Dipl.Kfm. Jörg Becker Friedrichsdorf
Dipl.Kfm. Jörg Becker Friedrichsdorf

Jörg Becker

Manager, Unternehmensberater, Journalist, Autor, Betreiber der Website

 

 

Jörg Becker Friedrichsdorf
Jörg Becker Friedrichsdorf

Print-Publikationen

Von Jörg Becker erschienen u.a. im BoD Verlag, über alle gängigen online-Buchhand-lungen (www.libri.de, www.bod.de, amazon u.a.)

 

 

Jörg Becker Friedrichsdorf
Jörg Becker Friedrichsdorf

Standortbeobachtung - Grundvoraussetzungen Kompetenz und Unabhängigkeit

Frans Lemmens Getty Images
Frans Lemmens Getty Images

Im Schaukasten

Standortberichte - Geschehen und Lösung
Standortberichte - Geschehen und Lösung

 

Gewerbeflächen Standorttypologie – Basis für Flächenmonitoring – Strukturwandel Gewerbeflächennachfrage 

 

Ansatzpunkt und Basis für ein strategisches Nutzungs- und Vermarktungsmanagement von Gewerbeflächen ist eine schwerpunktmäßige Zuordnung des Standortes zu einem bestimmten Typus 

 

Vorteile Standorttypologie sind u.a.

 

Grundlage für zielgruppen- und nachfrageorientierte Entwicklung von Standortflächen 

 

Orientierungsrahmen für erforderliche Planungsprozesse und Planungsvorgaben des Standortes

  

Basis für Aufbau und Pflege eines Flächenmonitorings

  

Grundlage für ein strategisches Flächenmanagement

 

 

Informationen für Standortentwicklung als verträgliche Kombination aus

 

Wohnen 

Freizeit 

Erholung 

Arbeit 

Gewerbe 

 

Basis für gezielte Neuakquisition in ausgesuchten Clusterbereichen

  

Im Bereich der Gewerbeflächen können u.a. Standortorttypen nach folgenden Schwerpunkten abgegrenzt werden: 

 

Produktion

  

Logistik

  

Wissensorientiertes Gewerbe

  

Handwerk und Kleingewerbe

  

Vgl. u.a. Regionalökonomie 

http://www.hwwi.org/fileadmin/hwwi/Publikationen/Studien/Gewerbeflaechennachfrage_2025

  

 

Flächenentwicklung und –vermarktung nach Standorttypen: 

 

fördert strategische Kooperation und Funktionsteilung zwischen Kern und Umland des Standortes 

 

fördert Umdenken von reaktiver zu proaktiver Standortstrategie 

 

Es geht darum, zu welchem Standorttyp man sich in der Zukunft vorrangig entwickeln will 

 

Eine Standortbilanz würde hierfür eine plausible und transparente Diskussionsgrundlage darstellen können

   

Hintergrund ist ein dynamischer Strukturwandel der Gewerbeflächennachfrage bei gleichzeitiger Verschärfung des regionalen Standortwettbewerbs und zunehmender Nutzungskonkurrenz 

 

Jede Region muss anhand ihrer sektoralen Entwicklungslinien anhand des Bestandes standortspezifischer Branchen und Cluster eine individuelle Typologie des Standortes entwickeln, um verschiedene Facetten der Gewerbeflächenplanung bestmöglich abbilden zu können

  

 

 

Standortbilanz - Zahlen ja, im Vordergrund stehen aber "weiche" Faktoren

Abi63 Manches scheint nur nebensächlich
Abi63 Manches scheint nur nebensächlich

 

Die Beobachtung von Standorten  wird nicht ohne Zahlen auskommen. Also ohne alles das, was man messen und quantifizieren kann. Umso mehr man sich auf die Stufe der Standortanalyse und des Standortvergleichs hin bewegt, desto mehr sollten auch nachvollziehbare Fakten, d.h. transparent und aktuell aufbereitetes Zahlenmaterial darin einfließen. Es sollte versucht werden, Standortfaktoren nicht nur als absolute Zahlengrößen, sondern vor allem in ihrer Relation zueinander und somit in ihren dynamischen Wirkungsbeziehungen zu sehen. Auch scheinbar Nebensächliches wird aufmerksam beobachtet.

 

Informationsdienste - Generalist mit ganzheitlichem Denken

Abi63 - Eigenes Erfahrungswissen einbringen
Abi63 - Eigenes Erfahrungswissen einbringen

 

Eigenes Erfahrungswissen einbringen: Zunächst werden die zu einem Standort gemachten Beobachtungen in einem Informations- und Daten-Pool gesammelt. Ist hierbei eine bestimmte Grundmenge erreicht, sollte das Ganze mit einer durchgängig bruchfreien Systematik unterfüttert und geordnet werden. Was dann zusätzlich eingebracht werden kann, sind eigene Qualifikationen und Berufserfahrungen. Beispielsweise indem das notwendige Denken in Szenarien durch entsprechende Instrumente unterstützt werden kann. Wie Benchmarking, SWOT-Analyse, Risiko- und Wahrscheinlichkeitsrechnung oder ähnliches. Der Leistungserbringer also als ein Generalist, der vor allem das Denken in Zusammenhängen gewohnt ist. 

 

Standortbeobachtung - Unabhängigkeit ohne eigene Interessen

Foto Hermann Schäfer Bad Homburg - unabhängig und eigenverantwortlich
Foto Hermann Schäfer Bad Homburg - unabhängig und eigenverantwortlich

 

Das wichtigste Kapital, das ein Beobachter einbringen kann, ist seine absolute Unabhängigkeit. Er vertritt von niemand Interessen, gleich welcher Art. Er führt, in welchem Auftrag auch immer, keine eigenen Standortanalysen durch. Er vergleicht auch keine Standorte und erstellt keine Rankings. Er selbst gibt keine Bewertungen oder Handlungsempfehlungen ab.

Standortbilanz - Es gibt keine guten oder schlechten Standorte

Ernst Becker Hanau - gut oder schlecht, geeignet oder ungeeignet
Ernst Becker Hanau - gut oder schlecht, geeignet oder ungeeignet

 

Es gibt nur geeignete oder ungeeignete Standorte. Der geeignete Standort ist alles, ohne den geeigneten Standort ist alles nichts. Die Eignung eines Standortes zeigt sich weder dem nach ihm Suchenden noch dem bereits vor Ort Ansässigen immer schon auf den ersten Blick. Suchende und Ansässige benötigen zu ihrer Sicherheit eine möglichst genaue und transparente Vermessung des Standortes. Die politisch und fachlich Verantwortlichen eines Standortes sollten bestmögliche Hilfen und Informationen bieten, um Interessenten wie Ansässigen oft existenzbestimmende Standortentscheidungen soweit als nur möglich zu erleichtern. Beide Gruppen sollten ihrerseits die möglichen Instrumente und Arbeitshilfen nutzen, um sich selbst ein genaues Bild von der Gesamtbilanz des Standortes zu machen.

 

Informationsdienste - Strategie-Check heißt auch Standort-Check

Abi63 - Standort aus verschiedenen Blickrichtungen
Abi63 - Standort aus verschiedenen Blickrichtungen

 

Ein möglichst realitätsgetreues Bild des Standortes muss aus den oft sehr verschiedenen Blickrichtungen eines Betrachters, also vor Ort ansässigen Unternehmen, kommunalen Verwaltungsstellen, ansiedlungs- und investitionsinteressierten Firmen oder Personen und Existenzgründern, zusammengefügt werden. Die Frage des richtigen, d.h. am besten geeigneten Standortes ist für Unternehmen zu wichtig, als dass man sie an Dritte delegieren oder auf eine von Zeit zu Zeit notwendige Überprüfung verzichten könnte. Jeder Strategie-Check des Unternehmens sollte deshalb immer auch die Standortfrage mit einschließen. 

 

Standortprofil - Reales Standortbild statt verengter Blickwinkel - individuelle Freiheit und Verbote

Ernst Becker Hanau - Ort und Reaktion
Ernst Becker Hanau - Ort und Reaktion

 

Freiheitsindex oder was der Staat nach Meinung vieler zuerst verbieten sollte – Kredite – Spenden – Drogen - Gewaltdarstellungen – Standortfaktoren mit mehreren Dimensionen  

 

Der Zustand der politischen und individuellen Freiheit wird in einer Zahl, dem Freiheitsindex abgebildet. 

 

Nach einer Untersuchung des John Stuart Mill Instituts für Freiheitsforschung (Quelle: Allensbacher Archiv) bevorzugen Deutsche auch im Rahmen eines Freiheitsindex eine Reihe von Verboten: 

 

Was der Staat verbieten sollte

  

84% meinen: harte Drogen wie Heroin oder Kokain

  

76 % meinen: Klonen von Menschen

  

71% meinen: radikale Parteien

  

64% meinen: gesundheitsschädliche Lebensmittel

  

55% meinen: weiche Drogen wie Haschisch, Marihuana

  

49% meinen: Gewaltdarstellungen z.B. per Film, Video u.a.

  

37% meinen: weitere Kredite aufnehmen, wenn man bereits verschuldet ist

  

36% meinen: hohe Spenden an Parteien

  

32% meinen: linksradikale Parteien

  

32% meinen: Pornographie

  

26% meinen: Glücksspiel

  

19% meinen: Verkauf von hochprozentigem Alkohol

  

17% meinen: auf Autobahnen schneller als 130 km/h

  

13% meinen: Sterbehilfe

    

Einbettung in eine Standortbilanz: 

 

Im Rahmen von Methoden einer Standortbilanz wird jeder Faktor nicht nur aus dem verengten Blickwinkel einer einzigen Dimension betrachtet. 

 

Vielmehr wird versucht, der Wirklichkeit dadurch besser gerecht zu werden, dass jeder Faktor aus drei unterschiedlichen Blickwinkeln heraus in Augenschein genommen wird. 

 

D.h. in einem ersten Schritt wird zunächst das rein mengenmäßige Vorhandensein eines Faktors danach beurteilt, wie weit dieses den Anforderungen zu entsprechen vermag. 

 

Vor dem Hintergrund, dass in vielen Fällen das bloße Vorhandensein vielleicht nicht ausreichen mag, wird zusätzlich die Qualität des Faktors beurteilt. 

 

In manchen Fällen mag es durchaus vorkommen, dass fehlende Quantität durch bessere Qualität ausgeglichen werden kann. 

 

Sowohl die Dimension Quantität als auch die einer Qualität sind jedoch immer nur vergangenheits- oder bestenfalls gegenwartsbezogene Bewertungsdimensionen.

  

Was darüber hinaus also noch interessiert, ist eine zukunftsbezogene Beurteilungsbetrachtung, der mit einer weiterführenden dritten Systematik-Bewertung nachgekommen werden kann.

  

D.h. unter diesem Blickwinkel kann ein Faktor zusätzlich noch danach beurteilt werden, wie er sich voraussichtlich in der nächsten Zukunft weiter entwickeln wird bzw. wie stabil und sicher vergangenheits- und gegenwartsbezogene Bewertungen auch für die Zukunft fortgeschrieben werden können. 

 

Wird das Bewertungsbild aus diesen drei Dimensionen zusammengesetzt, so wird auch die Wahrscheinlichkeit größer, dass es besser der Realität entsprechen kann.

  

 

Industriekultur Friedrichsdorf - Standortfaktoren bewerten und gewichten - Standortanalyse und Potenzialportfolio - Qualität und Systematik

 

Friedrichsdorf´s neue Kleider- Friedrichsdorfer Industriekultur – Innerstädtisches Einkaufzentrum und Schulen – Möglichkeitsraum und Ausschöpfung – Standortbilanz und Fortschreibung – Dynamische Wirkungsnetze – Gewichtung und Rückkoppelung - Standortprofil und Potenzialportfolio – Bewertung nach Quantität und Qualität – Dauerhaftigkeit und Glaubwürdigkeit Standort-Leitbild – Management „weicher“ Standortfaktoren mit Zukunft 

 

Manche Herausforderungen der Gegenwart lassen sich durch einen Blick in die Wirtschaftsgeschichte besser verstehen  

  

Der heutige Friedrichsdorfer Ortsteil Seulberg wurde bereits 767 urkundlich erwähnt 

 

Am Erlenbach wurden in 

Burgholzhausen 

Köppern 

Mühlen betrieben: neben dem Mahlen von Getreide wurden auch Öl und Papier hergestellt 

 

Im 17. Jahrhundert siedelten sich auf dem heutigen Friedrichsdorfer Stadtgebiet französische Glaubensflüchtlinge an und gründeten damals ein Dorf „nouveau village“ 

 

Durch wirtschaftliche Erfolge dieser Hugenotten erlangte Friedrichsdorf 1771 die Stadtrechte 

  

Die um 1900 herum in Friedrichsdorf ansässigen Zwiebackfabriken machten die Stadt weit über ihre Grenzen hinaus bekannt

  

Die Erfindung des Telefons ist durch Philipp Reis für alle Zeiten mit dem Namen Friedrichsdorf verbunden

  

Zwar haben gegen Ende des 20. Jahrhunderts wichtige Industriebetriebe Friedrichsdorf verlassen oder aufgegeben 

 

Trotzdem sind in Friedrichsdorf auch zu Beginn des neuen Jahrtausend noch Firmen mit Weltruf ansässig: 

Peiker Acustic 

Arnold Metallbau 

u.a. 

 

Gerade während der letzten 20-30 Jahre hat sich jedoch die wirtschaftliche Welt rasant verändert, Stichworte hierzu u.a. sind: 

Globalisierung 

Digitale Revolution 

Demografie 

Soziale Netzwerke 

 

Die Karten werden neu gemischt, für altehrwürdige Namen und Traditionen kann man sich in der Gegenwart wenig kaufen 

 

Andere Standorte haben rasant aufgeholt und sich zwischenzeitlich gegenüber Friedrichsdorf relativ besser positioniert

  

Nicht weit hergeholt scheint die Meinung, dass der Standort Friedrichsdorf seine zweifellos vorhandenen Vorteile und Potenziale nicht ausgeschöpft habe und es dringend angebracht scheine, bisher Versäumtes auf- und nachzuholen.

  

Vor diesem Hintergrund stellt Friedrichsdorf ein neues Konzept für sein Stadtmarketing vor

    

Einem unabhängigen Standortbeobachter dürfte zuerst die Änderung des Friedrichdorfer Leitbildes auffallen:

 

Während man lange Jahre auf den Slogan 

„Kommunikation ist unsere Verpflichtung“

 vertraute, 

wurde dieser nun zu den Akten gelegt und in 

„Lebendig und erfindungsreich“

 neu aufgesetzt 

 

Da Leitbilder vor allem den wirklichen Kern eines Standortes abzubilden haben, wäre Außenstehenden nachvollziehbar transparent zu machen, warum ein Wechsel des Leitbildes zwingend notwendig war, wie dieser vor allem glaubwürdig transportiert und  quasi als Vision für die Zukunft gelebt und umgesetzt werden soll 

 

 

Eine reine Aufzählung oder wahllose Aneinanderreihung von Standortvorteilen, wie beispielsweise 

Mischung aus Dynamik, Tradition und Ideenreichtum 

Lebendig, facettenreich und gleichzeitig geschichtsbewusst 

Einkaufsstandort mit kostenlosem Parken 

Kleinkunstkabarett und Heimatmuseum 

Wohnstandort für junge Familien und Senioren 

Natur im Taunus 

Nähe zur Autobahn 

S-Bahn 

Flughafennähe 

Schulen 

Innovative Mittelstandstruktur 

Breite Branchenmischung 

Ansiedlungsmöglichkeiten 

Bürgerengagement 

u.a. 

bilden für sich gesehen noch keine aussagefähige Standortanalyse 

  

Weiterführend und ergänzend muss es u.a. darum gehen 

 

eine vollständige Aufstellung aller zu beachtenden Standortfaktoren zu erstellen

  

alle Standortfaktoren zu in sich möglichst homogenen Gruppen zu bündeln, z.B. nach

 

Geschäftsprozessen

 

Erfolgsfaktoren

 

Humanfaktoren

 

Strukturfaktoren

 

Beziehungsfaktoren

 

 

alle Standortfaktoren hinsichtlich mehrerer Gesichtspunkte, wie Quantität, Qualität und Systematik, gleichzeitig zu quantifizieren und zu bewerten

  

Standortprofile nach dem Ampelprinzip entwickeln

  

alle Standortfaktoren zusätzlich nach ihren Prioritäten und Entwicklungen gewichten

  

alle dynamischen Wirkungsbeziehungen und Rückkoppelungseffekte zwischen Standortfaktoren analysieren

  

Standortfaktoren in Form von Potenzialportfolios analysieren

  

eine umfassende Standortbilanz eröffnen und regelmäßig fortschreiben

  

Mit der Eröffnung eines neuen 

Einkaufszentrums 

Schulzentrums 

wurde am Standort Friedrichsdorf ein gravierender Wandlungsprozess angestoßen und in Gang gesetzt, dessen endgültige Auswirkungen noch lange nicht absehbar sind 

 

Standortakteure stehen somit in der Pflicht diese Möglichkeitsräume nunmehr auszuschöpfen und zu verbreitern, um die einst sehr erfolgreiche Industriegeschichte von Friedrichsdorf wieder nachhaltiger fortzuschreiben 

 

 

Stadtentwicklung - Gewerbeflächen und Wohnraum - Verdichtung und Bebauungsprojekte

 

Stadtentwicklung verbraucht Freiflächen – Gewerbeflächen werden Wohnraum weichen – Unattraktive Stadtviertel werden neu entdeckt – Dynamik der Zuzügler – knappes Wohnbauland und vertikale Architektur – Lebensqualität und Umwelt – Nutzung der Bürotürme und landwirtschaftlichen Flächen  

 

Der Wohnungsmarkt läuft heiß. Eine Entwicklung, die auch die Metropole Frankfurt zu spüren bekommt 

 

Manche dynamische Wirkungsbeziehungen untereinander spielen sich unter der Oberfläche oder hinter den Fassaden des Standortes ab. 

 

Die Dynamik einer wachsenden Zahl der Zuzügler in die Stadt hat man lange nicht wahr haben wollen oder unterschätzt. 

 

Da es immer mehr an innerstädtischen Freiflächen mangelt, wird das Wohnbauland knapp 

 

Stadtplaner sehe als Ausweg eine vertikal ausgerichtete Architektur 

 

Die Akzeptanz für Wohntürme steige 

 

Um der Wohnungsknappheit in zunehmend begehrteren Innenstadtlagen zu begegnen sollen wenig genutzt Gewerbeflächen und leer stehende Bürotürme  verstärkt in Wohnraum umgewandelt werden

 

(Vgl. u.a. Frankfurt-Niederrad) 

 

Aber: wenn schon die Bewertung dieses  Jetzt und Heute nicht so einfach ist wie es manchmal scheint, um wie vieles schwieriger dürfte daher eine genaue Analyse des Morgen und Übermorgen sein. 

 

Im Gegensatz zu überprüfbaren Fakten der Gegenwart hat man es bei Stadtentwicklungen mit erst in der Zukunft liegenden Sachverhalten zu tun. 

 

Das heißt mit dem, was vielleicht möglich wäre oder sein könnte. 

 

Locker bebaute Siedlungen aus der Nachkriegszeit werden verdichtet

  

Bisher bereits als verloren geglaubte Bebauungsprojekte werden neu belebt

 

 

Die Konflikte in der dichter werdenden Stadt nehmen zu

 

(Vgl. u.a. Frankfurt Ostend) 

 

Wenn in einer Stadt wie Frankfurt das Bauland zur Neige geht, will man auch außerhalb der Stadtgrenzen bauen und verweist darauf, dass die Region eine Schicksalsgemeinschaft sei

  

Werden, wie beispielsweise in Frankfurt diskutiert, landwirtschaftliche Flächen mit Wohngebieten bebaut, kommt es zu einer Versiegelung von Erholungsflächen und Wegfall von für die Stadt unter Umständen unersetzlichen Versorgungskapazitäten 

 

Neue Wohnbaugebiete außerhalb der Stadtgrenzen wären weiter von der Innenstadt entfernt, eine angemessene Verkehrsanbindung wäre unter Umständen schwierig

 

(Vgl. u.a. Frankfurt-Riedberg) 

 

Will man Lebensqualität und Umwelt nicht gefährden, bieten auch die in der Stadt ohnehin bereits stark reduzierten Grünflächen nur geringe oder überhaupt keine Reservekapazitäten für den Wohnungsbau. Weitere Konflikte wären absehbar.

  

 

Im Schaukasten

Ernst Becker Hanau
Ernst Becker Hanau

 

Standortbilanz dokumentiert u.a. Beziehungskapital 

 

Die für eine Standortbilanz identifizierten Einfluss- und Standortfaktoren können zu folgenden Gruppen gebündelt werden:

  

Prozessfaktoren

 

Erfolgsfaktoren

 

Humanfaktoren

 

Strukturfaktoren

 

Beziehungsfaktoren

  

Durch Kooperationsbeziehungen und Bildung von Netzwerken können Standorte  von einem engen, vertrauensvollen Austausch von Wissen und Hintergrundinformationen wechselseitig profitieren 

  

U.a. können Benchmarking-Werte und Best-Practice-Vorgehensweisen wichtige Restrukturierungs-Impulse für den Standort liefern. 

 

Benchmarks dienen als Ziel- und Orientierungsgrößen und können dazu beitragen , realistische Potenziale und Optimierungsideen zu generieren. 

 

Benchmarking ermöglicht u.a. eine Standortbestimmung des eigenen Standortkapitals im Vergleich zu anderen, Entwicklungspotenziale können im Vergleich mit anderen Standorten gezielt aufgespürt werden, der Blick über den Tellerrand beugt extremen Kirchturmdenken vor, bereits anderswo erfolgreich umgesetzte Prozesse verkürzen die Umsetzung am eigenen Standort und geben Sicherheit. 

 

Im Mittelpunkt der standortübergreifenden Regionalentwicklung steht die Zukunftsfähigkeit: zur Bewältigung gegenwärtiger und zukünftiger Herausforderungen 

  

Die nachhaltige Positionierung eines Standortes auch im globalen Wettbewerb kann im Wege der Vernetzung durch gezielten Aufbau des Beziehungskapitals unterstützt werden. 

 

Zum Bündel 5 der Standortfaktoren zählen u.a. Partnerschaften der Städte und Gemeinden

 

 

Partnerschaften der Standorte im Hochtaunuskreis

  

Bad Homburg

 

Cabourg (Frankreich) * Chur (Schweiz) * Exeter (Großbritannien) * Marienbad (Tschechien) * Mayrhofen (Österreich) * Bad Mondorf (Luxemburg) * Terracina (Italien) * Peterhof (Russland) * Dubrovnik (Kroatien)

  

Friedrichsdorf

 

Houilles (Frankreich) * Chesham (Großbritannien) * Bad Wimsbach-Neydharting (Österreich)

 

 

Glashütten 

Caromb (Frankreich) 

Grävenwiesbach

Wuenheim (Frankreich) 

Königstein 

Le-Cannet-Rocheville (Frankreich) * Kórnik (Polen) * Le Mele sur Sarthe (Frankreich) * Königstein (Sachsen) 

Kronberg 

Le Lavandou (Frankreich) * Aberystwyth (Wales) * Ballenstedt (Sachsen-Anhalt) * Porto Recaniti (Italien) 

Neu-Anspach 

Saint-Florent-sur-Cher (Frankreich) * Thalgau (Österreich) * Sentjur (Slowenien) 

Oberursel 

Epinay-sur-Seine (Frankreich) * Lomonossow (Russland) * Rushmoor (Großbritannien) * Ursem/Koggenland (Niederlande) 

Steinbach 

Steinbach-Hallenberg (Thüringen) * Saint Avertin (Frankreich) 

Usingen 

Chassieu (Frankreich) * OverbetuweNalburg (Niederlande) 

Wehrheim 

Werischwar/Pilisvörösvar (Ungarn) * Mühlbach (Südtirol) 

Weilrod 

Billy-Berclau (Frankreich)