut zu Versuch und Irrtum. Gesetzt wird auf das Prinzip „fail fast“ – wenn schon scheitern, dann aber bitte schnell. Auch das Personalmanagement unterliegt einem dynamischen Wandel und Anpassungsdruck: insbesondere der Umgang mit Wissen als Ressource wird für die Zukunft immer mehr zum entscheidenden Erfolgsfaktor, d.h. die Wettbewerbsfähigkeit wird vom bewussten und gezielten Umgang mit diesem immateriellen Rohstoff abhängen: den Wert eines Unternehmens ermittelt man immer mehr dadurch, indem man auf das Verhältnis von Daten, Informationen und Wissen schaut. 

So

20

Jun

2021

Modelle sind von Natur aus unvollkommen

Komplexe Sachverhalte werden nicht dadurch einfacher, dass bei der Analyse einer dynamischen Situation immer nur ein momentaner Zustand erfasst wird (Prozesse und Entwicklungen dagegen unberücksichtigt bleiben). Gegebenenfalls kann damit ein Ist-Zustand zwar richtig abgebildet werden. Aufgrund der komplexen Systemen anhaftenden Eigendynamik besteht jedoch immer die Möglichkeit einer falschen Bewertung der einzelnen Zustandsgrößen und ihrer Potenziale. Es müssen daher immer auch die überlagernden Trends beobachtet werden. In turbulenten Zeiten verflüssigt sich alles Festetablierte. Es kommt darauf an, die wesentlichen Treiber der Veränderungen auszumachen und auch (vielleicht nur flüchtige Zusammenhänge) aufzuspüren. Als wesentliche Ursachen und Einflussfaktoren für die Zunahme der Umfeldturbulenzen gelten Komplexität und Dynamik. Überraschungen und unvorhergesehene Entwicklung sind an der Tagesordnung: Probleme und Ereignisse, die sich quasi über Nacht in das Bewusstsein drängen und mehr als alle vorherigen plötzlich nach (ungeteilter) Aufmerksamkeit verlangen. Jedes Modell, so oft man es auch immer weiter verbessern mag, ist von Natur aus unvollkommen. Besser wäre es, sich bei einem Problem stärker auf das zu konzentrieren, was man in der realen Welt vorfindet und für konkrete Fragestellungen verwenden kann. Handwerkszeug hierfür können Verfahren sein, die mit Modellen zwar verwandt, aber viel offener und informeller sind. Dabei könnten auch Intuition, der gesunde Menschenverstand, Erfahrungen und vieles andere mehr einfließen. 

Fr

16

Apr

2021

Eigenverleger mit dem Hang zum Geldverdienen

Meistens ist es ein bestimmter Typ von Autoren, der zum unternehmerischen Eigenverleger wird: „das Leuchten in den Augen beim Blick aufs potentielle Geldverdienen muss schon da sein“. Durch das Internet haben sich die Kräfte verschoben. Früher hätte nur ein Verlag für einen Autor Werbung machen können, heute dagegen stehen dem Autor selbst eine Reihe von Instrumenten für die Eigenvermarktung zur Verfügung. D.h. der Schritt in die neue Verlagswelt kann durchaus lohnen sein (in jedem Fall spart der Autor schon einmal von vornherein das Geld, das er sonst für Druckkostenzuschüsse gebraucht hätte). 

Fr

16

Apr

2021

Eigenverlage mit vielen Freiheiten und hohen Margen

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So

11

Apr

2021

Welt der vielen Zahlen: errechnetes und berechnetes Individuum als Objekt

Mit bürgerlicher Gleichgültigkeit wird die Entwicklung einer neuen Elite mit Datenmacht und Datenreichtum bewusst kaum wahrgenommen: anonyme Organisationen können individuelle Schicksale bestimmen. Auffällig für den Außenstehenden ist aber schon der scheinbar unstillbare Hunger von Daten-Multis nach Schlüsseltechnologien (Roboter, Drohnen, künstliche Intelligenz).Hinter einem vordergründigen Bild kleiner, angeblich kostenfreier Annehmlichkeiten scheint im Maschinenraum der Informationsökonomie eine selbstorganisierte Parallelwelt zu entstehen, deren Kriterien für eine Qualitätskontrolle (so überhaupt vorhanden) dem öffentlichen Bewusstsein entzogen sind. Experten weisen darauf hin, dass Maschinen heute Informationen nicht länger nur ermitteln, sondern mit diesen auch überwachen und entscheiden. (Denkstudio Wissensmanagement J. Becker, Friedrichsdorf)

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Mi

07

Apr

2021

Kompetenznetzwerk Kultur, Klima, Wissensmanagement

„Was ist überhaupt ein Kompetenznetzwerk?“

„Ein Netzwerk ist in diesem Fall eine Gruppe von Personen, die miteinander durch soziale Kontakte verbunden sind.“

„Das heißt?“

„Das heißt, diese Personen kennen einander und sind in manchem Fällen sogar miteinander befreundet.“

„Jedenfalls gibt es in einem solchen Netzwerk doch wohl immer eine gemeinsame Eigenschaft, die alle Mitglieder dieser Gruppe haben oder ein gemeinsames Interesse.“

„Stimmt, das Wort Kompetenz ist ein Synonym für Fähigkeit, wobei mit Kompetenz aber gemeint ist, dass eine Person eine Fähigkeit in einem besonders stark ausgeprägten Maße hat.“

„Ein Kompetenznetzwerk ist also eine Gruppe von Menschen, die entweder alle dieselbe stark ausgeprägte Fähigkeit haben.“ 

„Oder die Menschen haben unterschiedliche Fähigkeiten, die sich gegenseitig gut ergänzen.“

Do

11

Mär

2021

Startup-Strategie nach Marktrealitäten, Denkstudio Wissensmanagement, J. Becker

Risiken und Krisen haben mit Personen zu tun. Wenn Krisen eines lehren, dann dies: man sollte tunlichst alles in seiner Macht stehende unternehmen, um bereits ihren Wurzeln das Wasser abzugraben. Für eine Krise gibt es selten nur einen Grund, sondern meistens viele Ursachen. Ebenso wenig ist für eine Krise immer nur ein, vielleicht auch noch mehr oder weniger anonymes System (beispielsweise zügelloser Kapitalismus, die Gier oder ein Ordnungs- und Regelsystem) verantwortlich. An Krisen sind immer Personen beteiligt, zu nicht geringen Anteilen werden sie von diesen auch erst gemacht. Die besten ausgeklügelten Entscheidungstechniken nutzen wenig, wenn die, die sie anwenden, nicht über die erforderlichen Personalfaktoren und -eigenschaften verfügen. Vor diesem Hintergrund sollte versucht werden, eine begehbare Brücke zwischen Entscheidertechniken und –eigen-schaften (Personalfaktoren) zu finden. Im Vordergrund stehen dabei vor allem kleine Wirtschaftseinheiten wie beispielsweise Existenzgründer und KMU (kleine und mittlere Firmen), die nicht einen allein aus ihrer Größe heraus aufgespannten Schutzschirm genießen dürfen. Die aber auf der anderen Seite den Vorteil haben, dass in ihrem Bereich die Zusammenhänge noch überschaubar bleiben und gleichzeitig flexibel und proaktiv agieren (statt nur passiv zu reagieren) können und deren Entscheidungswege kurz sind. 

Sa

13

Feb

2021

Managerauswahl Personalbilanz, J. Becker Kindle Shop

Die Konkurrenz für Führungskräfte ist härter geworden: die Globalisierung erlaubt es, aus einem viel größeren Talente-Pool zu schöpfen als früher. Fachleute meinen, dass nur etwa dreißig Prozent des Erfolges einer Führungskraft durch seine Persönlichkeitsstruktur erklärbar ist. Auch sollte man nicht eine durchsetzungsstarke Persönlichkeit vorschnell mit Narzissmus verwechseln. Es gibt Menschen, die nicht aus Machtgründen, sondern vor allem deshalb nach Führung streben, weil sie das Heft in die Hand nehmen wollen. Andere wiederum wollen aus Prestigegründen führen, um ihre soziale Position zu verbessern. Wenn man führen will, kann es nicht schaden, auf dem Weg des Aufstiegs auch einmal den Job zu wechseln. Um sich gezielter darauf vorzubereiten, sich in einem stetig wechselnden und immer kompetitiven Umfeld durchzusetzen. Schwierig werden könnte es für Menschen, die klare Prinzipien haben und im Verlauf ihrer Berufserfolge öfter gezwungen werden, gegen diese Prinzipien arbeiten zu müssen. Dabei ist nicht so sehr die hohe Arbeitsbelastung ein Problem, sondern die Konkurrenz des eigenen Wertesystems mit dem, in dem sie arbeiten. Der eventuelle Konflikt zum inneren Regelwerk. Ein sehr gerechtigkeitsliebender, rücksichtsvoller Mensch, der gezwungen ist, langfristig auch rücksichtslos zu agieren, muss mehr Kraft aufwenden als der Rücksichtslose. Nur ein guter Verdränger kann mit diesem Zwiespalt gut leben, alle anderen reiben sich auf, ein Burnout ist praktisch vorprogrammiert.

Do

04

Feb

2021

Nachhaltige Strategiekompetenz (Kindle Shop), Denkstudio Jörg Becker

Professional Development und Leadership forcieren, Ziel, Ergebnis: Die richtige Balance zu finden entlang der Frage, wie viel Innovation und wie viel Tradition ein Unternehmen braucht, um wirtschaftlich erfolgreich zu sein, braucht "Leadership". Auf der einen Seite steht das perfekte Organisieren von Abläufen mit zugehörigem Planen und Kontrollieren, auf der anderen Seite das Bestreben, Mitarbeiter mit Visionen zu inspirieren und zu motivieren. Die Ansprüche von Mitarbeitern sind hoch: der Vorgesetzte soll Autorität besitzen, fachlich gut, menschlich, verständnisvoll, fair, gerecht u.a. sein. Immer im Auge behalten werden muss: ein Chef ist ein Chef, ob das nun gut ist oder nicht, ein Chef-Arbeitnehmer-Verhältnis ist selten eine demokratische Veranstaltung.

Vorgehen: Es geht darum Kräfte zu fördern, Neues zu schaffen und den Wandel zu bewältigen. Viele typische Leadership-Eigenschaften fallen unter die sogenannten Soft-Skills und können nachhaltig nur in der Praxis, d.h. weniger in Führungsseminaren, erlernt werden. Leadship-Fähigkeiten sind u.a. Kommunikations- und Repräsentationskompetenz, Konfliktmanagement und die Fähigkeit, Ziele nicht nur zu setzen, sondern auch zu diesen Zielen hinführende Wege aufzuzeigen. Der durchschnittliche Mitarbeiter lästert/ ärgert sich mehrere Stunden pro Woche über seine Chefs. Meist wird nur selten ehrliches und offenes Feedback gegeben; stattdessen gibt es häufig nur vorauseilenden Gehorsam ("bei uns ist die Hölle oben und der Himmel untern"). D.h.: bloß weil jemand fachlich gut ist, muss er nicht automatisch auch ein guter Vorgesetzter sein. Führen muss als eigenständige Aufgabe gesehen werden: Personalverantwortung heißt vor allem auch Beziehungsarbeit übernehmen.

 

Wirkungsprognose: Leader handeln eher mit einem Blick auf das Gesamtbild, reine Manger behalten mehr die Details von Prozessen im Blick. Leader sind nicht besser als Manager, sie sind anders. Problematisch sind Leader, die zu oft ihren Launen nachgeben: in kurzen Zeitabständen zeigen sie einmal auch für abgelegene Vorschläge joviales Verständnis und traktieren kurz darauf ihre Mitarbeiter mit autoritären Anweisungen. Ergebnis: die Mitarbeiter werden in dauernder Unruhe gehalten und rätseln über solche Primadonna-Launen.

Mi

03

Feb

2021

Kundenmathematik, Entscheidungsunterstützung Nr. 16, Jörg Becker, Friedrichsdorf

Über die hohe Bedeutung der Information als Wettbewerbsfaktor besteht aufgrund verkürzter Lebenszyklen, Verkürzung der Time to Market, Öffnung der Märkte oder globaler Vernetzung kein Zweifel mehr. Es geht darum, Marketingentscheider gezielt zu informieren sowie ihnen Analysen und Bewertungen bestimmter Daten zu ermöglichen. Datenbanken haben im Marketing längst ihren festen Platz (Database Marketing)  Von den USA ausgehend  wird das Instrumentarium im Rahmen des Information-Driven-Marketing um Analysemethoden wie Data Mining erweitert. Die in riesigen Datenbeständen in allen Facetten abgebildeten Geschäfts- und Marktvorgänge entziehen sich oft der Analyse und dem Verständnis. Trotz aller Anstrengungen bleiben viele dieser „Informations-Adern“ unentdeckt, die wertvolles Wissen über Verbraucher-Kaufverhalten, Produktbeziehungen, Verbraucher-Profile und viele andere Fakten der modernen Geschäftsprozesse in sich bergen. Marketingentscheidungen basieren einerseits auf unternehmensinternen Informationen (Kunden, Produkte, Zulieferer) andererseits müssen auch externe Informationen (Konjunktur-, Markt-, Konkurrenzdaten, demographische und geographische Daten) mit einbezogen werden. Der Data Mining-Ansatz versucht, diese „Informationsadern“ aufzuspüren, indem Datenbestände noch tiefer und mit unkonventionellen Methoden „gemint“ d.h. „durchgraben“ werden. Data Mining fragt nicht in bisher üblichen Rastern ab, sondern setzt Verfahren und Algorithmen wie z.B. neuronale Netze, Zeitreihen-Analyse u.a. ein, die nach Auffälligkeiten such sollen, an die man bisher noch gar nicht dachte. 

Do

21

Jan

2021

Denkstudio J. Becker: Kompetenzanalysen und Erfolgspotenziale (Kindle Shop)

Das Bild der unternehmerischen Kompetenzen von Selbständigen wird oft idealtypisch überzeichnet: Existenzgründer seien von ihrer Geschäftsidee besessen, Rückschläge würden sie spielend wegstecken, jeden Tag riskante Entscheidungen treffen und diese unerschütterlich tragen. Weniger risikobereite, weniger innovative und weniger entscheidungsstarke Menschen würden sich demgegenüber für einen Job als Angestellter entscheiden. Man mag solchen Rollenbildern zustimmen oder nicht, eines scheint festzustehen: Entrepreneure und Angestellte sind anders gestrickt, d.h. die wichtigsten Dimensionen ihrer Persönlichkeit unterscheiden sich strukturell. Jedes intensive Nachdenken und Analysieren im Vorfeld oder der Startphase einer Existenzgründung bringt allein für sich betrachtet bereits Vorteile. Zu den vielleicht größten zählt, dass alle möglichen Fehler und Risiken, die noch gewissermaßen während der Existenzgründung auf Papier erkannt werden, mögliche Schäden und Gefahren in der realen Praxis verhindern helfen. Jeder Kreditnehmer sollte sich darauf einstellen, dass er nicht nur mit der Geschäftsidee und der Markteinschätzung seines Vorhabens einem Rating unterworfen wird. In einem Schwerpunkt dürfte sich ein solches Rating auch mit seiner Person, d.h. seinen Unternehmereigenschaften, seinen fachlichen und kaufmännischen Voraussetzungen sowie manchmal bis in den Privatbereich hinein auch mit seinen persönlichen Eigenschaften befassen. Bei Gesprächspartnern kann der Kreditnehmer bereits dadurch Pluspunkte sammeln, wenn er diesen glaubhaft zu machen versteht, dass er nicht nur seinen Markt einzuschätzen weiß, sondern ebenso realistisch mit den Stärken und Schwächen seiner eigenen Person umzugehen weiß. Denn gerade beim Verlassen des Terrains des engen Fach- und Spezialistentums muss sich der Kreditnehmer als sattelfest und gut vorbereitet erweisen.

Fr

27

Nov

2020

Bildungssensoren und Wirtschaftswissen - Wenn alle alles gleich gut können sollen (J. Becker, Friedrichsdorf)

Wie eng hängen Wachstumsraten und Wohlstand eines Landes, einer Region, eines spezifischen Standortes mit den Kompetenzen der Menschen, dem Wissenskapital, zusammen? Ist Bildung immer gleich Bildung? Ein Jahr Bildung in Lateinamerika vermittelt vielleicht ganz unterschiedlich viel Wissen, Kompetenzen und Fertigkeiten als ein Jahr Bildung in Ostasien? „Die Unterschiede sind frappierend: Ostasiatische Schüler sind ihren Altersgenossen in Lateinamerika wissensmäßig um drei Schuljahre voraus, denen in Subsahara-Afrika sogar um vier Schuljahre. Je Bildungsjahr weisen die Menschen in Lateinamerika und Afrika also schlichtweg wesentlich weniger erworbenes Wissen auf als in Ostasien“. Bildungsforscher kommen zu dem Schluss: dass sich die unterschiedlichen Wirtschaftsentwicklungen verschiedener Länder auf die Unterschiede in den Kompetenzen der Menschen zurückführen lassen. Jeder Standort ist anders und weist ganz spezifische Bedingungen auf, die u.a. von klimatischen, geographischen, politischen und sozio-ökonomischen Bedingungen bestimmt werden. Die natürlichen Standortvorteile (Rohstoffvorräte, Hafennähe), die im Zeitalter der Industrialisierung noch bestimmte Standorte privilegiert hatten, spielen eine immer geringere Rolle, weniger Transportkosten verschaffen vergleichbaren Standorten damit eine relative Chancengleichheit. Unter den Standorten gibt es, heute mehr denn je, Gewinner und Verlierer: an einem Standort Bilder von überfüllten Kindergärten, Schulen, Wohnungen und Büros und leeren an einem anderen Standort. In vielen Fällen entscheidet das Humankapital über Erfolg oder Misserfolg eines Standortes, über die Werthaltigkeit von Gebäuden und Grundstücken. Aufgrund einer Disparität von Standortentwicklungen stehen schrumpfende Standorte auf der anderen Seite wachsenden Regionen gegenüber. Mit der Gleichzeitigkeit ungleicher Entwicklungen als Folge des wirtschaftlich-strukturellen Wandels steigt auch an vielen Orten die Notwendigkeit von Anpassungen durch einen Standortumbau. 

Sa

21

Nov

2020

Präventive Strategieplanung (J. Becker, Friedrichsdorf, Kindle Shop)

Je größer Komplexität und Entscheidungsunsicherheit sind, desto intensiver sollte die Auseinandersetzung mit den Auswirkungen veränderlicher Parameter des Umfeldes sein. Es kommt darauf an, Ausmaß und Richtung möglicher Veränderungen zu erkennen. Manches, was noch gestern simuliertes Szenario war ist heute Realität. Entscheidungen können mit Hilfe von Simulationsinstrumenten unterstützt werden, die für einen bestimmten Zeitraum mögliche Entwicklungen zumindest angenähert abbilden können. Für die grundsätzliche Entscheidungsfindung kommt es weniger auf eine Präzision bis in die Nachkommastelle hinein an. Das Augenmerk liegt in der Praxis mehr auf dem Erkennen von Trends und Relationen. Wichtig ist, seine Kräfte und Ressourcen richtig einzuteilen. Im Hinblick auf das Ziel ist wichtig, dass es auch bei einem so langen Lauf nicht aus dem Blick gerät. Wie beim Langstreckenlauf sind die ersten Schritte ebenso wichtig wie die letzten Meter. Zumal wenn der Lauf zwar auf bekanntem Gelände der Gegenwart beginnt, aber bald in unbekanntes Terrain der Zukunft führt. Um den Lauf selbst proaktiv steuern zu können, muss man auf Veränderungen der Anforderungen flexibel reagieren können. Hierzu wird Lernkompetenz benötigt, die zwar mit der Erfahrung aber trotzdem nicht automatisch wächst, Aufbau und Pflege von Lernkompetenz ist ein wichtiger Baustein der präventiven Strategieplanung.

Mo

16

Nov

2020

Wissenswelten, Gründerwelten, Standortwelten (Kindle Shop, J. Becker)

Pflege von Lernkompetenz ist ein wichtiger Baustein der präventiven Strategieplanung. Potentielle Stärken lassen sich gezielter entwickeln, indem das vorhandene Wissen und die Ideen schneller und effizienter in die tägliche Praxis umgesetzt werden: nach dem Beispiel des amerikanischen Silicon Valley, wo Unternehmen hauptsächlich aufgrund der Kreativität der Menschen florieren. Die Entwicklung hin zur Informationsgesellschaft sorgt nicht nur für partielle Veränderungen, sondern kündigt bereits die künftige Gesellschaft an. Die Halbwertzeit des Wissens sinkt dramatisch ab. Ohne regelmäßiges Aktualisieren und Auffrischen ist vorhandenes Knowhow in kürzester Zeit nur noch die Hälfte wert. Bei immer kürzeren Innovationszyklen wird die Lernkompetenz zum strategischen Erfolgsfaktor. Die Überlebensfähigkeit eines Betriebes hängt von der Reaktionsfähigkeit ab, schnell auf neue Entwicklungen reagieren zu können. Transferbegleitende Maßnahmen: bei immer kürzeren Innovationszyklen wird Wissen zum strategischen Erfolgsfaktor. Die Entwicklung hin zur Informationsgesellschaft sorgt nicht nur für partielle Veränderungen, sondern kündigt bereits die künftige Gesellschaft an. Die Halbwertzeit des Wissens sinkt dramatisch ab.  D.h. ohne regelmäßiges Aktualisieren und Auffrischen ist manches Wissen in kurzer Zeit nur noch die Hälfte wert. Vor diesem Hintergrund wird Lernen zu einer Muss-Investition. In diesem Sinne besteht die Aufgabe des Wissensmanagement darin, Prozesse für die Transformation von Wissen bereitzustellen. Die veränderten Inhalte der Qualifizierungsmaßnahmen stellen Manager, Trainer und Lehrer ebenfalls vor veränderte Herausforderungen. 

So

01

Nov

2020

Becker Lesebogen: Hanau, Fliegen, Pommern, Standortanalyse, Denkstudio Friedrichsdorf

Was auf der Welt auch immer geschieht wird in journalistischen Texten vermeldet, beschrieben und kommentiert. Von Autoren, denen hoffentlich beim Schreiben bewusst war, wie vorläufig, revidierbar und irrtumsanfällig solche Reflexionen und Meldungen waren (und immer sein werden). Für gute Erzählungen braucht es dabei nicht nur Sachverstand und Intelligenz, sondern fast immer auch Geistesgegenwart. Ein Autor sollte sein Publikum weder unterschätzen und unterfordern. Leser muss man nicht immer irgendwo „abholen“ sondern sind sehr wohl in der Lage, Sprünge weit über sich selbst hinaus zu machen (wenn man sie nur lässt). Gut kann es vor allem werden, wo wichtige Fragen und Probleme nicht sofort mit der Brechstange auf den kleinsten gemeinsamen Nenner gebracht werden, komplexe Sachverhalte auch manchmal unbeantwortet gelassen und trotzdem von niemandem unverstanden bleiben. Hilfreich ist die Verwendung einer Sprache, die genügend Raum zum Denken lässt. Wenn nicht immer nur eine Ideologie der Eindeutigkeit herrscht und alles um einen herum darauf ausgelegt wird, immer nur unzweideutig, abgeschlossen und widerspruchsfrei zu sein (wie ein Gefühl dickwattierter Unwirklichkeit). Ökonomen müssen mit ihren Erzählungen keine Literaturpreise gewinnen: „dass, wenn etwas schön geschrieben und gut geformt sei, dass am Schluss keine Frage offen-, kein Widerspruch unaufgelöst, kein Abgrund unausgeleuchtet, dass man es da schon mit Literatur zu tun habe.“ Leser wirtschaftlicher Texte wünschen sich nicht unbedingt einen Gefühlverstärker, lassen sich wohl lieber herausfordern als einlullen.

Mo

26

Okt

2020

Sachstory Standort-Schach (Denkstudio Becker, Friedrichsdorf)

Im Schachspiel gibt es oft derart komplizierte Stellungen, dass es nahezu unmöglich ist, alle möglichen Varianten auf Erfolg oder Risiko hin durchzurechnen. Ein erfolgsreiches Hilfsmittel hierbei ist das Lavieren, d.h. das Suchen nach Zügen, mit denen man erst einmal nichts an Stellungen verändert, sondern abwartet. Ganz ähnlich geht es auch oft im Wirtschaftsleben zu: die beste Lösung ist zeitweise das „wait an see“ und sich dabei alle Optionen offenhalten. Es geht also um einen nützlichen Umgang mit komplexen, im Moment nicht durchschaubaren Problemen, um Zwischenlösungen ohne Nachteile. Wer Schachspiele erfolgreich bestehen will, muss vorausschauen und einschätzen, was der jeweilige Gegenspieler wohl denken und wie er vielleicht handeln mag. Um böse Überraschungen zu vermeiden gilt es auf Grundlage solcher Erkenntnisse effektive Strategien zu erarbeiten. Auf die Karriere übertragen, geht es dort kaum anders zu. Auch beim beruflichen Einsatz des Intellektuellen Kapitals geht es um mentales Kräftemessen und Meditation in einem. Eine wichtige Rolle spielen psychologische Faktoren und Körpersprache: mancher Berufserfolg stellt sich für denjenigen ein, der lange Zeit spielen kann, ohne den kleinsten Fehler zu begehen. Wenn es gelingt, während des Spiels zu einer quasi emotionslosen Wand zu werden. Nervenstärke ist erforderlich, wenn das Risiko groß ist, in einem unübersichtlichen Schlagabtausch unterzugehen. All dies macht nicht nur die Faszination des Schachspiels aus, sondern kann gleichzeitig als Rüstzeug für wichtige Schritte auf dem Karrierepfad des Berufes dienen.

Mo

19

Okt

2020

Denkstudio J. Becker, Friedrichsdorf: Wirtschaftsförderung mit Struktur-Transformation (Kindle, Libri)

Eine radikale Änderung von Wirtschafts- und Lebensgewohnheiten scheint nicht nur naturwissenschaftlich und ökonomisch rational, sonders insgesamt unvermeidlich. Denn: zunehmender Konsum, Wirtschaftswachstum auf Basis fossiler Energieträger und Übernutzung von natürlichen Ressourcen verschlechtern immer weiter den Zustand der Ökosysteme. Die derzeitige Entwicklung droht aus dem Ruder und damit über Kipppunkte des Erdsystems zu laufen, die der Mensch seit Beginn seiner Siedlungszeit nicht erlebt hat. Eine der vielen Ursachen hierfür sind auch Preise, die nicht den ökologischen Kosten entsprechen. Denn ohne dass Preise an die Schöpfung und Zerstörung objektiver Werte gekoppelt sind, können Wachstum und unternehmerische Bilanzierung auch nicht Fortschritt anzeigen und Konsumenten keine informierten Entscheidungen treffen. Also müssen endlich die Kosten von Umweltnutzung in jedes Geschäftsmodell und Haushaltsbudget einfließen, so wie es schon für Müllentsorgung, Abwasser und Brandschutz angelegt ist. Jene sollen bezahlen, die übermäßig viel Kohlendioxyd erzeugen und damit das Risiko irreversibler Schäden nach oben treiben. Denn zahlen werden wir sonst später immer mehr – zum Beispiel im Katastrophenschutz, Umbau und Wiederaufbau von Infrastruktur zur Anpassung an Klimawandel. So könnte der Erhalt von Regenwäldern, Korallenriffen, Wildblumenwiesen oder menschlichen Lebensräumen zu einem nicht mehr finanzierbaren Luxus werden. Ein Trend, der sich durch Billig-Fliegen, Billig-Fleisch, Panzer-Autos, Wegwerfmentalität und Überkonsum unaufhaltsam weiter verstärkt. Denn „ein einmal emittiertes Kohlendioxidmolekül bleibt gut 120 Jahre in der Atmosphäre. Das heißt, die von Europa und Amerika ausgehende Industrialisierung domminiert noch immer die Kohlendioxidlast. Erforderlich ist mehr Transparenz darüber, welche Kosten und Nutzendes Handelns wie Nicht-Handelns anfallen und wie sie gerecht verteilt werden können. Um den Blick aus dem Rückspiegel auf den Horizont zu lenken.

Mi

14

Okt

2020

Wirtschaftsförderung-Motto: Einfacher gründen (Denkstudio, Kindle Shop)

Das Schachspiel lebt vom ständigen Durchrechnen verschiedener Varianten: ein Vorgehen, das häufig auch im Wirtschaftsleben angebracht erscheint. Im Schachspiel gibt es oft derart komplizierte Stellungen, dass es nahezu unmöglich ist, alle möglichen Varianten auf Erfolg oder Risiko hin durchzurechnen. Ein erfolgsreiches Hilfsmittel hierbei ist das Lavieren, d.h. das Suchen nach Zügen, mit denen man erst einmal nichts an Stellungen verändert, sondern abwartet. Ganz ähnlich geht es auch oft im Wirtschaftsleben zu: die beste Lösung ist zeitweise das „wait an see“ und sich dabei alle Optionen offenhalten. Es geht also um einen nützlichen Umgang mit komplexen, im Moment nicht durchschaubaren Problemen, um Zwischenlösungen ohne Nachteile. Wer Schachspiele erfolgreich bestehen will, muss vorausschauen und einschätzen, was der jeweilige Gegenspieler wohl denken und wie er vielleicht handeln mag. Um böse Überraschungen zu vermeiden gilt es auf Grundlage solcher Erkenntnisse effektive Strategien zu erarbeiten. Auf die Karriere übertragen, geht es dort kaum anders zu.Auch beim beruflichen Einsatz des Intellektuellen Kapitals geht es um mentales Kräftemessen und Meditation in einem. Ein wichtige Rolle spielen psychologische Faktoren und Körpersprache: mancher Berufserfolg stellt sich für denjenigen ein, der lange Zeit spielen kann, ohne den kleinsten Fehler zu begehen. Wenn es gelingt, während des Spiels zu einer quasi emotionslosen Wand zu werden. Nervenstärke ist erforderlich, wenn das Risiko groß ist, in einem unübersichtlichen Schlagabtausch unterzugehen. All dies macht nicht nur die Faszination des Schachspiels aus, sondern kann gleichzeitig als Rüstzeug für wichtige Schritte auf dem Karrierepfad des Berufes dienen. Die Darstellungsoptionen einer Personalbilanz legen die Dynamik der Wirkungsbeziehungen zwischen Personalfaktoren mit Hebel- und Rückkoppelungseffekten offen (graphische Netzdarstellung).

Mo

05

Okt

2020

Personalbilanz Lesebogen Becker: Markt und Information mit Kundenbeziehung und Auftragsanalyse

Im Verlauf eines Produktlebenszyklus verändern sich der „Wert“ bzw. das Kosten-/ Nutzenverhältnis einer Leistung für den Kunden, die Mitteil- und Demonstrierbarkeit des Wertes, die Komplexität des Produktes, der Standardisierungsgrad, die Kompatibilität eines Produktes sowie auch viele andere ökonomisch und technisch relevanten Merkmale. Aus diesen Veränderungen folgt, dass insbesondere für kurze Produktlebenszyklen wegen des zusätzlich zu berücksichtigenden Zeitfaktors entsprechend dynamische Prozesse in Gang gesetzt werden müssen. D.h.: wer am Markt beweglicher sein will, d.h. Kundenwünsche schneller in konkrete Produkte umsetzen muss, kann nur im Rahmen eines progressiven Change Management dafür sorgen, mit innovativen Produkten als erster am Markt zu sein. Eine abwartende Haltung können sich nur Unternehmen leisten, die quasi „aus der zweiten Startreihe“ heraus den Markt beherrschen. Hier wird im Rahmen dieser Strategie manchmal auch bewusst mit Veränderungen gewartet: d.h. parallel dazu werden Eigenentwicklungen forciert, um den Markt mit einem qualitativ besseren Produkt zu überraschen, sobald der Wettbewerber aus der Deckung gekommen ist. Nur ein zeitorientiertes, simultan verknüpftes Change Management kann somit auch gewährleisten, dass die richtigen Dinge zum richtigen Zeitpunkt getan werden. Die Suche nach der Einzigartigkeit durch Spezialisierung bzw. durch die Bildung von besonderen Markt-Produkt-Segmenten ist derzeit im vollen Gang. Durch die fünf Freiheiten, nämlich Informations- und Kapitalfluss, Güter- und Dienstleistungsbewegungen sowie Arbeitsplatzwahl sind für alle Beteiligten Zugänge zu unterschiedlichen Leistungen und Technologien möglich, d.h. die Marktdynamik nimmt weiter dramatisch zu. 

Fr

18

Sep

2020

Businessoptionen Mittelstand (Strategie- und Wissensmanagement, Becker Denkstudio)

Mathematisch-statistische Planungstechniken unterliegen im IV-Systeme zwei wesentlichen Einschränkungen: es müssen möglichst lückenlose Datenreihen aus der Vergangenheit vorliegen, für zukünftige Entwicklungen sollten keine wesentlichen Struktureinbrüche oder Parameteränderungen in den Umfeldbeding-ungen zu erwarten sein. Aus diesem Grunde sind Szenario-techniken als Ergänzung zu rein quantitativen Techniken auch als qualitative Prognose- und Risikoanalyseinstrumente geeignet. Technische Entwicklungen, verändertes Nachfrageverhalten, stärkere Konkurrenz oder politische Krisen/Umbrüche können zu Diskontinuitäten des Umfeldes führen, auf die Unternehmen kaum Einfluss haben. Was das System aber identifizieren kann, ist die hierauf am besten geeignete Reaktion. Im Denkmodell der Szenariotechnik gibt es nämlich nicht: „die“ Zukunft. D.h. es gibt immer mehrere Zukünfte, mit denen man rechnen muss: denn während sich die eigene Vorstellungskraft häufig auf ein lineares Weiterdenken konzentriert, kann sich die Situation aufgrund o.a. Umwälzungen plötzlich ganz anders darstellen. Planen heißt vorausschauen und Prognosen entwickeln: je genauer diese Prognosen sind, desto erfolgreicher werden die daraus abgeleiteten Schlüsse und damit das Geschäft sein. Die Geschäftsplanung interessiert mehr das Morgen und Übermorgen als das gestern Gewesene. Planungsinstrumente müssen aber richtig verstanden und eingesetzt werden: sie liefern nicht automatisch sichere Aussagen über eine unsichere Zukunft. Planung heißt auch nicht, in eine Kristallkugel zu sehen, sondern ist nicht zuletzt eine Projektion der Vergangenheit, die man verstehen muss, bevor man etwas voraussagen kann. Planung als Vorausabwägen verschiedener Entscheidungsmöglichkeiten ist heute mehr denn je eine Wurzel des Geschäftserfolges. 

Di

15

Sep

2020

Umweltwissen gehört zum Wirtschaftswissen (Becker Denkstudio Wissensmanagement)

Umweltkennzahlen können sich auf unterschiedliche Bereiche beziehen und Angaben sowohl zu für das ganze Unternehmen als auch zu einzelnen Prozessen oder Abteilungen liefern. Im Normalfall werden Umweltkennzahlen mengenbezogen gebildet, d.h. in Einheiten wie Kilogramm, Tonnen, Stück etc. Ergänzend hierzu sollten Sie auch kostenbezogenen Kennzahlen entwickeln, um auch die Kostenaspekte im Umweltschutz abbilden zu können. Mit Umweltkostenkennzahlen können Sie umweltrelevante Gesichtspunkte in Kosten und Erträge -die Sprache des Managements- übersetzen. So ist es anschaulicher, anstatt 400 Kubikmeter Sondermüll ertragsrelevant zu analysieren, dieselbe Menge mit Entsorgungskosten von beispielsweise 280.000 € darzustellen. Es geht  darum, die umweltbezogenen Leistungen eines Unternehmens mess- und -nachvollziehbar zu machen. Umweltkennzahlen sind ein immer wichtigeres Instrument sowohl für die Verringerung der Umweltbelastungen als auch für die Kommunikation mit externen Anspruchsgruppen. Die Horizonte verlässlicher Prognosen haben sich mit der Zeit verkürzt, zu turbulent ist das Geschehen.

 

Di

01

Sep

2020

Zeittunnel in die Vergangenheit, J. Becker - Nicht allein intellektuell kann man die Welt begreifen

„Für den digitalen Alltag sieht es so aus, dass wir den Äther mit einer ungeheuren Fülle an oft überflüssigen Daten verschmutzen, von denen wir häufig und berechtigt hoffen, dass sie in den Communities ein Echo finden, das den Multiplikator ins Hunderttausendfache spielt“. Ungezählte machen damit Geld, abzuhorchen, auszuspähen, abzufangen oder aufzupassen. Die Privatsphäre schafft sich laufend weiter selbst ab. Indem sie sich allen nur erdenklichen Plattformen blind anvertraut. Meistens unbewusst, indem man einfach vergisst und verdrängt, was etwa dieser oder jener Datenabsauger eigentlich nicht wissen sollte. Über die Welt wurde ein fein gewobenes Netz geworfen, aus dem fast alles herausgefischt werden kann, was auf der Welt passiert. Kaum einer fragt sich, wie oft oder wie dicht er an und in diesen Netzen hängt, die nun die Welt und alles Drumherum bedeuten. Die Auflösung der Privatsphäre nimmt auch dort zu, wo wir es lange weder wissen noch sehen. Das Vielfachleben schleust multiplizierte Identitäten durch alle möglichen Kanäle, immer mehr Menschen denken nur noch in Hauptsätzen (kurz, bündig). Der Zeit entrissenes Leben – innere Freiheit und grenzenloser Gedankenraum: in seinen Briefen, Gedichten, Aufsätzen, von denen er die meisten während seiner Gefangenschaft schrieb, hat der ehemalige Flieger die Welt gesehen, in der wir alle lebten. Und er hat sie besser dargestellt als viele andere. Und letzten Endes hat er sich nicht gefügt in das, was war, hat übliche Beschränkungen und Plausibilitäten nicht akzeptiert, vermutlich nicht einmal geahnt. Seine Unerfahrenheit als Schriftsteller, denn das war er wohl, war die, dass man unablässig gegen die geistigen, emotionalen und sprachlichen Beschränkungen aufbegehrt und versucht, mehr zu sagen, um auf diese Weise zu tieferem Denken anzuregen. Dabei waren die Wörter, die ihm zur Verfügung standen, die Gedanken, denen er Ausdruck gab, weit gesteckt. So erwecken die von ihm aufgeschriebenen Zeilen und Texte den Eindruck der Freiheit und des unbesiegbaren Wunsches nach Leben. 

Sa

15

Aug

2020

Personal-Tableau - Becker Personalbilanz Lesebogen 21

Ein IQ Intelligenzquotient gilt als Voraussage-Indikator für Erfolg in der Schule, Beruf und Leben und hat hierbei seine Eignung auch schon oft unter Beweis gestellt. Die Frage stellt sich, ob der IQ trotz aller Vorlieben und Präferenzen für ihn der einzige und zuverlässigste Indikator ist: Studien kommen zu dem Ergebnis, dass Intelligenz auch nicht alles sei. Wissenschaftler, die untersuchten, wer im späteren Leben und Beruf erfolgreicher war, mehr verdiente, häufiger ein eigenes Haus hatte und, und, und, kamen schnell und einhellig zum Ergebnis, dass vor allem die Persönlichkeit als Erfolgsfaktor gesehen werden muss. Wobei besonders folgende Persönlichkeitsmerkmale einen Menschen möglichst umfassend beschreiben könnten: Offenheit für Erfahrungen, Extraversion,  Gewissenhaftigkeit, Verträglichkeit, Emotionale Stabilität. 

 

 

Mi

12

Aug

2020

Kindle Shop: Erzähltes Consulting - alles andere als ein Märchen

Im Consulting arbeitet man mit vorwiegend sehr engagierten, inspirierenden und hochqualifizierten Kollegen zusammen und trifft im Rahmen der meist auf Managementebene angesiedelten Projekte bereits in jungen Jahren auf wichtige (manchmal sogar prominente) Entscheidungsträger. Bereits als Berufsanfänger kann man sehr schnell in die Position eines Projektleiters gelangen. Dies alles bringt zwangsläufig mit sich, dass es im Consulting keine klassischen Nine-to-Five-Jobs gibt. Consultants müssen oft auch physisch bis an die Grenzen ihrer Belastbarkeit gehen können. Niemandem wird etwas geschenkt: schon gar nicht die guten Gehälter. Ein Consultant sollte über gute analytische Fähigkeiten verfügen und ein natürliches Interesse an wirtschaftlichen Zusammenhängen haben. Zu den Voraussetzungen für einen Consultant-Einstieg gehören möglichst breit angelegte Industrie-Praktika und fast immer Auslandserfahrungen. Egal aus welcher Fachrichtung man kommt: soziale Kompetenzen sind immer wichtig. Bewerbungsverfahren bei Unternehmensberatungen sind sehr professionell und fordernd. Kandidaten werden unter die Lupe genommen.

Di

11

Aug

2020

Kompetenznetzwerke - erzählte Entscheidungsunterstützung

Eine radikale Änderung von Wirtschafts- und Lebensgewohnheiten scheint nicht nur naturwissenschaftlich und ökonomisch rational, sondern insgesamt unvermeidlich. Denn: zunehmender Konsum, Wirtschaftswachstum auf Basis fossiler Energieträger und Übernutzung von natürlichen Ressourcen verschlechtern immer weiter den Zustand der Ökosysteme. Die derzeitige Entwicklung droht aus dem Ruder und damit über Kipppunkte des Erdsystems zu laufen, die der Mensch seit Beginn seiner Siedlungszeit nicht erlebt hat. Eine der vielen Ursachen hierfür sind auch Preise, die nicht den ökologischen Kosten entsprechen.  „Denn ohne dass Preise an die Schöpfung und Zerstörung objektiver Werte gekoppelt sind, können Wachstum und unternehmerische Bilanzierung auch nicht Fortschritt anzeigen und Konsumenten keine informierten Entscheidungen treffen. Also müssen endlich die Kosten von Umweltnutzung in jedes Geschäftsmodell und Haushaltsbudget einfließen, so wie es schon für Müllentsorgung, Abwasser und Brandschutz angelegt ist. 

Fr

07

Aug

2020

Wirkungsnetze - Denkstudio für Wissensmanagement Becker

Fachleute meinen, „dass Computer einmal mindestens in begrenztem Umfang schlauer als Menschen sein werden. In vielen speziellen, klar definierten und messbaren Tätigkeiten sind sie das bereits. So ähnlich wie die industrielle Revolution menschliche Muskelkraft und Körperfähigkeiten vielfach neutralisierte, werden intelligente Rechner das mit der Geisteskraft tun.“ Beispielsweise werden Programme entwickelt, die mit Hilfe von riesigen Datenmengen aktuelle und künftige Gefahren abschätzen können, um Sicherheitsentscheidungen zu treffen. Dabei werden verschiedene Schichten von Daten aufgeschlüsselt: auf der untersten Ebene liegen statistische Informationen von Städten oder Landkreisen, Kriminalitätsrate, Einbruchstatistiken und Unfälle. Mit jedem zusätzlichen Datensatz soll der Algorithmus schlauer werden. Über alle gesammelten Daten wird eine Echtzeitebene gestülpt, durch aktuelle Ereignisse können errechnete Ergebnisse angepasst werden. Der Computer leuchtet aus, was kritische Prozesse sind und was passiert, wenn diese ausfallen würden. Der schlaue Computer vermeidet eine große Schwäche jetziger statischer Systeme, die nur in die Vergangenheit blicken: denn Risikoanalysten überprüfen im Grunde nur ihre Einschätzung vom Vortag und personalisieren das Risiko nicht, obwohl kaum etwas so unterschiedlich ist wie das persönliche Sicherheitsempfinden.

Do

06

Aug

2020

Erzählte Kompetenzen (Becker, Studio für Wissensmanagement)

Nirgends geht es noch ohne eine umfassende Planung. Bei einem Einstellungsgespräch wird ein Bewerber beispielsweise nach seinen Vorstellungen in 2-3 Jahren (früher eher in 5- 10 Jahren) gefragt. Da der Druck zunimmt, permanent an der Karriere arbeiten zu müssen, gibt es kaum noch jemanden, der sich einfach auch einmal treiben lässt. Wenn aber Karrieren bis auf das i-Tüpfelchen geplant werden, geht leicht der Blick für das Neue, d.h. Kreativität verloren. Ein Treibholzeffekt dagegen wäre eine gesunde Mischung, selbst das Schiff zu steuern, sich aber trotzdem von Zeit zu Zeit auch treiben zu lassen (sich dem Zufall und Bauchgefühl öffnen), um an neuen Ufern zu landen. „Eine Gesellschaft, die nur zwischen richtig und falsch, schwarz und weiß, like und dislike unterscheidet, verzichtet auf die Empfänglichkeit für Zwischentöne. Denn Menschen sind keine rationalen Denker und Entscheider, sondern unterschätzen oft den Zufall oder verwenden Urteilsheuristiken, um sich in der komplexen Welt rascher zurechtzufinden.“ Wenn man das, was man nicht sehen will, nicht mehr wahrnimmt, kommt es zu einer Über- oder Unterbewertung von Informationen (einschließlich des systematischen Auslassens).

So

19

Jul

2020

Wirtschaftskundig werden - Dynamische Wirkungsnetze: Jörg Becker, Friedrichsdorf (Kindle Shop)

Welt der vielen Zahlen: das tägliche Leben wird erfassbar, entschlüsselbar und berechenbar gemacht, der Zufall daraus verbannt. Vordenker dieser Welt sehen am Horizont bereits die Überwachung aller menschlichen Regungen auf dem Weg zur permanenten Selbstoptimierung: der Mensch und eine Welt der perfekten Dinge werden eins, aufeinander abgestimmt und unlösbar miteinander verbunden. Mit bürgerlicher Gleichgültigkeit wird die Entwicklung einer neuen Elite mit Datenmacht und Datenreichtum bewusst kaum wahrgenommen: anonyme Organisationen können individuelle Schicksale bestimmen. Auffällig für den Außenstehenden ist aber schon der scheinbar unstillbare Hunger von Daten-Multis nach Schlüsseltechnologien (Roboter, Drohnen, künstliche Intelligenz). Hinter einem vordergründigen Bild kleiner, angeblich kostenfreier Annehmlichkeiten scheint im Maschinenraum der Informationsökonomie eine selbstorganisierte Parallelwelt zu entstehen, deren Kriterien für eine Qualitätskontrolle (so überhaupt vorhanden) dem öffentlichen Bewusstsein entzogen sind.

 

Fr

17

Jul

2020

Jörg Becker Wissensmanagement: Außen- und Innenbetrachtung von Standorten (Kindle Shop)

Die Sicht eines Unabhängigen: nachdem die Standortstrategie zunächst vorwiegend aus eigener Sicht, quasi mit Blick von innen heraus, erstellt wurde, empfiehlt sich das Hinzuziehen von ergänzenden und möglicherweise korrigierenden Dritt-Meinungen. Es geht darum, das nur aus dem eigenen Blickwinkel intern erstellte Profil des Standortes analog mit dem Profil aus dem Blickwinkel von externen, möglichst unabhängigen Bewertungen, Ansichten und Meinungen zu vergleichen. Aus den hierbei festgestellten Abweichungen und Bewertungslücken lassen sich wertvolle Hinweise, Erkenntnisse und Rückschlüsse für das weitere Vorgehen gewinnen (wie wird das Leistungs- und Angebotsprofil des Standortes von ortsansässigen Firmen, von ansiedlungsinteressierten Investoren beurteilt? wo ergeben sich beim direkten Vergleich zwischen Eigen- und Fremdbildanalyse Diskrepanzen? 

Di

14

Jul

2020

Wirtschaftswissen ist hilfreich im Leben: Jörg Becker, Friedrichsdorf

Wichtig ist ein realistischer Blick auf die Arbeitswelt mit entsprechender Berufsorientierung. Dazu gehört nicht zuletzt auch das Denken in Kategorien der Wirtschaft, nach Möglichkeit unterstützt und gefördert durch vorbereitende Werksexkursionen, Praxisprojekte u.a. Denn nach wie vor hapert es in breiten Bevölkerungsschichten am grundlegenden Wirtschaftswissen (Volkswirtschaft, Betriebswirtschaft, Finanzthemen). Nach Meinung der Wirtschaft, könnten Schulen besser sein, wenn man sie selbständiger und freier arbeiten ließe: u.a. mit eigenem Personalmanagement, eigenem Budget und untereinander im stärkeren Wettbewerb stehend.

Fr

10

Jul

2020

Becker Denkstudio für strategisches Wissensmanagement: Transparenz für das weiche Standortkapital (Kindle Shop)

Heutzutage braucht in Zeiten knapper Haushaltskassen auch das Standortmanagement frische Ideen. Die immer wiederkehrenden Rezeptvorschläge, die entweder Ausgaben kürzen, Einnahmen steigern oder beides zusammen wollen, sind alleine nicht unbedingt ausreichend. Zu wenig ist darüber zu hören, ob in manchen Fällen nicht das bereits Vorhandene, was ja nicht gerade wenig ist, neue (Aus-)Wege eröffnen könnte. Wenn man es denn nur effizienter und gezielter nutzen würde. Gegebenenfalls auch bisher vielleicht brachliegende Kompetenzen ausschöpfen würde. Sich vor allem aber, statt immer nur auf materielle Posten, d.h. immer mehr und noch mehr Geld, auf das immaterielle Kapital eines Standortes konzentrieren würde. 

Fr

03

Jul

2020

Kundenwert - Standortbilanz Lesebogen 23: J. Becker, Denkstudio für strategisches Wissensmanagement

 In der Standortökonomie interessieren alle jene Kriterien, nach denen Unternehmen ihre Entscheidungen für und gegen Neu- bzw. Erweiterungsinvestitionen treffen. Wichtig für Dritte, die einen Startup zu bewerten haben, sind Kundenkennzahlen, welche es ermöglichen, den Wert von Kunden abzuschätzen. Die Entwicklung dieses Wertes korreliert meist auch mit dem Wert des Startup. Es geht darum, sich zunächst den Weg vorzustellen und nicht schon Zukunft zu erträumen, die reale Situation nicht aus den Augen zu verlieren, die Vision immer mit der Realität zu kontrastieren: gut geerdet ist man gegen allzu verführerische Luftschlösser gefeit.

 

Di

30

Jun

2020

Wissensbasierte Strategieplanung mit Arbeitsprogramm: Jörg Becker Kindle Shop

Wissen bestimmt in zunehmendem Maß den Wert unserer Produkte am Markt und hierüber den Handlungsspielraum unserer Wirtschaft für die Zukunft. Wissen macht sicher, Wissen ist Macht, Wissen zu Geld machen, Wissen ist Zukunft und was sonst noch alles, was man immer wieder zu hören bekommt. Warum ist dies alles so wahr, aber unsere Wirklichkeit so völlig anders? Das Nahziel ist erreicht, wenn kleine, mittlere und insbesondere wissensintensive Unternehmen sich im eigenen Bereich darauf besinnen, welches Wissen sie insbesondere zur Einschätzung von Risiken und Vermeidung von Krisen benötigen und wie sie dieses Wissen mit hohem Sicherheitsstandard aus verfügbaren Daten und Informationen überleiten und herstellen können.

So

28

Jun

2020

Kindle Shop, Jörg Becker: Digitaler und disruptiver Wandel im Blickfeld von Standortanalysen, Chancenmanagement der Dynamik

Egal wie groß die Datenmenge auch sein mag, ein Grundgesetz des Organisierens lässt sich damit nicht erschüttern: Entscheidungen müssen getroffen werden – immer noch unter den Bedingungen begrenzter Rationalität“. Die Hoffnung trügt, errechnen zu können, was es eigentlich zu entscheiden gilt. Denn wo bliebe sonst das Unbekannte, die kreative Idee? Nur weil etwas formal weniger strukturiert ist, ist etwas nicht weniger wertvoll oder gar verzichtbar. Es geht darum, mehrere Methoden anzuwenden, Vor- und Nachteile der Abstraktion und Vereinfachung gegeneinander abzuwägen und vor allem zu lernen, wie das Eine mit dem Anderen zusammenhängt und wie die jeweiligen Ergebnisse zu interpretieren sind.

Mi

24

Jun

2020

Entscheidungsunterstützung 20: Risiko und Geldfluss (Denkstudio für strategisches Wissensmanagement, Kindle Shop)

Wer Risiken identifizieren, messen, limitieren und steuern kann, ist in der Lage, Risiko zum positiven Produktionsfaktor zu machen und aus der Unsicherheit im Geschäft Kapital zu schlagen. Wer Risiken schneller und besser als andere einschätzt und entsprechend reagiert, kann sich dadurch Vorteile im Markt sichern. Das aktive Management von Risiken hat wesentlichen Anteil am Ertragserfolg.

Di

23

Jun

2020

Jörg Becker Entscheidungsunterstützung 19: Clusterförderung Werbewirtschaft (XinXii Publishing)

Strategische Überlegungen der Wirtschaftsförderung sollten sich nicht nur auf einen einzigen Zielcluster beschränken. Vielmehr könnten dabei immer mehrere mögliche Cluster ins Auge gefasst und verglichen werden. Zumal ja von Standort zu Standort unterschiedlich bereits einzelne Cluster-Bausteine vorhanden sein sollten und deshalb im konkreten Fall für die Strategieentwicklung zu berücksichtigen sind.

Do

18

Jun

2020

Auftragschancen - Entscheidungsunterstützung 17: Jörg Becker, Denkstudio für strategisches Wissensmanagement

Zu treffende Entscheidungen liegen oft so im Spannungsfeld von kühlem Kopf und Bauchgefühl: der kühle Kopf steht für rational, das Bauchgefühl verbindet man mehr mit Intuition und Eingebung. Angesichts ein manchmal nicht beherrschbaren Informationsflut einerseits oder unzureichenden Daten andererseits genügt es dann nicht, für die Entscheidungsfindung rein analytisch oder streng logisch vorzugehen: verstandesmäßige müssen dann durch intuitive Entscheidungselemente ergänzt werden. Das Intuitive ist dabei nicht nur ein Anhängsel des Rationalen.

Di

16

Jun

2020

Eine disruptive Arbeitswelt verlangt nach Agilität für das Berufsleben: Jörg Becker, Friedrichsdorf

Auch die digitale Zukunft ist ohne Agilität nicht zu gewinnen. Vor dem Hintergrund einer steigenden Innovationsgeschwindigkeit treten Technologien wie künstliche Intelligenz oder Robotik in direkte Konkurrenz zu den Menschen. Getrieben durch die Digitalisierung entsteht eine neue Infrastruktur des Wohlstands. Neue Wettbewerber treten in daten- und softwaregetriebenen Märkten (in denen alte Claims und Hoheitsgebiete nichts mehr zählen) auf den Plan.

Fr

12

Jun

2020

Kundenmathematik - Entscheidungsunterstützung 16: Jörg Becker, XinXii Publishing

Die Welt der Zahlen verspricht Reduktion von Komplexität: quantifizierender Objektivitätsersatz entlastet vordergründig von Fragen nach dem Sinn und neutralisierte das Hinterfragen nach falsch und richtig. Statistische Daten sind jedoch nicht naturgegeben, sondern von Menschen gemacht: ihnen liegen Interessen und Prämissen zugrunde. Zahlen können deshalb nur in Verbindung mit qualifizierenden Argumenten zu sinnvollen Erkenntnissen führen.

Do

11

Jun

2020

XinXii EBook Jörg Becker, Friedrichsdorf: Dynamische Wirkungsbeziehungen, Entscheidungsunterstützung 14

 

Nach dem humboldtschen Bildungsideal soll ein autonomes Individuum eine Person sein, die Selbstbestimmung und Mündigkeit durch ihren Vernunftgebrauch erlangt. Das Ideal nach dem Konzept von Business Intelligence ist die Gewinnung von Erkenntnissen, die im Hinblick auf bestimmte Ziele bestmögliche operative und strategische Entscheidungen ermöglicht und unterstützt

 

Mi

10

Jun

2020

Wissensintensive Arbeitshilfen - Entscheidungsunterstützung 13 im Kindle Shop: J. Becker, Friedrichsdorf

Menschen folgen bei ihren Entscheidungen zwei unterschiedlichen Systemen: auf der einen Seite gibt es sogenannte Heuristiken, vereinfachende Faustregeln, die ohne größere Überlegungen getroffen werden – eher das, was man als Bauchentscheidungen bezeichnet. Auf der anderen Seite stehen durchkalkulierte Entscheidungen, die man erst nach reiflicher Überlegung trifft. Da beide Konzepte ihre Berechtigung haben stellt sich die Frage, ob und wann jeweils nach dem einen oder anderen System entschieden wird.

Mi

03

Jun

2020

Wissenskapital - Entscheidungsunterstützung 12: Jörg Becker, Friedrichsdorf (Kindle Edition)

Unter Intelligenz kann man dasjenige Vermögen verstehen, eine möglichst einfache Lösung eines gegebenen Problems zu finden. Wer intelligenter als jemand anderes ist, findet eine solche Problemlösung schneller und kommt dadurch vor dem Anderen ans Ziel.

Mo

01

Jun

2020

Planungsanalyse - Entscheidungsunterstützung 11: Becker - Sachbuch auf XinXii-Verlagsplattform

Wandel ist ein ständiges Fließen von Umgestaltung und ist nicht die Folge irgendeiner Kraft, sondern eine nahezu natürliche Tendenz, die allen Dingen und Situationen schon von Vornherein innezuwohnen scheint. Genauso wie das Rationale und das Intuitive komplementäre, sich ergänzenden Formen des Denkens sind.

Sa

30

Mai

2020

Becker, Jörg - Friedrichsdorf: Sensoranalyse - Entscheidungsunterstützung 10 (Kindle Edition)

Im wirtschaftlichen Prozess müssen Planungsinstrumente richtig verstanden und eingesetzt werden: sie liefern nicht automatisch sichere Aussagen über eine unsichere Zukunft. Planung heißt auch nicht, in eine Kristallkugel zu sehen, sondern ist nicht zuletzt eine Projektion der Vergangenheit, die man verstehen muss, bevor man etwas voraussagen kann.

Mi

27

Mai

2020

Wissen in Zeiten der Algokratie: J. Becker, Kindle Edition

Nur wer ohne Vorbehalte akzeptiert, dass er sich vorhersehbar verhält, wird auch vorhersehbar handeln. Nur wer daran glaubt, dass eine anonyme Datenanalysemaschine besser weiß, was für ihn gut ist, verzichtet auf eigene Entscheidungen, auf Freiheit und selbstbestimmtes Handeln. Freies Denken, menschliche Unvollkommenheit und Gefühlswelten können daher als wirksame Schutzmechanismen gegen die anonyme Macht der Algorithmen funktionieren.

Mi

27

Mai

2020

Signale aus dem Rauschen der Umgebung (Kindle Edition von J. Becker, Friedrichsdorf

Signale aus dem Rauschen der Umgebung oder wie viel Zeit bleibt dem homo sapiens? Viele stellen sich die Frage, ob es vielleicht ein so so seltener Zufall (der sich im gesamten Universum nur einmal abgespielt hat) gewesen sei, der zur Entstehung des Lebens geführt habe (dann wären wir allein). Oder „war es in einer ähnlich zusammengesetzten Ursuppe auf einem ähnlich beschaffenen Himmelskörper tatsächlich unvermeidlich, dass sich aus Materie Leben formt?“.

Di

26

Mai

2020

Entscheidungsunterstützung 04 - Becker: Strategie Materialien (Kindle Edition)

Bei der exponentiellen Häufung von Datenmengen stellt sich die alles entscheidende Frage, wie nun mit alldem umzugehen ist. Daten sind, so ist allenthalben zu hören, viel wert: aber nur dann, wenn alle jene, vielleicht noch ungeahnten und vielleicht überraschenden Korrelationen entdeckt werden, von denen sich viele viel versprechen. Erst das Erkennen der richtigen Zusammenhänge eröffnet alle diese neuen Geschäftsmodelle und Erschließung neuer Erlösquellen.

Mo

25

Mai

2020

Wissensbasierte Analyse und Planung - Entscheidungsunterstützung 02 (Kindle)

Erfolgreiche Strategien erwachsen nicht aus einer Projektion der Vergangenheit in die Zukunft, sondern aus der Entwicklung der zukünftigen Position des Unternehmens und aus der Beschreibung des dorthin führenden Weges. Somit sind grundsätzlich Pläne, die auf mehr oder weniger unkritischer Fortschreibung von Vorperiodenergebnissen, die auf mit Erfahrung oder Gefühl entwickelten Schätzungen von Marktvolumen/-preisen/-kosten oder auf Aggregationen ungeprüfter Teilpläne untergeordneter Unternehmenseinheiten basieren, als InstrEumente für eine effiziente Unternehmenssteuerung nicht geeignet.

So

24

Mai

2020

Jörg Becker: Strategie-Bausteine - Entscheidungsunterstützung 01 (Kindle Edition)

Grundsätzlich lassen sich ganzheitliche Unternehmensberichte dadurch kennzeichnen, dass sie unterschiedliche Perspektiven nicht nur berücksichtigen, sondern sich auch mit diesen sehr konkret auseinandersetzen. Dahinter steht die sinnvolle Einsicht, dass die Erreichung finanzieller Ziele letztlich immer nur bei ganzheitlicher Sichtweise, d.h. unter Einbeziehung auch des immateriellen Vermögens, möglich ist. Integriertes Denken und Handeln berücksichtigt bei Entscheidungen sowohl die Wirkungszusammenhänge innerhalb des Geschäftsmodells als auch mögliche Auswirkungen auf das Umfeld im jeweiligen Beziehungsgeflecht.

Sa

04

Jan

2020

Mister Knie auf der Suche nach relevanten Merkmale von Rehakliniken

 

„Mit Indikatoren für die Strukturqualität kann man Rahmenbedingungen für die Gesundheitsleistungsproduktion beschreiben“, sagte Standortbeobachter Torsten Schröder. 

„Welche Strukturmerkmale einer Reha-Klinik könnte man Ihrer Ansicht nach auch in einer Standortanalyse erfassen?“, erfragte hierzu Consultant-Manager Robert Brent. 

„Nun, alle räumlichen, personellen, technischen und finanziellen Merkmale.“ 

„Das heißt solche Merkmale, die Einfluss auf die Ergebnisqualität haben oder Prozesse ermöglichen?“ 

„Genau. Darüber hinaus würde ich als erfolgsrelevante Merkmale auch die Einrichtungsgröße, das Umfeld der Einrichtung und das Vorhandensein eines Qualitätsmanagements ansehen.“ 

„Und auf welche Prozessmerkmale sollte man achten?“ 

„Zu den Prozessmerkmalen zählen die Arbeitsorganisation und der Behandlungsablauf in der Reha-Einrichtung.“ 

„Auch die Kommunikation und Kooperation der Mitarbeiter untereinander?“ 

„Natürlich auch das. Im Einzelnen wären hier folgende Bereiche der rehabilitationsbezogenen Prozesse wichtig: Zuweisung, Behandlungskonzept, Anamnese, Diagnostik, Therapie inklusive Therapiezielfestlegung, sozialmedizinische Stellungnahme und Nachsorge.“ 

„Gibt es denn sonst noch irgendwelche konzeptionellen Merkmale von Bedeutung?“ 

„Ich glaube schon, im weitesten Sinn nämlich das Wertesystem einer Reha-Klinik.“ 

„Was hat man darunter konkret zu verstehen?“ 

„Hierunter werden Leitbilder, Regeln und sonstige Grundsätze zusammengefasst.“ 

„Das heißt, damit könnten auch einrichtungsbezogene Merkmale wie Organisationsstruktur, Klinikphilosophie und Qualitätssicherung abgebildet werden?“ 

„Ja, und zwar auch einschließlich solcher Merkmale wie Führung und Verantwortung, interne und externe Vernetzung, Kooperation und interdisziplinäre Zusammenarbeit sowie Arzt-Patient-Kommunikation.“ 

Sa

09

Nov

2019

Knie-TEP-Geschichten mit TOP-Reha des FOCUS, die so TOP nicht war

Die Geschichten der Reha werden hier und jetzt unter den Aspekten „Wer sagt meiner Knie-TEP wer die beste Reha-Klinik ist“, „Wer prüft die Prüfer der Reha-Klinik für meine Knie-TEP?“ oder „Wie gut sind die Auswahlverfahren der besten Reha-Klinik für meine Knie-TEP“ erzählt. 

Damit sind die Geschichten aber noch nicht am Ende angelangt. 

An anderer Stelle werden die Geschichten der Reha noch unter den Aspekten „Leitlinien und Mindeststandards für die Reha meiner Knie-TEP“, „Zwingende Vorgaben für die Reha-Qualität meiner Knie-TEP“ oder „Was eine „beste“ Reha-Klinik für meine Knie-TEP mindestens tun müsste“ 

und 

unter den Aspekten “Ziele und Teilhabe für die Reha meiner Knie-TEP“, Patienten als Subjekt, nicht als Objekt im Reha-Prozess meiner Knie-TEP“ oder „Sprechende Medizin im Reha-Prozess meiner Knie-TEP“ 

und 

unter den Aspekten „Ergebniskontrolle und Qualitätssicherung des Reha-Prozesses meiner Knie-TEP“, „Zertifikate und Realität des Reha-Prozesses meiner Knie-TEP“ oder „Vermessung des Reha-Erfolges meiner Knie-TEP“ 

fortgeführt und zu Ende erzählt.

 

So

15

Sep

2019

Erfolgreicher im Beruf als Intrigant?

 

Sven hatte Jutta nach während seines Studiums in Frankfurt kennengelernt. Nach seinem Examen stellte er sich bei einer der großen, weltweit bekannten und renommierten Consulting-Firma vor. Vor ihm und etwa weiteren zehn Jahrgangsbesten lag eine glänzende Zukunft.

 

 

 

Auch für das Berufsleben gilt die Formel, nach der ohne Gelegenheit Können nichts bringt. Wurde jemand zum Manager aufgrund seiner Fähigkeiten, sozialen Geschmeidigkeit, Zähigkeit? Oder wurde er erst durch Intrigantentum erfolgreich? Oder war es letztendlich nur ein schlichter Zufall, der ihn nach oben brachte? Jedenfalls ist das ganze Berufsleben immer ein Wechselspiel aus Talent, Anstrengung und glücklicher Fügung (die sich nicht erzwingen lässt). Die meisten Erfolgreichen neigen dazu, sich ihren Aufstieg als eigenen Verdienst anzurechnen und Glück oder Zufall zu unterschlagen. Unterschiede von Einkommen und Status lassen sich auch besser rechtfertigen, wenn man sie ausschließlich auf Leistungen zurückführen kann. Für den Karriereerfolg werden Leistungen eher überschätzt, der Zufall dagegen unterschätzt. „Dass jeder seines Glückes Schmied ist, ist ein Motivationstreiber, der die Marktwirtschaft in Schwung hält“. Leistung soll eine überdurchschnittliche Entlohnung als Ausgleich für jahrelange entbehrliche Anstrengungen legitimieren. Es würde die eigene Bedeutung relativieren, müssten wir unsere Erfolge auf solche Unberechenbarkeiten und Nebensächlichkeiten wie karriereunterstützende Zufälle oder das förderliche Vitamin B zurückführen.

 

 

 

Allerdings sind Karrieren, die nur auf Glück und Zufall beruhen, auch nicht unbedingt der Normalfall. Denn ohne Intelligenz, Wissen und Einsatz kommt auch keine Karriere zustande (von nichts kommt nichts). Es braucht also Leistung. Doch nicht alle, die etwas leisten, schaffen eine erfolgreiche Karriere. Es muss also darüber hinaus Einflussfaktoren geben, die den Unterschied ausmachen. „Dass wir ein Leben lang hat für unsere Ziele gearbeitet haben – von der Schule über die Universität bis hin zur Mid-Career-Weiterbildung an der Business School – das vergessen wir nicht…die kleinen Zufälle aber, die womöglich die Karriere entschieden haben, blenden wir aus“. Wenn die auf der Karriereleiter erreichte Stufe ausschließlich von Leistung bestimmt wäre, hätten weniger erfolgreiche eben nur weniger geleistet, hätte weniger Begabung einbringen können und so fort. Dies entspricht jedoch nicht immer der Wirklichkeit: „Wer heute in Bangladesh auf die Welt kommt, dessen IQ kann noch so hoch sein, dessen Ehrgeiz noch so stark und dessen Fleiß noch so ausdauernd: Es ist trotzdem unwahrscheinlich, dass er es im Leben genauso weit bringt wie einer, der zur selben Zeit in New York City  auf die Welt gekommen ist“.

 

 

 

Zufall und Glück lassen auch den Untüchtigen den Trost der Ungerechtigkeit der Welt und geben ihnen zumindest psychisch gesehen einen Rechtfertigungsgrund, Misserfolg und Scheitern anderen Umständen (Pech, falsches Timing, schlechte Gene) zuzurechnen. D.h. Glück und Zufall sind (und werden immer sein) die großen Unbekannten der Leistungsgesellschaft. “Wer den Zufall ausmerzen wollte, müsste alle Neugeborenen ihren reichen Eltern entziehen und sie in internationalen Erziehungscamps nach identischen Methoden aufwachsen lassen“. Erfolg ist aufgrund der Bestimmungsfaktoren Glück und Zufall kein Grund zur Überheblichkeit.

 

So

08

Sep

2019

Wie hätte im Reha-Verlauf eine gute Kommunikation mit Mister Knie geführt werden müssen?

 

Die Kommunikation mit Mister Knie ist ein kontinuierlicher Prozess, der nicht auf eine bestimmte Reha-Phase begrenzt werden kann. Bereits zu Reha-Beginn ist die gemeinsame und schriftliche Zielvereinbarung eine zentrale, auf den Bedarfen (und Wünschen) von Mister Knie basierende Grundlage. Erst eine solche Kommunikation unterstützt eine strukturierte und bedarfsorientierte Therapieplanung sowie ein patientenorientiertes Vorgehen. Im Verlauf der Reha dient das Gespräch über Reha- und Therapieziele dem rechtzeitigen Erkennen und Klären (!) von Problemen sowie ggf. einer zeitnahen (!) Anpassung von Therapiemaßnahmen. Zum Reha-Ende dient die gemeinsame Zielüberprüfung zwischen Reha-Team und Mister Knie der Klärung von evtl. aufgetretenen Schwierigkeiten, identifiziert Unterstützungsbedarf für die Zeit nach der Reha, liefert dem Reha-Team wichtige Hinweise zur Zufriedenheit und Behandlungsakzeptanz von Mister Knie und kann im Rahmen der internen Qualitätssicherung zur Identifikation von Stärken und Schwächen der eigenen Einrichtung ausgewertet werden. Darüber hinaus sollten mit Mister Knie auch Ziele für die Zeit nach der Reha besprochen werden. Dieses Vorgehen würde die Nachhaltigkeit nach der Reha unterstützen und Mister Knie bewusst machen, dass sein Gesundungsprozess nicht mit dem letzten Tag der Reha schon beendet ist. Man sollte meinen, dass eine „TOP“-Reha-Klinik mit einer solchen Form der (eigentlich selbstverständlichen) Kommunikation, vor allem aber zeitnahen Klärung möglicher Probleme, keine Schwierigkeiten haben sollte. In der Realität der Reha von Mister Knie aber vielleicht doch.

 

Mi

04

Sep

2019

Mister Knie hat für eine Reha-Klinik die Qual der Wahl

 

Medizinische Reha-Einrichtungen haben häufig nicht nur einen Behandlungsschwerpunkt, sondern verfügen oft über verschiedene Fachabteilungen (z.B. Kardiologie und Orthopädie). Es ist recht selten so, als ob über einem Standort ein Schleier von alles verhüllenden Standortfaktoren und undurchsichtigen Erfolgsgeheimnissen läge. Vielmehr ist es allzu oft ein eher lückenhaftes Netz aus unvollständigen oder in ihren dynamischen Wirkungsbeziehungen noch eher unbekannten Prozessen. D.h. oft ist das eigentliche Standortgeschehen kaum für Schlüsselpersonen vor Ort und noch weniger für Außenstehende wie beispielsweise dringend benötigte Investoren durchschaubar: je nach einer der vielfältigen Standortfragen richtet man den Blick bzw. die Analyse immer nur auf einige hierzu herausgepickte Aspekte, lässt alles Andere außen vor oder überlässt es anderen Paralleluntersuchungen, -gutachten und -programmen. Die Begründung und Rechtfertigung hierfür klingen immer gleich oder ähnlich: andere Vorgehensweisen sind zu kompliziert, nicht machbar, zu aufwendig, nicht praktikabel usw. Nach Angaben der Rentenversicherung dürfte es in Deutschland insgesamt ca. 1.300 Fachabteilungen, davon ca. 350 Orthopädie-Rehas geben. Wenn vom FOCUS für die Orthopädie ca. 130 TOP-Auszeichnungen vergeben und hierbei vielleicht 260 Orthopädie-Rehas an dieser Aktion teilgenommen haben, wäre demnach jede 2. Reha-Klinik in Deutschland nach FOCUS-Meinung eine TOP-Klinik. Allerdings haben sich nach Untersuchungen der DRV Rehabilitanden der ambulanten orthopädischen Rehabilitation häufig zufriedener als Rehabilitanden der stationären Einrichtungen geäußert. In den Augen von Mister Knie ist dieses Ergebnis schon erstaunlich und war für ihn so nicht zu erwarten. Etwas verunsichert entschließt sich Mister Knie trotzdem für eine stationäre Reha-Klinik  im Anschluss an seine OP. Und hofft, dass ihm dort bei dieser überwältigenden Zahl von TOP-Kliniken bei seiner Orthopädie-Reha nur das Beste widerfährt.

 

Mo

02

Sep

2019

Mister Knie fällt zufällig ein FOCUS-Gesundheitsheft über "TOP"-Rehakliniken Deutschlands in die Hände

  

Mister Knie ist auf den ersten Blick angetan: „Genau das, was ich suche“, greift tief in die Tasche und kauft sich das Heft. „TOP“-Reha, also das Beste und gerade gut genug für mich“. FOCUS beschreibt für seine Auslese von TOP-Kliniken folgende Vorgehensweise:

 

Im Auftrag von FOCUS interviewen sogenannte Daten-Redakteure eines Recherche-Instituts niedergelassene Mediziner, Klinikärzte, Patientenverbände, Selbsthilfegruppen und Sozialdienstmitarbeiter von rund 1.400 Akutkrankenhäusern. Sie finden heraus, welche Reha-Kliniken den Fachkräften besonders positiv aufgefallen sind. Zusätzlich zu diesem eingeschalteten Rechercheinstitut führt FOCUS selbst eigene Recherchen durch und überprüft (direkt vor Ort durch eigene Anschauung?), welche Therapien eine Klinik anbietet: etwa Ergotherapie, Arbeitstherapie, Inhalation, Massagen, Hydrotherapie, physikalische oder Bewegungstherapie. Zusätzlich setzt FOCUS einen Online-Fragebogen ein, in dem Reha-Kliniken Angaben zur Qualitätssicherung, Hygiene und Serviceangebot (Eigenbildanalyse !) machen können. In einem weiteren Recherche-Strang hat FOCUS Qualitätsberichte (u.a. Daten zu Versorgungsschwerpunkten, Personalstärke) ausgewertet und zieht hieraus Schlüsse auf die medizinische Qualität. Die Qualität einer von FOCUS als TOP-Klinik ausgezeichneten Rehaeinrichtung wurde gemäß FOCUS hauptsächlich anhand folgender Indikatoren bestimmt: Reputation, Strukturqualität (bauliche, technische und personelle Ausstattung), Therapieangebot, Hygiene, Patientensicherheit und Serviceleistungen.

 

 

Irgendwann später werden die Lobpreisungen in einer solchen
„TOP“-Auszeichnung dann auf die Realität und konkrete Erfahrungen von Mister Knie treffen. Bleibt also abzuwarten, wie groß für ihn die Übereinstimmung zwischen Marketing und Wirklichkeit wohl sein wird. Wie belastbar werden „weiche“ indirekte Indikatoren (Reputation, Empfehlungen) oder Angaben se
in, die von den Reha-Kliniken selbst vorgetragen werden (Online-Fragebogen sind geduldig). Steht Mister Knie vielleicht eine Enttäuschung  bevor? Die von FOCUS eingesammelten Info´s sind die eine Seite, die konkrete Umsetzung im Klinik-Alltag der Reha-Prozesse die andere, letztlich entscheidende Seite. Die Story von Mister Knie wird es eines Tages zeigen. Der Weg zum „TOP“ ist oft auch steinig.

 

Sa

31

Aug

2019

Mister Knie und seine Reha mit Hindernis-Parcours ---- Zertifikate-Flut im Gesundheitsmarkt „Orthopädie“ für stationäre Anschlussrehabilitation (AR) Hüft- und

  

Mister Knie hatte alles, wirklich ALLES, versucht, um seinem Knie eine OP zu ersparen. Doch die Schmerzen kamen immer häufiger und heftiger. Bis es keinen anderen Ausweg mehr gab, als in den sauren Apfel zu beißen. Wie viele andere Leidesgenossen auch, stand Mister Knie so vor der Frage, welches Krankenhaus ihn wohl am erfolgversprechendsten und sanftesten operieren könnte. Und welche Reha-Klinik ihn anschließend mit den besten Therapien am schnellsten wieder auf die Beine bringen würde. Ratlos wie ein Artist unter der Zirkus-Kuppel schien es für ihn in Deutschland auf den ersten Blick fast nur „TOP“-Rehakliniken zu geben. Konnte dies wirklich wahr sein oder war es nur einfach schöngemalt?

 

 

Und Mister Knie dachte sich: „der Markt für die stationäre Anschlussrehabilitation von Hüft- und Knie-TEP weist aufgrund von weiter zunehmenden Fallzahlen starke Wachstumsraten auf. Reha-Einrichtungen versuchen über verstärkte Marketingaktivitäten sich einen Anteil von diesem Kuchen zu sichern. Vielleicht versuchen sie ihre Marktposition nur anhand von möglichst vielen Zertifikaten zu halten bzw. auszubauen.“

 

 

Vor diesem Hintergrund stellen sich nicht nur für Mister Knie, sondern auch für viele andere ratsuchenden Patienten Fragen wie beispielsweise:

 

Darf „jedermann“ für Reha-Kliniken Zertifikate ausstellen?

 

Welche Voraussetzungen und ggf. gesetzliche Bestimmungen muss ein Aussteller von Reha-Zertifikaten erfüllen?

 

Gibt es eine Liste der zugelassenen Aussteller für Reha-Zertifikate?

 

Der TÜV prüft Staudämme, könnte er auch Reha-Kliniken prüfen, ob diese den notwendigen Qualitätsanforderungen (Mindest-Therapiestandards) entsprechen?

 

Gibt es Regeln oder Vorgaben, die für eine Ausstellung von Zertifikaten einzuhalten sind?

 

Gibt es unterschiedliche Zertifikate für unterschiedliche Prüfbereiche (Spezialgebiete wie beispielsweise Therapie, Hygiene, Organisation, Reputation, Rehabilitanden-Beteiligung u.a.)?

 

Sind Aussteller von Gesundheits-Zertifikaten in einem Verband organisiert (wie beispielsweise Verband der Wirtschaftsprüfer)?

 

Wie wird die Unabhängigkeit als (hoffentlich) wichtigstes Gut eines Ausstellers von Gesundheitszertifikaten gewährleistet/geprüft? Wie verlässlich sind Gesundheitszertifikate?

 

Gibt es eine Gebührenordnung für die Ausstellung von Zertifikaten?

 

Müssen Aussteller von Zertifikaten unter bestimmten Voraussetzungen für die von ihnen bestätigten Sachverhalte haften?

 

Bedeuten mehr Zertifikate einer Reha-Klinik immer auch mehr Leistung und Qualität?

 

Gibt es einen Markt für Gesundheitszertifikate (Reha-Kliniken), den man nach Volumen, Wachstum u.a. definieren könnte?

 

Wenn ein Reha-Unternehmen mehrere Kliniken betreibt, gilt ein Gesundheitszertifikat jeweils nur für einzelne oder für alle Einrichtungen gemeinsam?

 

Gibt es im Reha-Bereich Zertifikate mit regional unterschiedlichen Schwerpunkten?

 

Müssen nach Erlöschen oder Ablauf eines Zertifikates von der betreffenden Reha-Einrichtung sämtliche Unterlagen, Formulare, Prospekte, Homepages, Einträge in sozialen Netzwerken u.a. daraufhin mit sofortiger Wirkung entsprechend geändert werden?

 

Gibt es bei Gesundheitszertifikaten, die für Reha-Kliniken ausgestellt werden, Mindestanforderungen bezüglich zu prüfender Faktoren (wie beispielsweise Erfüllungsgrad der DRV-Therapiestandards für Hüft- und Kniegelenkersatz TEP)?

 

Muss (vergleichbar der Inflation beim Einser-Abitur) auch bei Reha-Kliniken durch Absenkung der Anforderungs-Niveaus mit immer mehr „TOP-Kliniken“ (bei FOCUS bereits fast jede zweite/dritte im Orthopädie-Bereich), d.h. einer weiter steigenden Flut von Zertifikaten gerechnet werden?

 

 

Also schon bevor es überhaupt richtig losgeht und der Chirurg sein Messer wetzt:  Fragen über Fragen. Woraus sich Mister Knie denkt: „Warum zahlen wir eigentlich unseren Abgeordneten so hohe Gehälter. Sollen sie doch auch einmal etwas für mich direkt tun und mir zumindest mit einem Rat zur Seite stehen!“

 

Kurzentschlossen schickt er deshalb diese Fragen einmal an einen der gesundheitspoltischen Sprecher, von denen jede der Parteien mindestens eine/n im Bundestag zu haben scheint. Ob man ihm wohl antworten wird?

 

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Sa

17

Jun

2017

Schiere Menge allein ist nichts - Big Data ohne richtige Fragestellungen bringt wenig Analysewert

Bei der exponentiellen Häufung von Datenmengen stellt sich die alles entscheidende Frage, wie nun mit alldem umzugehen ist. Wissensbilanzen sind gut, aber wenig verbreitet. Wissensbilanz ist Intellektuelles Kapital, Wissensfaktorenbewegen sich in einem dynamischen Wirkungsnetz, Wissensbilanz ist eine Toolbox für die Entscheidungsunterstützung, Wissensbilanz ist Executive Information System, Wissensbilanz ist Strategieplanung, Wissensmanagement ist Personalentwicklung, Wissensbilanz ist Kommunikationsplattform. Daten sammeln ist nicht schwer, Daten analysieren dagegen sehr. Das Erkennen der richtigen Zusammenhänge eröffnet neue Geschäftsmodelle und unterstützt die Erschließung neuer Erlösquellen. Die Beherrschung der Datenmengen ist technisch kaum noch ein Problem: die Umsetzung in dadurch ableitbare wertvolle Informationen aber schon eher, auf dem weiten Weg dorthin gibt es so manche Hindernisse. Je größer die Datenmenge, desto eher findet man auch Korrelationen: aber vielleicht eben nur irgendwelche, x-beliebigen. Es gibt viele Fallstricke, dass in den Daten steckende Korrelationen zu falschen Rückschlüssen führen können.  

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Fr

02

Jun

2017

7 wichtige Merkmale für eine erfolgreiche Klassifizierung der Kunden

 

Eine Beurteilung, Klassifizierung und Einordnung von Kunden kann zunächst einmal anhand einer üblichen ABC-Analyse erfolgen. Die ABC-Analyse ist eine universelle Methode, mit der für eine Vielzahl von Planungs-, Kontroll- und Analyseaufgaben sinnvolle Schwerpunkte ermittelt werden können. Betriebswirtschaftliche Vertriebsdaten wie Umsätze oder Deckungsbeiträge können danach beurteilt werden, wie wichtig sie im Hinblick auf bestimmte Ziele wie Kunden oder Märkte sind. Bei einer Schwerpunktbildung der Gesamtheit aller in die Untersuchung einbezogenen Positionen ermöglicht die ABC-Analyse, das Wesentliche vom Unwesentlichen zu trennen und so die zur Verfügung stehenden Sach-, Personal- und Finanzmittel gezielt in gewinnbringende Vertriebsaktivitäten zu investieren. Eine ABC-Analyse der Kunden kann beispielsweise mit einer Unterteilung nach festen Umsatzgrößen oder mit einer Unterteilung nach Prozentsätzen des Anteils der Kunden am Verkaufsumsatz erstellt werden. Eine ABC-Bewertungsliste kann dann komplett für alle Kunden oder aber auch für einzelne Kundengruppen erstellt werden. Mit dieser ABC-Klassifizierung können auch die ständige Bonitätsüberwachung der A- und B-Kunden sowie die Ausschaltung unbedeutender C-Kunden unterstützt werden. 

 

Beispiel Kundenklassifizierung nach jährlichem Verkaufsumsatz: Die Ergebnisse zeigen die Bedeutung einzelner Kunden für den Gesamtumsatz des Unternehmens. Diese Kennziffer kann sich unter Umständen von Jahr zu Jahr ändern. Wichtig ist, dass auf Grundlage dieser Ergebnisse Maßnahmen ergriffen werden können, um die Nachfrage bei den wichtigsten A-Kunden durch erhöhte Verkaufsaktivitäten zu sichern. Weiterhin könnten bei bestimmten A-Kunden evtl. zu erwartende Umsatzeinbußen auch durch rechtzeitige Maßnahmen zur Umsatzsteigerung bei B- und C-Kunden rechtzeitig kompensiert werden. 

 

Nicht alle wissen immer, welche Kunden profitabel sind und welche Kunden möglicherweise sogar negative Effekte auf das Ergebnis auslösen. Die häufig praktizierte Bewertung der Kunden nach A-, B-, C- und D-Umsatzgrößen ist ein manchmal nur scheinrationales Raster: der Umsatz des Kunden sagt allein wenig über die Profitabilität des Kunden aus. Oft sind es die umsatzstärksten Kunden, die ohne  Be- oder Verrechnung überproportional Serviceleistungen in Anspruch nehmen. Um die Schwächen der eindimensionalen, rein umsatzbezogenen ABC-Analyse zu vermeiden, lässt sich diese zusätzlich um den Bewertungsmaßstab Deckungsbeitrag erweitern. Daraus lassen sich 9 mögliche Kundenklassen ableiten: Die AA-Kunden mit hohem Umsatz- und DB-Anteil haben den höchsten Kundenwert, die CC-Kunden demgegenüber den niedrigsten Kundenwert. 

 

Ergänzend kann rechnerisch ein Konzentrationsgrad aus Deckungsbeitrags- und Kundenanteil ermittelt werden: Konzentrationsgrad = (Deckungsbeitraganteil : Kundenanteil). Oder mit einer ROC-Analyse (Return on Credit) kann zwischen dem Deckungsbeitrag des Kunden zusätzlich eine Beziehung zur Rentabilität des in den Forderungen investierten Kapitals hergestellt werden: ROC = (Deckungsbeitrag des Kunden: Forderungen gegenüber dem Kunden) x 100. Daraus lässt sich ein ROC-Tableau nach Kundenklassen herleiten. Weitere Kundenklassifizierungen können aufgrund Kaufwiderstand und zukünftiger Wachstumsstärke/Bedeutung des Kunden ermittelt werden. 

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So

28

Mai

2017

Mittelstand Wirtschaftswissen - Excel-Rechenmodelle für die Entscheidungsunterstützung

 

Es ist ein Zeichen guter Entscheider, dass sie sich zwar der immer raffinierteren Kennzahlentools zu bedienen wissen, neben allen Zahlen und Daten aber trotzdem ein hohes Maß qualitativer Komponenten einbeziehen. Führungskompetenz bemisst sich nicht allein nach Umsatz und Gewinn, die Kompetenz eines Trainers nicht allein nach dem Tabellenstand seiner Mannschaft. Nur allzu leicht werden qualitative Aspekte als irrelevant ausgeklammert, da man sie nicht in einem Zahlengerüst bis auf die Nachkommastelle genau quantifizieren kann. Zum Wesen eines Kennzahlensystems gehört unter anderem die Beantwortung der Fragen nach Verhältnismäßigkeit (durch Kennzahlenvergleich) und Ursächlichkeit (durch Kennzahlenzerlegung). Entscheidend ist, dass man nicht einer Kennzahlengläubigkeit verfällt und ihnen nicht bei allen Entscheidungen nur noch sklavisch folgt.

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Mo

22

Mai

2017

Bildung ohne Herrschaftswissen

Bildungs-Achtundsechziger mögen sich heute vielleicht wie ein Don-Quichotte vor einer umgekrempelten Bildungslandschaft fühlen. Deshalb: interessant scheint es zu hinterfragen, auf welches „Bildungserlebnis“ man sich heute einstellen muss. Was früher als Aufnahme von Wissen in Hörsälen stattfand, wird heute manchmal in Lernphasen vor dem Computer verlegt. Online-Formate konkurrieren mit Lehrbüchern und Skripten. Das Modell eines lehrenden Professors in Anfängervorlesungen mit mehreren hundert Studenten scheint überholt. Die scheinbar unbegrenzte Verfügbarkeit von Informationen auf jeglicher Art von Geräten überspült schlichtweg bisherige Barrieren von sogenanntem Herrschaftswissen. Gefragt sind mehr denn je Lehrende, die Zusammenhänge, Sinn und Vernetzungen zielgruppenadäquat vermitteln können.

 

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Do

18

Mai

2017

Standortanalysen mit welchen Sensoren?

 

Verantwortliche für Standorte wie Standortanalysten in Unternehmen wären gut beraten, eine eigene Indikatorkompetenz mit einem zeitnah aktualisierten Daten- und Informationspool einzurichten. Als Ausgangspunkt sollte aber zunächst einmal  Klarheit darüber bestehen, an welchen Stellen eines Standortes man überhaupt Sensoren anlegen will. Erst wenn heraus gearbeitet wurde, was man überhaupt an Messungen benötigt, kann das Augenmerk auf das „Wie“ gerichtet werden. Im Vordergrund stehen dabei folgenden Aspekte: grundsätzliche Verfügbarkeit von Indikatoren, wie aktuell und zeitnah sind die jeweils verfügbaren Indikatoren? Lassen sich die verfügbaren Indikatoren lückenlos zu Zeitreihen verknüpfen, um gegebenenfalls Entwicklungen ablesen zu können? In welcher Form können Einzelfaktoren zu besser verarbeitenden Übersichts- und Gesamtindikatoren gebündelt werden? In welcher Form sind für den Standort Deutschland verfügbare Indikatoren auf die Ebene von Bundesländern, Regionen, Kreisen, Großstädte, Kommunen, Stadtteile oder einzelne Wirtschaftszweige übertragbar?

 

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So

14

Mai

2017

Investition in Mitarbeiterzufriedenheit

 

Ein gutes Betriebsklima gehört zum wichtigen Kapital eines Unternehmens, das allerdings in keiner Bilanz aufgeführt wird. Die Selbsteinschätzung von Vorgesetzten und ihre Bewertung durch deren Mitarbeiter driften oft auseinander. Der Diskrepanz zwischen Selbstbild und Fremdbild liegt ein Kommunikationsdefizit zugrunde, das mit Hilfe von Mitarbeiterbefragungen abgebaut werden kann. Mit der Marktforschung beim Kunden „Mitarbeiter“ geht es u.a. um Information und Anleitung, 66 wichtige Fragen an die Mitarbeiter, anschließende Umsetzungsphase, Rasterfahndung nach Leistungsbremsen, Mitarbeiterbefragung im Potenzial-Portfolio, Verknüpfung mit Wissensbilanz. Denn ein Unternehmen hat nicht nur externe Kunden, sondern auch interne Kunden, nämlich in diesem Fall seine Mitarbeiter. Diese internen Kunden haben ähnliche Eigenschaften und Bedürfnisse wie die externen Kunden. Und: Mitarbeiter sind mit ihren Fähigkeiten einer der teuersten Produktionsfaktoren, auf die sich letztlich die Produktivität aller anderen Faktoren zurückführen lässt. Die Investitionen in eine Mitarbeiterbefragung müssen deshalb ebenso strategisch wie im Bereich des Anlage- und Umlagevermögens geplant und vorbereitet werden.

 

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Do

11

Mai

2017

Virtualisierung des Lebens

 

Elektronische Kommunikation überspringt und verschiebt Grenzen: sie verändert Bedingungen und bisherige Restriktionen der Zeitlichkeit. Während früher die Sphäre des Privaten auf mündlicher Kommunikation basierte mündet dies heute vor dem Hintergrund technologischer Verschiebungen in sozialen Netzwerken. Die Konfrontation mit den Herausforderungen der digitalen Revolution verlangt nach dem Verstehen dessen, was da geschieht. Bevor dies aber möglich wird, müssen Strukturen und Prozesse der auf uns in immer schnellerer Folge einstürmenden elektronischen Technologien aber erst einmal identifiziert und erfasst werden. So hat der klassische Besitz von Wissen über das Gedächtnis an Bedeutung verloren: elektronische Medien schaffen neue Möglichkeitsräume in denen alles verfügbare Wissen auf jedem Laptop zugänglich gemacht werden kann. Mit der Anbindung an elektronische Systeme entstehen neue Szenarien mit einer fortschreitenden Virtualisierung des Lebens

 

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Mo

08

Mai

2017

Soziale Welt mit Datenmustern und Korrelationen erkunden

 

Big Data hat mit sich vervielfachenden Datenmengen und Kapazitäten mittlerweile das Heft in die Hand genommen. Unter dem neuen Regime von Big Data muss man sich nicht mehr mit Stichproben begnügen, denn man hat ja bereits alle Daten des Gesamtkollektivs erfasst. Komplizierte theoretische Modelle werden durch direkt aus der Grundgesamtheit herausgefilterte Muster abgelöst: eine maschinell bearbeitete Empirie der Daten ersetzt die theoretische Erklärung. Soziale Prozesse werden anhand von Korrelationen berechnet, Datenmuster anhand von Algorithmen generiert. Trotzdem oder gerade deshalb bleibt nach wie vor die Frage nach der Tragfähigkeit von solchen Konzepten der Berechenbarkeit, d.h.  ob sich die Komplexität unserer Welt tatsächlich nur mit maschineller Rechenleistung bändigen lässt

 

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Fr

05

Mai

2017

Kompetenzen für die Karriere

 

Guter Schulunterricht setzt heute auch Kompetenzen voraus, die in aller Regel eher außerhalb der Schule erworben wurden. Hierzu zählen u.a. Vereinssport, Musikunterricht oder Ehrenamt. Bei diesen außerschulischen Kompetenzen dürften auch soziale Unterschiede oder auch bestimmte Schulformen eine Rolle spielen. Je höher die soziale Schicht des Elternhauses desto eher sieht dieses als originären Erziehungsauftrag an, seine Kinder „sinnvoll“ zu beschäftigen oder in einem Sportverein anzumelden. Schon weil man stärker bemüht sein wird, seinen Kindern eine bessere (relative) Startposition zu verschaffen. Somit wirkt sich der finanzielle und soziale Hintergrund der Eltern auch auf die spätere Bildungskarriere ihrer Kinder aus. Nicht zuletzt betrachten Kinder ihre Eltern oft auch als Richtschnur für ihren eigenen Bildungsweg: womit sich der beschriebene Kreis dann schließt.

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Mo

01

Mai

2017

Wirklichkeit, Zufall oder Gott Chaos?

 

Mit dem Bild des Zufalls wird versucht, die Wirklichkeit begrifflich zu erfassen, sie irgendwie begreiflich zu machen. So soll der Zufall eine Vorstellung vermitteln, ohne etwas der sinnlichen Wahrnehmung oder der reinen Intuition verdanken zu müssen. In der Theorie der Wahrscheinlichkeiten geht es darum, was am Unvorhersehbaren formalisierbar und quantifizierbar sein könnte. Im antiken Griechenland gab es hierfür extra den Gott Chaos, der das repräsentieren sollte, was nicht organisierbar ist. Der Zufall eröffnet uns eine Welt der Möglichkeiten. Wie das Universum selbst, scheint diese (fast) unendlich. „Die erste Regel der Wahrscheinlichkeiten lautet, dass die Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses die Summe der Wahrscheinlichkeiten aller Möglichkeiten ist, die es realisieren“.

 

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Fr

21

Apr

2017

Wirtschaftswissen Startup Entscheidungstechnik

 

 

Ein Startup als Transformationsmanager muss immer wachsam und sensibel für sein Umfeld sein und muss den richtigen Zeitpunkt zum Handeln  bestimmen können: die Transformation vom analogen zum digitalen muss bewältigt werden. Zeiten der Transformationen sind Zeiten des (kontrollierten) Übergangs, die an Führungskräfte wie Mitarbeiter gleichermaßen besondere Anforderungen stellen und viel (zusätzliche) Aus- und Weiterbildung verlangen. Von Nachteil wäre ein exzessiver Wandel, in dem sich Prozesse unkontrolliert überlagern: ein Transformationsmanager sollte (muss) genau wissen (erkennen), wie viel Wandel zumutbar und beherrschbar ist. Voraussetzungen für erfolgreichen Wandel sind u.a.: in jedem Fall die besten Leute halten, über ein ausreichendes Finanzpolster (falls nicht vorhanden, könnte dies allein schon für Schwierigkeiten sorgen) verfügen können. Kernfragen: soll man sich durch Abschneiden von Randbereichen auf Kerngeschäfte konzentrieren ? oder soll man sich durch Diversifikation in neue Produkte und Märkte möglichst breit aufstellen ? Soll man Transformation in einem radikalen Schnitt vollziehen ? Oder soll man besser Schritt für Schritt vorgehen ? Es gibt wohl keinen Königsweg für die beste und sicherste Transformation: immer aber zählen Kompetenzen und Erfahrungen zu den Schlüsselfaktoren. Transformationen sind häufig auch mit Durststrecken verbunden: es kommt darauf an, diese personell, motivatorisch und finanziell durchzustehen.

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Sa

15

Apr

2017

Ganzheitliches Denken und strategisches Wissen

 

 

Künstliche Intelligenz ermöglicht selbstfahrende Autos, versteht natürliche Sprachen, diagnostiziert Krankheitsbilder, sagt Börsenentwicklungen voraus. Nächste Entwicklungssprünge stehen angeblich bevor: „Rechner müssen zukünftig immer weniger programmiert werden, um bestimmte Aufgaben erfüllen oder Probleme zu lösen. Stattdessen operieren sie quasiselbständig mit Lernalgorithmen.“ Experten gehen davon aus, dass intelligente Systeme bald schon jegliche Form von Wissen autonom (ohne menschliche Hilfen) aus Daten gewinnen können. Mit maschinellen Lernverfahren wird dann Wissen aus Erfahrung generiert. Rechner können mit Lernalgorithmen bereits heute aus umfangreichen, komplexen Daten Muster extrahieren, um Vorhersagen treffen und selbständig Entscheidungen fälle zu können.

 

 

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Fr

31

Mär

2017

Mittelstand mit analytischer Kompetenz

 

Um wichtiges Wissen über Märkte, Mitbewerber, Innovationen und Veränderungen im Umfeld des Unternehmens zu erhalten müssen die in einer Datenbasis abgelegten Informationen in Zusammenhänge, d.h. Relationen gebracht werden. Dabei bilden Business Intelligence-Konzepte eine in betriebswirtschaftliche Managementkonzepte eingebettete Einheit. Das Business Intelligence-Spektrum reicht von der Analyse einfacher EXCEL-Tabellen  bis hin zu komplexen Data Mining-Analysen. Die mit Business Intelligence-Instrumenten gewonnenen Erkenntnisse erzeugen das Wissen, das Unternehmen brauchen, um sich in immer komplexeren Märkten zu behaupten. Informationswerkzeuge müssen mit starken analytischen Applikationen ausgerüstet sein. Diese müssen in erster Linie in gesamtstrategischer und weniger in rein technischer Hinsicht entwickelt werden. Hierunter verstanden werden vorgefertigte Anwendungen, die bereits entsprechendes Business-Knowhow enthalten und damit mit ausgefeilten analytischen Komponenten auch konkrete Geschäftsproblemstellungen praxisnah nachvollziehbar adressieren können. Mit einer derartigen Analysepower gewinnen Unternehmen Einblick in bis dahin unentdeckte oder unbeachtete Zusammenhänge, die ihnen u.a. bei Umstrukturierungen, der Entwicklung neuer Geschäftsmodelle und -strategien, u.a. mit vorgefertigten Lösungsmethoden und Implementierungsmodellen dienen können. Die höchste Stufe wird mit Analytical Intelligence (analytische Intelligenz). Insgesamt gesehen geht es also um die zukunftsorientierte Optimierung komplexer Prozesse innerhalb eines in sich geschlossenen Feedback-Kreislaufs. Im Sinne einer umfassenden Business Intelligence-Plattform mit zentralem Leitbild müssen die Daten für die Durchführung der Analyseprozesse daher zunächst meist aus operativen Systemen extrahiert, transformiert oder heruntergeladen werden. Der Business Intelligence Denkprozesse sollte daher weg vom reinen Reporting hin zu einem gesamtstrategischen Verständnis führen. Denn dadurch erhalten Entscheidungsträger auch die Informationen, die sie brauchen, um ihr Unternehmen in eine erfolgreiche Zukunft steuern zu können.

 

 

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Di

28

Mär

2017

In der Schule lernen, das Wesentliche vom Unwesentlichen zu unterscheiden

 

 Einmal Gelerntes immer wieder nutzen: Jeder ehemalige Besucher einer Schule hat für sich betrachtet wohl anderes in sein Leben mit hinaus genommen. Vielleicht blieb ihm aus vielen Deutschstunden so eines für immer im Gedächtnis haften, nämlich: Einleitung – Hauptteil – Schluss als eine mit strenger Konsequenz immer wiederholte Vorgabe für Klassenaufsätze. Was er damals noch nicht wusste, nicht wissen konnte: Dass die Befolgung dieser simplen Regel ihm später einmal von großem Nutzen sein könnte. Doch schon während Schulzeiten ist mancher damit nicht schlecht gefahren. Denn besonders in deren letzten Jahren wurde vielleicht so mancher mehrstündige Klassenaufsatz abverlangt (das Fach Deutsch hatte vor vielen Jahren in jedem Lehrplan noch ein großes Gewicht). Was manchem für sein Leben als Erkenntnis aus der Regel „Einleitung-Hauptteil-Schluss“ verblieb und man sich immer wieder sagte: Versuche, Wichtiges von Unwichtigem zu trennen! Jede Investition in Gedanken vor einer eigentlichen Ausführung trägt meist im Nachhinein eine hohe Rendite. Versuche zuerst, dich auf ein Thema einzustimmen (Einleitung). Ist das eigentliche Thema durch (Hauptteil), versuche es noch einmal kurz zu rekapitulieren (Schluss). In amerikanischen Firmen sprach man hierzu später von Management Overview. Oft zeigt sich erst später, wie wichtig Schulzeiten für das späteres Leben waren. Viele der bereits in dieser Zeit gestellten Weichen zeigen erst später, in welche Richtung sie eigentlich geführt haben. Keinem Schüler, der in die Berufswelt hinaustritt, wird die Erkenntnis erspart bleiben, dass da noch viel mehr ist. Die Wissensnoten in seinem Abgangszeugnis sind allenfalls ein erster Anfang. Aber sie sind auch das Fundament für die nächsten Entwicklungspotenziale.

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Mo

27

Mär

2017

Risiken mit Konkurrenzanalyse begrenzen

 

 

Durch die Konkurrenzbeobachtung kann ein Zeitgewinn und dadurch eine Zunahme der Aktionsmöglichkeiten, eine Vergrößerung der Aktionsspielräume oder eine Verminderung des Entscheidungsrisikos erreicht werden. Entwicklungen werden dadurch plastischer, längerfristig vorhersehbar und planbar. Anlässe zum Einsatz der Konkurrenzanalyse sind unternehmenspolitische Entscheidungen mit bedeutendem Einfluss auf die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens wie beispielsweise größere Rationalisierungsinvestitionen, Akquisition eines Unternehmens, Erschließung eines neuen Exportmarktes, Entwicklung eines neuen Produkts, Veränderung der Organisationsstruktur oder Veränderung des Planungs- und Informationssystems. Die Vorgehensweise wird nach folgenden Fragestellungen strukturiert: Welche „Wettbewerber-Typen“ (z.B. Angreifer, Herausforderer, Verteidiger, Anpasser) sind im Markt aktiv? Welche Ziele und Strategien (z.B. Kostenführerschaft, Differenzierung, Konzentration) verfolgen die Wettbewerber? Welche Reaktionen sind seitens der Wettbewerber auf eigene Strategien zu erwarten, wo liegen die möglichen Schwellenwerte und Reizpunkte für Wettbewerbsaktivitäten? Welche Ressourcen und noch nicht ausgeschöpften Potenziale könnten von Wettbewerbern mobilisiert werden? Welchen Stellenwert hat das Geschäftsvolumen der einzelnen Produkt-Markt-Kombinationen für den Wettbewerber, welche Austrittsbarrieren des Wettbewerbers sind damit verbunden? 

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