Denkstudio für strategisches Wissensmanagement zur Analyse mittelstandsorientierter Businessoptionen auf der Basis von Personalbilanzen und Standortbilanzen,

Jörg Becker Friedrichsdorf

Dipl.Kfm. Jörg Becker Friedrichsdorf
Dipl.Kfm. Jörg Becker Friedrichsdorf

Die unablässige Suche nach immer mehr Informationen versperrt den Bli- Mittck für das, was wirklich wichtig ist. Oft ist weniger mehr. Business Intelligence generiert vor allem Basisinformationen für zukunftsorientierte Prognosen und Planungen

Wissensmanagement – Big Data ist nicht Big Wissen.

Reduktion der Komplexität:

man muss gründlich nachdenken, um aus der schieren Datenflut wirklich benötigtes Wissen herauszufiltern

J. Becker Denkstudio

Vom Data Mining vollzieht sich in Form von Reality Mining ein lautloser Übergang zur Analyse ganzer Lebensmuster realer Menschen. Die solche neuen Realitäten schaffen, Macht ausüben und damit ihr Geld verdienen, können sie selbst in kleinsten Stücken vermarkten und die eigentlichen Eigentümer der Datenrechte nicht nur enteignen, sondern sie auch kontrollieren oder gar manipulieren

Nüchternes Kalkül ist manchmal besser als Erfahrungswissen: umgekehrt kann auch eine kalt kalkulierte Wahrscheinlichkeitsrechnung in die Irre führen, wenn hierbei zugrunde gelegte empirische Parameter falsch gesetzt wurden. Philosophisch betrachtet könnte man Wahrscheinlichkeit auch als den Grad des Glaubens an die Wahrheit definieren. 

Journalisten sind (sehen sich gerne als) Welterklärer: um das, was um uns geschieht, für Leser verständlich darzustellen (zu machen). Unabhängig von der Technik und von dem Medium, für welches ein Journalist arbeitet. An erster Stelle steht nach wie vor (noch) das Gedruckte. Das gedruckte Layout kann auf einen Blick ein vielseitiges Kaleidoskop interessanter Sachverhalte bieten. Da die Welt nun einmal so ist wie sie ist können (müssen) Druck und Netz auch in der Medienwelt nebeneinander, besser miteinander, existieren. Noch immer ist der Mensch entscheidend, dessen Kenntnis und Kreativität die Qualität von Wissenstransfers prägt. 

Wichtig ist, sich vor Augen zu halten, dass ein Modell nie besser ist als die Annahmen, mit denen man rechnet. Zudem kann immer auch Unvorhergesehenes passieren. Deshalb versucht man in der angewandten Mathematik, fehlende Parameter so zu schätzen, dass sie zum bisherigen Verlauf passen. Die Kunst dabei ist, richtig zu modellieren, also mathematische Modelle für ein reales Problem zu erstellen.

So wie damals die Dampfmaschine das Ausüben von Arbeitskraft verstärkt hat, so erweitert heute der Computer die Möglichkeiten, Wissen aufzufinden. Das Starten einer digitalen Suchmaschine zur Erschließung von Wissen im Internet geht schneller und leichter als die Befragung eines Experten. Die Welt wird quasi am Bildschirm lesbar, das Wirkliche zum Bestand gemacht. Die Automatisierung von Expertenwissen bringt in einer informationsüberfluteten Gesellschaft Vorteile. Aber so wenig, wie Menschen vollständig von Dampfmaschinen abgelöst wurden, so wenig wird man auch trotz Internet auf Experten verzichten können. Aber weil jeder Wissen googeln kann, bleibt nicht alles so wie es ist. Die Autorität von Experten basiert jetzt weniger auf dem Umstand, mehr zu wissen. Als vielmehr darauf, den strukturellen Überblick zu besitzen, um neues Wissen  angemessen und sachgerecht bewerten und einordnen zu können. Denn Suchmaschinen automatisieren das Finden von Wissen, nicht aber seine Produktion. 

Nicht wenige fühlen, das alles, was in zahllosen Rechnern an Daten wahrgenommen und verarbeitet wird, nicht ausreichen wird, um für die Welt, in der wir uns bewegen, benötigtes Entscheidungswissen zu erzeugen. Der Versuch, fehlendes Wissen, durch Berücksichtigung von immer mehr Informationen zu kompensieren, führt in eine Endlosschleife. Mögliche Erklärung sind u.U. konzeptionelle Defizite, beispielsweise: dass die Potentiale, die Informationsbedürfnisse des Managements umfassend und flexibel abzudecken, viel zu hoch angesetzt werden, dass die Vorstellung vom „vernetzten Manager“ oder „gläsernen Unternehmen“ in der Realität als überzogen erscheint. Was nötig ist, sich Grenzen des Wissens einzugestehen und sich nicht mit immer mehr Informationen über dessen Fehlen hinwegzutäuschen. Es braucht Personen, die den Mut haben, ohne Rechthaberei zu ihrem fragilen Wissen zu stehen.

Komplexität als eine Eigenschaft der uns umgebenden Welt zu akzeptieren, bedeutet, sich darauf einzulassen. Komplexität ist ein Zustand, der sich in ständiger Veränderung in Bezug auf das Ganze befindet. Es geht um das Verständnis der eigenen Rolle bei der Auseinandersetzung  mit den Problemen, die zum einen aus Absichten, Zielen und Plänen, zum anderen aus den vorgefundenen Bedingungen resultieren. Die Situation ist der Betrachtung eines komplizierten Kunstwerks im Halbdunkel vergleichbar, dessen einzelne Facetten durch die Beleuchtung aus jeweils verschieden ausgerichteten Lichtquellen unterschiedliche deutlich hervortreten, d.h. komplex geht es zu, wenn es unüberschaubar, vernetzt, eigendynamisch, undurchsichtig, wahrscheinlichkeitsabhängig oder instabil ist.

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Seien es Flüchtlingsströme, Migranten, Terrornetzwerke, Klimawandel, G-20-Treffen, Freihandelsabkommen oder riesige chinesische Infrastrukturprojekte, Nationalismus, Protektionismus, Separatismus, Veränderung der Arbeitswelten oder soziale Plattformen: als Universalerklärung steht immer die Globalisierung im Raum. „Die Globalisierung gilt es Grund für die Armut in Ländern des globalen Südens genauso wie für deren Verringerung; für Biodiversität und gleichzeitig für das Artensterben; für die Ablehnung der EU wie auch für die Zustimmung zu ihr……aus dem Blickwinkel der Globalisierung ließen sich ganz disparate Erscheinungen aufeinander beziehen, erwiesen sich die großen Menschheitsfragen mit der alltäglich erfahrbaren Lebenswelt verknüpft, ja schien letztlich alles mit allem verbunden. Erderwärmung, Wanderungsbewegungen, internationale Standortkonkurrenz, erschwingliche Flugreisen, Austausch über das Internet und peruanische Musikgruppen in deutschen Fußgängerzonen – alles bezeugte den einen großen Zusammenhang.“

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Auf der Basis von datenzentrischen Produkten (Sammlung und Aufbereitung von Daten) sind neue Geschäftsmodelle entstanden. Dabei geht es um die Fähigkeit, externe Daten- und Wissenssammlungen mit der eigenen Informationsbasis zu verknüpfen: durch die bedarfsgerechte immer wieder neue Kombination von Daten entstehen neue Möglichkeiten und Wertschöpfungsnetze. Der Fokus liegt nicht mehr auf der Produktion physischer Güter, sondern konzentriert sich im Sinne einer immateriellen Wertschöpfung auf die Sammlung und Aufbereitung von Informationen. Der Schlüssel ist die Evaluierung und Auswahl relevanter Informationen. Das weltweite Informationsvolumen verdoppelte sich etwa alle zwei Jahre. Es kommt also darauf an, Ordnung zu schaffen und den geschäftlichen Wert der Daten für bessere Entscheidungen und Prozesse zu erschließen. Die Qualität von Informationen steht und fällt mit der Qualität der Datenbasis. Wenn Datenqualität und Informationsqualität auseinanderklaffen, versinken wir im Treibsand der Daten.

Menschen nutzen ihre Fähigkeiten, Muster zu erkennen und zu verstehen, um sich Entscheidungen zu erleichtern, um Vorteile zu erlangen oder um Leid zu vermeiden. Wichtig ist, dabei auf das Wissen um widerkehrende Muster zuzugreifen, damit nicht jede Entscheidung immer wieder von Grund auf neu be- und durchdacht werden muss. Auch Wirtschaft und Märkte verlaufen gemäß Mustern. Manche dieser Muster werden als Zyklen bezeichnet. Sie ergeben sich aus natürlich auftretenden Phänomenen, aber auch dem Auf und Ab der menschlichen Psyche und dem daraus resultierenden Verhalten. Gewisse Ereignisse widerfahren allen, die in einem bestimmten Umfeld arbeiten, gleichermaßen. Aber nicht alle hören gleichermaßen auf sie. 

Kreativität ist eine Black-Box, von der niemand weiß, was drinnen vorgeht.  Zwar können Computerprogramme Quizfragen beantworten oder medizinische Diagnosen erstellen. Aber was ist mit einer weitere Domäne des Menschen: der Kreativität? Ist Kreativität so etwas wie ein Etikett, das man auf kognitive Prozesse klebt, solange man sie nicht versteht? Das Problem dabei: nach wie vor bereitet es Schwierigkeiten, menschliche Kreativität überhaupt verstehen zu können. Was eine Voraussetzung dafür wäre, den menschlichen Geist mit künstlicher Intelligenz nachzubilden. Eine einfache Form von Kreativität besteht darin, bekannte Elemente auf eine neue Weise zu kombinieren.

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Ökonomen untersuchen mit Modellen, wann und unter welchen Bedingungen Märkte funktionieren. Man will beschreiben, was (und warum es) in bestimmten Märkten passiert. Unterlegt wird in diesen Modellen meist ein Homo oeconomicus, ähnlich wie bei einer Landkarte, die auch wegen ihrer Realitätsferne so nützlich ist: eine Landkarte im Maßstab eins zu eins wäre nutzlos. „Der Homo oeconomicus ist  notwendig wenn man mit Hilfe von Modellen die Realität verstehen will. „Mit der Modellannahme eines irrationalen Menschen lassen sich keine verlässlichen Prognosen und Hypothesen mehr aufstellen, es ist ja gerade das Wesen der Irrationalität, dass sie sich jeglichen Erklärungsversuchen und damit jeglicher Modellbildung entzieht“. Reale Menschen rechnen oft nicht erst, bevor sie entscheiden, sondern nutzen Intuition, Handlungsnormen, Routinen, Prinzipien, Überzeugungen, Konzepte u.a. Was nicht heißt, dass Modelle unnütz wären. Viele der intuitiven oder erlernten Verhaltensweisen sind nicht irrational sondern hocheffizient (da sie über lange Zeit in einem biologischen, kulturellen, evolutionären Prozess als bewährte Prinzipien der Entscheidungsbildung entstanden sind). Viele Märkte funktionieren so wie sie sich über Jahrhunderte hinweg gebildet und eingespielt haben. Mit ihren Modellen versuchen Ökonomen lediglich das rational ab- und nachzubilden, was Menschen aus ihrer Entwicklung heraus richtig machen (können, sollen).

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Damit Strategien wirken, müssen sie kommuniziert werden. Probleme bei der Umsetzung von Strategien können nicht zuletzt auch dadurch entstehen, dass eine Strategie so unklar formuliert ist, dass die für die Umsetzung Verantwortlichen nicht immer genau wissen, was überhaupt umgesetzt werden soll. Damit eine Strategie die durch sie erwünschten und erhofften Veränderungen aber überhaupt auslösen kann, muss sie auch nachvollziehbar an diejenigen kommuniziert werden, die sie umsetzen müssen. Eine geeignete Kommunikationsplattform hierfür ist eine Wissensbilanz.

Wie messen Menschen Risiken? Warum investieren manche mehr als anderer? Warum ändern Leute ihre Strategie, wenn sich die Einsätze in einem Spiel ändern? Eine komplexe Umwelt zwingt uns, Entscheidungen zu treffen, die ein Verständnis (eine Bewertung) von Risiko voraussetzen. Auf der einen Seite haben viele Menschen ihr Bewusstsein für Risiken geschärft, auf der anderen Seite gehen viele mit Risiken mit einer Art kollektivem Schulterzucken um. Viele Risikoarten, denen man ausgesetzt ist, werden als solche nicht erkannt, zumindest aber nicht wahrgenommen. Denn Entscheidungen über zukünftige Ereignisse muss man trotz aller Unsicherheiten treffen. Manche lassen sich eher von ihrem Bauchgefühl leiten, andere dagegen bewerten ihre Optionen eher nüchtern kalkulierend, Vor- und Nachteile gegeneinander abwägend. Das ganze Leben ist zwangsläufig riskant. 

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Immer mehr Daten sammeln ist schön und gut: nur nutzt es wenig, wenn mit den Daten nichts passiert. Ob nun Geschäftsdaten, Kundendaten, Inhalte aus dem Web, Kommunikation zwischen Maschinen oder soziale Netzwerke: über allem steht stets die richtige Frage: d.h. wer in großen Datenbergen gute Antworten finden will, braucht gute Fragen. Man kann heute zwar über bessere Software und Methoden verfügen, die Daten zu analysieren: doch auch gesteigerte Rechenleistungen entbinden nicht vom effektiven Informationsmanagement und der Kernfrage: was soll mit welchen klar umrissenen Zielen analysiert werden? Einerseits sitzt man mit jenen angesammelten Datenbergen auf einem Wissensschatz, hat aber andererseits manchmal eher nur unklare Vorstellungen darüber, wie dieses schwer durchschaubare Geflecht eigentlich zu heben und auszuschöpfen wäre

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Ohnehin war klar, dass das Moore´sche Gesetz als eine Exponentialfunktion nicht in alle Ewigkeit so weiter fortgeschrieben werden konnte. Aber die Welt dreht sich trotzdem weiter, und zwar immer schneller: nie wieder wird sich die  Welt so langsam verändern wie heute So könnten mit den Erkenntnissen von Neurowissenschaften Fortschritte erzielt werden, die derzeit noch außerhalb der menschlichen Vorstellungskraft liegen. Vor dem Hintergrund der Tatsache, dass ein menschliches Gehirn (für manchmal unglaubliche Leistungen) nur gerade einmal zwanzig Watt verbraucht, um zu funktionieren. 

Die Macht der Algorithmen wächst: sie steuern unser Leben, stehen mit uns auf, gehen mit uns schlafen. Algorithmen machten die Handlungen eines jeden Einzelnen berechenbar und vorhersagbar. Faszinierende Computerprogramme, gespeist mit neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen,  könnten, so propagieren viele Software-Gurus, einfach nicht irren: schon gar nicht im Vergleich zu den Beschränkungen eines menschlichen Gehirns. Menschen würden wie Marionetten an den Fäden des Algorithmus in den Fängen der Manipulierbarkeit hängen: nicht mehr der Einzelne könne entscheiden, sondern nur noch ein gefühlloser Algorithmus. Abseits von aller Sachproblematik ist damit ein Knackpunkt angesprochen: die Gefühlswelt des Menschen

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Auch ein noch so gescheiter und mit Daten vollgestopfter Algorithmus müsste wohl eher ratlos vor den Menschen innewohnenden Gefühlsschwankungen stehen und dann mit dem Datensammeln von vorne beginnen: quasi ein RESET des Algorithmus. Nur wer ohne Vorbehalte akzeptiert, dass er sich vorhersehbar verhält, wird auch vorhersehbar handeln. Nur wer daran glaubt, dass eine anonyme Datenanalysemaschine besser weiß, was für ihn gut ist, verzichtet auf eigene Entscheidungen, auf Freiheit und selbstbestimmtes Handeln. Freies Denken, menschliche Unvollkommenheit und Gefühlswelten  können daher als wirksame Schutzmechanismen gegen die anonyme Macht der Algorithmen funktionieren. Dies ist umso dringender ein Gebot der Stunde, als durch anonyme Algorithmen, vielleicht zunächst nur unbemerkt, ein sich destotrotz dynamisch entwickelnder sozialer Druck aufgebaut wird: jede Interaktion (und sei sie auch noch so kritisch) wird als wertvoller Input zur weiteren Perfektion des Systems erfasst und aufgezeichnet. Alle Versuche, den Mustern der Algorithmen entgegenzuwirken, werden ausgewertet und für neue Algorithmen verwendet. Niemand weiß, welche Instanz an den Reglern der Algorithmen sitzt, man kennt weder Motive noch hat man Einfluss auf sie. Die größten Gefahren, die aus solcher Erkenntnis der Ohnmacht entstehen, lauern in den Wahrscheinlichkeiten einer zunehmenden Selbstzensur

Big Data bedeutet nicht automatisch einen Zuwachs von Wissen und Erkenntnis. Viele verbinden mit Big Data, dass nunmehr Computer allein auf sich gestellt alles prognostizieren könnten. Computer selbst verstehen aber wenig oder nichts von der zu analysierenden Sache. Dieser Tatbestand wird auch nicht dadurch geheilt, dass Computer so lange zum Korrelieren und Clustern gezwungen werden, bis dabei etwas statistisch Signifikantes herumkommt. Unternehmen sitzen, auch ohne dem Google-Geschäftsmodell anheim gefallen zu sein, trotzdem auf ganzen Bergen von Daten. Solche Ansammlungen sind aber noch keine Gewähr dafür, genau zu wissen, was man weiß: das Konzept der Wissensbilanz lässt grüßen. Mit Hilfe von ungeheuren Rechenleistungen lassen sich zwar beliebig Korrelationen finden: Computer alleine können aber oft die zugrunde liegende Datenqualität nicht erkennen.

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Der alte Spruch aus dem Beginn des Computerzeitalters vom „Garbage in – garbage out“ hat nach wie vor seine Gültigkeit: sinnfrei gesammelte Daten sind meistens unsauber oder inkonsistent und können im unbehandelten Zustand leicht zu falschen und/oder irreführenden Ergebnissen führen. Ergänzend ist die Frage zu stellen, ob einfachere Methoden (vieles basiert auf der relativ simplen Methode der Durchschnitt-Rechnung) nicht auch kompliziertere Methoden schlagen können: einfache Methoden haben in jedem Fall den Vorteil, gegen strukturelle Veränderungen robuster zu sein. Vielleicht ist es trotz allem Big Data noch nicht altmodisch, gründlich nachzudenken, auf Sachkunde und Erfahrung zu setzen, Fragen zu stellen, Überlegungen anzustellen, Überlegungen zu strukturieren, um aus der schieren Datenflut wirklich benötigtes Wissen herauszufiltern

Es werden immer mehr geschäftlich relevante Daten produziert und analysiert. Business Intelligence generiert vor allem Basisinformationen für zukunftsorientierte Prognosen und Planungen. Mögliche Gefahr: Auswertungen immer größerer Datenmengen bringen nur abnehmende Zusatzerkenntnisse und verwässern eine bereits mühsam erarbeitete Wissensessenz. Die unablässige Suche nach immer mehr Informationen versperrt den Blick für das, was wirklich wichtig ist. Oft ist weniger mehr. Bei der einseitigen Ausrichtung auf „harte“ Key Performance Indikatoren (KPI), gerät nur allzu leicht das eigentliche Management der „weichen“, qualitativen Erfolgsfaktoren in den Hintergrund. Die Jagd nach immer mehr Information ist manchmal nur der Vorwand, Entscheidungen aufzuschieben. Man gerät in eine Endlosschleife.

Auch wenn bereits die relevanten Fakten auf dem Tisch liegen und man bereits in einem Wust der Irrelevanz unterzugehen droht, werden vielleicht noch neue Arbeitskreise gebildet oder Gutachten eingeholt. Der Informationsflut droht eine Informationsverschmutzung im immer undurchsichtigeren Informationsdschungel. Ein Zuviel an Informationsmenge suggeriert leicht eine Sicherheit, die es so gar nicht gibt, nicht geben kann. Für die Entscheidungsfindung werden zunehmend erfolgskritische Informationen auf Basis relevanter Kennzahlen eingefordert. Auch kleinere Unternehmen müssen im heutigen Wettbewerbsumfeld in der Lage sein, unterschiedliche Datenquellen zeitnah zu analysieren und strategisch nutzbar zu machen. Business Intelligence ist ein wirksames Gegenmittel gegen ungebremste Informationssammelwut

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Der Schlüsselfaktor für die Zukunft ist ein proaktives Change Management, d.h. die Bereitschaft zur Veränderung von Spielregeln. Dazu kommt die Qualität der Umsetzung durch eine gezielte Entwicklung der inneren Schlagkraft des Unternehmens in Menschen bzw. deren Fähigkeiten und abgeleitet daraus in Strukturen, Systeme und Prozesse. Es genügt nicht, nur besser zu sein: ohne herausragende Antizipations- und Reaktionsfähigkeit ist vieles fraglich. Vielmehr müssen die Grundrichtungen und Konzepte mit dem festen Willen zur positiven Veränderung (nicht nur zur Verbesserung!) gezielt verfolgt und mit gestalterischem Denken genutzt werden. 

Die Produktzyklen haben sich verkürzt, die Wertschöpfungsketten werden immer vernetzter. Ziele sind u.a. Verankerung der schnellen Leistungsbereitschaft des Unternehmens, Suche nach zeitorientierten Wettbewerbsfaktoren für die Planungsunterstützung, organisatorische Planung hin zu beweglichen und am Markt direkt messbaren Leistungseinheiten, Vereinfachung der Planungs- und Konsensprozesse auf der Entscheidungsebene, Verkürzung der Zyklen für Produkt- und Verfahrensinnovationen, Flexibilisierung der Produktion, Konzentration auf Leistungsschwerpunkte

Die allgemeine Entwicklung ist gekennzeichnet durch weltweite Vernetzung durch Massenmedien, Image und Kommunikation als Erfolgsfaktoren, zunehmende Veränderungsgeschwindigkeit, Potentialausschöpfung über schnelle Kommunikation, Schlüsselrolle der Medien für Unternehmensperspektiven. Die Entwicklung neuer Informationstechniken hat unsere Welt schneller gemacht, was zeitnahe Anpassungen erfordert. Aus dieser Entwicklung folgt Zukunftsorientierung: der rein vergangenheitsorientierte Umgang mit Steuerungsinformationen bietet keine ausreichende Basis für die Zukunftssicherung. Komplexitätsreduktion: erfordert aktive Unterstützung durch Analyseprozesse. Szenarien: die Fähigkeit, alternative Szenarien interaktiv zu modellieren, ermöglicht die Simulation von optionalen Zukunftsstrategien. Soft Facts: Neben Kennzahlen ist auch die Integration von „weichen“ Informationen notwendig. Volatilität des Umfeldes als Herausforderung: Nicht nur in vergangenheitsbezogenen Daten denken, sondern Szenario- und Sensitivitätsanalysen nutzen. Nicht das Erkennen von Veränderungen, sondern die hierauf zu treffenden Entscheidungen und vor allem deren zu langsames Umsetzen können zum Problem werden. Das Hüten einer immer weiter verfeinerten Controlling-Toolbox hilft nicht, wenn nicht gleichzeitig Status quo, Geschäftsmodell und Instrumente ständig hinterfragt und überdacht werden.

J. Becker Denkstudio

Daten sind für sich gesehen zunächst weder schlecht noch gut: alles hängt davon ab, was man aus ihnen macht und wie man sie verwendet. Daten sind auch noch keine Informationen und Informationen sind auch noch kein Wissen. Will man etwas Gutes tun, muss man hierfür oft auch Daten haben und auswerten können: das ist in der Medizin und in vielen anderen Lebensbereichen so. Wenn Daten das Erdöl des 21. Jahrhunderts sind, darf man mit diesen genauso wenig verschwenderisch umgehen, sondern muss ihre Potenziale ausschöpfen. In Daten liegen noch viele ungehobene Schätze. Auch Data Mining hat dazu beigetragen, die Wünsche von Verbrauchern zu erfahren und Kunden besser zu verstehen. Vor allem kommt es darauf an, nicht nur den ökonomischen Interessen zu folgen, sondern unabhängig hiervon mögliche Gefahren und Risiken ungebremster Datensammlungen zu identifizieren und eine ergebnisoffene Abwägung von Kosten und Nutzen, von Stärken und Schwächen sowie von Risiken und Chancen vorzunehmen. 

J. Becker Blog - Wirtschaft Wissen

Abläufe werden immer agiler gestaltet: hierfür braucht es kreative Köpfe die über den eigenen Tellerrand und Grenzen hinweg schauen können. Erfolg und Misserfolg hängen im verstärkten Maß von individueller Performance dieser Wissensarbeiter ab.  

Manchmal wird einer Forderung nach detaillierter Planung der Einwand entgegen gehalten, dass eine präzise Form der Planung ohnehin unmöglich sei, da niemand in die Zukunft schauen könne. Neben „harten“ quantitativen Daten müssen für die Geschäftsplanung auch sogenannte „weiche“ qualitative Einschätzungen bereitgestellt werden. Tool-Boxen: Wissensbilanz, Standortbilanz, Personalbilanz.

Freier Journalist
Freier Journalist

Ein Journalist ohne Inhaltskompetenz ist wohl eher selten auch ein guter Autor: weil dieser für die Vermittlung von Informationen über Kompetenzen verfügen muss, um seiner wichtigsten Aufgabe, nämlich Haupt- von Nebensachen zu unterscheiden, gerecht werden zu können. Ein Fachjournalist muss Relevantes von Irrelevantem zu trennen wissen: dafür braucht es Fachwissen. 

Computer kommunizieren mit einer Datenübertragungsrate von einer Billion Bits pro Sekunde, während der Mensch nur mit einem Tempo von zehn Bits pro Sekunde unterwegs ist. Eine Breitbandverbindung vom Gehirn zu einem Computersystem könnte vielleicht helfen, eine Symbiose zwischen menschlicher und maschineller Intelligenz herzustellen. 

4 Spezialisten für Klima, Kulturelles, Ordnungspolitik und Standortanalyse: Gunter Schwind - Jürgen Reuling - Michael Hagemann - Jörg Becker

Finden und Produktion von Expertenwissen sind zwei Paar Schuhe:

So wie damals die Dampfmaschine das Ausüben von Arbeitskraft verstärkt hat, so erweitert heute der Computer die Möglichkeiten, Wissen aufzufinden. 

Mi

18

Mai

2022

J. Becker Denkstudio - Ökonomie des Lebens

Dinge der digitalen Revolution schleichen sich immer nach dem gleichen Muster in das tägliche Leben: es beginnt mit einigen Technik-Freaks, wird dann zum Statussymbol für wohlhabende Fortschrittsfreunde und macht dann selbst Kinder süchtig. Niemand möchte in den Verdacht geraten, mit dem rapiden „Fortschritt“ nicht im reinen zu sein. Das Internet der Dinge verspricht wahre Wunderding wie u.a. schlaue Häuser, selbst-fahrende Autos, den Schlaf steuernde T-Shirts, Puls messende Pflaster, selbst nachbestellende Kühlschränke oder Autos aus dem 3D-Drucker. „Es gibt keinen anderen Fortschritt als den, den es gibt: die Gegenwart war schon alternativlos, als sie noch Zukunft war.“ So waren die 60er Jahre eine Ära schöpferischer Zerstörung angeblicher kapitalistischer Systemzwänge. Die Diktatur der Ökonomie über die Menschen wurde vor dem Hintergrund stetigen Wachstums für endgültig besiegt erklärt. Aus heutiger Sicht scheint es, dass dies nur eine Zwischen- und Übergangsphase war, denn: Erwerbsarbeit dringt mittlerweile tiefer denn je in das Alltagsleben ein, Aufbau von Humankapital ist zu einem zentralen Thema geworden, Karriereplanung beginnt bereits im Kindergarten, das Individuum verwirklicht sich in seiner höchsten Form als Ich-AG, Konsum wird grenzenlos,die Durchökonomisierung aller Lebensbereiche schreitet fort

https://www.bod.de/buchshop/personalbilanz-lesebogen-430-mittelstand-decision-support-per-projekt-und-finanzrechnung-joerg-becker-9783743180840

Mo

16

Mai

2022

Zeitbudget - Wohlstand oder Notstand?

Unter Themenkomplexen wie beispielsweise Zeitwohlstand, Zeitnotstand oder Zeitsouveränität fragt man sich, ob wir nicht längst zu Sklaven unseres eigenen Fortschrittstrebens geworden sind. Von vielen wird zu Recht befürchtet (definitiv festgestellt), dass neue Möglichkeiten der Zeiteinsparung nur noch mehr Zeitnot produzieren würden. Wenn es denn ein Genuss ist, sich vom neuen Lebenstempo davontragen zu lassen, kommt kaum jemand umhin sich zu disziplinieren, um auch einmal ein paar Stunden in Muße zu verbringen. Ob man die Beschleunigung der digitalen Welt nun als Genuss oder doch eher als atemlosen Stress empfindet hängt wohl nicht zuletzt davon ab, an welcher Markierung des Zeitstrahl man geboren ist. Wer seinerzeit noch auf klappriger Schreibmaschine tippte oder in Bibliotheken endlos nach Büchern stöberte wird das beschleunigte Lebenstempo vielleicht anders empfinden als jene, die mit ihrem Smartphone quasi verschmolzen sind.

 

 

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Sa

14

Mai

2022

Krieg - Brief aus der Gefangenschaft

Ihr Lieben,

lasset mich Abstand gewinnen von allem

und Zeit zu wägen,

ob das Geschriebene bestehen kann,

vor Euren prüfenden Augen und Sinnen.

Wie leicht ist es doch möglich,

dass ich schon morgen verwerfe,

was heute meinem Leben hinter dem Draht

noch etwas Glanz zu geben vermag.

Ich bedenke wohl dieses:

leere Blätter seh´n mich an,

will schauen, ob ich sie füllen kann –

in der Hinsicht des längeren „hab etwas davon“,

mehr als, es wird allenthalben genug davon gesprochen,

von kulinarischen, magenfüllenden Dingen.

Hingegen – von einem Ochsen kann man keine Milch verlangen !

Ich stell´ mich seitwärts, denn gedacht ist nicht geschrieben.

Möget Ihr nicht einmal sagen: Schade, das schöne Papier!

Ansonsten behaupte ich, wo nichts hinein gesteckt wird,

kann nichts heraus geholt werden.

Es geht uns allen gleich, der Brotkorb hängt noch höher als hoch

und der Karotte vermag ich kein Loblied singen.

Möge also nun nicht der gemäßigte Anfang ersticken.

 

 

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Do

12

Mai

2022

Neue Muster ohne tragfähige Prognosen

Wie immer, wird die Zukunft durch heutige Entscheidungen von Menschen bestimmt, die ihrerseits aber diese Zukunft nicht kennen (oder eine Vorstellung von ihr haben). „Es wird eine unvorhersehbare Gesellschaft sein, in der sich Momente oder Intervalle der Ordnung, Sicherheit und Schönheit mit plötzlicher Desintegration und Kaskaden abwechseln, die zu neuen Mustern führen“. Tragfähige Prognosen sind kaum möglich, Überraschungen sind wahrscheinlich. „In orientierungslosen Zeiten ist aus wirtschaftlicher Sicht ein katastrophaler Konjunktureinbruch ebenso möglich wie eine unkontrollierte Inflation und die Zerstörung der Währung oder des Vertrauens in der Gesellschaft“. Chancen gibt es immer. Aber auf Patentrezepte sollte man nicht hoffen.

 

https://www.bod.de/buchshop/projekt-wissen-eine-betriebswirtschaftliche-erzaehlung-joerg-becker-9783743192577

Di

10

Mai

2022

Hola Abi63 - experience team

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Mo

09

Mai

2022

Denkstudio - Skills mit Inspiration

Intellektuelle Anstrengung und Kompetenz bedeuten, alle Elemente, d.h. auch und gerade die nicht quantifizierbaren, in Entscheidungen einfließen zu lassen. Bauchentscheidungen und Kennzahlenentscheidungen sind keine sich ausschließende sondern sich ergänzende Erfolgselemente. Oft sind es gerade jene außerhalb des eigenen Entscheidungsbereiches liegende Risikoeinflüsse wie beispielsweise wirtschaftspolitische, sozialpolitische, soziologische und demographische Daten, die neben dem internen Erfolgspotenzial den Gesamterfolg wesentlich mitbestimmen und den eigentlich vorhandenen Handlungsspielraum festlegen. Das Konzept hierfür lautet: Risiken erkennen, Ursachen und Wahrscheinlichkeiten bewerten, Sicherheitsinstrumente planen, Kosten-/Nutzen analysieren. Risikoanalysen können als vorgeschaltete gedankliche Drehscheibe Entscheidungsprozesse unterstützen: sicht- und quantifizierbar gemachte Risiken werden eher bejaht als eine Zukunft, die im Dunkeln liegt: Eine Vorsichtslinie markiert zunehmende Risikointensität, beispielsweise durch Fragezeichen = Verlassen des Knowhow-Bereiches. 

 

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So

08

Mai

2022

Erzählte Vergangenheit - Stettin am grossen Strom

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Sa

07

Mai

2022

Inspiration Analyse Standort Research

Schlüsselergebnisse einer Standortanalyse nachvollziehbar vermitteln: nur wer über alle erfolgsrelevanten Standortfaktoren, -prozesse sowie für den Erfolg verantwortlichen Stellhebel umfassend und genauestens Bescheid weiß, sie nachvollziehbar bewerten, messen und in ihrer Relation einordnen kann, weiß wo er am besten eingreifen und verbessern kann und dabei Prioritäten besser steuern sowie Chancen und Risiken in ein günstiges, nachhaltig abgesichertes Verhältnis zueinander bringen kann. Schuldenbremse, Eingliederungshilfen, Steuereinnahmen versus Kosten: es geht um Flüchtlinge, Wohnungen, Krankenhäuser, Inklusion. Lange Zeit wurde in diesem Zusammenhang die Privatisierung ehemals öffentlicher Leistungen propagiert, mittlerweile spricht man von einer „Renaissance der Daseinsvorsorge“. Diese aber führt zu neuen Verteilungskämpfen zwischen Kommunen, Bund und Ländern. Aus den Datenschätzen in den Behörden können interessante Dienstleistungen entwickelt werden. Nach einer Schätzung der EU können die Mitgliedsländer mit öffentlichen Daten jährliche positive Effekte (in Höhe von 40 Milliarden Euro) realisieren. Da Behörden selbst kaum informationsbasierte Geschäftsmodelle entwickeln können (ist auch nicht ihr Job) sei es umso wichtiger, solche Daten für Wirtschaftsförderer, Standortmanager, wissensintensive Unternehmen und interessierte Bürger bereitzustellen. Dabei entstehen Mehrwerte häufig erst durch die Vernetzung unterschiedlichster Quellen. Als Ausgangspunkt sollte Klarheit darüber bestehen, an welchen Stellen eines Standortes man überhaupt Sensoren anlegen will. Erst wenn erarbeitet wurde, was man an Messungen benötigt, kann das Augenmerk auf das „Wie“ gerichtet werden.

 

https://www.bod.de/buchshop/rhein-main-storytelling-bruchstueckhafte-standortbeobachtungen-joerg-becker-9783746065038

Mi

04

Mai

2022

J. Becker Denkstudio - Kennzahlen Business Strategy

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Mi

04

Mai

2022

Hola Abi63 Klassentreffen - Pandemie Gespräch

„Und im Verlauf der Pandemie wird deutlich, dass die psychische Gesundheit der Bevölkerung bereits relativ früh erodiert.“

„So ist es, und für die Resilienz und Stärkung der psychischen Widerstandskraft sollen deshalb auch Angebote wie beispielsweise Telefonhotlines oder Online-Therapien unterstützen.“

„Wenn von kompetenter Seite festgestellt wird, wonach die Pandemie letzten Endes ein Naturphänomen sei, das vermag, dem Menschenvolk die Augen für dringend notwendige Korrekturen zu öffnen, so geht es dabei auch um das richtige Verhältnis zur Natur selbst.“

„Na klar, anfangs waren es die Schadstoffe und Treibhausgase in der Luft.“

„Die aber mit den Corona-Maßnahmen radikal heruntergefahren wurden.“

„Und in Peking genauso wie in Mailand wenigstens vorübergehend wieder einmal frische Luft erfahrbar machten.“

„Dann kam die Stille hinzu.“

„?“

„In der Pandemie waren die Gesänge der Sperlinge nicht nur viel besser zu hören, auch ihre Reichweite verdoppelte sich.“

„Weil die Vögel nicht mehr gegen den Alltagslärm anplärren mussten, um von ihresgleichen überhaupt noch gehört zu werden?“

„Obwohl ein Vogelhirn nicht mehr als fünf bis zwanzig Gramm wiegt, sind einige Arten trotzdem schlau.“

„Warum?“

„Sie benutzen Werkzeuge, spielen nach entsprechendem Training Memory, planen die Zukunft, können sich in andere hineinversetzen, Zusammenhänge erkennen und entsprechende Schlussfolgerungen ziehen.“

„Obwohl sich seit hundertfünfzig Jahren die Ansicht hält, dass ein Vogelhirn lediglich aus Klumpen grauer Zellen besteht.“

„Und das Schimpfwort „Spatzenhirn“ nur der Ausdruck dieser historischen Geringschätzung ist.“

„Ja, denn neuere Forschungen zu neuronalen Aktivitäten der Tiere werfen zumal aus evolutionsgeschichtlicher Sicht vielmehr die Frage nach dem Ursprung des Bewusstseins auf.“

„?“

„Danach hatte entweder der letzte gemeinsame Vorfahre von Mensch und Krähe, der vor etwa 320 Millionen Jahren lebte, bereits ein Wahrnehmungsbewusstsein, das in den beiden Entwicklungslinien vererbt wurde.“

„Oder das Wahrnehmungsbewusstsein ist während der Evolution mehrmals und unabhängig voneinander entstanden.“

„Ja, weil nämlich Lebewesen mit den gleichen Herausforderungen konfrontiert waren und dafür ähnliche Lösungen gefunden haben.“

„Jedenfalls stellt Corona die Menschen vor grundsätzliche Fragen: Beispielsweise wollen wir überhaupt so viel konsumieren wie vor der Pandemie?“

„Viele meinen, die Maske sei eine Gierbremse, die Atmosphäre in den Geschäften habe damit etwas Bedrohliches, das Einkaufen habe somit seine „Entertaiment-Funktion“ verloren.“

„Viele Verbraucher trauern aber dem Konsumrausch früherer Zeiten aber nicht allzu sehr nach.“

„Und: Veränderungen, die sonst wahrscheinliche Jahre gedauert hätten, reduzieren sich auf wenige Wochen.“

„Das heißt, je länger eine Krise dauert, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass sich Routinen ändern.“

„Auch solche bei Klassentreffen?“

„Logisch, auch solche.“

„Zumal die Ökonomie ohnehin nur von einem Konsum von Gütern abhängt, die im Prinzip auch verzichtbar sind.“

„Also Menschen legen einerseits zwar Wert auf ihre „moralische Identität“, geben sich aber bald damit zufrieden, zumindest manchmal ethisch gehandelt zu haben? Und schauen also anderswo dann gerne mal weg?“

„Ja, Psychologen nennen dieses Phänomen moral self-licensing“.

„Und wie nennen die das Phänomen, wenn ein paar ehemalige Holaner jedes Jahr um die gleiche Zeit in die gleiche Kneipe rennen?“

„Wahrscheinlich auch moral self-licensing.“

 

 

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Di

03

Mai

2022

Storytelling Decision Support

Nach dem humboldtschen Bildungsideal soll ein autonomes Individuum eine Person sein, die Selbstbestimmung und Mündigkeit durch ihren Vernunftgebrauch erlangt. Schwachstellen der praktischen Umsetzung: man kann sie bis in das politische Leben hinein verspüren: die Angst vor dem eigenen Urteil. Selbst große Parteien verstecken sich gerne hinter dem Urteil ihrer Wähler. Der Souverän hat es so gewollt, hat ja so entschieden. Ganz ähnlich wenn Manager nur oder vor allem nach Gewinn und Umsatz  bewertet und entlohnt werden. Auch dann braucht man nicht sich selbst als Punktrichter zu verantworten. Denn hierüber hat ja der Markt oder noch besser der Kunde als angeblicher König entschieden.

Keine Diskussionen, es liegt alles auf dem Tisch und solange es aufwärts geht, sind es alle zufrieden. Man stelle sich einmal vor, der Vorstand des Fußballvereins sollte seinen Trainer kompetent beurteilen, wenn man ihm hierfür die Stütze und den Vorwand des Tabellenstandes wegnehmen würde. Lernen kann man aus diesem anschaulichen Beispiel, dass schwerwiegende Folgen entstehen können, wenn eine Vorstellung verfolgt wird, nach der u.a.:

auf Dauer aus kurz immer lang gemacht werden könne,

eine langfristige Strategie in einem kurzatmigen Umfeld, in dem nur von Tag zu Tag gedacht wird, erfolgreich gemacht werden könnte,

man darauf  baut, das Gewesene aus der Vergangenheit in die Zukunft fortschreiben zu können,

langfristiges Denken laufend mit kurzfristig veränderten Annahmen überlagert wird, oder

ganzheitliches Denken von selektiven Wahrnehmungen verdrängt wird.

 

 

https://www.bod.de/buchshop/selektiv-joerg-becker-9783755792444

Sa

30

Apr

2022

Traumbrücke vom Gestern ins Morgen

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Fr

29

Apr

2022

Kreative Lifestyle und NewWork Trends

Lifestyle-Trends:

Pioniere der Kulturwirtschaft zeichnen sich durch große inhaltliche und persönliche Flexibilität aus.

 

Neue Arbeitsmodelle:

In kreativen Milieus entstehen neue Formen der räumlichen, sozialen und funktionalen Verflechtung von Arbeit, Wohnen, Konsum und Freizeit. Bevorzugt werden fließende Übergänge zwischen Erwerbsarbeit, Freizeit, Hobby und ehrenamtlicher Tätigkeit. Im Arbeitsalltag spielen Flexibilität und Abwechslung eine große Rolle. Viele der Kulturschaffenden und Kleinstunternehmer sind durch Kooperationen, Tauschgeschäfte und gegenseitige Hilfestellungen miteinander verbunden. Die wirtschaftlichen Beziehungen untereinander beschränken sich nicht auf reine Zulieferfunktionen: es herrscht ein partnerschaftlicher Arbeitsstil mit freiwilligem Austausch von Informationen. Gegenseitige Inspiration und Kooperation schaffen ein angenehmes Arbeitsumfeld.

 

Projektbezogene Kooperationen:

Projektbezogene Teams verbessern den Marktauftritt. Sie können sich sehr flexibel an die jeweilige Marktlage und Auftragsgröße einstellen. Obwohl es sich um Kleinstunternehmen handelt, können diese damit eine hohe Verfügbarkeit qualifizierter Arbeitskräfte erreichen.

 

Soziales Umfeld, Sicherheit:

Kulturwirtschaftliche Nutzungen schaffen Anziehungspunkte für das Publikum. Es kommt zu einer Belebung des Straßenbildes. Es entstehen neue Anziehungspunkte (regelmäßige Märkte, Nutzung der Erdgeschosszonen). Der verstärkte Publikumsverkehr verbessert subjektiv und objektiv das Sicherheitsempfinden. Der Straßenraum erscheint gepflegter und schreckt nicht mehr Marktteilnehmer ab, denen an einer guten Adresse gelegen ist.

 

 

https://www.amazon.de/Kreativit%C3%A4t-Bildung-als-intermedi%C3%A4re-Scharnierfunktion/dp/1799018008

Do

28

Apr

2022

Zukunftsahnungen von gestern (Ernst Becker)

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Di

26

Apr

2022

J. Becker Denkstudio - Strategie Team Mittelstand

Angesichts sich immer schneller und immer höher auftürmender wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Probleme sind manche Denker und Experten der Meinung, dass ihr Ideenschrank mittlerweile leer sei, dass ihr Hauptstrom von Ideen sich für eine umfassende Lösung in Dutzende von kleinen Bächen und Bächlein so sehr aufgesplittert hat, dass er an einigen Stellen bereits ausgetrocknet ist. Als Ursache ihrer Verwirrung nennen Intellektuelle neue Umstände oder den unvorhersehbaren Lauf der Geschehnisse. Auch manche Akademiker haben nur noch eher eng begrenzte Anschauungen von der Wirklichkeit und sind daher nicht fähig, mit den großen Problemen der Gegenwart fertig zu werden, es fällt ihnen zumindest immer schwerer, schlüssige und nachhaltige Lösungswege zu finden oder aufzuzeigen. Handelt es sich hierbei doch um systembedingte Probleme, was bedeutet, dass sie eng miteinander verknüpft und voneinander abhängig sind. Und, dass ihnen mit einer fragmentarischen Herangehensweise nur schwer beizukommen ist. Fragmentarisches Vorgehen löst nicht alle Schwierigkeiten, sondern schiebt diese im komplexen Gewebe gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Beziehungen nur hin und her. Einer Lösung kommt man näher, wenn die Struktur des Gewebes selbst geändert wird, was wiederum aber tiefgreifenden Umwandlungen nötig machen würde.

 

 

https://www.bod.de/buchshop/mittelstand-mit-ganzheitlichem-strategiedenken-und-wertorientierter-erfolgsplanung-joerg-becker-9783743196407

Di

26

Apr

2022

Hola Hanau - Abi63 Inspiration WorklifeBalance

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So

24

Apr

2022

J. Becker Denkstudio - BigData Herrschaft

Unterschiedlichste Daten und selbst noch kleinste Datenschnipsel werden mosaikartig zusammengesetzt: was in einem Zusammenhang noch als nicht sensible Daten erscheinen mag, kann in einem anderen Mosaik höchst relevant werden. Es kommt immer auf den Verwendungszusammenhang an, der sich aufgrund der technischen Möglichkeiten in praktisch unendlich vielen Variationen und Kombinationen herstellen lässt. Bis die Buchdruckmaschine Einzug in die Welt hielt war das Privileg, lesen und schreiben zu können (entscheiden zu können, welches Wissen wichtig und welches unwichtig war) in den Händen weniger Geistlicher und Adliger. Der Buchdruck entzauberte diese Privilegien kurz und bündig. Analog hierzu erleben wir auch mit dem Internet so etwas wie eine Kommunikationsrevolution: ehemaliges Herrschaftswissen verliert dieses Status. Im Laufe der Zeit hat sich in der Welt mehr Wissen angesammelt, als irgendjemand irgendwann lesend bewältigen könnte. Beruhigend (und bedrohlich) wird versichert, dass das Internet nichts vergisst und auf ewig dort alles seinen Platz finde. Auf der einen Seite: die Angst vor Informationsverlust. Auf der anderen Seite: die Angst vor dem overload, der Informationsüberschwemmung: die Lobpreisung vom zukünftigen, grenzenlosen, selbstverwalteten, digitalen Paradies gepaart mit düsteren Untergangsszenarien.

 

 

https://www.amazon.de/Wandel-Best%C3%A4ndige-Bildungs-Arbeits-Standortwelt/dp/1726663922

Sa

23

Apr

2022

Kunst Gedicht Erzählung - Stettiner Flieger Maler

Von der Kunst sagte der Flieger, Maler Fotograf:

Außer gutem Leben und Geldverdienen

muss es Dinge geben,

die sich der Mensch nicht verdienen kann,

die ihn über Zeiten der Niedergeschlagenheit

und innerer Not

hinwegheben, zum Gleichgewicht

der seelischen Kräfte helfen –

 

Was ist Kunst?

Diese Frage findet die beste Lösung dann,

wenn unbewusst der Mensch

vor einem Bild,

einem geformten Gegenstand,

in Demut still zu werden vermag,

seine Seele im Bau und Dunkel

hoher Dome schweigend lauscht

und die Musik ihn im Innersten

da und dort angreift.

Dann mag er es gutheißen.

Wir müssen wieder zu unserer Art kommen,

zu jenen Kräften,

die dem inneren und geistigen Menschen helfen.

 

Die Geschichte der Menschheit

ist die Geschichte der Kunst.

In ihrem Ablauf zeigt sich mehr und mehr

der Charakter eines geistigen Wagnisses.

Die Malerei, ein Art von Bau mit der Kunst,

 

Die verschiedenen Richtungen und Strömungen

sind die Ausdrucksfähigkeit im Ablauf der Epochen,

die Sprache des inneren Menschen,

denen die äußere Welt Wirklichkeit ist,

denen sie mit vollem Licht ihrer Farben

vor Augen steht.

Musik und Dichtung

erfassen gleich der Malerei unsere Seele.

In den letzten Jahren klingen wie in einer Fuge

die Akkorde großer künstlerischer Revolutionen auf.

Die Menschheit harrt der Aspekte.

 

 

https://www.amazon.com/Wandlungen-Verwandlungen-Flugpioniere-nicht-German/dp/1694783405

Fr

22

Apr

2022

Future Employment Engagement

Im Rahmen einer Standortbilanz sollte auch darauf geschaut werden, welche Rolle hierbei innerhalb des Ganzen die Kultur- und Kreativwirtschaft spielt. Um eine solche dauerhaft als Wachstumsbranche zu begreifen und dementsprechend zu etablieren. Wenn dem so ist, hätte der Standort einen weiteren Schritt auf dem Weg zu einer wissensorientierten Ökonomie mit zukunftsorientierten Arbeits- und Geschäftsmodellen hin getan. Den Akteuren vor Ort stünde ein Instrument für die Steuerung des Standortes zur Verfügung. Allerdings wäre die Kultur- und Kreativwirtschaft hierbei nur einer unter zahlreichen anderen Stellhebeln. Wenn man also aus grundlegenden Erkenntnissen heraus sich nun dieses Stellhebels bedienen will, steht man vor der weiteren Frage, wie genau dies zu bewerkstelligen wäre. Denn eines dürfte offensichtlich sein: man hat es mit einem äußerst diffizilen Gebilde, mit einer höchst komplexen Struktur zu tun. Auf den ersten Blick mag es für die Arbeit der Wirtschaftsförderung vielleicht genügen, dass man die Kultur- und Kreativwirtschaft als Quelle für originäre Innovationsideen und Vorreiter für ein immer mehr wissensbasiertes Wirtschaften entsprechend einordnet. Diese mehr übergeordnete Sicht der Dinge ist ohne weitere Einzelheiten jedoch nicht ausreichend. Ein in der Kommunalverwaltung zuständiges Dezernat für Kulturfragen hätte zusätzlich zu klären, wo genau und an welchen der vielen möglichen Ansatzpunkte man einwirken sollte. Auf eine breitere Basis könnte das Ganze gestellt werden, indem insbesondere die vielen Kleinstunternehmen der Kultur- und Kreativwirtschaft in ein hierfür aufzubauendes Expertennetzwerk eingebunden werden und somit in Form von „Coachings on the job“ die Professionalisierung vorangetrieben wird. Ansonsten ergibt sich hieraus eine nur sehr grobkörnige Abbildung. Zwar mag diese, zumal aufgrund ihrer ganzheitlichen Blickweise, für manche bereits einen großen Fortschritt darstellen und für alle jene Akteure, die immer den Standort als Ganzes auch mit allen seinen übrigen Faktoren im Blick- und Entscheidungsfeld behalten müssen, gerade den nunmehr ausreichenden und richtigen Detailgrad haben. Alle jene aber, die in der Kultur- und Kreativwirtschaft sowohl ein großes Ausschöpfungspotential in sich selbst als auch einen Impulsgeber und Innovationstreiber für andere Wirtschaftszweige sehen und diese Stellhebel sachgerecht bedienen müssen, müssen weiter in die Tiefe gehen und den bisherigen Ausschnitt einer Standortbilanz weiter vergrößern.

https://www.bod.de/buchshop/standortanalyse-kultur-und-kreativwirtschaft-joerg-becker-9783839120583

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Do

21

Apr

2022

Damals - eine in Schutt und Asche gelegte Stadt

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Do

21

Apr

2022

Denkstudio - Zukunft Digitalisierung mit Risiken

Noch nie war es so einfach, den Dingen auf den Grund zu gehen und per Mausklick in das gesammelte Weltwissen einzutauchen. Der erlebte Zusatznutzen der Digitalisierung dominiert das Bewusstsein gegenüber Risiken und unerwünschten Nebenwirkungen. Unbestreitbar ergeben sich als Folge der Digitalisierung aus dieser Dynamik tiefgreifende ökonomische und gesellschaftliche Veränderungen. Unübersehbar spürbar u.a. in Medien, am deutlichsten wohl den Printmedien: die regelmäßige Information wird durch impulsgetriebene Informationen nach Bedarf ersetzt. Das alles noch zu verstehen oder nur halbwegs zu überblicken braucht es ein gehöriges Maß an Fachwissen, das bei der Mehrheit der Nutzer kaum im ausreichenden Maß zu finden sein dürfte. Zwangsläufig braucht es daher Fachleute, die für den Normalnutzer als Filter fungieren, die für ihn Sachverhalte sortieren, analysieren und kommentieren, eine transparente (d.h. unabhängige)  Schnittstelle zwischen Spezialisten und Laien. Wie sieht die Zukunft aus? Die vernetzte Welt scheint komplexer geworden: es bedarf intellektueller Anstrengungen, um wenigsten einige der Zusammenhänge noch zu begreifen, als Voraussetzung um überhaupt etwas gestalten zu können. Was passiert in den Köpfen der Menschen, wenn sich alles mit immer größerer Geschwindigkeit ändert, wenn alle mit allen in ständiger Kommunikation sind und jeder immer über alles informiert ist?

 

 

https://www.bod.de/buchshop/fluktuierendes-wissen-joerg-becker-9783752809664

Mo

18

Apr

2022

Denkstudio - Industrie Business Standortbilanz

Standortbilanzen verschaffen nicht nur der Kommune selbst, sondern insbesondere auch ortsansässigen und ansiedlungsinteressierten Firmen einen konkreten Vorteil in Form qualifizierter, nachvollziehbarer Standortinformationen. Darüber hinaus können sie sich durchaus positiv auf Standortentscheidungen auswirken, die häufig auf der Grundlage von solchen strategischen Informationen getroffen werden: eine detaillierte Bilanzierung gibt eine Antwort darauf, wofür der Standort steht, wie er sich selbst wahrnimmt und wie er von ansässigen und ansiedlungsinteressierten Unternehmen wahrgenommen wird.

Einige Grundsatzfragen lauten beispielsweise: ist für Voraussetzungen gesorgt um über derzeit in der Diskussion befindliche Vermögensbilanzen (Sachanlagen der Kommune) hinausgehend möglichst alle erfolgsrelevanten, d.h. auch „weiche“ Standortfaktoren zu identifizieren, in eine Ordnung (z.B. nach Standort-Prozessen, Standort-Erfolgsfaktoren, Standort-Humanfaktoren, Standort-Strukturfaktoren, Standort-Beziehungsfaktoren) und eine verstehbare Relation unter- und zueinander zu bringen und dann einem einheitlichen Bewertungsprozess nach Quantität, Qualität, Systematik/Nachhaltigkeit sowie einer Messung mit spezifischen Kern-Indikatoren zuführen zu können? Oder um die Potenziale der Standortfaktoren auf einer einheitlichen, allgemein verständlichen Informationsgrundlage gezielt und erfolgsbezogen diskutieren zu können? Können für den Standort alle erfolgsrelevanten Faktoren und Prozesse jederzeit anhand von durchgängig aufeinander abgestimmter Diagrammen (z.B. Potenzial-Portfolios, Profil-Diagrammen, Ampel-Diagrammen, graphischen Standortfaktor-Wirkungsnetzen)in einer einfach verständlichen Form dargestellt, analysiert und kommuniziert werden?

 

https://www.bod.de/buchshop/projekt-standortanalyse-joerg-becker-9783746026299

Fr

15

Apr

2022

Plattform für die Kommunikation

 Ein an der sichtbaren Oberfläche ruhiges System lässt keineswegs immer den Schluss zu, dass sich im Innern ebenfalls nicht verändert. Es geht darum, möglichst breitgefächert an die Analyse heranzugehen und ein nach den jeweiligen Schwerpunktkriterien ausgewähltes Bündel von Einflussfaktoren gleichzeitig zu manipulieren, um dabei Antworten auf dieses mehrdimensionale Eingriffsmuster zu beziehen. Monokausale Beziehungen sind in dynamischen Wirkungsnetzen ohnehin eher die Ausnahme. Im Falle von undurchsichtigen Zusammenhängen muss man oft von den unterschiedlichsten Erfahrungshorizonten der Akteure ausgehen. Mit einem Satz: man braucht eine transparente und nachvollziehbare Kommunikationsplattform, mit der auch (oder gerade) in Situationen hoher Unsicherheit und Komplexität sinnvolle Richtlinien für verantwortungsbewusstes Handeln festgemacht werden können.

 

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Do

14

Apr

2022

Learning Skills - Hola Abi63 Gespräche

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Mi

13

Apr

2022

Google, Facebook, Internet & Co.

Google, Facebook, Internet & Co. haben mittlerweile solche Ausmaße angenommen und Menschen mit Beschlag belegt, dass gestresste Manager, ITler, Konsumflüchtlinge u.a. mittlerweile beginnen, sich nach Freiräumen und Auszeiten hiervon zu sehnen und einen Traum der sogenannten „Digital Detox Camps“ leben wollen. Ohne What´s App, E-Mails, ohne Tastatur-geklapper, Nachrichten-Plings. Der überwiegende Teil aller Smartphonebesitzer meint, ohne ihr Handy nicht mehr leben zu können, schaltet ihr Handy alle zwölf Minuten und damit etwa 80mal am Tag an. Jede noch so kleine Pause wird vom Griff zum Handy begleitet. Im Hintergrund immer die unbestimmte Angst, vielleicht etwas zu verpassen oder den Anschluss zu verlieren. Bis hin zur unausgesprochenen Frage, ob sich die Welt noch mit mir als Person dreht? Die permanente gedankliche Beschäftigung mit Medien der digitalen Welt führt leicht zu Entzugssymptomen, wenn diese plötzlich nicht mehr zur Verfügung stehen sollte. Schon ein kleines Funkloch wäre eine mittlere Katastrophe. Mentale Fitness wird sich auf Dauer nur erhalten lassen, wenn sich die digitale Flut eindämmen lässt, d.h. die digitale zur realen Welt in Balance gehalten wird. Der Zustand der politischen und individuellen Freiheit wird in einer Zahl, dem Freiheitsindex abgebildet. Favorit ist der „betreuende“, „sich kümmernde“ Staat, der im Unterschied zum „liberalen“ Staat als gerechter, wohlhabender, mensch-licher, lebenswürdiger angesehen wird. Jeder sei seines Glückes Schmied: die einen sind oben, die anderen sind unten. 

https://www.bod.de/buchshop/ecksteine-im-nebel-der-unsicherheit-joerg-becker-9783755733256

 

Mo

11

Apr

2022

J. Becker Denkstudio - Research Digital Lifescience

Auch ein noch so gescheiter und mit Daten vollgestopfter Algorithmus müsste wohl eher ratlos vor den Menschen innewohnenden Gefühlsschwankungen stehen und dann mit dem Datensammeln von vorne beginnen: quasi ein RESET des Algorithmus. Nur wer ohne Vorbehalte akzeptiert, dass er sich vorhersehbar verhält, wird auch vorhersehbar handeln. Nur wer daran glaubt, dass eine anonyme Datenanalysemaschine besser weiß, was für ihn gut ist, verzichtet auf eigene Entscheidungen, auf Freiheit und selbstbestimmtes Handeln.

 

 

Freies Denken, menschliche Unvollkommenheit und Gefühlswelten  können daher als wirksame Schutzmechanismen gegen die anonyme Macht der Algorithmen funktionieren. Dies ist umso dringender ein Gebot der Stunde, als durch anonyme Algorithmen, vielleicht zunächst nur unbemerkt, ein sich destotrotz dynamisch entwickelnder sozialer Druck aufgebaut wird: jede Interaktion (und sei sie auch noch so kritisch) wird als wertvoller Input zur weiteren Perfektion des Systems erfasst und aufgezeichnet. Alle Versuche, den Mustern der Algorithmen entgegenzuwirken, werden ausgewertet und für neue Algorithmen verwendet. Niemand weiß, welche Instanz an den Reglern der Algorithmen sitzt, man kennt weder Motive noch hat man Einfluss auf sie.

Mo

11

Apr

2022

Kommunikation ohne Stress - Ernst Becker Maler

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So

10

Apr

2022

DataAnalytics Disruption Trend

Man braucht ein radarähnliches System, welches Störgrößen frühzeitig signalisiert. Je weniger Zeit verbleibt, desto geringer der Spielraum für Gegenmaßnahmen, d.h. es ist günstiger den zu erwartenden Wandel offensiv anzugehen anstatt unter Druck externer Störereignisse nur noch reagieren zu können. Der Zweck für den Einsatz von Frühwarntools: Trendwenden nicht erst dann bemerken, wenn diese entstanden sind. Im Falle von undurchsichtigen Zusammenhängen muss man oft von den unterschiedlichsten Erfahrungshorizonten der Akteure ausgehen. Besonders wenn sich Entscheider in hierarchischen Positionen befinden, in denen sie (zumindest bis zu einem gewissen Grade) Dinge nach ihren eigenen Vorstellungen gestalten können. Es herrscht zwar an der Oberfläche betriebsame Hektik, doch wirksam gehandelt wird in undurchsichtigen Situationen eher weniger. Hinter dem Schleier von Aktionismus verbirgt sich oft akuter Handlungsmangel. Der Charakter mancher Entscheidungen entspricht einer Fahrweise, die ständig zwischen Vollgas und Totalbremsung wechselt

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Di

05

Apr

2022

Content Stories: Vielfalt reduzieren - Schwerpunkte setzen

Ist die Menge vorhandener Informationen zu umfangreich, erfordert es, diese Vielfalt zu reduzieren und handhabbar zu machen. Man muss Schwerpunkte setzen und abstrahieren, d.h. zwischen wichtigen und weniger wichtigen Aspekten unterscheiden. In einer Vielzahl von Fällen müssen die dafür notwendigen Kriterien noch vorher entwickelt werden. Sind sie einmal gewählt worden, müssen sie regelmäßig überprüft und hinterfragt werden. Haben sie sich als nur noch bedingt (oder gar nicht) tauglich erwiesen, muss man sie ändern. Der notwendige Schwerpunktwechsel verlangt, sich inmitten einer unüberschaubaren Situation erneut mit Grundsatzfragen zu beschäftigen. 

 

Der Informationsflut kann man weiter durch die Zusammenfassung von Teilprozessen zu übergeordneten Einheiten begegnen: eine Vielzahl von Einzel-Tatbeständen als Ganzes betrachten. „Diese Form der Gestaltbildung erleichtert die Möglichkeit, Vergleichbares und Übertragungsmöglichkeiten zwischen äußerlich unterschiedlichen, jedoch strukturähnlichen Situationen zu erkennen und zu nutzen“.

So

03

Apr

2022

Ernst Becker Stettin Hanau - Kontrolle auch beim Trudeln

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Sa

02

Apr

2022

Ausschöpfung des Wettbewerbsfaktor Zeit

Die Suche nach der Einzigartigkeit durch Spezialisierung bzw. durch die Bildung von besonderen Markt-Produkt-Segmenten ist im vollen Gang. Durch die fünf Freiheiten, nämlich Informations- und Kapitalfluss, Güter- und Dienstleistungsbewegungen sowie Arbeitsplatzwahl sind für alle Beteiligten Zugänge zu unterschiedlichen Leistungen und Technologien möglich, d.h. die Marktdynamik nimmt weiter dramatisch zu. Der Aspekt der Geschwindigkeit gewinnt im Hinblick auf die Wettbewerbsfähigkeit somit immer mehr an Bedeutung. Die Karte, mit Geschwindigkeit Wettbewerbsvorteile zu erzielen, scheint im Planungsprozess um diese Vorteile bei vielen noch nicht voll ausgereizt. SMART-Prinzip: S= spezifisch, M= messbar, A= attraktiv, R= realistisch, T = terminiert. 

 

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Fr

01

Apr

2022

Wissensmanagement - eine Investition in die Zukunft

Der Anteil des Wissens an der Gesamtwertschöpfung wird mittlerweile auf über sechzig Prozent geschätzt. Alle unterliegen dadurch einem dynamischen Wandel und Anpassungsdruck: insbesondere der Umgang mit Wissen als Ressource wird für die Zukunft immer mehr zum entscheidenden Erfolgsfaktor, d.h. die Wettbewerbsfähigkeit wird vom bewussten und gezielten Umgang mit diesem immateriellen Rohstoff abhängen. Die vorhandenen Ressourcen müssen somit auf den Erhalt und Ausbau von Innovation und Wissen optimiert werden. 

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Fr

01

Apr

2022

Startup Performance Management

Rating Geschäftsidee, Markteinschätzung und Person eines Gründers mit realistischer SWOT-Analyse.

 

https://www.bod.de/buchshop/startup-betriebswirtschaft-ressourcenlenkung-und-schluesselkompetenz-joerg-becker-9783842329805

Do

31

Mär

2022

J. Becker Denkstudio - Information Management

Während in der Vergangenheit das Management eher passives Opfer als aktiver Träger bei der Einführung von Informationstechnologien war, hat sich hier im Wege der Entwicklung auch ein Wandel in der Rollenverteilung vollzogen: mit dezentralisierten Informationssystemen begann eine Reise, auf deren Weg jeder „Informationskunde“ an seinem jeweiligen Aufenthaltsort flexibel auf die von ihm benötigten Informationen zugreifen kann. Die Entscheidung, welche Daten aufgehoben werden sollen, fällt nicht mehr nach ihrer Menge, sondern nach ihrer potentiellen Nützlichkeit. Mit den über alles und jedes in beunruhigender Schnelligkeit wachsenden Datenbergen scheint das Verhältnis von Informationen und Wissen zunehmend gestört zu sein. Es reicht nicht, über alles in der Welt informiert zu sein, um auch alles über die Welt zu wissen

 

.https://www.bod.de/buchshop/catalogsearch/result/?q=J%C3%B6rg+Becker 

Mi

30

Mär

2022

J. Becker Blog - Wirtschaft Kredit Bonität

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Mi

30

Mär

2022

Abi63 Hola Hanau - Schule Bildung Wissensmanagement

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Di

29

Mär

2022

J. Becker Autorenprofil Amazon Kindle Publishing

Diplomkaufmann Jörg Becker, Friedrichsdorf, hat Führungspositionen in der amerikanischen IT-Wirtschaft, bei internationalen Consultingfirmen und im Marketingmanagement bekleidet und ist Inhaber eines Denkstudio für strategisches Wissensmanagement zur Analyse mittelstandorientierter Businessoptionen auf Basis von Personal- und Standortbilanzen. Die Publikationen reichen von unabhängigen Analysen bis zu umfangreichen thematischen Dossiers, die aus hochwertigen und verlässlichen Quellen zusammengestellt und fachübergreifend analysiert werden.https://www.bod.de/buchshop/catalogsearch/result/?q=J%C3%B6rg+Becker 

Zwar handelt es sich bei diesen Betrachtungen (auch als Storytelling) vor allem von Intellektuellem (immateriellen) Kapital nicht unbedingt um etwas Neues, aber um etwas Anderes. Denn um neue Wege zu gehen, reicht es manchmal aus, verschiedene Sachverhalte, die sich bewährt haben, miteinander neu zu kombinieren und fachübergreifend zu durchdenken. Zahlen ja, im Vordergrund stehen aber „weiche“ Faktoren: es wird versucht, Einflussfaktoren nicht nur als absolute Zahlengrößen, sondern vor allem in ihrer Relation zueinander und somit in ihren dynamischen Wirkungsbeziehungen zu sehen.

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Auch scheinbar Nebensächliches wird aufmerksam beobachtet. In der unendlichen Titel- und Textfülle im Internet scheint es kaum noch ein Problem oder Thema zu geben, das nicht bereits ausführlich abgehandelt und oft beschrieben wurde. Viele neu hinzugefügte und generierte Texte sind deshalb zwangsläufig nur noch formale Abwandlungen und Variationen. Das Neue und Innovative wird trotzdem nicht untergehen. Die Kreativität beim Schreiben drückt sich dadurch aus, vorhandenes Material in vielen kleinen Einzelteilen neu zu werten, neu zusammen zu setzen, auf individuelle Weise zu kombinieren und in einen neuen Kontext zu stellen. Ähnlich einem Bild, das zwar auf gleichen Farben beruhend trotzdem immer wieder in ganz neuer Weise und Sicht geschaffen wird. Texte werden also nicht nur immer wiederholt sequentiell gelesen, sondern entstehen in neuen Prozess- und Wertschöpfungsketten. Das Neue folgt aus dem Prozess des Entstehens, der seinerseits neues Denken anstößt.

https://www.bod.de/buchshop/catalogsearch/result/?q=J%C3%B6rg+Becker 

Das Publikationskonzept für eine selbst entwickelte Tool-Box: Storytelling, d.h. Sach- und Fachthemen möglichst in erzählerischer Weise und auf (Tages-) Aktualität bezugnehmend aufbereiten. Mit akademischer Abkapselung haben viele Ökonomen es bisher versäumt, im Wettbewerb um die besseren Geschichten mitzubieten. Die in den Publikationen von Jörg Becker unter immer wieder anderen und neuen Blickwinkeln dargestellten Konzepte beruhen auf zwei Grundpfeilern: 1. personenbezogener Kompetenzanalyse und 2. raumbezogener Standortanalyse. Als verbindende Elemente dieser beiden Grundpfeiler werden a) Wissensmanagement des Intellektuellen Kapitals und b) bilanzgestützte Decision Support Tools analysiert. Fiktive Realitäten können dabei manchmal leichter zu handfesten Realitäten führen. Dies alles unter einem gemeinsamen Überbau: nämlich dem von ganzheitlich durchgängig abstimmfähig, dynamisch vernetzt, potential- und strategieorientiert entwickelten Lösungswegen.

https://www.amazon.de/~/e/B0045AV5YQ

 

Seit 1990 veröffentlichte Jörg Becker zahlreiche Artikel, Aufsätze, Beiträge, Analysen, Bücher in vielen renommierten Publikationen, Fachzeitschriften, Handbüchern oder Verlagen wie beispielsweise Handbuch für EDV-Leiter, Proft – Fachzeitschrift für Unternehmensführung, Erfolg- Büromagazin für den Chef und Leitende in der Industrie, Controller Magazin, Zeitschrift Kostenrechnungspraxis, dfz Wirtschaftsmagazin, Computerwoche, Personalwirtschaft, Zeitschrift für Planung, IC-Wissen, Controller-Handbuch, Marktforschung & Management, Computer Magazin, Blick durch die Wirtschaft, Handbuch Revision Controlling und Consulting, Chefbüro, Bilanzbuchhalter, Harvard Manager, Manager-Seminare, acquisa, Organisationshandbuch für EDV-Leiter, Personalcomputer, Der Controlling-Berater, Wirtschaftsberater im dtv, Praxis des Rechnungswesens, Organisationshandbuch Informationsverarbeitung, Handbuch „Controlling-das Unternehmen mit Zahlen führen“, Handbuch „Marketing und Vertriebscontrolling“, Praxis-Handbuch Unternehmensführung, Wirtschaft & Produktivität, Mensch & Büro, Business Computing, Bilanz & Buchhaltung, PC-Magazin, Marketing- und Vertriebscontrolling, absatzwirtschaft – Zeitschrift für Marketing, Süddeutsche Zeitung, ISDN-Handbuch, Handwerk-extra, Praxishandbuch IV-Management, geldinstitute, c´t Magazin, Computer Zeitung, Geld & Steuern, it Management, Organisations- und Muster-Handbuch für die EDV-Praxis, Finanzierungs-Berater, LBW Marketing, iX – Magazin für professionelle Informationstechnik, Personal Wirtschaftsverlag, office, Erfolgsreiches Verkaufsmanagement, Das Personalbüro, Das neue AntiSteuer-Lexikon von A-Z, management berater, LBW „PC im Betrieb von A-Z“, Der Einkaufs- und Lagerwirtschaftsberater, Tägliche Betriebspraxis, Praxis-Handbuch „Arbeitszeitgestaltung“, Der Umweltschutz-Berater, Das innovative Unternehmen, HR-Services, CADplus – Fachmagazin für Business + Engineering.

Aktuelle Fachbeiträge u.a.: Handbuch für Unternehmensberatung, Sozialwirtschaft – Zeitschrift für Führungskräfte, wissensmanagement – Magazin für Digitalisierung, Vernetzung und Collaboration, Wissenschaftsmanagement – Zeitschrift für Innovation.

https://www.bod.de/buchshop/catalogsearch/result/?q=J%C3%B6rg+Becker 

Im Bereich Weiterbildung für Führungskräfte führte Jörg Becker eine Reihe von Seminaren durch u.a. für: DVS-Workshop Deutsche Verkaufsleiter Schule – Methoden und Techniken einer modernen Vertriebsplanung, Konferenz Management Circle – Marketing- und Vertriebsinformationssysteme, Seminarzentrum für Unternehmensführung – Zukunftsorientiertes Controlling, Konferenz management forum – Vertriebscontrolling, Konferenz Management Circle – Marketing Controlling.

Heute ist Jörg Becker Inhaber eines Denkstudios für strategisches Wissensmanagement zur Analyse mittelstandsorientierter Businessoptionen auf der Basis von Personalbilanzen und Standortbilanzen.

https://www.amazon.de/~/e/B0045AV5YQ

 

 

Di

29

Mär

2022

J. Becker Blog - Millionäre und ihr Gefühl

Beispielsweise hat sich herausgestellt, dass „Hochvermögende“ extravertierter und geselliger sind, sie gehen eher aus sich heraus und sind „gründlich, organisiert, zielstrebig. Außerdem sind sie etwas unverträglicher, also Menschen, die eher in Konflikte gehen. Und nach dem 5-Faktoren Modell (Offenheit für Erfahrungen, Gewissenhaftigkeit, Extraversion, Verträglichkeit, Neurotizismus): sie sind offener für neue Erfahrungen und emotional stabiler, also weniger neurotisch und wenig stressanfällig,……….haben höhere Werte im Bereich narzisstische Bewunderung und im Bereich internale Kontrollüberzeugungen, also das Gefühl, das Leben selbst in der Hand zu haben und steuern zu können.“ 

Publikations-Info Jörg Becker: Fluktuierendes Wissen

Di

29

Mär

2022

J. Becker Selfpublishing bei BoD

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Di

29

Mär

2022

J. Becker Denkstudio - dynamisch vernetzte Welt

Woran liegt es, dass jemand in einer bestimmten Situation die ihn umgebende Welt als komplex empfindet? Komplexe Situationen sind anhand charakteristischer Merkmale definierbar, d.h. komplex geht es zu, wenn es unüberschaubar, vernetzt, eigendynamisch, undurchsichtig, wahrscheinlichkeitsabhängig und instabil ist. Eine Situation wird unüberschaubar, wenn sie sich auf mehr Elemente und Variablen bezieht, als die Informationsverarbeitungskapazität des Handelnden fassen kann. Die Vernetztheit einer komplexen Situation wird dadurch deutlich, dass die einzelnen Variablen jeweils von vielen anderen beeinflusst werden und ihrerseits selbst wieder viele andere beeinflussen. In solchen Netzen muss man stets damit rechnen, dass Handlungen jenseits der beabsichtigten Wirkungen noch weitere Konsequenzen haben (die der ursprünglichen Absicht teilweise auch zuwiderlaufen können). Eigendynamik einer komplexen Situation bedeutet, dass sich die Dinge auch ohne steuernde Eingriffe von außen selbständig fortentwickeln können.

 

https://www.bod.de/buchshop/catalogsearch/result/?q=J%C3%B6rg+Becker  

Mo

28

Mär

2022

Ernst Becker - Stettin Hanau Maler

Das Fliegen etwas mit Freiheit und Befreiung zu tun hat, war schon den Menschen früherer Epochen klar. Doch haben Freiheit und Befreiung ebenso etwas mit dem Malen zu tun. Die Blumen auf vielen Bildern von Ernst Becker wurden gewissermaßen real, ebenso wie die Konfrontation mit seiner Kunst auf einmal einen physischen Charakter annahm. Er integrierte Alltagsgegenstände und Fotografien in seine Bilder, die Realität setzte sich im Akt des Malens fort: Bilder in Zeit und Raum, eine Haltung von Freiheit und Befreiung. Die Fotografie diente als Impulsgeber für Gemaltes. Ernst Becker blieb jedoch immer in seinen ureigenen Möglichkeiten verhaftet und bediente sich bewusst der Vorteile, die der Gebrauch einer Kamera mit sich bringt: die Dokumentation mit tiefenscharfen Details. Sein Blick bleibt neutral, sachlich, gleichmäßig die Zentralperspektive einnehmend. Gegenstände werden nicht in Szene gesetzt, sondern gezeigt, wie sie als individuelle Objekte doch Zeugnisse einer Welt sind.

 

https://www.bod.de/buchshop/catalogsearch/result/?q=J%C3%B6rg+Becker  

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Mo

28

Mär

2022

Chef Kennzahlen Management

Kennzahlen optimieren: Planwerte sind keine Zielwerte, d.h. sie dienen in erster Linie als Messpunkte zur Beurteilung der Entwicklungsrichtung des Gesamtsystems: sie sind Meilensteine und Kontrollpunkte auf dem Weg zur Zielerreichung. In diesem Sinne sollten Planwerte ausreichend genau definiert sein, dem jeweils erwarteten Verlauf entsprechen, auf dem aktuellen Stand sein und im Praxisalltag tatsächlich verwendet werden. Kennzahlen und was sie aussagen: die Bildung und Auswertung von Kennzahlen setzt zunächst voraus, dass man sich der Grenzen ihrer Aussagefähigkeit bewusst ist. So darf nicht übersehen werden dass Kennzahlen in ihrer mathematischen Formalisierung oft statisch sind und die Dynamik ablaufenden Betriebsprozesse nicht immer genau zeitnah abbilden. Nicht aus dem Auge verloren werden sollte, dass vergangenheitsbezogene Kennzahlen nur bedingte Aussagen über die Gegenwart und noch weniger Aussagen über die Zukunft zulassen, statische Kennzahlen nur stichtagsbezogene Situationen widerspiegeln und damit nicht Bewegungsabläufe über Zeiträume erfassen können, Kennzahlen nicht isoliert interpretiert werden dürfen, sondern sich immer einer bestimmten Systematik zuordnen lassen müssen.

So

27

Mär

2022

Muße Erholung Entspannung

Die Muße kennt viele Gestaltungsformen: Muße ist das Losgelöstsein und Freisein von den Geschäften des Alltags. Unfähig, Muße zu ertragen, läuft man Gefahr, im Termindruck zu ersticken, zum Knecht einer ruhelosen, brutalen Agenda (die keine weißen Flecken mehr duldet) zu werden. Eine Muße des bloßen Daseins kann wirkliches Freisein bedeuten: Möglichkeiten schaffen, statt Erfolge lieber Feste zu feiern oder einfach nur nutzenfrei unter Mitmenschen zu weilen. Muße ist: einfach einmal (jedem Zeitdruck entsagend) seinen Gedanken und Gefühlen nachzugehen und freien Lauf zu lassen, das Geschehen um sich herum zu beobachten, über Gott und die Welt und nicht zuletzt über sich selbst zu reflektieren. Muße hat auch etwas von gelebter Kritik an der ruhelosen Geschäftigkeit der Arbeits- und Berufswelt. Muße kann als Zeit für das Zeitlose die Zeit einspielen, die es braucht, „dass im Gehirn die Gedanken so lange frei flottieren, bis sie sich zu etwas Vernünftigem bündeln“. Aber auch solches Nichtstun kann (mitunter harte) Arbeit sein: sich quasi per Fastenzeit von Terminen, von Geschäften und kreisenden Gedanken freizumachen und zu lösen. Der Lohn: der Kopf wird frei. „Wer sich die Zeit zur erfüllten Langeweile, zur Muße nimmt, pflegt eine hohe Lebenskunst“.

So

27

Mär

2022

Ökonomie Beschäftigung Leadership

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Sa

26

Mär

2022

J. Becker Denkstudio - Management Rohstoff Wissen

Wissen ist nicht nur irgendein Produktionsfaktor: ein plan- und zielloser Umgang mit Wissen und Fähigkeiten würde Ressourcen vergeuden und zur Demotivation führen. Der Erfolg hängt auch davon ab, wie effizient der Rohstoff Wissen nutzbar gemacht werden kann. Die Organisation von gespeichertem Wissen ist die Basis für Innovationen aller Art. Server, Datenautobahnen und Datenbanken ermöglichen den permanenten Zugriff auf Informationen. Informationen alleine haben weder einen besonderen Wert, noch einen Zweck an sich: sie dienen lediglich als Mittel der Wissenserweiterung; gleichzeitig aber muss dieses Wissen archiviert und nachvollziehbar kategorisiert werden. 

Sa

26

Mär

2022

Prädiktion Simulation Computer

Immer häufiger werden wir uns der Unfähigkeit bewusst, die Konsequenzen der Informationen, die wir schon besitzen, zu erkennen. Wir verlassen das Zeitalter der Statistiken und aggregierten Daten und treten ein in das Zeitalter der Echtzeit und disaggregierten Daten. Das Zauberwort für den Siegeszug von Computersimulationen heißt „Prädiktion“, die umso besser wird, je mehr Daten vorliegen. Das lebendige Individuum mutiert mehr und mehr zu einer Kommunikationsmaschine, deren Denken elektronische Medien schon grundlegend verändert haben, komplexe, dynamische Systeme wollen immer noch mehr an Datenreihen verarbeiten und machen deren Erhebung zu einer unausgesprochenen Frage des Wissens. Der Wille zu solchem Wissen darf kein Gebiet des täglichen Lebens aussparen und keinen Haltepunkt des Interesses kennen. 

Sa

26

Mär

2022

J. Becker Denkstudio - Startup Stärke

Im Idealfall hätte ein Existenzgründer bereits als Bewerber für eine Stelle die Vorstufen für eine Personalbilanz erstellt. Es ist wie bei vielen Sportarten: wenn man stürzt, darf man sich nicht lange mit seinen Schmerzen aufhalten, sondern muss den Dreck abklopfen und weiter probieren. Noch schwieriger ist die Bewältigung innerer Zweifel: wie hält man es aus, wenn kaum jemand an einen glaubt und wie schafft man es, trotz mancher Rückschläge an seiner Entscheidung festzuhalten? Experten sind sich einig: wer viel Widerstand aushalten muss, braucht Willensstärke und vielleicht auch eine gewisse Portion an Selbstüberschätzung. 

Fr

25

Mär

2022

Startup Management Kredit

Kredite für Gründer und Selbständige: Je solider für ein Kreditnehmer-Rating das Fundament ist desto sicherer lässt sich abschätzen, was neben einem tragfähigen Geschäftsmodell der Person des Kreditnehmers an Risikobereitschaft zugemutet werden kann. Es ist wie bei einem Rennwagen der immer nur dann gewinnen kann, wenn alle Systeme wie Antrieb, Lenkung, Reifen usw. optimal aufeinander abgestimmt sind. D.h. gleiche Reifen können bei unterschiedlichen Fahrzeugen ganz unterschiedliche Fahreigenschaften aufweisen. Ähnliches passiert bei einem Businessplan der immer zusammen mit der Person des Kreditnehmers gesehen werden muss. Der Geschäftserfolg ist immer eine Kombination aus beiden.

Do

24

Mär

2022

Management Gedächtnis Zahlen

Die Berechenbarkeit der Welt scheint möglich: finanzmathematische Modelle gewinnen Oberhand über das erfahrungsgestützte Urteil. In der Welt der Zahlen aber scheint alles möglich und nichts mehr gewiss. Experten können zwar alles und jedes in der objektiven Welt mit Zahlen belegen und erklären. Und trotzdem erscheint die Welt unserer Erfahrungen oft chaotisch, verwirrend, zusammenhanglos. Ein geradezu alltägliches Beispiel für die immer enger werdenden symbiotischen Beziehungen zwischen Mensch und Maschine ist das Smartphone. Als für viele mittlerweile ständiger Begleiter zum eigenen Körper gehört es zu diesem fast schon wie ein Organ. Eine künstliche Erweiterung des Gehirns, auf die man sich fast ebenso (oder sogar häufiger) verlässt wie auf das eigene Gedächtnis.

Sa

19

Mär

2022

J. Becker Denkstudio - Wissen Potenzial

Wissensnutzung für kreative Freiräume: Wissen ist die einzige Ressource, die sich durch Gebrauch vermehren lässt: nur wer schnell und einfach auf Vorhandenes zurückgreifen kann, gewinnt Freiräume für kreative neue Lösungswege. Je besser es jemandem gelingt, sein Wissen zu lokalisieren und gezielt einzusetzen, desto mehr kann er sich gegenüber seinen weniger wissensbewussten Konkurrenten absetzen: das für Problemlösungen benötigte Wissen soll zur richtigen Zeit am richtigen Ort verfügbar sein. Trotz zahlreicher Einzelaktivitäten im Zusammenhang mit dem Zukunftsrohstoff „Wissen“ gibt es oft noch Lücken, die eine bestmögliche Ausschöpfung der in ihm steckenden Entwicklungspotentiale behindern: insbesondere fehlt vielfach noch ein in sich schlüssiges Konzept bzw. Instrument, mit dem sich alle Einzelkomponenten des Intellektuellen Kapitals vollständig und mit einheitlicher Systematik abbilden lassen. Weiterführende Analysen, Dokumentationen und Publikationen von Jörg Becker auf den Autorenseiten und Buchshops von Amazon, Books on Demand oder XinXii. 

Fr

18

Mär

2022

Umwelt Management Wirtschaft

Zwischen Umwelt- einerseits und Image-, Kommunikations- und Wettbewerbszielen andererseits bestehen starke, sich gegenseitig fördernde Beziehungen. Offensive Öko-Controllingstrategien beziehen daher bewusst Reaktionen auf Wettbewerber-Umweltschutzaktivitäten mit ein. Je ausgeprägter der Wettbewerbsfaktor, mit dem sich ein Unternehmen konfrontiert sieht, desto marktbezogener müssen Anpassungen und Chancen im Hinblick auf den Umweltschutz wahrgenommen werden. Vorausschauendes Öko-Controlling als integraler Bestandteil der Zukunftsvorsorge bezieht sich dabei nicht nur auf punktuelles Handeln, sondern muss als Querschnittsfunktion alle Phasen des Produkt-Lebenszyklus, d.h. von der Planung von Produktionsverfahren und Produktentwicklung über die Beschaffungsseite, Produktionsphase, Distributionsphase und Verwendungsphase bis hin zur Nach-Verwendungsphase einbeziehen. Es geht darum, die gesamte Wertschöpfungskette von ertragsbelastenden Reststoffströmen zu entkoppeln und hieraus evtl. entstehende Innovationspotentiale freizusetzen.

Do

17

Mär

2022

Veränderung der Welt

Kaum jemand blickt noch durch, wie alle diese neuen Apparate die Welt verändern und was sie mit ihren Benutzern machen: mit jenen, „die unaufhörlich analysiert und optimiert werden, und auch mit jenen, die glauben, sich den Veränderungen durch Nichtbenutzung entziehen zu können.“ Auf dem Weg zur globalen Digitalkommune könnte es aber durchaus sein, dass Menschen sich hierbei ihre Daten nicht mehr auf Dauer wegnehmen und für kommerzielle Zwecke benutzen lassen. Die Welt wird sich auch kaum dadurch retten (verbessern) lassen, indem eine Informatikerkolonie laufend neue Apps gegen Alltagsprobleme programmiert. Es scheint ein Punkt erreicht, an dem verschiedenste Thesen aufeinanderprallen: beispielsweise erdachte Szenarien von übermorgen, die man erst nach Jahrzehnten widerlegen könnte, d.h. erst dann, wenn es zu spät ist, an den Entwicklungen noch etwas zu ändern. Vor solchem Hintergrund wären manche Nostalgie und Rückbesinnung eher von Vorteil. Weiterführende Analysen, Dokumentationen und Publikationen von Jörg Becker auf den Autorenseiten und Buchshops von Amazon, Books on Demand oder xinxii.

So

13

Mär

2022

J. Becker Denkstudio - Existenz Gründer

Eine Existenzgründung ist auch eine Art von Bewerbung und in gewisser Weise manchmal auch mit dieser vergleichbar: Nur bewirbt sich der Existenzgründer hier nicht um eine mehr oder weniger genau beschriebene Stelle, sondern bei einer zu Beginn noch meist unbekannten und anonymen Kundenbasis. Trotz vielleicht bereits gut identifizierten Zielgruppen und Segmenten bewegt sich der Existenzgründer nicht nur in einem abgegrenzten Umfeld eines Ziel-Unternehmens, sondern in einem viel umfassenderen Zielmarkt. Im Normalfall war ein Existenzgründer vor seinem Weg in die Selbständigkeit Teil der Arbeitswelt. Somit wird er sich auch bereits intensiv mit Sachverhalten der Bewerbung beschäftigt haben. Je fundierter die Erfahrungen hieraus sind und je systematischer diese ausgewertet wurden desto besser lassen sie sich vor allem für die Startphase der Existenzgründung nutzen. 

Do

10

Mär

2022

Journalist Marketing Management

E-Books können und werden gedruckte Bücher nie komplett ersetzen, sind aber dessen ungeachtet ihre moderne Variante. Wer generelle Vorbehalte hat, könne (sollte) sich auch fragen: „Wozu braucht man Fernsehen, wenn es Radio gibt ? Wozu braucht man Tonfilme, wenn es Stummfilme gibt?“ Das E-Book unterliegt wie das gedruckte Buch den gleichen Marktgesetzen. Es gibt sehr erfolgreiche E-Books, denen ein Buchverlag nie eine Chance gegeben hätte. Für Eigenverleger ist es bereits ein (unschätzbarer) Vorteil, wenn bei der Suche nach einem Verlag die Anbiederung entfallen kann und wenn Ausstattung und Inhalt allein vom Eigenverleger selbst entscheiden werden können. Der Eigenverleger hat alle Möglichkeiten, seine Bücher so umzusetzen, wie er sich das vorstellt, um damit Geld zu verdienen. Wenn der Eigenverleger nicht nur Einzelbücher, sondern eine komplette Buchreihe auflegen will, wird er bei einem Verlag ohnehin vor eher verschlossenen Türen stehen.

Do

10

Mär

2022

J. Becker Denkstudio - Prognose Modell

Ökonomen untersuchen mit Modellen, wann und unter welchen Bedingungen Märkte funktionieren: man will beschreiben, was (und warum es) in bestimmten Märkten passiert. Unterlegt wird in diesen Modellen meist ein Homo oeconomicus, ähnlich wie bei einer Landkarte, die auch wegen ihrer Realitätsferne so nützlich ist: eine Landkarte im Maßstab eins zu eins wäre nutzlos. „Der Homo oeconomicus ist  notwendig wenn man mit Hilfe von Modellen die Realität verstehen will. „Mit der Modellannahme eines irrationalen Menschen lassen sich keine verlässlichen Prognosen und Hypothesen mehr aufstellen, es ist ja gerade das Wesen der Irrationalität, dass sie sich jeglichen Erklärungsversuchen und damit jeglicher Modellbildung entzieht“. 

Di

08

Mär

2022

J. Becker Denkstudio - Netz Publikation

Es besteht die Gefahr, dass das Internet an seiner eigenen Informationsfülle erstickt. Mit öffentlich-rechtlichen Geldern produzierte Beiträge werden ins Netz gestellt, um bereits wenig später danach mit immensem, wiederum öffentlich-rechtlich finanziertem Aufwand wieder gelöscht zu werden (Vgl FAZ: Die Leere hinter dem Link). Besser sind also Themen mit Langfrist-Charakter, die auch noch nach ein oder mehr Jahren nicht in der Versenkung verschwinden müssen. Themen, bei denen es weniger auf brandheiße, quasi im Sekundentakt zu verbreitende "Neuigkeiten" oder Schlagzeilen an-kommt, sondern eher das über Zeiträume hinweg geduldige Beobachten samt qualifizierter Aufbereitung der gesammelten Informationen im Vordergrund steht. Auch langjährig bestehende Online-Texte können vor diesem Hintergrund noch ihre Berechtigung beanspruchen. Wie ein guter Wein entfalten sie ihre volle Reife erst mit der Zeit und werden trotz ihrer anfänglichen Unscheinbarkeit dann doch noch wahrgenommen. Denn wenn das Internet, wie oft plakatiert wird, nichts vergessen kann, so wäre eine der ersten Voraussetzungen hierfür, dass es auch am Rande der Hetzjagd nach "Frisch-Infos" liegende Dinge, überhaupt erst einmal auf- und wahrnehmen kann.

Mo

07

Mär

2022

Praxis mit Weiterbildung

Wichtig für die Weiterbildung ist die Einbindung von praxisrelevanten Fragen, die den realen Bezug zum Arbeitsplatz herstellen. Dringend benötigte Spezialisten sind über eine standardisierte Ausbildung jedoch kaum noch heranzuziehen. Das Konzept hierfür heißt flexible Handlungskompetenz. Mit herkömmlicher Wissensvermittlung hat dieses Lernen nur noch wenig zu tun, u.a. wird vortragender Unterricht immer seltener. D.h. der Auszubildende muss sich einen zunehmenden Teil seines Wissens selbst aneignen und muss Strategien im Team entwickeln. Die Ausbildung setzt dabei verstärkt auf den direkten Bezug zur Praxis, d.h. die Auszubildenden sollen weniger Zeit in den Lernstätten und mehr Zeit in den Betrieben verbringen. Deshalb achten auch Einsteiger bei der Wahl des Arbeitgebers darauf, welche Möglichkeiten zur weiteren Qualifizierung geboten werden. 

So

06

Mär

2022

J. Becker Denkstudio - Startup

Schon immer war das Gründungsgeschehen durch originäre Gründungen (neue Projekte) geprägt. Auch in jüngerer Zeit gingen drei von vier Existenzgründern den Schritt in die Selbständigkeit, indem sie ein neues Unternehmen eröffneten (Vgl. KfW Gründungsmonitor). Dagegen werden bei derivativen Gründungen Strukturen bestehender Unternehmen (Übernahme oder Beteiligung) genutzt. Zu diesen Strukturen gehört u.a. die vorhandene Belegschaft. Erfolgreiche Gründer haben dazu beigetragen, dass manche Jugendliche heute nicht mehr zwingend Feuerwehrmann, Pilot, Arzt oder „irgendwas im Staatsdienst“ werden wollen. Als Traumberuf hat der „Entrepreneur“ an Glanz gewonnen. Stand früher der Beruf des Unternehmensberaters ganz oben auf der Wunschliste des hochqualifizierten Nachwuchses, zieht es heute immer mehr dieser „High-Potential“ in die (schillernde) Startup-Welt. Immer mehr (auch große) Unternehmen wollen Innovation jung, digital oder sogar umstürzlerisch geschehen lassen. Neuentwicklungen, für die man bisher 1-2 Jahre kalkulieren musste, sollen schneller geschehen. Selbst Marktführer können sich nicht mehr so viel Zeit wie bisher gewohnt nehmen: in der digitalen Welt kann längst zu alt sein, was vor eineinhalb Jahren erdacht wurde. 

Fr

04

Mär

2022

J. Becker Denkstudio - Umweltschutz Kennzahlen

Ökobilanzen sind ein Baustein im Rahmen des umweltorientierten Managements. Die systematische Analyse der Umweltwirkungen von Verfahren und Prozessen ist eine wichtige Voraussetzung, um Verbesserungen gezielt und wirksam vorzunehmen. Das Öko-Controlling befasst sich mit Planung und Einsatz von Instrumenten, z.B. Öko-Bilanz, Umwelt-Audit, die den Fortschritt der ergriffenen Umweltmaßnahmen messbar machen und Schwachstellen offenlegen. Basis für die Öko-Bilanz ist u.a. die systematische Mengenerhebung der Input-/ Outputströme an Anlage- und Umlaufgütern Wasser, Energie, Abfall, Emissionen. Ertragswirksame Umweltchancen erkennen: Umweltkennzahlen verdichten Umweltdaten auf überschaubare Schlüsselinformationen: sie unterstützen Entscheider beim Auffinden der Schwachstellen des betrieblichen Umweltschutzes ebenso wie beim Erkennen ertragswirksamer Umweltchancen. Umweltkennzahlen haben eine wichtige Funktion in der internen Ermittlung von Schwachstellen und Optimierungs-potentialen: beispielsweise bei einer Bestandsaufnahme solche Kennzahlen im Zeitreihen- und/oder Betriebsvergleich einander gegenüberstellen.

Fr

04

Mär

2022

Analyse kritischer Risikoschwellen

Risikobewusstmachung bei allen Entscheidungen und Handlungen: Es sollten möglichst die vorhandenen Wertstellungsprofile und Risikoneigungen der Entscheidungsträger erfasst werden: die Extrempunkte bilden einerseits risikofreudige sowie andererseits risikoscheue Einstellungen. Beeinflusst werden diese u.U. durch die sich als Gegenpol bietenden Chancenprofile. Ausgelotet werden sollte, ob und wo unter Umständen Unsicherheiten im Datenkranz der Planung liegen bzw. welcher Art diese Risiken sind. Dabei geht es auch um die Möglichkeiten zur Quantifizierung der einzelnen Risiken: obwohl fast immer eine Vorstellung existiert, was risikobehaftet ist, ist es ungleich schwieriger, dieses Risikobewusstsein im Detail mit konkreten, quantitativen Daten zu operationalisieren. Ziele hierfür sind: mit Hilfe von Risikoanalysen sollen vorausblickende Sicherheitskonzepte und eine Analyse der kritischen Risikoschwellen entwickelt werden.

Mi

02

Mär

2022

J. Becker Denkstudio - Risiko Analyse

Risikovermeidung, -verminderung: auch mit der besten Kombination präventiver Maßnahmen lassen sich Risiken nicht völlig ausschalten. Trotzdem muss versucht werden, die Auswirkungen von Risiken zu reduzieren, d.h. eine zu befürchtende negative Zielabweichung zu begrenzen bzw. auszugleichen. Z.B. lässt sich durch Verteilung von Risiken auf mehrere Gebäude (Komplextrennung) oder Standorte (Begrenzung des Totalausfallrisikos) oder durch Produktdifferenzierung (Verteilung der Marktrisiken) eine Risikostreuung erreichen. Hierbei hat die traditionelle Bilanzanalyse heute nur noch begrenzte Aussagekraft, da vergangenheitsbezogene Daten kaum Anhaltspunkte für künftige Entwicklungen geben können. Berücksichtigt werden darüber hinaus zukunftsbezogene Verfahren zur Krisenfrüherkennung: so werden durch kontinuierliche Suche und ständige Beobachtung von wichtigen Bewegungen innerhalb und außerhalb des Unternehmens aussagefähige Indikatoren bestimmt, deren Veränderung Hinweise auf mögliche positive oder negative Entwicklungen geben können (z.B. Auftragseingänge für die gesamte Branche, Inflationsrate, Kundenzufriedenheitsanalysen, Cash Flow, Krankheitsquote u.a.). 

Mi

02

Mär

2022

Wertschöpfung aus Daten

Immer komplexere Modelle verwenden Methoden und Verfahren aus Informatik, Statistik, Numerik und anderen mathematischen Disziplinen. In solchen unermesslichen Datenräumen gibt es kaum noch Anonymität. Bei der Berechnung von Kausalitäten wird alles mit allem korreliert. Aus diesen Datensilos wird niemand entlassen. Obwohl Nutzer der fortgesetzten Enteignung ihrer Daten jemals kaum wissentlich zugestimmt haben, werden diese zum kollektiven Gut gemacht, ohne dass dieses aber als Gemeingut verfügbar wäre. Auf der Grundlage gänzlich intransparenter Nutzungsbedingungen profitieren hiervon andere, die Wertschöpfung aus Daten bleibt dem Einzelnen verborgen. Über die entgangenen Möglichkeiten zur eigenen Datenverwertung hinaus wird mit diesen Daten ein immer größeres Einfallstor in die Privatsphären geöffnet. Zwangsläufig stellt sich die Frage, ob dies so bleiben kann (darf). 

Di

01

Mär

2022

J. Becker Denkstudio - Consulting Markt

Die Consultingbranche ist für viele Best-Performer attraktiv und lockt mit schnellem Aufstieg, guten Gehältern, internationaler Erfahrung und, und, und. Der Consultingmarkt wächst und braucht weiterhin hochqualifiziertes neues Personal. Für Consultingfirmen ist es nicht immer ganz einfach, geeignete Mitarbeiter zu finden. Denn die Anforderungen sind hoch. Die Consultingbranche bietet Akademikern unterschiedlicher Fachrichtungen gute Einstiegsmöglichkeiten. Der Consultingmarkt deckt die gesamte Branchenbreite ab und bietet analog hierzu nicht nur BWLern, sondern ebenso Studenten der Mathematik, Chemie, Medizin, Ingenieur- und Naturwissenschaften ein vielfältiges Chancenspektrum. 

So

27

Feb

2022

J. Becker Denkstudio - Geschäftsmodell Wissen

Im Bereich der Planung und Analyse geht es insbesondere um die Aufbereitung großer Datenmengen sowie deren Verdichtung. Wissensmanagement ist für Unternehmen ein Muss, wenn diese in der Wissensgesellschaft ihre Markt-/ Wettbewerbsposition noch ausbauen wollen: in der informationsbasierten Arbeitswelt finden gewaltige Umstrukturierungen statt, d.h.: wenn der Wettbewerb immer weniger über Faktoren wie Kosten oder Finanzmittel gewonnen werden kann, muss nach anderen, tiefer liegenden, bisher noch ungenutzten Faktoren gesucht werden. Während das Management klassischer Produktionsfaktoren schon sehr weit ausgeschöpft ist, wird das Management der Wissens-Rohstoffe seine Zukunft noch vor sich haben. Achtung Zeitfaktor!: Wenn bei der Nutzung von Wissen gegenüber der Konkurrenz zu viel an Zeit verloren geht, kann es vielleicht schon zu spät sein (brachliegende Wissensressourcen werden nicht in entsprechende Wettbewerbsvorteile umgesetzt). Im Geschäft ist Schnelligkeit meist gleichbedeutend mit Erfolg, d.h. es muss sein Geschäftsmodell schneller als Konkurrenten durch die Wertekette hindurch bewegen. 

Sa

26

Feb

2022

Planungskompetenz Risikomanagement

Ziel, Ergebnis: Krisen- und Risk Management: die Ruinwahrscheinlichkeit minimieren bzw. unter ein angestrebtes Niveau senken. Zielvorgabe ist aber nicht nur die reine Existenzsicherung, sondern auch die Sicherung des Unternehmenserfolges, die Stabilisierung des finanziellen Ergebnisses und der Risikokosten. Es ist zu unterscheiden zwischen internen und externen Beobachtungsbereichen zur Krisenfrüherkennung. Anhand von Checklisten werden u.a. geprüft, identifiziert: Strategische Risiken, Risiken aus externen Einflüssen, Risiken aus Kundenbeziehungen, Wachstums- und Wettbewerbsrisiken, Produktrisiken, Risiken aus Strukturveränderungen, Finanzielle Absatzrisiken, Forschungs- und Entwicklungsrisiken, Lagerrisiken, Beschaffungsrisiken, Produktionsrisiken, Qualitätsrisiken, Personalwirtschaftliche Risiken, IT-Risiken, Rechtliche Risiken, Standortrisiken. Spezielle "Frühwarnsysteme" helfen, Unternehmen zeitig genug vor Bedrohungen zu bewahren.

Di

22

Feb

2022

Unterstützung von Best-Practice-Verfahren

Planungskompetenz Benchmarking: es soll ein Werkzeug zur Messung der Performance sowie zur Unterstützung von Best-Practice-Verfahren entwickelt werden,

es sollen Leistungsabweichungen zu anderen Unternehmen identifiziert werden,

es sollen Praktiken entdeckt und verstanden werden, die bessere Leistungen ermöglichen.

Durch Entdeckung von bereits bestehenden, besseren Lösungswegen soll das Aufbrechen ineffizienter, verkrusteter Strukturen unterstützt werden.

 

Vorbereitungsphase:

Festlegung des Benchmarking-Objektes,

 Festlegung des Benchmarking-Teams,

Festlegung von Kennziffern zur Leistungsbeurteilung,

Bestimmung von Benchmarking-Partnern.

 

Analyse:

Sammlung von Informationen,

Kennzahlen-Vergleiche,

Suche nach Best Practices,

Aufbereitung der Ergebnisse.

 

Umsetzung:

Auswertung der Analyse,

Planung von Umsetzungsmaßnahmen,

Realisierung der Umsetzungsplanung,

Kontrolle des Umsetzungsprozesses

 

Wirkungsprognose:

 

Man erhält Hinweise auf seine Positionierung im Vergleich zu ähnlichen Situationen und einen Eindruck des "Was machen die anderen ?" als Ausgangspunkt für das kritische Hinterfragen der eigenen Aktivitäten.

Sa

19

Feb

2022

J. Becker Denkstudio - Umwelt Benchmark

 

 

Relative Gliederungs- oder Beziehungszahlen sagen nichts darüber aus, wie die Leistung im Vergleich zur Konkurrenz, zu anderen Werken oder Standorten zu bewerten ist, d.h. die Umwelt-Performance wird unabhängig von der Größe und Produktionsleistung des Unternehmens dargestellt. Durch den zwischenbetrieblichen Kennzahlenvergleich kann besser beurteilt werden, ob der jeweilige Wert verhältnismäßig hoch oder niedrig ist. Ziel ist eine möglichst genaue eigene Standortbestimmung, um hieraus Verbesserungsziele und -maßnahmen ableiten zu können. Dieser sogenannte Benchmarkingprozess lässt sich als interner Betriebsvergleich zwischen eigenen Standorten/Abteilungen/ Produktionsverfahren, als externer Betriebsvergleich mit Branchenwettbewerbern/Zulieferern/Kunden oder auch branchenübergreifend (d.h. wie hoch liegt der eigene Energieverbrauch im Vergleich beispielsweise zu einem Textil-, Chemie- oder Dienstleistungsunternehmen ?) durchführen. Grundvoraussetzung ist, dass die Erhebungsgrundlagen beider Vergleichsobjekte übereinstimmen. Wenn beispielsweise der Energieverbrauch pro Mitarbeiter verschiedener Unternehmen verglichen werden soll, muss sowohl der Energieverbrauch als auch die Mitarbeiterzahl nach gleichen Kriterien erhoben worden sein (welche Energieverbräuche werden einbezogen ? handelt es sich um den Primär- oder Sekundärenergieverbrauch ? wie wird die Zahl der Mitarbeiter ermittelt ? sind Teilzeitkräfte gleichermaßen berücksichtigt ?).  

Fr

18

Feb

2022

J. Becker Denkstudio - Bildung Fundament

Ganzheitliche Allgemeinbildung - ohne das „Beiwerk weicher Fächer“ geht nichts: an manchen oder vielen Schulen scheinen musische Fächer eher nur Beiwerk zu sein. Musikstunden werden oft ans Ende des täglichen Stundenpensums gesetzt, also dorthin, wo man die einsetzenden Erschöpfungszustände der Schüler vermutet. Obwohl die Aufmerksamkeit wohl eher den Sprachen und den mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächern gilt, sollten diese Fächer trotzdem zu ihrem Recht und der ihnen angemessenen Bedeutung kommen. Es sind oft die Lehrer, die dafür sorgen, dass ohne dieses „Beiwerk“ nichts geht. Lehrer, die Theater und Musik zum Erlebnis machen und mit den von ihnen initiierten Aufführungen immer wieder auch gleichzeitig Zeichen in der Öffentlichkeit setzen. Nicht alle Schüler erkennen bereits während ihrer Schulzeit, dass musische Bildung auch förderlich für die Leistungsfähigkeit in anderen, für Beruf und Karriere relevanten Fächern sein kann. Eines werden im Nachhinein aber wohl die meisten bestätigen: es werden Erfahrungsräume und Perspektiven und damit der Zugang zu einer anderen, vielen zunächst noch fremden Welt eröffnet. Alles in allem: das sogenannte Beiwerk dient (mehr als vieles andere) irgendwie und irgendwo der Entwicklung der Persönlichkeit

Di

08

Feb

2022

Welt der vielen Zahlen

Das tägliche Leben wird erfassbar, entschlüsselbar und berechenbar gemacht, der Zufall daraus verbannt. Vordenker dieser Welt sehen am Horizont bereits die Überwachung aller menschlichen Regungen auf dem Weg zur permanenten Selbstoptimierung: der Mensch und eine Welt der perfekten Dinge werden eins, aufeinander abgestimmt und unlösbar miteinander verbunden. Mit bürgerlicher Gleichgültigkeit wird die Entwicklung einer neuen Elite mit Datenmacht und Datenreichtum bewusst kaum wahrgenommen: anonyme Organisationen können individuelle Schicksale bestimmen. Auffällig für den Außenstehenden ist aber schon der scheinbar unstillbare Hunger von Daten-Multis nach Schlüsseltechnologien (Roboter, Drohnen, künstliche Intelligenz). Hinter einem vordergründigen Bild kleiner, angeblich kostenfreier Annehmlichkeiten scheint im Maschinenraum der Informationsökonomie eine selbstorganisierte Parallelwelt zu entstehen, deren Kriterien für eine Qualitätskontrolle (so überhaupt vorhanden) dem öffentlichen Bewusstsein entzogen sind.

Di

01

Feb

2022

Publikationen mit Wissen anreichern

Was macht eine Fachpublikation aus? Es ist das richtige Zusammenführen einzelner Wissens-Komponenten. Es kommt auf das Veredeln an, d.h. auf das gezielte Auswählen relevanter Daten. Auf das Identifizieren, Bewerten, Aufbereiten und Anreichern. Erst aus diesem Zusammenspiel entsteht ein Ergebnis mit werthaltiger Information. Gibt es eine Norm für eine optimale Text-Verweildauer? Es besteht die Gefahr, dass das Internet an seiner eigenen Informationsfülle erstickt. Mit öffentlich-rechtlichen Geldern produzierte Beiträge werden ins Netz gestellt, um bereits wenig später danach mit immensem, wiederum öffentlich-rechtlich finanziertem Aufwand wieder gelöscht zu werden. Besser sind also Themen mit Langfrist-Charakter, die auch noch nach ein oder mehr Jahren nicht in der Versenkung verschwinden müssen. Themen, bei denen es weniger auf brandheiße, quasi im Sekundentakt zu verbreitende "Neuigkeiten" oder Schlagzeilen ankommt, sondern eher das über Zeiträume hinweg geduldige Beobachten samt qualifizierter Aufbereitung der gesammelten Informationen im Vordergrund steht. Auch langjährig bestehende Online-Texte können vor diesem Hintergrund noch ihre Berechtigung beanspruchen. Wie ein guter Wein entfalten sie ihre volle Reife erst mit der Zeit und werden trotz ihrer anfänglichen Unscheinbarkeit dann doch noch wahrgenommen. Denn wenn das Internet, wie oft plakatiert wird, nichts vergessen kann, so wäre eine der ersten Voraussetzungen hierfür, dass es auch am Rande der Hetzjagd nach "Frisch-Infos" liegende Dinge, überhaupt erst einmal auf- und wahrnehmen kann.

Fr

28

Jan

2022

J. Becker Denkstudio - Struktur-Transformation

Die Kosten von Umweltnutzung müssen in jedes Geschäftsmodell und Haushaltsbudget einfließen, so wie es schon für Müllentsorgung, Abwasser und Brandschutz angelegt ist. Jene sollen bezahlen, die übermäßig viel Kohlendioxyd erzeugen und damit das Risiko irreversibler Schäden nach oben treiben. Denn zahlen werden wir sonst später immer mehr – zum Beispiel im Katastrophenschutz, Umbau und Wiederaufbau von Infrastruktur zur Anpassung an Klimawandel. So könnte der Erhalt von Regenwäldern, Korallenriffen, Wildblumenwiesen oder menschlichen Lebensräumen zu einem nicht mehr finanzierbaren Luxus werden. Ein Trend, der sich durch Billig-Fliegen, Billig-Fleisch, Panzer-Autos, Wegwerfmentalität und Überkonsum unaufhaltsam weiter verstärkt. Denn „ein einmal emittiertes Kohlendioxidmolekül bleibt gut 120 Jahre in der Atmosphäre. Das heißt, die von Europa und Amerika ausgehende Industrialisierung domminiert noch immer die Kohlendioxidlast. Erforderlich ist mehr Transparenz darüber, welche Kosten und Nutzendes Handelns wie Nicht-Handelns anfallen und wie sie gerecht verteilt werden können. Um den Blick aus dem Rückspiegel auf den Horizont zu lenken.

Mo

24

Jan

2022

Bilanzierung eines Standortbereiches

Wer Transparenz scheut, hat meist nur geringes Vertrauen in sein eigenes Beurteilungsvermögen und hat in einer immer mehr wissensorientierten Wirtschaftswelt immer weniger Chancen. Was also liegt näher, als sich aus einem reichhaltig bestückten Indikator-Cockpit zu bedienen, um hieraus eine Grundlage für nachhaltig tragfähige und vielseitig einsetzbare Standortanalysen zu erarbeiten. Ein Potential-Bild macht deutlich, wie der Standort in seinem Inneren mit allen seinen mehr oder weniger versteckten Wirkungsbeziehungen funktioniert, gemeinsame Zielsetzungen können damit besser aufeinander abgestimmt werden. Als Grundlage für die Festlegung des Berichtsbereiches sollte zunächst die Ausgangssituation des Standortes definiert und beschrieben werden. Damit wird ein Fixpunkt für die fundierte Entwicklung von Zielen, Aktionen und Maßnahmen geschaffen. Es wird der Grundstock für eine möglichst breite Daten- und Informationsbasis gelegt. Ausgangsfrage: Soll der Standort als Ganzes oder nur in einzelnen Bereichen oder Prozessen betrachtet werden? 

So

23

Jan

2022

J. Becker Denkstudio - Investition Wissen

Die Haupttätigkeit mancher Forschungs- und Entwicklungsabteilungen besteht nicht in der Entwicklung neuer Verfahren und Produkte, sondern im intelligenten Erwerb externen Wissens (z.B. wenn sich immer mehr Pharmaunternehmen das Wissen von Biotechnologiefirmen einkaufen). Oder: Schlüsselkunden wissen als besonders intensive Nutzer häufig mehr über Stärken und Schwächen eines Produktes im täglichen Gebrauch als dessen eigentliche Entwickler selbst. Frage: welche externen Wissensquellen werden von dem Unternehmen bisher genutzt? Der Erwerb von Wissen ist ebenso zu behandeln wie eine Investition im materiellen Vermögensbereich: beispielsweise können auch für Wissensinvestitionen unterschiedliche Amortisationszeiten berechnet werden. Durch den Ankauf von Wissensprodukten gelangt ein Unternehmen aber nicht automatisch in den Besitz der hierzu gehörenden organisatorischen Fähigkeiten: dieses Potential muss vielmehr erst noch durch sinnvolle Integration in die bestehende Wissensbasis aktiviert werden.

Sa

22

Jan

2022

J. Becker Denkstudio - Bewerbung Profil

Geschäftsgrundlage Personalbilanz: Text- und Präsentationsprogrammen sei Dank. Sie verhelfen Bewerbungen mit zugehörigen  Unterlagen zu einem ansprechenden Äußeren. Unliebsamer und manchmal unbedachter Nebeneffekt scheint jedoch mehr und mehr die hiermit einhergehende Ähnlichkeit  bis hin zur Austauschbarkeit zu sein. Das äußere Erscheinungsbild von Bewerbungsunterlagen wird eher verwechselbar. Per Computer angefertigte Ausdrucke sind so stromlinienförmig aufpoliert, dass sie leicht auch durch engmaschige Netze von Personalentscheidern zu rutschen drohen. Je schwieriger der Arbeitsmarkt ist und je heftiger eine zu besetzende Stelle umworben wird, desto mehr Informationsgehalt wird für sich hierauf  beziehende Bewerbungen gefordert. Im wahrsten Sinne des Wortes muss der Bewerber daher daran arbeiten, sein Profil zu schärfen. Es geht um: Wissen als herausragendes Kapital begreifen und warum ausgerechnet eine Personalbilanz bei Bewerbungsproblemen vielleicht helfen könnte. 

Fr

21

Jan

2022

J. Becker Denkstudio - Finanzen Konzept Planung

Im Rahmen einer strategischen Sicherung des finanziellen Gleichgewichts muss die Finanzperspektive der Dynamik des Wirtschaftslebens Rechnung tragen. Denn Kapitalausstattung, Kapitalbedarf, Wettbewerbsverhältnisse, Ertragslage, Einschätzung der Kreditwürdigkeit durch Außenstehende oder die finanzielle Abhängigkeit von Abnehmern ändern sich ständig. Das betriebliche Finanzkonzept ist als eine Strategie zur jederzeitigen Sicherung einer optimalen Finanzierung zu verstehen. Es hilft gleichermaßen Engpässe wie unrentable Überfinanzierungen zu vermeiden. Eine Finanzplanung kann nur dann den Forderungen an eine gute Finanzierung gerecht werden, wenn sie neben der Zusammenstellung von finanziellen Anforderungen auch Möglichkeiten zu einer Bedarfslenkung beinhaltet, also beispielsweise: Begrenzung oder zeitliche Verteilung von Investitionen, Beschaffungs- und Lagervolumen, Mindestumsatz und evtl. Maximalumsatz (wegen Vorfinanzierung), Umfang und Zeitpunkt von Desinvestitionen.

Do

20

Jan

2022

J. Becker Denkstudio - Strategie Analyse

Strategieperspektiven eines Unternehmens stehen nicht voneinander losgelöst mehr oder weniger lose nebeneinander, sondern sollen demgegenüber eine in sich geschlossene Geschäftslogik abbilden. Ebenso wie die Finanzziele zu den zentralen Erfolgsparametern zählen, sind es erst die Kunden, die Produkte kaufen und damit für entsprechende Erlöse sorgen. Finanz- und Kundenziele ihrerseits hängen eng mit den Arbeitsweisen und Geschäftsabläufen im Unternehmen, d.h. den Prozesszielen zusammen. In der Logik dieses Gesamtsystems spielen schließlich auch die Potenziale, d.h. Innovationskraft, Mitarbeiter u.a. als Potenzialziele, eine entscheidende Rolle. Die gemeinsame Klammer, mit der aller Einzelbausteine verbunden und auf einen gemeinsamen Nenner transportiert werden können, ist das Intellektuelle Kapital. Im Gegensatz zu den sogenannten „klassischen“ Produktionsfaktoren hat das umfassende Management der Wissensfaktoren noch eine Menge an nicht voll ausgeschöpftem Potential. Es geht um: Ampelanzeigen, Balanced Scorecard, Benchmarking, Economic Value Added (EVA), GAP-Betrachtung – Erkennen der Lücke, Geschäftsfeldbewertung nach Deckungsbeitrag, Impact Matrix, Leitbild-Check, Potenzialportfolio, strategische Konkurrenzanalyse, SWOT-Werkzeuge, Szenariotechniken, Wirkungsnetze.

Mi

19

Jan

2022

J. Becker Denkstudio - Transfer von Wissen

Manchmal braucht man eine Geschichte, um einen Sachverhalt unter die Leute zu bringen, um ihre Aufmerksamkeit zu gewinnen, um Zusammenhänge plastisch zu beschreiben. Denn Wirtschaftswissen ist manchmal steril, Geschichten dagegen sind ansteckend und verbreiten sich schneller. Selbst dann, wenn offen ist, ob die Pointe wirklich wahr und der behauptete Zusammenhang korrekt ist. Fiktive Realitäten können manchmal leichter zu handfesten Realitäten wie einem schwarzen Mann führen. Mit Ausnahme einiger Außenseiter beschäftigen sich Ökonomen mit Storytelling bisher eher selten. Erzählungen gelten als wissenschaftstheoretisch minderwertig, da sie einer anderen Logik als der einer Falsifikation folgen. „Mit akademischer Hochnäsigkeit haben die Ökonomen es bisher versäumt, im Wettbewerb um die besseren Geschichten mitzubieten, mit der Folge, dass ihre Kritik hinterher nicht mehr durchdrang. Vor diesem Hintergrund wird nunmehr manches Plädoyer für eine fusionierte Geistes- und Sozialwissenschaft publiziert. Das Motto: „Mathe taugt für den Anfang; danach braucht es Narrativität“.

Fr

14

Jan

2022

J. Becker Denkstudio - Change Management Wissensbilanz

Auf Dauer zählen Veränderungen zu den wirksamsten Mitteln, um sich erfolgreich im Wettbewerb behaupten zu können. Dabei ist Innovation in erster Linie eine Frage der Kreativität und weniger eine Sache nur des Geldes. Veränderungsfähigkeit braucht Wissen, das als erfolgskritisches Intellektuelles Kapital aber erst einmal identifiziert werden muss, um es innovationsfördernd einsetzen zu können. Bei der speziellen Prozessperspektive der Wissensbilanz geht es darum, welche Prozesse welche Leistung haben müssen, um die Finanz- und Kundenziele zu erreichen. Wer erfolgreich aus dem Endkampf in reifen Märkten ausbrechen will, sollte auch den Weg des Change Management prüfen, d.h. die Möglichkeiten eines neuen Spiels mit anderen Regeln. Dabei gewinnt der Aspekt der Veränderungsgeschwindigkeit an Bedeutung. Die Karte, mit Veränderungsgeschwindigkeit Wettbewerbsvorteile zu erzielen, scheint im Change Management noch nicht ausgereizt. Eine Möglichkeit bestünde vielleicht im umfassenden Denkansatz einer Wissensbilanz. 

Mi

12

Jan

2022

J. Becker Denkstudio - Analyse Stärken Potenziale

Wissensintensive Strategiewerkzeuge – Stärken stärker machen, Potenzial ausschöpfen: Probleme bei der Umsetzung von Strategien können nicht zuletzt auch dadurch entstehen, dass eine Strategie so unklar formuliert ist, dass die für die Umsetzung Verantwortlichen nicht immer genau wissen, was überhaupt umgesetzt werden soll. Damit eine Strategie die durch sie erwünschten und erhofften Veränderungen aber überhaupt auslösen kann, muss sie auch nachvollziehbar an diejenigen kommuniziert werden, die sie umsetzen müssen. Grundsätzlich lassen sich gute Strategiewerkzeuge auch dadurch kennzeichnen, dass sie diese  unterschiedlichen Perspektiven nicht nur berücksichtigen, sondern sich mit diesen auch  konkret auseinandersetzen. Durch das Denken in solchen gleichberechtigten Perspektiven sollen mögliche Unausgewogen-heiten d.h. keine Überbetonung und einseitige finanzielle Orientierung, vermieden werden. Man will also ein Gleichgewicht zwischen finanziellen und nichtfinanziellen Ziel- und Steuerungsgrößen erreichen. Dahinter steht die sinnvolle Einsicht, dass die Erreichung finanzieller Ziele letztlich immer nur bei ganzheitlicher Sichtweise möglich ist. 

Mo

10

Jan

2022

J. Becker Denkstudio - Strategie Konzept

Der Schlüsselfaktor für den Unternehmenserfolg ist die Bereitschaft zur Veränderung von Spielregeln. Dazu kommt die Qualität der Umsetzung durch eine gezielte Entwicklung der inneren Schlagkraft des Unternehmens in Menschen bzw. deren Fähigkeiten und abgeleitet daraus in Strukturen, Systeme und Prozesse. Es genügt eben nicht, nur besser zu sein. Vielmehr müssen die Grundrichtungen „Konzept“ und „Verwirklichung“ mit dem festen Willen zur positiven Veränderung (nicht nur Verbesserung !) gezielt verfolgt und mit gestalterischem Denken genutzt werden. Im Verlauf eines Produktlebenszyklus verändern sich der „Wert“ bzw. das Kosten-/Nutzenverhältnis einer Leistung für den Kunden, die Mitteil- und Demonstrierbarkeit des Wertes, die Komplexität des Produktes, der Standardisierungsgrad, die Kompatibilität eines Produktes sowie auch viele andere ökonomisch und technisch relevanten Merkmale. Aus diesen Veränderungen folgt, dass insbesondere für kurze Produktlebenszyklen wegen des zusätzlich zu berücksichtigen-den Zeitfaktors entsprechend dynamische Prozesse in Gang gesetzt werden müssen. 

Mi

08

Dez

2021

Landkarten des Wissens sind komplex

Ein Wissensbilanz-Projekt zur Erstellung einer Landkarte des Wissen ist stark strategiebezogen und erfordert einen ganzheitlichen Ansatz aus Funktionen, Verantwortlichkeiten, Prozessen und Technologien. Das heißt, ein solches Projekt weist aufgrund der Strategiebezogenheit eine im Vergleich zu anderen Projekten höhere Komplexität auf und erfordert deshalb eine längere Zeitdauer, intensivere Inanspruchnahme der Mitarbeiter, höheren Aufwand, stärkere Einbeziehung und Beteiligung des Managements und höhere Veränderungsbereitschaft (Change Management). Bereits vor dem Start des Projektes sollte deshalb auch das Management über die wesentlichen Ziele und zu erwartenden Projektschritte informiert werden. Während der gesamten Projektlaufzeit sollte sich das Projektteam sowohl auf die Information der betroffenen Mitarbeiter als auch auf die Einbeziehung gegebenenfalls der verschiedenen Geschäftsbereiche konzentrieren. Möglicherweise unterschiedliche Informationssysteme sollten soweit wie möglich in einer einheitlichen Softwarelösung integriert werden. Der Start des Projektes sollte nach dem  „Quick-Win“-Konzept auf ein priorisiertes Teilprojekt beschränkt/ konzentriert werden. Ein Projekt Wissensbilanz ist keine Insellösung, es ist immer abteilungsübergreifend umzusetzen. Die Kundensicht steht im Zentrum und  erfolgt als Differenzierung gegenüber dem Wettbewerb vorrangig über Prozesse (weniger über Produkte). 

Di

30

Nov

2021

Auch ohne Markt kann man Standortfaktoren bilanzieren

Eine Standortbilanz befasst sich vor allem mit der Bewertung und Messung immaterieller Sachverhalte, also allen „Intangibles“ einer ganzen regional abgegrenzten Einheit. Obwohl dabei versucht wird, größtmögliche Transparenz und (auch quantitative) Nachvollziehbarkeit durch Annäherung an finanzübliche Sichtweisen herzustellen, kommt es nicht so sehr auf die absolute Höhe oder Richtigkeit der Bewertungszahlen an. Für den überwiegenden Teil der Standortfaktoren sind ohnehin keine Käufe oder Verkäufe möglich. Es existiert kein Markt für Standortfaktoren, auf dem sich ein in Euro und Cent ausdrückbarer Marktpreis darstellen ließe. Wirtschaftsförderer und Standortentscheider können mehr Informationsgewinn eher aus der richtigen Relation und Korrelation zwischen den jeweils identifizierten Standortfaktoren untereinander gewinnen. In dem Konzept der Standortbilanz erfolgt die Bewertung von 1. Geschäftsprozessen, 2. Geschäftserfolgen, 3. Humankapital, 4. Strukturkapital und 5. Beziehungskapital des Standortes gemäß einer QQS-Bewertung (Quantität- Qualität-Systematik). 

Do

25

Nov

2021

Standortbewertung nach Gewichtsstufen

Es gilt die Frage zu klären: welcher Standortfaktor ist besonders wichtig, welcher vielleicht weniger wichtig? Im Wege von Fremdbilderhebungen und Konkurrenzanalysen taucht somit zwangsläufig das Problem der unumgänglichen Gewichtung von Standortfaktoren auf: unabhängig davon, ob eine Bewertung im Wege der Eigenbild- oder Fremdbildanalyse erstellt werden soll bleibt damit ein weiteres Problem zu lösen: aus Sicht des individuellen Nachfragers, d.h. beispielsweise eines ansiedlungsinteressierten Unternehmens stellt sich auch jeder Standortfaktor von mit einer von Fall zu Fall sehr unterschiedlichen Bedeutung dar. Um das Verfahren der Punktebewertung weiter zu verfeinern, kann man zusätzlich jeden Standortfaktor entsprechend seiner Bedeutung (im Allgemeinen prozentual ausgedrückt) gewichten. Das Verfahren kann jeweils nach individuellen Wünschen und Anforderungen eines Standort-Interessenten angepasst werden. Wird jedoch eine Vielzahl von Einzelfaktoren nur einfach gewichtet, so würde sich eine reine Addition der hieraus errechneten Bewertungsziffern zu sehr dem oben als nicht ausreichend erkannten Punktebewertung-Verfahren angleichen. Mehr Aussagekraft durch Gewichtsstufen-Bewertungsverfahren: das Bewertungsverfahren für Standortfaktoren sollte daher in einer weiteren, zweiten Gewichtungsstufe noch zusätzlich ausgebaut und verfeinert werden (= Gewichtsstufen- Bewertungsverfahren). 

Mi

17

Nov

2021

Vision und Strategie für Standortaktionen

Kernelement einer Standortstrategie ist die verbindliche  Vereinbarung und Festlegung von Zielen. Dieses wiederum ist die Grundlage für alle operativen Umsetzungsaktivitäten. Insbesondere geht es darum, wie und welche „weichen“ Standortfaktoren nachhaltig weiterentwickelt werden sollten. Für das Standortumfeld erkannte Möglichkeiten und Risiken sollten zur Vision und Strategie in Bezug gesetzt werden. Die Standortstrategie soll dann beschreiben, wie künftig am Markt agiert werden soll sowie welche Investitionen und Maßnahmen hierfür vorgesehen sind. Die Strategie beschreibt zukünftige Aktionen. Dabei ist auf die Einhaltung der Reihenfolge: Ziel-->Weg---->Erfolg zu achten.  In einer zahlenorientierten Finanzwelt reichen zu einer detaillierten Standortbeurteilung nur verbale Darstellungen nicht aus. Eine der Hauptursachen, warum komplizierte, da an vielen Stellen miteinander vernetzte Sachverhalte des Standortes bislang so wenig greifbar gemacht werden konnten, liegt in der komplizierten Bewertung und Messung immaterieller sogenannter  weicher Faktoren begründet. Für Standorte geht es aber gerade darum, anhand von immateriellen Faktoren eine Marktposition zu erobern. Die richtige Positionierung basiert aber nicht nur auf materiellen oder immateriellen Standorteigenschaften, sondern auch auf der Zielrichtung, d.h. dem Finden der richtigen Zielgruppe. Wenn die Wirtschaftsförderung Bemühungen auf bestimmte Segmente konzentriert, ist es leichter, spezifische Anforderungen von Investoren zu verstehen und sich hierauf einzustellen. Dies erhöht die Erfolgsaussichten. 

Fr

12

Nov

2021

Analyse: Standort geeignet - ungeeignet

Jeder Standort ist anders und weist ganz spezifische Bedingungen auf, die u.a. von klimatischen, geographischen, politischen und sozio-ökonomischen Bedingungen bestimmt werden. Die natürlichen Standortvorteile (Rohstoffvorräte, Hafennähe u.a.), die im Zeitalter der Industrialisierung noch bestimmte Standorte privilegiert hatten, spielen eine immer geringere Rolle, weniger Transportkosten verschaffen vergleichbaren Standorten damit eine relative Chancengleichheit. Unter den Standorten gibt es, heute mehr denn je, Gewinner und Verlierer: an einem Standort Bilder von überfüllten Kindergärten, Schulen, Wohnungen und Büros und leeren an einem anderen Standort. In vielen Fällen entscheidet das Humankapital über Erfolg oder Misserfolg eines Standortes, über die Werthaltigkeit von Gebäuden und Grundstücken. 

Do

04

Nov

2021

Kritische Risikoschwellen

 Unterscheidungsmerkmale sind beispielsweise: interne vs externe Risiken, potentielle/ verdeckt vorhandene vs aktuelle/offen zutage tretende Risiken oder beeinflussbare vs nicht beeinflussbare Risiken. Oft sind es gerade jene außerhalb des eigenen Geschäftsbereichs liegende Risikoeinflüsse wie beispielsweise wirtschaftspolitische, sozialpolitische, soziologische und demographische Daten, die neben dem internen Erfolgspotenzial den Gesamterfolg wesentlich mitbestimmen und den eigentlich vorhandenen Handlungsspielraum festlegen. Mit Hilfe von Risikoanalysen können vorausblickende Sicherheitskonzepte entwickelt werden. Das Konzept hierfür lautet: Risiken erkennen, Ursachen und Wahrscheinlichkeiten bewerten, Sicherheitsinstrumente planen, Kosten-/ Nutzen analysieren

Fr

29

Okt

2021

Wissensintensive Controlling-Tools

Management-Arbeitshilfen für Wissensintensive, erweiterte Controlling-Tools: da es zum Intellektuellen Kapital keinen vergleichbaren Rohstoff gibt, der sich durch wiederholten Gebrauch vermehren ließe, lohnt allein die Beschäftigung mit diesem. Im Rahmen von Arbeitshilfen geht es darum, Analyseergebnisse nicht einfach auf sich beruhen zu lassen, sondern hieraus konkrete Maßnahmen abzuleiten. Diese sollten vor ihrer Umsetzung mit Blick auf die strategische Ausrichtung und unter Berücksichtigung der im Wissensbilanz-Prozess zusammengetragenen/ dokumentierten Informationen diskutiert werden. Es geht darum, möglichst detailliert aufzuzeigen, auf welchem Weg man zu Arbeitshilfen mit Wissensbilanzen gelangen kann. Die Nützlichkeit dieses Instruments ist kaum umstritten. Viele kleine und mittlere Unternehmen, die diesen Weg gerne gehen würden, haben zu wenig Informationen und genaue Hinweise darüber, wie dieser im Detail zu gestalten wäre und welchen konkreten Nutzen man daraus erwarten kann. Der Ansatz, Prozesse und Erfolgsfaktoren in Richtung hin auf eine Wissensbilanz zu entwickeln, kann darüber hinaus einen Anreiz zu notwendiger ganzheitlicher Denkweise liefern. 

Sa

23

Okt

2021

Handschrift erhöht Denkleistung

Insgesamt wird dem Schreiben und der sprachlichen Bildung immer weniger Bedeutung beigemessen, digitale Medien fördern eine „angestrengte Erleichterungspädagogik“. Fatal ist es nur, dass es zwischen Lernleistung und Handschrift einen engen Zusammenhang zu geben scheint: „wer gut und versiert schreibt, prägt sich Geschriebenes besser und konzentrierter ein“. Denn motorisches und visuelles Gedächtnis funktionieren Hand in Hand. Durch das Zusammenwirken zweier Gedächtnisbereiche stärkt die Handschrift den Lerneffekt. Handschriftliches kann man nicht per Mausklick löschen: besser also vorher überlegen, bevor man schreibt. Da man per Handschrift mit dem Inhalt intensiver verbunden ist, wird dadurch auch das strukturierte Denken gefördert. Rechtschreibung und Grammatik sind bei Schülern mit verbundener Handschrift besser entwickelt. Durch den Verlust an verbundener Handschrift und Ersatz durch Druckbuchstaben ist also langfristig wenig (nichts) gewonnen. Was sollte daran schon gerecht sein, wenn durch  das Senken von Anforderungen auf das Erlernen von Handschrift verzichtet wird und alle weniger Lerneffekte haben oder ihr strukturiertes Denken weniger gefördert wird? Umso stärker werden sich „Eliten“ etablieren, die sich aufgrund genau dieser Fähigkeiten Wettbewerbsvorteile (was knapp ist, wird auch teuer) verschaffen werden. Ein Verlust der Handschrift wäre damit letztlich auch ein Verlust an Chancengleichheit.

 

 

Fr

22

Okt

2021

Kommerzielle Verwertung von Daten

An den Ufern neuer Datenmeere stehend wäre es wohl zu einfach, diese (nur weil man deren Bedeutung und Umfang nicht versteht) einfach als zukünftige Ordnung aller Dinge zu akzeptieren. Die kommerzielle Verwertung des Wissens über gegenwärtiges Verhalten breitet sich weiter aus bis hin „zu einer Beeinflussung und Umformung entstehenden Verhaltens“, um zukünftige Einkommensquellen zu erschließen. Jedes Glied der Wertschöpfungsketten soll durch Analyse, Vorhersage und Umformung zu Geld gemacht werden. Telefone, Überwachungskameras, Satelliten, Datenbanken (Staat, Banken, Auskunfteien, Kreditkarten-  und Telekommunikationsunternehmen, usw. usw.) generieren ständig neue und breitere Datenströme. Experten sprechen von im flüchtigen Alltag fortlaufend abgeschöpften „Datenabgasen“, Datenschnipseln aller Online-Aktivitäten: alle jene Google-Suchen, Twitter-Nachrichten, E-Mails, Texte, Fotos, Lieder, Videos, Aufenthaltsorte, Bewegungen, Einkäufe, Klicks und Seitenaufrufe werden (als Ausbeutung immensen Ausmaßes) eingefangen, abstrahiert, analysiert, aggregiert, verpackt und verkauft. Die Abschöpfung riesiger Datenmengen („das Internet von Allem“) findet unsichtbar, unerkennbar (quasi als Geheimoperation) und ohne jedes Einverständnis der eigentlichen Eigentümer dieser Daten statt.

Mo

18

Okt

2021

Schlüsselinformationen der Umwelt

Umweltkennzahlen verdichten Umweltdaten auf überschaubare Schlüsselinformationen: sie unterstützen Entscheider beim Auffinden der Schwachstellen  des betrieblichen Umweltschutzes ebenso wie beim Erkennen ertragswirksamer Umweltchancen. Bestandsaufnahme im Zeitreihen- und Betriebsvergleich: Umweltkennzahlen haben eine wichtige Funktion in der internen Ermittlung von Schwachstellen und Optimierungspotentialen. Beispielsweise können im Rahmen einer Bestandsaufnahme solche Kennzahlen im Zeitreihen- und/oder Betriebsvergleich einander gegenübergestellt werden. Umweltkennzahlen können sich auf unterschiedliche Bereiche beziehen und Angaben sowohl zu für das ganze Unternehmen als auch zu einzelnen Prozessen oder Abteilungen liefern. Im Normalfall werden Umweltkennzahlen mengenbezogen gebildet, d.h. in Einheiten wie Kilogramm, Tonnen, Stück etc. Ergänzend hierzu sollten auch kostenbezogenen Kennzahlen entwickelt werden, um auch die Kostenaspekte im Umweltschutz abbilden zu können. Mit Umweltkostenkennzahlen können umweltrelevante Gesichtspunkte in Kosten und Erträge -die Sprache des Managements- übersetzt werden. So ist es anschaulicher, anstatt 400 Kubikmeter Sondermüll ertragsrelevant zu analysieren, dieselbe Menge mit Entsorgungskosten von beispielsweise 280.000 € darzustellen. 

Fr

15

Okt

2021

Digitale Denkart und Ökonomie

Komplexität ist eine Herausforderung: es wäre einfach zu schön, wenn es für komplexe Probleme einfache Lösungen gäbe. Im Gegenteil: mit zunehmender Komplexität sinken Wahrscheinlichkeit und Potenzial, jederzeit richtig zu handeln. Der Versuch, fehlendes Wissen, durch Berücksichtigung von immer mehr Informationen zu kompensieren, führt in eine Endlosschleife. Wir sind mitten drin im Gewitter des digitalen Fortschritts. Und müssen uns die Frage stellen: Computer und Mensch, wer programmiert hier wen? Computersysteme bestimmen menschliches Verhalten, unsere Biographien u.a. und behandeln Menschen somit als Objekte. Damit wir in ein Raster berechenbarer Größen passen sind wir Reduktionen und Abstraktionen unterworfen: der Mensch wird auf die Summe seiner messbaren Attribute reduziert. Die digitale Denkart und Ökonomie sind hierbei einen Pakt eingegangen, aus dem es kaum ein Entrinnen zu geben scheint. Nicht wenige fühlen, das alles, was in zahllosen Rechnern an Daten wahrgenommen und verarbeitet wird, nicht ausreichen wird, um für die Welt, in der wir uns bewegen, benötigtes Entscheidungswissen zu erzeugen. Was nötig ist, sich Grenzen des Wissens einzugestehen und sich nicht mit immer mehr Informationen über dessen Fehlen hinwegzutäuschen. 

Mi

13

Okt

2021

J. Becker - Content-Produzent und Eigenverleger

 

Könnte man ein Schriftsteller sein, wenn dessen Bücher zwar geschrieben, aber nie verlegt würden? Wobei sich manche Erfolgreiche in ihrer Vorstellung auch für Glücksritter halten, die einem Scheitern nur mit knapper Not entkommen sind. Eigenverleger sein heißt scheitern, wie nicht viele zu scheitern wagen. Wer scheitert, schaut zurück, und wer zurückschaut sinnt nach. Manche können mit dem Scheitern nicht einfach aufhören. Die Werke eines Eigenverlegers entstehen unaufgefordert, meistens ohne Auftrag. Anerkennung ist oft Zufall, der Kern des Erfolgs bleibt oft unauffindbar. So wie Slow Food das Gegenteil von Fast Food ist, gibt es als Alternative zum atemlosen Nachrichten-Stakkato auch Slow Journalisten, die nicht nur immer hektisch der nächsten Nachricht hinterherjagen und damit Gefahr laufen, die eigentliche Geschichte zu verpassen. Bei all den Meldungen, die im Minutentakt am Publikum vorbeirauschen, in diesem chaotischen News-Lärm ist es schwierig, die wichtigen Zusammenhänge mitzubekommen. Aber gleichzeitig tut sich damit eine Marktnische auf. Und zwar überall dort, wo Tiefgang wichtiger als Schnelligkeit ist, wo nicht nur auf Breaking News, sondern stattdessen auf Kontext und Analyse gesetzt wird. Wo es nicht nur erlaubt, sondern geradezu angesagt ist, zeitlichen Abstand zur digitalen Informationsflut zu halten.

Mo

11

Okt

2021

J. Becker Denkstudio - Vermessung eines Standortes

Bei einer Standortanalyse muss Klarheit darüber bestehen, an welchen Stellen eines Standortes man überhaupt Sensoren anlegen will. Erst wenn heraus gearbeitet wurde, was man überhaupt an Messungen benötigt, kann das Augenmerk auf das „Wie“ gerichtet werden. Im Vordergrund stehen dabei folgende Aspekte: Grundsätzliche Verfügbarkeit von Indikatoren: Wie aktuell und zeitnah sind die jeweils verfügbaren Indikatoren? Lassen sich die verfügbaren Indikatoren lückenlos zu Zeitreihen verknüpfen, um gegebenenfalls Entwicklungen ablesen zu können? In welcher Form können Einzelfaktoren zu besser verarbeitbaren Übersichts- und Gesamtindikatoren gebündelt werden? In welcher Form sind für den Standort Deutschland verfügbare Indikatoren auf die Ebene von Bundesländern, Regionen, Kreisen, Großstädte, Kommunen, Stadtteile oder einzelne Wirtschaftszweige übertragbar? An welchen Stellen sollten auf einer niedrigeren Stufe der Aggregation Sondererhebungen durchgeführt werden? Gibt es für Indikatoren Normierungsverfahren, um eine Vergleichbarkeit von Standorten zu gewährleisten? Wie wird eine Gewichtung von Faktoren sichergestellt? Welche Verfahren zur Berücksichtigung von individuellen Gewichtungsanforderungen sollten angewendet werden? Mit welchem System können Indikatoren in ihrer Relation zueinander einheitlich gehandhabt werden? 

Mo

04

Okt

2021

Strategiecontrolling von A-Z, von ABC-Analyse bis Zielplanung

Angesichts eines zunehmend komplexer und turbulenter agierenden Wettbewerbsumfeldes ist die Gültigkeitsdauer einst als langfristig eingestufter Strategien rapide abgeschmolzen. In Branchen mit hohen Veränderungsgeschwindigkeiten  dürfte sich die „Halbwertzeit“ von Strategien mittlerweile auf 1-2 Jahre verkürzt haben. Bei häufigeren sowie auch schnelleren Strategiewechseln ist es besonders wichtig, dass das Unternehmen neben der Kompetenz über ein effektives Instrumentarium verfügen kann, mit dessen Hilfe sich Strategien schnell und effektiv umsetzen lassen. Die strategische Planung für das Unternehmen als Ganzes besteht aus Entscheidungen der strategischen und operativen Ziele und der Geschäftsfeldstruktur, aus der Festlegung der für die Beschaffungswege/-mengen/-qualitäten erforderlichen Ressourcen und aus der Zuweisung dieser Ressourcen auf die Unternehmensbereiche und Geschäftsfelder.