Dipl.Kfm. Jörg Becker Friedrichsdorf
Dipl.Kfm. Jörg Becker Friedrichsdorf

Jörg Becker

Manager, Unternehmensberater, Journalist, Autor, Betreiber der Website

 

 

Jörg Becker Friedrichsdorf
Jörg Becker Friedrichsdorf

Print-Publikationen

Von Jörg Becker erschienen u.a. im BoD Verlag, über alle gängigen online-Buchhand-lungen (www.libri.de, www.bod.de, amazon u.a.)

 

 

Jörg Becker Friedrichsdorf
Jörg Becker Friedrichsdorf

Jörg Becker - Witschaftsförderung als Business Enabler
Jörg Becker - Witschaftsförderung als Business Enabler

Im Schaukasten

Informationsdienste - Ordnung und Dimensionen
Informationsdienste - Ordnung und Dimensionen

 

Clusterspezialisierung – Spezialisierungsvorteile und regionale Wertschöpfungsketten – Brancheninterne Verflechtungen 

 

In vielen Branchen werden Vorleistungen extern beschafft, u.a. 

 

Datenverarbeitung

 

Wirtschaftsberatung

 

Ingenieurtechnische Leistungen

 

Transport

 

Logistik

 

Wartung

 

Design

 

Werbung

  

Suburbanisierungstendenzen sind rückläufig, der Trend zu wachsenden Städten hält an. 

 

Räumliche Arbeitsteilung zwischen Städten und Umland wird intensiver 

 

Im verarbeitenden Gewerbe nimmt die räumliche Konzentration auf immer weniger Standorte zu 

  

Bedeutung von Transportkosten für Standortentscheidungen sinkt aufgrund Verbreitung der Kommunikationstechnologien

 

Neue Arbeitsplätze entstehen vor allem in wissensintensiven Wirtschaftszweigen

 

Internationalisierung der Wirtschaft führt zu 

Intensiveren regionalen Verflechtungen 

Verschärfung des globalen Standortwettbewerbs 

und beeinflusst u.a.

 

regionale Entwicklung 

Sektorstruktur 

Standortwahl 

 

Die sektorale Struktur eines Standortes hat Einfluss auf seine zukünftige Anziehungskraft 

 

Je höher der Lokationsquotient eines Standortes, d.h. die Relation zwischen regionalem und nationalem Beschäftigungsanteil eines Wirtschaftszweiges, desto stärker ist der Standort in diesem Sektor spezialisiert und kann derartige Spezialisierungsvorteile und –potentiale ausschöpfen. 

 

Beispielsweise durch Clusterinitiativen 

 

Eine Standortbilanz würde hierfür eine plausible und transparente Diskussionsgrundlage darstellen können

   

Spezialisierungsvorteile und deren Standortgegebenheiten sind Bestandteil der ökonomischen Rahmenbedingungen 

 

Die Frage ist, ob eine Spezialisierung des Wachstums oder eine diversifizierte Wirtschaftsstruktur der Standortentwicklung grundsätzlich förderlicher ist

  

Räumliche Nähe zu verwandten Branchen fördert regionale Wertschöpfungsketten 

 

Viele Wirtschaftszweige können von brancheninternen Verflechtungen profitieren. 

 

Clusterstrukturen können sich nach Wirtschaftszweigen unterscheiden 

 

Die räumliche demografische Entwicklung hat Auswirkungen auf u.a.

 

Siedlungsstrukturen 

Gewerbeflächenangebot 

 

 

Informationsdienste - Clustermanagement ITK-Branche - Multiplikator Produktion, Wertschöpfung, Arbeitsplätze

 

IKT-Branche mit Multiplikatorwirkung – Wertschöpfung – Produktionszuwachs – Geschäftsmodelle im Netz als Verbreitungskanal – Digitalisierung und Umbrüche - ITK-Umsätze und Weltmarkt – Standortbilanz mit dynamischen Wirkungsnetzen – ITK und Arbeitsplätze in vorgelagerten Branchen 

 

Im Standortvergleich der wichtigsten Industrieländer machen die ITK-Umsätze in Deutschland immerhin 5 Prozent des Weltmarktes aus 

 

Die Digitalisierung führt u.a. zu Umbrüchen im Journalismus und Verlagswesen 

 

Im Rahmen einer Standortanalayse der ITK-Branche in Deutschland wurden für die Produktion, Wertschöpfung und Beschäftigung folgende Auswirkungen untersucht:

 

Produktionswert-Multiplikator

 

Wertschöpfungs-Multiplikator

 

Beschäftigungs-Multiplikator

 

 

Vgl. hierzu Monitoring Report 

Bundeswirtschaftsministerium 

Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung 

TNS Infratest 

 

Hierbei wurden folgende Ergebnisse ermittelt: 

 

Eine zusätzliche Endnachfrage nach ITK-Produkten und ITK–Dienstleistungen von 1.000 Euro bewirkt in anderen Branchen eine weitere Produktionssteigerung von 737 Euro (=Multiplikator 1,737) 

 

1000 Euro Wertschöpfung der ITK-Branche bewirken durch Vorleistungslieferungen in anderen Branchen eine zusätzliche Erhöhung der Wertschöpfung von 835 Euro (=Multiplikator 1,835) 

 

Pro 1.000 Arbeitsplatze in der ITK-Branche werden weitere 881 Arbeitsplätze in vorgelagerten Branchen geschaffen (Multiplikator = 1,881)

  

Der Standort Deutschland generiert bereits etwa ein Viertel der gesamten Werbeumsätze im Netz 

 

Unter den Bedingungen des Netzes als Verbreitungskanal werden neue Geschäftsmodelle entwickelt, manche alte müssen über Bord geworfen werden 

Standortbilanz - Standort und Bündelung seiner Potenziale - Unternehmen und Standortansprüche

Standortberichte - externe Ereignisse und interne Entscheidungen
Standortberichte - externe Ereignisse und interne Entscheidungen

 

Standort Frankfurt - Industriestudie Zufriedenheit allgemein – Regionalökonomie – Stadtplanung – Infrastruktur – Standortbilanz dokumentiert Stärken und Schwächen – Abwanderer und Standortverunsicherte  

 

Ein erfolgreicher Standort muss Wissen von außen als eine ebenso wertvolle Ressource behandeln wie das eigene Wissen. 

 

Das Denken in Netzwerken sollte zu einem zentralen Differenzierungsfaktor ausgebaut werden. 

 

Der Standort muss kontinuierlich prüfen, welche Kompetenzen er selbst "besitzen" muss und welche er von außen einkaufen kann/muss.

   

Es sollte ein systematisches Verzeichnis darüber angelegt werden, welches Fachwissen bereits intern verfügbar ist. 

 

Vom aktuellen Fachwissen ausgehend kann analysiert werden, welches Fachwissen zukünftig erforderlich ist, um die Entwicklung des Standortes sicherzustellen und neue Marktchancen rechtzeitig nutzen zu können. 

 

Es sollte festgestellt werden, welche Maßnahmen eingeleitet werden müssen, um den Bestand an Kernkompetenzen zu erhalten und/oder auszubauen.

  

Kein Standort kann sich in Zukunft in diesem Bereich Unwissen leisten.

   

Im Rahmen einer Industriestudie für Frankfurt wurde für eine Stärken- und Schwächenanalyse die Zufriedenheit mit Einzelfaktoren des Standortes nach folgenden Gruppen untersucht: 

 

Betriebe bis 10 Beschäftigte

 

Betriebe über 10 Beschäftigte

 

Potenzielle Abwanderer

 

Standortverunsicherte

 

Erfolgreiche Betriebe

 

Ökologische Modernisierer

 

Dynamische Hybridisierer

 

Wissensorientierte Innovatoren

  

Offenheit für neue Entwicklungen muss darauf angelegt werden, Richtungen vorzugeben, Impulse zu setzen und dabei mit möglichst vielen Entwicklungspartnern systematisch und zielorientiert zusammenzuarbeiten. 

 

Wird versucht, das Wissen des Standortes nicht nur an Einzelpersonen, sondern möglichst breit zu kommunizieren ? 

 

Werden Kompetenzen in Netzwerken gebündelt, um den Standort voranzubringen ?

  

Kompetenznetzwerke bieten mit ihren vielseitigen, unternehmen- und einrichtungsübergreifenden Leistungen einen vorzeigbaren Mehrwert durch die Kooperation.

  

Es können konkrete Chancen aufgezeigt werden, die von einer stärkeren Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen ausgelöst werden. 

 

Unternehmerische Standortansprüche wandeln sich im Zeitablauf 

 

Der Wandel der Standortansprüche ist auch eine Reaktion auf den Wandel des Standortes selbst

  

Der Standortwandel umfasst beispielsweise:

 

infrastrukturelle Ausstattung

 

stadtplanerische Rahmenbedingungen

 

regionalökonomische Rahmenbedingungen

 

Business Intelligence - Digitale Wirtschaft und Umbrüche - Innovationsaktivitäten IKT-Branche - Wertschöpfung

 

Innovationsintensität der IKT-Branche – FuE-Anteil vom Umsatz – Innovationsaktivitäten – Impulsgeber für andere Wirtschaftszweige – Hardware und Dienstleistungen - Branchenvergleich – Wertschöpfung und Hochtechnologie – FuE und proaktive Vermarktung – Grad der Innovarionsfähigkeit 

 

Die IKT-Branche zählt zu den innovativsten Branchen der deutschen Wirtschaft: fast ein Drittel des Umsatzes werden mit Produktinnovationen erwirtschaftet

  

Der größte Teil der Innovationsbudgets entfällt auf die IKT-Dienstleister

 

Etwa acht Prozent des Umsatzes werden in der Branche für Innovationsaktivitäten verwendet 

 

Die Innovationskrafft der IKT wirkt gleichzeitig als Impulsgeber für andere Wirtschaftszweige

  

Vgl. hierzu Monitoring Report 

Bundeswirtschaftsministerium 

Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung 

TNS Infratest 

 

Hierbei wurden im Branchenvergleich die Ausgaben für Innovationsaktivitäten (= % vom Umsatz) ermittelt: 

 

Instrumententechnik 12,0 

Automobilbau 8,9 

IKT-Branche 7,7 

Maschinenbau 6,0 

Elektrotechnik 4,4 

Medien 3,0 

Technische Dienstleistungen 2,4 

Beratung/Kreativwirtschaft 2,0 

 

Auf einer Zeitachse betrachtet können diese Werte sicherlich schwanken. Von Interesse sind daher besonders die Relationen zwischen den einzelnen Branchen 

 

Rund die Hälfte der Innovationsausgaben entfallen in der IKT-Branche auf FuE 

 

Der FuE-Anteil liegt in der Teilbranche Hardware über diesen fünfzig Prozent, in der Teilbranche Dienstleistungen liegt er darunter 

 

Die Entwicklung der Digitalen Wirtschaft wird von starken Umbrüchen begleitet: vor diesem Hintergrund sind deshalb kontinuierliche Innovationen existenznotwendig

  

Was den Standort Deutschland im Ländervergleich betrifft, so wird diesem in Studien eine prinzipielle Stärke bei der Wertschöpfung im Hochtechnologiesektor bestätigt, gleichzeitig aber auf einen Mangel an proaktiver Vermarktung neuer Technologien verwiesen

  

Für den Grad der Innovationsfähigkeit wurden von TNS Infratest für einen Ländervergleich folgende Indexwerte ermittelt (Max = 100 Indexpunkte) 

 

Finnland 100 

Großbritannien 99 

Niederlande 98 

Dänemark 96 

USA 93 

Deutschland 91

Südkorea 87 

Frankreich 84 

Japan 84 

Spanien 76 

China 73 

Standortbeobachtung - Industriepolitk und Gewerbeflächen - Wohnimmobilien und Standort

Grafik France Hilon
Grafik France Hilon

 

Standort Frankfurt - Industriestudie Gewerbeflächen – Umfeldkonflikte und Nutzungskonkurrenz – Lager- und Logistikflächen – Wohnimmobilien und Industriegebiete – vorausschauende Industriepolitik und Standortmanagement – Möglichkeitsräume für Standortentwicklungen 

 

Bei Verschiebung von Trends geht es für die Immobilienwirtschaft um deren Auswirkungen auf die direkte Umgebung, d.h. eine intensive Betrachtung der Wechselwirkungen im komplexen Standortgefüge. 

 

Dabei müssen auf Grundlage einer mehrschichtigen Sichtweise alle Einflussfaktoren möglichst lückenlos einbezogen werden. 

 

Eine Standortbilanz bietet eine umfassende, für jedermann verständliche Kommunikationsplattform, über die sich alle wichtige Akteure wie Stadtverwaltung, Projektentwickler, Betreiber, Investoren, Einzelhändler, Dienstleister oder Bürgervertreter vernetzen können und die notwendigen Dialoge moderiert und nachvollziehbar transparent gemacht werden können.

   

Nach einem IHK-Bericht beträgt die Spitzenmiete für Lager- und Logistikflächen < 5000 Quadratmeter im Umfeld des Frankfurter Flughafens 2013 etwa 6,20 Euro/qm. 

 

Das kurzfristig verfügbare Flächenangebot bleibt begrenzt, da sich kaum verfügbare Flächen im Bau befinden.

  

Die Mieten für Gewerbeflächen vermindern sich mit zunehmender Entfernung vom Hauptzentrum Frankfurt 

 

Der Gewerbemarktbericht der Frankfurter Immobilienbörse bei der IHK Frankfurt gibt einen Überblick über Marktpreise für 

 

Büroflächen

 

Einzelhandelsflächen

 

Lager- und Logistikflächen

  

betreffend 

 

Frankfurt am Main

 

Hochtaunuskreis

 

Main-Taunus-Kreis

  

Frankfurt ist in Deutschland der Standort mit der höchsten Arbeitsplatzdichte 

 

Der Standort Frankfurt ist das wichtigste Arbeitsmarktzentrum der Rhein-Main-Region 

 

Die Konkurrenz bei der Nachfrage nach Flächen für Wohnimmobilien und Industriegebiete am Standort Frankfurt hat sich zugespitzt

  

Das verarbeitende Gewerbe ist auch bei steigender Nachfrage nach Wohnflächen auf eine langfristige Sicherung auch qualitativ hochwertiger Flächen angewiesen 

 

Zu Immobilien-Konfliktfaktoren am Standort Frankfurt zählen u.a. 

 

Umfeldkonflikte mit umliegender Wohnbevölkerung aufgrund von Lärmemissionen 

 

Umfeldkonflikte mit umliegender Wohnbevölkerung aufgrund von Geruchsemissionen 

 

Umfeldkonflikte mit umliegender Wohnbevölkerung aufgrund von Partikelemissionen 

 

Umfeldkonflikte mit umliegender Wohnbevölkerung aufgrund von Schwerlastverkehr 

 

Flächenkonkurrenz mit Wohnnutzung 

 

Umfeldkonflikte mit umliegenden Gewerbetreibenden 

 

Insgesamt wurde am Standort Frankfurt für die Industrie eine nur begrenzte Verfügbarkeit von Expansionsflächen festgestellt

  

 

Die Immobilien sind die den Standort umgebende und damit auch begrenzende Hülle. 

 

Sie bilden das Fundament und die Räume auf denen und in denen alles Geschehen des Standortes stattfindet, sie sind der Möglichkeitsraum des Standortes.

  

Die meisten Aktivitäten der Akteure spielen sich in lokalen Verästelungen ab. 

 

Standortentwicklungen lassen sich nicht punktgenau vorhersagen. 

 

Deshalb sind fundierte Analysen und Methodenkompetenz erfolgsentscheidend.

  

Um nicht den Überblick zu verlieren, können integrative Handlungsansätze wie Standortbilanzen von Nutzen sein.

  

Standortbilanz - Verknüpfung und Vernetzung

Wissen einer Standortbilanz als Wettbewerbsvorsprung – Standortakteure und Problemlösungskraft – strukturierte Vorgehensweise – Mehrwert an Wissen – Alleinstellungsmerkmal – Immaterielle Ressourcen – Wertschöpfung und Transparenz 

 

Der Weg über eine Standortökonomie weicher Faktoren bietet eine Vielzahl von Vorteilen, die anderen so nicht zugänglich sind 

 

Die Beschäftigung mit der Standortökonomie macht fit und verschafft Vorteile im Standortwettbewerb (mit der für Fragen der Standortentwicklung benötigten Problemlösungskraft kann man nicht auf Dauer in der untersten Bezirksligaklasse spielen). 

  

Haben sich Standortakteure erst einmal bis zu einem professionellen System durchgekämpft, so können sie dieses in späteren Perioden ohne größeren Aufwand (sofern IT-gestützt) immer wieder verwenden, d.h. es wären dann nur noch Aktualisierungen und Fortschreibungen nachzutragen.

  

Damit hat man nicht nur jederzeit Zugriff auf eine aktuelle Momentaufnahme, sondern gleichzeitig die Möglichkeit zu Zeitreihenvergleichen und -analysen.

  

Der Weg zu einem umfassenden System der Standortökonomie zwingt zu logisch sauberem Denken, zu konsequent strukturierter Vorgehensweise sowie zu vernetztem Denken 

  

Bereits die Beschäftigung mit den Instrumenten verschafft einen Gewinn und Mehrwert an Wissen und Erfahrung. 

 

Statt die Dinge immer nur eindimensional zu betrachten, können Prozesse, Erfolgsfaktoren, Kapitalarten, Maßnahmen untereinander verknüpft, vernetzt und damit mehrdimensional (multivariat) analysiert/durchgerechnet werden. 

 

Und vielleicht das Beste von allem: Weit und breit könnten vielleicht nur wenige etwas Vergleichbares vorweisen. Der Standort würde einen nur schwer einholbaren Wettbewerbs-und Wissensvorsprung (und schon allein damit ein herausragendes Alleinstellungsmerkmal USP) erlangen. 

 

Eine Reihe von Vorteilen lassen sich bereits aus dem Prozess der Entwicklung herleiten: 

 

Ganzheitliche Perspektive auf den Standort und Zusammenhänge zwischen externen und internen Strukturen.

 

Identifizierung des Stellenwertes immaterieller Ressourcen für Möglichkeiten der weiteren Standortentwicklung.

  

Prioritätensetzung für erforderliche Aktivitäten und Maßnahmen.

  

Konzentration auf den Investor und dessen Anforderungen. Ausrichtung auf Wertschöpfungs- und Wettbewerbsprozesse.

  

Standortbilanz kompatibel zu anderen Managementinstrumenten.

  

Nachvollziehbarkeit, wie Ressourcen investiert werden und wo hieraus in welche Höhe eine entsprechende Wertschöpfung generiert wird.

  

 

Kulturwettbewerb der Städte - Anreize, Steuerkonkurrenz und Subventionen - Förderungen

Ernst Becker Hanau - Kulturangebot
Ernst Becker Hanau - Kulturangebot

 

Bühnensubventionen und Renditen – Wohnortwahl und Kulturangebote – Anreize für Gebildete – Mobilität und Attraktivität – Humankapital und Standort – Förderungen und Anziehungskraft 

 

Die Qualität des Humankapitals ist für den Standort ein wichtiger Wachstumsfaktor, weil er sowohl Innovation als auch Qualität ermöglicht. 

 

Das Humankapital (HK) umfasst alle Eigenschaften und Fähigkeiten von Personen, z.B.: Arbeitsqualifikation, Soziale Kompetenz, Arbeitsmotivation, Führungskompetenz. Humankapital ist im Besitz der betreffenden Person und verlässt mit ihr den Standort. 

 

D.h. spezifische Fähigkeiten, Kompetenzen, Kapazitäten eines Standortes sind auch in Köpfen gespeichert. 

 

Wissen ist die einzige Ressource, die sich durch Gebrauch vermehren lässt: d.h. Verlust von Wissensarbeitern bedeutet somit immer auch Standorteinbußen. 

 

Vor diesem Hintergrund haben die Ökonomen Büttner und Janeba die Bühnensubventionen verschiedener Städte auf den Prüfstand gestellt

 

Bei Bühnensubventionen geht es um viel, manchmal auch sehr viel Geld 

 

Laut Theaterstatistik zahlt die öffentliche Hand für jeden Euro, den Theater und Oper bei ihren Eintrittsgelder einnehmen sage und schreibe noch einmal ganze vier Euro Förderung dazu.

  

Geld, das zum großen Teil von ohnehin in Finanznöten befindlichen Kommunen gezahlt wird

 

 

Stellt sich die naheliegende Frage nach dem Warum ? 

 

Soviel Geld für etwas, das nur von einer Minderheit genutzt wird ? 

 

Die Erklärung o.a. Ökonomen: Standorte konkurrieren um Gebildete. Und Gebildete richten sich bei ihrer Wohnwortwahl zumindest teilweise nach den vor Ort anzutreffenden Kulturangeboten 

 

Da eine Stadtverwaltung die Arbeitsbedingungen an ihrem Standort oder die ebenfalls wichtigen persönliche Beziehungen nur schwer und die umgebende Landschaft auch nur wenig beeinflussen kann, konzentriert sie ihre Wettbewerbsstärken auf ein weiteres Auswahlkriterium der Gebildeten: die Vielfalt des Kulturangebotes

   

Die Überlegungen hierbei:

 

Gebildete sind mobiler als der Durchschnitt der Bevölkerung und wechseln ihren Wohnort häufiger: man muss also versuchen, sie durch attraktive Angebote an sich zu binden 

 

In Regionen mit einem hohen Anteil von Gebildeten entstehen meist auch zusätzliche Arbeitsplätze für weniger gebildete 

 

Gebildete haben bessere Verdienstchancen und verbessern somit die Kaufkraft des Standortes 

 

Bei Steuern können Städte nur mit Grundsteuer und Gewerbesteuer konkurrieren: Rabatte auf Einkommensteuern gibt es nicht

  

Also versucht man, der gewünschten Zielgruppe ihr Kommen und Bleiben mit hoch subventionierten Kulturangeboten zu versüßen.

  

Menschen und Informationen/Wissen sind ein wertvolles Kapital

 

Rohmaterialien, Produktions-, Geschäfts- und Vermarktungsprozesse sind ggf. auch für alternative Standorte verfügbar. 

 

Was im Gegensatz hierzu nicht schnell verfügbar gemacht werden kann, sind Wissen, Fähigkeiten, Qualifikationen, Erfahrungen, Motivation u.a. von Personen. 

  

Beim Humankapital geht es um

 

Menschen, die ausgebildet, informiert und flexibel sind

  

Menschen, die über das nachdenken, was sie tun und bereit sind, Initiativen zu ergreifen

  

Menschen, die bereit sind, zu lernen und offen für innovative Veränderungen sind

  

 Menschen, die fähig sind, sich auf einer "Just-in-time"-Basis neues Wissen und neue Fertigkeiten anzueignen

  

 Menschen, die Fachliteratur lesen und fähig sind, in interdisziplinären Teams zu arbeiten.

  

Menschen, die bereit sind Verantwortung zu übernehmen und Mitverantwortung für das Erreichen von Zielen akzeptieren.

  

Die Qualität des Humankapitals wird mit dem Anteil der Erwerbstätigen mit sekundärer und tertiärer Ausbildung gemessen: diese Ausbildungsquoten zeigen das vorhandene Innovationspotenzial an. 

Tourismusthema Rad - Freizeit, Urlaub und Erholung - Regionalpark und Kultur - Standortbeobachtung

 

Tourismusthema Rad - Main-Kinzig-Kreis – E-Bikes und Fluss-Radwege – Tagesradler und Etappenradler – Natur, Kultur und Erholung – Regionalpark, Main, Limes, Vogelsberg 

 

Freizeittourismus Rad 

Radfahren zählt zu den beliebtesten Freizeit- und Urlaubsaktivitäten

 

Trend E-Bikes

 

Steigende Anzahl Fluss-Radwege

  

Tagesradler:

 

Familien

 

Gruppen Paare

 

Sportlich: Rennrad, Mountainbike

  

Etappenradler:

 

Oft zu zweit oder in der Gruppe unterwegs

 

Durchschnittsalter 50 Jahre

 

Interesse an aktiver Erholung

 

Interesse an Natur- und Kulturerlebnissen

 

Radwege Main-Kinzig-Region: 

Vom Main zur Rhön 

Main Radweg 

Deutscher Limes-Radweg 

Vogelsberger Südbahnradweg 

Regionalparkroute Hohe Straße 

Rhein-Main-Route Ronneburger Hügelland 

Rhein-Main-Route Hohe Straße und Kinzig  

 

Strategische Wirtschaftsförderung IKT-Wirtschaft - Querschnittsfunktionen und Flexibilität

 

Zielcluster IKT-Wirtschaft – Nutzung vorhandener Büroimmobilien und Liegenschaften – Umsetzungsoptionen ohne Vorlaufzeiten – Komplementärnutzungen – Innovationskraft und Vernetzung – Flächenbedarf und Gewerbesteuer – Wissensbasierte Ökonomie

 

Strategische Überlegungen der Wirtschaftsförderung sollten sich nicht nur auf einen einzigen Zielcluster beschränken. Vielmehr könnten dabei immer mehrere mögliche Cluster ins Auge gefasst und verglichen werden. Zumal ja von Standort zu Standort unterschiedlich bereits einzelne Cluster-Bausteine vorhanden sein sollten und deshalb im konkreten Fall für die Strategieentwicklung zu berücksichtigen sind.

 

Eine Zusammenführung einzelner Glieder der Wertschöpfungskette lässt sich im Vergleich zu anderen Clusterzielen relativ leicht bewerkstelligen, da hoch qualifizierte IKT-Mitarbeiter sehr mobil und meist örtlich ungebunden sind 

 

Die vorhandenen Büroimmobilien und Liegenschaften können meistens ohne große Investitionen auf die Bedürfnisse der IKT-Wirtschaft angepasst und umgestellt werden

 

Es sind keine langen Vorlaufzeiten notwendig, d.h. man kommt schnell zu sichtbaren Erfolgen 

 

Kleine Unternehmenseinheiten ermöglichen eine größtmögliche Flexibilität 

 

Man gewinnt quasi einen der wichtigsten Repräsentanten für eine wissensbasierte Ökonomie 

 

IKT-Wirtschaft gehört zu den dynamischen und wachstumsstarken Wirtschaftszweigen, d.h. hat positive Auswirkungen auf die Kaufkraft vor Ort 

 

IKT-Wirtschaft eröffnet zusätzliche Möglichkeiten für eine Reihe von Komplementärnutzungen

  

Das Alter von IKT-Beschäftigten liegt unter dem Durchschnitt und hat damit günstige Auswirkungen auf die Altersstruktur vor Ort 

 

IKT-Wirtschaft ist global vernetzt, von diesen Kontakten kann auch der Standort profitieren 

 

IKT-Wirtschaft hat eine Querschnittfunktion für alle Branchen und Betriebsgrößen, d.h. an dem Kern-Cluster IKT-Wirtschaft könnten weitere Cluster angedockt werden

  

IKT-Wirtschaft ist ein Innovationsmotor, der auch für den Rest des Standortes Impulse ausstrahlen kann 

 

IKT-Wirtschaft ist energieeffizient und umweltfreundlich 

 

IKT-Wirtschaft eröffnet zahlreiche Beschäftigungsmöglichkeiten für Selbständige 

 

IKT-Wirtschaft bietet für weibliche Fachkräfte zahlreiche Stellenangebote 

 

Hohes Qualifikationsniveau der Mitarbeiter 

 

In Relation zu anderen Wirtschaftszweigen geringer Flächenbedarf

  

IKT-Wirtschaft ist ein guter Gewerbesteuerzahler

  

Überdurchschnittlich hohe Schulungs- und Weiterbildungskapazitäten 

Im Schaukasten

Abi63 - zentrale Steuerungslogik
Abi63 - zentrale Steuerungslogik

 

Standortradar Gewerbeflächen - Flächennachfrage aus Bestandsentwicklung  

 

Die Verfügbarkeit von Gewerbeflächen ist ein zentraler Standortfaktor

  

Standortentwicklung muss Aspekte für typische Gewerbeflächen der Industrie-, Gewerbe-, Dienstleistungs- oder Logistikunternehmen berücksichtigen 

 

Standortentwicklung muss Anforderungen für kleine und mittelständische Unternehmen berücksichtigen 

 

 

Für Potentiale der Wertschöpfungsentwicklung sind wissensintensive Branchen erfolgsrelevant

  

Verfügbarkeit von hochqualifizierten Fachkräften entscheidet im wissensbasierten Strukturwandel

  

Bei der Flächennutzung entstehen Konflikte zwischen Wohnen und Arbeit 

 

Preissteigerung der Gewerbeflächen erhöhen das private Flächenangebot und die Intensität der Nutzung 

 

Ein Großteil der Flächennachfrage kommt nicht von Akquisitionsansiedlungen sondern aus der Bestandsentwicklung

  

Bevor Altstandorte, beispielsweise aufgrund Verlagerung oder Aufgabe von Unternehmen, brachfallen, werden diese meist erst auf dem Gebrauchtmarkt platziert 

 

Markt der gebrauchten Grundstücke hat eine wichtige Ventilfunktion

 

Vgl. u.a. Cirque du Soleil 

http://www.youtube.com/watch?v=qtn3m7F4Vog&list=PL9RDgPtBc9amoKr5QATWpdpoYCjNZ1A7n